„Grabsaugen“/Gravesucking für eine „Salbung“ durch verstorbene Charismatiker

Von Felizitas Küble

Es gibt im charismatischen Lager  – zumal in seinem extremen Flügel – nichts, was es nicht gibt – und mag es noch so bizarr wirken.

Zu den mehr als gewöhnungsbedürftigen Praktiken in der pfingstlerischen Bethel-Church des kalifornischen Star-Pastors Bill Johnson gehört z.B. das sogenannte „Grave Sucking“ – gemeint ist ein Aufsaugen der „Salbung“ von toten Predigern oder Pastoren, deren charismatische Geistesgaben man dadurch empfangen möchte, daß man sich auf deren Grab legt.

Falls die Grabstätte sich dafür nicht eignet, weil sie mehr hoch als lang ist, wird sie umarmt.

Unter „Salbung“ versteht man in schwarmgeistigen Kreisen einen besonderen Geist-Empfang – sei es durch die Handauflegung eines „vollmächtigen“ Predigers oder durch ein sonstiges persönliches Erlebnis einer speziellen „Sendung“ durch den Hl. Geist….

Bekannt ist z.B. die besondere Beziehung des pfingstlerischen Predigers Benny Hinn zur verstorbenen Charismatikerin Kathryn Kuhlmann und ihrem Grab, wo er seine vollmächtige „Salbung“ zum Heilungsdienst empfangen habe.

Das Foto oben zeigt die Ehefrau von Pastor Johnson beim „Grave-Sucking“ auf dem Grab des christlichen Schriftstellers C.S. Lewis in Oxford liegend, um dessen Charismen „aufzusaugen“. (Daß dieser anglikanische Autor mit der Charismatik  durchaus nichts am Hut hatte, steht auf einem anderen Blatt.)

Es gibt Äußerungen von Pastor Bill Johnson, die einen solchen Totenkult bzw. nekromantische Praktiken begünstigen, z.B. diese:

„Es gibt Salbungen, Deckungen, Offenbarungen und Geheimnisse, die nicht beansprucht wurden und buchstäblich dort sind, wo sie verlassen wurden, weil die damalige Generation sie nie weitergab.

Ich glaube, es ist uns möglich, die Salbung mit ihrer Einsicht in die Reiche Gottes zu holen, nachdem sie seit Jahrzehnten einfach nicht gepflegt wurden – und sie zurückzufordern und zu verewigen für künftige Generationen.“

Näheres zu dieser extrem-charismatischen Praxis: https://bewareofthewolves.blogspot.com/2015/03/david-hind-trinity-life-church.html

Weitere Belege zur „Salbung durch Verstorbene“ hier: https://verfuehrungderbraut.wordpress.com/2016/06/09/salbung-verstorbener/

Bill Johnson ist übrigens ein bekannter Anhänger des Star-Charismatikers John Wimber (+) und des Toronto-„Segens“ mit seinen massenhaften Ausuferungen und beklemmenden Manifestationen, z.B. Rückwärtskippen in Trance, „Lachen im Geist“, „Wiehern im Geist“, Grunzen im Geist bzw. Ungeist usw….

Im Juni 2017 fand in Bern (Schweiz) die Vineyard-Konferenz statt  – die Vineyard-Bewegung wurde von dem vorhin erwähnten John Wimber gegründet: http://www.vineyard-konferenz.ch/

Und welches waren u.a. die Star-Redner dieses protestantisch-pfingstlerischen Kongresses?

Bill Johnson und Dr. Johannes Hartl, jener katholische Theologe, der das ökumenische Gebetshaus Augsburg leitet.

Erst vor kurzem warb er für den Extrem-Charismatiker Mike Bickle: https://charismatismus.wordpress.com/2019/01/06/mehr-gruender-dr-johannes-hartl-wirbt-fuer-den-extrem-pfingstler-mike-bickle/

 

 

 


Heute feiern wir das Fest der hl. Erzengel Michael, Raphael und Gabriel

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Offb 12,7-12a:

Im Himmel entbrannte ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.
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Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.
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Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen:
Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte.
Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod. Darum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin wohnen.

Foto: Paul Badde


Christus übergab seinen zwölf Aposteln die Vollmacht zum Exorzismus

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 9,35-38.10,1.6-8:

In jener Zeit zog Jesus durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich Gottes und heilte alle Krankheiten und Leiden.  1523

Als ER die vielen Menschen sah, hatte ER Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach ER zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Dann rief ER seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.  ER gebot ihnen: Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!  – Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

HINWEIS: Christus gab allen zwölf Aposteln die Vollmacht, unreine Geister auszutreiben, also auch Judas, dem späteren Verräter. Dies ist ein biblisches Beispiel dafür, daß eine bestimmte außergewöhnliche Gnadengabe, ein besonderes Charisma (wie etwa jene des Exorzismus) nicht automatisch bedeutet, daß der Betreffende gut oder gar heiligmäßig ist.

 


Hohenpriester und Älteste bezweifeln die Vollmacht Christi

Heutige Evangelienlesung der kath. Kirche: Mt 21,23-27:

Als Jesus in den Tempel ging und dort lehrte, kamen die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und fragten: Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir dazu die Vollmacht gegeben? chrkn

Jesus antwortete ihnen: Auch ich will euch eine Frage stellen. Wenn ihr mir darauf antwortet, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich das tue. Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von den Menschen?

Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel!, so wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?  –  Wenn wir aber antworten: Von den Menschen!, dann müssen wir uns vor den Leuten fürchten; denn alle halten Johannes für einen Propheten.

Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht.  –  Da erwiderte ER: Dann sage auch ich euch nicht, mit welchem Recht ich das alles tue.