Drei Lebensretter wurden von Israel als „Gerechte unter den Völkern“ gewürdigt

In der Botschaft des Staates Israel in Berlin fand am Freitag, 24. April 2015, eine Feierstunde zu Ehren von Erika Hutsch statt, die von Yad Vashem posthum als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt wurde.

Erika Hutsch hatte im von Deutschland besetzten Lvov als Journalistin gelebt und dort ihre jüdische Freundin Olga Stavskaya und deren siebenjährigen Sohn Michail ab November 1941 in ihrer Wohnung versteckt und versorgt. Dank ihrer mutigen Hilfe konnten die beiden den Holocaust überleben.

Der Kontakt zwischen den Frauen brach mit dem Wegzug der Retterin kurz vor der Befreiung der Stadt Lvov ab. Später sprach Erika Hutsch nie über ihre lebensrettende Hilfe. Yad Vashem erfuhr davon schließlich durch die Zeugenaussage des geretteten Sohnes Michail.

Dank der Recherchen der Gedenkstätte „Stille Helden“ in Berlin konnten Angehörige von Erika Hutsch gefunden werden. Ihnen überreichte der Gesandte der Botschaft des Staates Israel, Avi Nir-Feldklein, nun in der Feierstunde die Yad Vashem-Medaille und Urkunde.

Am Montag, 27. April 2015, wurden in München drei „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. Die Feierstunde richtete die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern in Zusammenarbeit mit Yad Vashem und der Botschaft des Staates Israel aus.

Begrüßt wurden die rund 400 Gäste – darunter waren über 100 Schülerinnen und Schüler – von Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Kultusgemeinde. Der Bayerische Kultusminister, Dr. Ludwig Spaenle, und Hildegard Müller, Vorsitzende des dt. Freundeskreises von Yad Vashem, sprachen Grußworte.

Die Rettungsgeschichten:

Sophie Gasteiger
Im Mai 1943 nahm die Bäuerin Sophie Gasteiger die verfolgte Jüdin Valerie Wolffenstein für einige Wochen auf ihrem Hof in Tinnerting bei Traunstein auf. Sie versteckte sie und versorgte sie auch später in anderen Verstecken mit Lebensmitteln und riskierte dabei ihr Leben und das ihrer Familie. Auch dank der Hilfe von Sophie Gasteiger überlebte Valerie Wolffenstein den Holocaust.  1403634115528

Franz Herda und seine Tochter Vera Manthey
Der Maler Franz Herda und seine Tochter Vera Manthey halfen währen des Holocaust zahlreichen verfolgten Juden, in Verstecken in München und Umgebung und in Berlin zu überleben. Unermüdlich setzten sich die beiden für ihre jüdischen Freunde und Bekannten ein, obwohl ihnen bewusst war, dass sie sich selbst dadurch in große Gefahr brachten. Vera Manthey versteckte unter anderem den 1924 geborenen Münchner Richard Marx über viele Monate in ihrer Wohnung. Nach dem Krieg heirateten die Retterin Vera Manthey und der Gerettete Richard Marx. Und auch Franz Herda heiratete die von ihm gerettete Albertine Gimpel nach dem Krieg.

Der Gesandte für Wirtschaft und Handel des Generalkonsulats des Staates Israel, Mordechai Ish-Shalom, überreichte bei der Feierstunde die Yad Vashem-Medaille und die Urkunde an Sophie Bamberger, die Tochter der „Gerechten“ Sophie Gasteiger. Die Yad Vashem-Medaille und Urkunde für Franz Herda und Vera Manthey nahmen Vertreter aus vier Generationen der Familie entgegen, darunter auch der 90jährige Überlebende Richard Marx.

Yad Vashem ist die nationale Holocaust-Gedenkstätte des Staates Israel in Jerusalem. Sie ist Erinnerungsstätte für die Märtyrer und Helden des Holocaust und gleichzeitig Dokumentations-, Forschungs- und Bildungszentrum. Yad Vashem erinnert auch seit über 50 Jahren im Namen des Staates Israel und des jüdischen Volkes an diejenigen Nicht-Juden, die ihr Leben riskierten, um Juden während des Holocaust zu retten. Ihnen wird der Ehrentitel „Gerechte/r unter den Völkern“ zuerkannt und ihre Namen werden auf der Ehrenwand im Garten der Gerechten unter den Völkern in Yad Vashem in Jerusalem verewigt. Außerdem erhalten sie oder ihre Nachkommen eine Ehrenurkunde und eine Medaille. Bis heute haben 25.685 Menschen aus 51 Ländern diesen Ehrentitel erhalten, darunter 569 Deutsche.

Quelle: Botschaft Israels in Berlin


Kardinal Filoni würdigt Pauline-Marie Jaricot als „Fackelträgerin des Glaubens“

Die Französin gründete das Päpstliche Werk für die Glaubensverbreitung

„Pauline-Marie Jaricot, war vom Glauben berührt und gab wie eine Fackelträgerin das Licht weiter, das sie empfangen hat …und in diesem Sinne ist ihre Aktualität gestern, heute und morgen intakt“, erklärte Kardinal Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, am Samstag, am 25. April in Lyon in seinem Vortrag in der Kirche von Saint-Nizier, in der Pauline Marie Jaricot (1799 – 1862) begraben ist.

Anlaß hierfür war ein neuer Internetauftritt zum Leben und Werk der Gründerin des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung.

Pauline-M. Jaricot sei ein “leuchtender Stern” im 19. Jahrhundert gewesen, erläuterte der Würdenträger:

“Die Originalität oder Genialität ihrer Vision bestand nicht nur in der geistlichen Erneuerung, die sie unter Laiengläubigen und arbeitenden Frauen auf den Weg brachte, sondern auch in der missionarischen Tragweite, die von ihrem Herzen ausging…Sie wollte keinen missionarischen Frauen- oder Männerorden gründen, sondern vielmehr die Laien Kraft des Glaubens aller Getauften an der Evangelisierungstätigkeit beteiligen”, erklärte der Kardinal.

“Die Kongregation für die Evangelisierung der Völker und die Päpstlichen Missionswerke betrachten sie zusammbischofen mit dem heiligen Franz Xaver und der heiligen Theresa vom Kinde Jesu, als eines der tragenden Element der Missionstätigkeit“, sagte der Präfekt weiter. Er wünsche sich, dass „in nächster Zukunft” ihr “beispielhaftes christliches Zeugnis anerkannt und sie unter den Seligen und Heiligen der Kirche aufgenommen wird”.

Am Sonntag, den 26. April, zelebrierte Kardinal Filoni einen Gottesdienst in der Basilika, die Pauline-Marie Jaricot, oft besuchte, “um bei Maria ihre eigenen Ängste und Wünsche vorzutragen und ihrem Schutz die Pläne anzuvertrauen, die ihr weiblicher Geist und ihr brennendes und unbezwingbares Herz hervorbrachte”.

Mit Bezug auf das Evangelium des Tages, in dessen Mittelpunkt Jesus in der Eigenschaft des guten Hirten stand, betonte der Kardinal: „Es entsteht ein Bild der Liebe, der Barmherzigkeit, des Dienstes, der Hingabe und des Altruismus. Gott-Vater ist der Eigentümer der Herde und Jesus ist der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe hingibt, die ihm vom himmlischen Vater anvertraut wurden“.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Muslimische Terroristen bezeugen den Glauben der 21 koptischen Märtyrer

Ermordete Christen hatten Übertritt zum Islam abgelehnt

صورة ‏الأقباط الأحرار  The Free Copts‏.

IS-Terroristen twittern: “Zur Info: Den Kopten wurde der Islam angeboten, was sie ABGELEHNT haben. Der Beweis dafür: Sie riefen IHREN GOTT, als sie abgeschlachtet wurden: JESUS“!

Ein wertvolles Zeugnis, auf das wir äußerst stolz sind.

Selbstverständlich trauern die Familien um ihre Angehörigen. Aber sie sind sich auch bewusst, dass ihr Tod JESUS und seinem Ansehen zugute kommt. Diese Tat wird wieder viele Christen und vielleicht auch Muslime befähigen, ihren Weg zu JESUS zu finden oder auch zu stärken.

Viele Christen in Europa fühlen sich solidarisch mit den Kopten, wie Papst Franziskus dies ebenfalls zum Ausdruck gebracht hat

Das Erleben dieser Märtyrer hatte eine Vorgeschichte. Sie wurden bereits Anfang des Jahres von den Extrem-Muslimen des IS entführt: http://www.hna.de/welt/regierungskreise-christen-libyen-entfuehrt-zr-4600026.html

In dieser Zeit mussten sie sich darüber klar werden, was ihnen bevorstand. Auf Rettung konnten sie kaum hoffen, auch wenn die Hoffnung auf irdischen Leben ihr ständiger Begleiter war.

Aber letztlich mussten sie sich wochenlang auch auf ihr Schicksal des Todes vorbereiten. Sie werden sich gegenseitig im Glauben gestützt haben.  131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Wir sind dankbar für die Familien, in denen diese christlichen Heroen aufgewachsen sind.  Sie stehen jetzt in einer Reihe mit dem hl. Stephanus und anderen koptischen und christlichen Märtyrern der Vergangenheit und Gegenwart.

Wir sind dankbar für die Muslime, die diese Tat bewundern und möglicherweise durch diese 21 Männer zum Glauben an JESUS finden.

Wir sind dankbar für alle unbekannten und namenlosen Märtyrer, die für JESUS ihr Leben hingegeben haben.

Wir sind dankbar, dass die Mutter JESU, die ihren Sohn am Kreuz hat qualvoll sterben sehen, auch beim Tod dieser tapferen Männer anwesend war.

Wir sind JESUS dankbar, dass ER in der Entführungszeit bis zu ihrem Tod anwesend war.

Aus einer Stellungnahme in „Kopten ohne Grenzen“: https://koptisch.wordpress.com/2015/02/24/muslimische-terroristen-bezeugen-den-glauben-koptischer-martyrer/


Israel ehrt Hulda & Otto Pankok sowie den katholischen Pfarrer Joseph Emonds als „Gerechte unter den Völkern“

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat am vergangenen Montag (15. Dezember) im Plenarsaal des Kammergerichts Berlin mit einer Feierstunde drei Judenretter posthum (nach dem Tod) mit dem Titel „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.

Es handelt sich um den Maler Otto Pankok und seine Ehefrau, die Journalistin Hulda Pankok, geborene Droste, sowie den katholischen Pfarrer Joseph Emonds, der unter Lebensgefahr ein verfolgtes jüdisches Ehepaar in seinem Pfarrhaus in Kirchheim versteckt hatte. 

Das erste Foto zeigt den israelischen Botschafter mit Josef Emonds, dem Neffen von Pfarrer Joseph Emonds.

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman überreichte stellvertretend an die Angehörigen der Geehrten eine Ehrenurkunde und eine Medaille von Yad Vashem.

Das zweite Foto zeigt Eva Pankok, eine Tochter von Otto und Hulda Pankok.

Hintergrundinfos und die bewegende Rettungsgeschichte finden Sie hier.

Quelle (Text/Foto): israelische Botschaft in Berlin


Carlo Acutis: ein glaubensstarker italienischer Junge auf dem Weg zur Seligsprechung

Von Pfarrer Edmund Dillinger

Wenn wir mit offenen Augen durch unsere Zeit gehen, sehen wir, dass unsere Kirchen immer leerer werden. Besonders Jugendliche fehlen weitgehend in unseren Gottesdiensten.

Die großen Zusammenkünfte beim Weltjugendtag, beim Prayer-Festival oder bei Treffen von „Jugend 2000“ sind zwar erfreuliche Ausnahmen, aber wir müssen erkennen, dass die junge Generation immer mehr den Kontakt zu den Glaubenswahrheiten verliert, die uns allein den Sinn des Lebens lehren. carlo_acutis_la_vita_oltre_il_confine

Wir hören täglich von vielerlei Abwegen bei Jugendlichen: Gewalttaten, Koma-Saufen, Drogenkonsum, Überfälle etc. Immer mehr junge Menschen leiden unter Depressionen oder machen ihrem Leben gewaltsam ein Ende.

In meiner Heimat hatte sich vor kurzem ein 23-Jähriger mit einer Kette an einen Baum gefesselt und sich angezündet. Er wurde total verkohlt gefunden. Er kam mit seinem Leben nicht mehr zurecht.

Besonders gefährlich für unsere Jugendlichen ist das sogenannte „Komasaufen“, das auf einen Mangel an Lebenssinn hinweist.

Die Presse berichtet, dass im Jahre 2012 bundesweit 26.673 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden; täglich sind das etwa 7o Heranwachsende.

Die größte Gruppe der alkoholbedingten Krankenhauspatienten sind die 15 bis 22- jährigen Jugendlichen. Die Zahlen haben sich in den letzten 12 Jahren mehr als verdreifacht. Laut dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung geben 14% der 12- bis 17-Jährigen an, regelmäßig Alkohol zu trinken.

In Anbetracht dieser Tatsachen müssen wir uns fragen: Was kann hier Abhilfe schaffen?

Der italienische Jugendliche Carlo Acutis ist ein vorbildliches Gegenbeispiel für uns und unsere Jugend, denn er gibt eindrucksvoll Zeugnis davon, wie wir in der Nähe zu Gott ein frohes und glückliches Leben gestalten können, auch wenn Not, Krankheit und vermeintliche Sinnlosigkeit schwer auf uns lasten.

Carlo Acutis war das Kind italienischer Eltern, die in London arbeiteten. Er wurde dort 1991 geboren und getauft, aber schon einige Monate später zogen seine Eltern wieder zurück nach Mailand.

Carlo Acutis starb im Alter von 15 Jahren an einer schweren Leukämie. Bei allen, die ihn kannten, hat er eine große Bewunderung erweckt, denn er hat in seinem kurzen Leben ein wirklich authentisches Zeugnis christlichen Lebenswandels hinterlassen. Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

Für seine Kameraden, seine Mitschüler, aber auch für seine Lehrer war er ein bewundernswerter Mensch. Seine tägliche Lebensführung war geprägt von einer großen Liebe zu Christus, der besonders im Sakrament der Eucharistie unter uns gegenwärtig ist.

Carlo betete täglich  –  für einen Jugendlichen unserer heutigen Zeit fast ein Wunder  –  den Rosenkranz und besuchte die heilige Messe. Er pflegte eine besondere Verehrung zur Gottesmutter Maria. Das alles hat ihn zu einem Jugendlichen geformt, der von den Menschen seiner Umgebung geliebt und geschätzt wurde.

In Rom habe ich in vielen Kirchen das Bild und eine kurze Lebensbeschreibung von Carlo gefunden. Beim Lesen der kurzen Notizen und beim Betrachten seines Bildes habe ich eine solche Begeisterung über einen beispielhaften Jugendlichen empfunden, dass ich den Entschluss fasste, ihn auch in Deutschland in den neuen geistlichen Jugendbewegungen  bekannt zu machen.

Ich schrieb an seine Mutter in Mailand von meinem Vorhaben und sie schickte mir ein Buch über das Leben von Carlos. Bis jetzt sind drei Bücher über ihn erschienen, aber nur in italienischer Sprache.

Seine Eltern sind Andreas und Antonia Acutis, eine zutiefst christliche Familie. Am 18. Mai wurde er in der Kirche „Our Lady of Dolo011_7Aurs“ in London getauft, die der Madonna von Fatima geweiht ist. Dies scheint die große Verehrung vorauszunehmen, die der Junge zum makellosen Herzens Mariens entwickelte.

Im September 1991 kehrte die Familie aus wirtschaftlichen Gründen nach Italien zurück und wohnte in Mailand. Der heranwachsende Junge war sehr begabt für Informatik, so dass sowohl Freunde wie auch Informatik-Ingenieure ihn schon in jungen Jahren als Genie in diesem Fachbereich betrachteten.

Seine Interessen richteten sich auf Computer-Programmierung, Filmmontagen und Webseiten. Durch seine schwere Krankheit, die er in großem Gottvertrauen ertrug, starb er am 12. Oktober 2oo6 in Monza und wurde auf dem Friedhof in Assisi begraben.

Natürlich fragen sich viele Menschen, wieso der liebende Gott einen solchen Jugendlichen so früh sterben lässt. Aber in seinem kurzen Leben –  so schreibt der Verfasser des Lebenszeugnisses von Carlo –  ist er für uns zu einem „Strahl der Sonne“ geworden. Seit seinem Tod kommen täglich Zeugnisse von Menschen aus aller Welt, die von seinem Lebensbeispiel begeistert sind und es nachzuahmen versuchen.

Dieser gläubige Junge aus dem Bistum Mailand war glaubensstark und großherzig, denn kurz vor seinem Tod opferte er alle Schmerzen seiner Krankheit fürbittend für den Papst und die ganze Kirche auf. abtei-ettal-startseite_01

Er wurde von der vatikanischen Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen zum „Diener Gottes“ ernannt. Im Jahre 2012 hat der Erzbischof von Mailand das Verfahren zur Seligsprechung eingeleitet. Man kann diesem „Diener Gottes“ im Gebet Anliegen vortragen und um seine Fürsprache bitten.

Gebetserhörungen melde man an die Postulatorin beim Generalvikariat des Erzbistums Mailand:

Dr. Francesca Consolini (Ufficio delle Cause dei Santi della Diocesi di Milano) Piazza Duomo 16, I – 20122 Milano Italia.

Kontakt kann man auch aufnehmen über einen religiösen Verein in Mailand, der sich um die Bekanntmachung seines vorbildlichen Lebens kümmert: Associazione Amici di Carlo Acutis, Via Ariosto 21, I- 20145 Milano (Italia).
Man kann auch in deutscher Sprache dorthin schreiben.

Mit folgendem Gebet kann man die Fürbitte von Carlo Acutis erflehen:

Allmächtiger Gott, unsere heutige Jugend hat es schwer, den christlichen Glauben in der Öffentlichkeit zu leben. In dem Jugendlichen Carlo Acutis hast Du uns ein Vorbild gegeben, wie wir im Vertrauen auf deine Hilfe Zeugnis von deiner Gegenwart vor unseren Freunden ablegen und so zur Verkündigung Deiner Frohen Botschaft beitragen können.
Führe uns zur gläubigen Anbetung der Eucharistie, zur aktiven Mitfeier des hl. Messopfers, zur liebenden Verehrung der Gottesmutter Maria und zur Befolgung Deiner Gebote. Lass uns so auf die Fürsprache des Dieners Carlo Acutis den wahren Sinn unseres Lebens finden. Amen.

Beim Autor dieses Artikels kann ein Gebetsbildchen mit dem Fürbitt-Gebet angefordert werden:
Pfarrer Edmund Dillinger, Saarbrücker-Straße 18 in 66299 Friedrichsthal

Quelle des Buchtitels: http://www.francescoocchetta.it/wordpress/?p=43

 


Seid gute Hirten und Vorbilder für eure Herde!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Petr 5,1-4:

Brüder! Eure Ältesten ermahne ich, da ich ein Ältester bin wie sie und ein Zeuge der Leiden Christi und auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird: christus

Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung; seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde!

Wenn dann der oberste Hirte erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.


Buch-TIP: Christliches Erziehungsbuch „Liebe schenken“ von Prof. Reinhold Ortner

Alltagsnahe Gesamtschau einer gelingenden Erziehung 

Buch-Daten: Liebe schenken. Religiöse Erziehung in Theorie und Praxis. Reinhold Ortner. Media Maria Verlag,1. Auflage 2011, 14,90 €, ISBN  978- 3-9813003-7-6).   

Der renommierte Pädagoge Friedrich Fröbel, der im 19. Jahrhundert wirkte, prägte einst das Leitwort: „Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts“.  –  Dies mag zunächst zugespitzt klingen, erinnert aber doch an das bekannte Motto des hl. Augustinus: „Liebe  –  und dann tue, was Du willst.“  30037_Ortner_Liebe_schenken_bezug.indd

Freilich ist hier jeweils ein christliches Verständnis von Liebe vorauszusetzen  –  nicht zu verwechseln mit oberflächlicher „Humanität“ oder emotionaler Weichherzigkeit, ganz zu schweigen von „antiautoritärer Erziehung“ oder ähnlich absurden Zeitgeistflausen.

Das weiß auch Prof. Dr. Reinhold Ortner, der Verfasser des hervorragenden Erziehungsbuches „Liebe schenken“, das einerseits durch seine klarsichtige Gesamtschau und christlich-katholische Ausrichtung überzeugt, andererseits durch seine warmherzige Grundhaltung und seine zugleich vernünftige, gut durchdachte Argumentation besticht.

Dem fünffachen Familienvater, der zugleich jahrzehntelang als Erziehungswissen-schaftler an der Universität Bamberg wirkte, gelingt es mit diesem ebenso fundiert wie ansprechend verfaßten Werk, die Theorie und Praxis christlicher Erziehung auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und didaktisch geschickt zu vermitteln.

Dabei beschränkt er sich nicht auf allgemeine Leitlinien und Wertvorstellungen, sondern befaßt sich alltagsnah und „bodenständig“ mit häufig auftretenden Problemen christlicher Elternschaft, etwa wenn pubertierende Kinder plötzlich in den „Kirchenstreik“ treten, in ihrer Persönlichkeitsentwicklung aus der Art schlagen oder eine voreheliche sexuelle Bindung eingehen.

Der Autor betont: „Die Liebe ist der Pulsschlag der Erziehung in der Familie“. Das schließt freilich nicht aus, sondern ein, Kindern und Jugendlichen klare Grenzen zu setzen und diese zugleich erklärend nahezubringen.

Der Verfasser weiß, wie entscheidend das Vorbild der Eltern bei der religiösen, geistigen und seelischen Entwicklung der Heranwachsenden ist, sei es hinsichtlich des täglichen Gebetes, der charakterlichen Selbsterziehung oder etwa der inneren Unabhängigkeit  – auch gegenüber den zahlreichen Fremdeinflüssen, mit denen Familien vor allem durch „Multimedia“ heute weitaus mehr als in früheren Zeiten konfrontiert sind. 

„Mehr als ein Erziehungsratgeber“

Das lebendig und anschaulich geschriebene Sachbuch ist weitaus mehr als ein Erziehungsratgeber; es bietet zugleich eine katechetische und teils auch apologetische Argumentationshilfe für die Ideale und Gebote von Glaube und Kirche. BILD0222

Auch das Kapitel über die „geschlechtliche Erziehung in der Familie“ ist sehr wertvoll in einer Zeit, in der oftmals schon die Grundschulkinder desorientierenden Einflüssen ausgesetzt sind, sei es durch den Sexualkundeunterricht, ungute Kameraden oder Schundblätter wie z.B. die Jugendillustrierte „Bravo“.

Angesichts des Verfalls bewährter Normen, des Zusammenbruchs tragender sittlicher Werte und der Vernachlässigung hilfreicher Traditionen erscheint dieses wegweisende, in Inhalt und Stil ansprechende Buch umso notwendiger.

Der bewährte Pädagoge überzeugt sowohl durch seine solide wissenschaftliche Basis (er studierte Psychologie, Philosophie, Pädagogik, Anthropologie und Musikwissenschaften), wie auch durch seine einfühlsame Herangehensweise und seine plastische, lebensnahe Darstellung, die mit zahlreichen Fallbeispielen, Sinnsprüchen, Briefen sowie Aussagen junger Menschen garniert ist.

Ein sehr empfehlenswerter Leitfaden für alle Eltern, die ihren Kindern das Wichtigste vermitteln möchten, worauf es im eigenen Leben und in der Erziehung ankommt: Liebe und Charakterfestigkeit.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

ERSTVERÖFFENTLICHUNG dieser Rezension in der Zeitschrift THEOLOGISCHES (Nr. 1-2/2014)

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Evangelische Betrachtung über die „Wolke von Zeugen“, die uns umgibt

Von Jörgen Bauer

„Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen in dem Kampf, der uns bestimmt ist  –  und aufsehen zu Jesus, dem Anführer und Vollender des Glaubens.“ (Hebr 12,1-2)

Dieser Tage las ich im Losungsbüchlein eine Aussage, die dem heiligen Patrick von Irland zugeschrieben wird:

”Ich erhebe mich heute durch die Kraft Gottes, die mich lenkt. Gottes Macht halte mich aufrecht. Gottes Auge schaue auf mich. Gottes Ohr höre für mich. Gottes Wort spreche für mich. Gottes Weg will ich gehen, sein Schild schütze mich.” St-Gerhard-Werk

Da fiel mir ein: St. Patrick, St. Georg, St. Andrew sind die Schutzheiligen Irlands, Englands und Schottlands  –  und in der britischen Flagge, der „Union Jack“, befinden sich die übereinander gelegten Kreuze dieser drei Heiligen: St. Patrick ein rotes Andreaskreuz auf weißem Grund, St. Georg ein rotes Kreuz auf weißem Grund und St. Andrew ein weißes Andreaskreuz auf blauem Grund.

Während ich darüber nachdachte, wurde mir bewusst, welche Wirkung vom christlichen Europa weltweit ausgegangen ist. Vom kleinen Europa verbreitete sich das Christentum über die ganze Erde. Ebenso auch die europäische Kultur und Lebensart sowie Entdeckungen und Erfindungen, auch wenn nicht alles gut war, was von Europa kam. Man denke an Kreuzzüge, die Kolonialisierung, die Überheblichkeit gegenüber anderen Völkern, an den Sklavenhandel, die Zwangsmissionierung und Ähnliches.

Das Licht des Christentums ist trotzdem immer wieder durchgebrochen. Europa scheint im Weltgetriebe mehr und mehr an Bedeutung zu verlieren  –  und man könnte meinen, dass der Bedeutungsverlust mit dem Schwinden des christlichen Glaubens einhergeht.

Den Empfängern des Hebräerbriefes wird  –   in einer vergleichbaren Situation  –   damit Mut gemacht, dass auf die Menge der Glaubenszeugen vergangener Zeiten verwiesen wird, welche die Gläubigen wie eine Wolke unsichtbar umgeben.

Wenn man die Geschichte des Christentums zurückverfolgt, sind auch wir von einer großen Wolke von Glaubenszeugen umgeben, die sich zu denen des Alten Testamentes hinzufügen.

Wir heute lebenden Christen stehen damit sichtbar an der Spitze einer durchgängigen Linie der Gläubigen aller Zeiten, wobei die Vorausgegangenen uns Glaubenszeugen und Vorbilder sind.

Unseren Halt haben wir aber in Jesus Christus, als das Ziel und den Vollender unseres Glaubens. Nur bei IHM sind wir sicher  –  und nur ER bewahrt uns und lässt uns weiterhin Salz und Licht der Welt sein.

Und das auch dann, wenn sich die Machtstrukturen in der Welt ändern und die Christenheit vielleicht bald wieder so dasteht wie zu ihren Anfangszeiten, als der Hebräerbrief geschrieben wurde.