Mit deinem Erbarmen komm uns entgegen!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 79 (78),5.8.9.11.13.

Wie lange noch, HERR? Willst du auf ewig zürnen?
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?
Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an!
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen!
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen
hilf uns, du Gott unsres Heils!
Um deines Namens willen reiß uns heraus
und vergib uns die Sünden!

Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir.
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
Wir aber, dein Volk, die Schafe deiner Weide,
wollen dir ewig danken,
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

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GOTT stellt klar: Keiner ist für Sünden seiner Vorfahren verantwortlich

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Ezechiel 18,1-10.13b.30-32:

Das Wort des HERRN erging an mich:
Wie kommt ihr dazu, im Land Israel das Sprichwort zu gebrauchen: Die Väter essen saure Trauben, und den Söhnen werden die Zähne stumpf?
So wahr ich lebe – Spruch Gottes, des HERRN -, keiner von euch in Israel soll mehr dieses Sprichwort gebrauchen. 0018

Alle Menschenleben sind mein Eigentum, das Leben des Vaters ebenso wie das Leben des Sohnes, sie gehören mir. Nur wer sündigt, soll sterben.

Ist jemand gerecht, so handelt er nach Recht und Gerechtigkeit. Er hält auf den Bergen keine heidnischen Opfermahlzeiten ab. Er blickt nicht zu den Götzen des Hauses Israel auf. Er schändet nicht die Frau seines Nächsten. Einer Frau tritt er nicht nahe während ihrer Blutung.

Er unterdrückt niemanden. Er gibt dem Schuldner das Pfand zurück. Er begeht keinen Raub. Dem Hungrigen gibt er von seinem Brot, und den Nackten bekleidet er. Er leiht nicht gegen Zins und treibt keinen Wucher. Er hält seine Hand vom Unrecht fern. Zwischen Streitenden fällt er ein gerechtes Urteil.

Er lebt nach meinen Gesetzen, er achtet auf meine Rechtsvorschriften und befolgt sie treu. Er ist gerecht, und deshalb wird er am Leben bleiben – Spruch Gottes, des HERRN.

Angenommen aber, er zeugt einen Sohn, der gewalttätig wird, der Blut vergießt oder eine andere von diesen Sünden begeht, soll der dann am Leben bleiben? Er soll nicht am Leben bleiben. Er hat alle diese Greueltaten verübt, darum muss er sterben. Er ist selbst schuld an seinem Tod.

Darum will ich euch richten, jeden nach seinem Verhalten, ihr vom Haus Israel – Spruch Gottes, des HERRN. Kehrt um, wendet euch ab von all euren Vergehen! Sie sollen für euch nicht länger der Anlass sein, in Sünde zu fallen.

Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt! Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel? Ich habe doch kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss – Spruch Gottes, des HERRN. Kehrt um, auf daß ihr am Leben bleibt.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

 


Papst Franziskus ruft zu großer Wertschätzung der Großeltern und Vorfahren auf

Ein Volk, das die Großeltern nicht achtet, ist ohne Gedächtnis und daher auch ohne Zukunft. Das sagte Papst Franziskus am gestrigen Dienstag in seiner Predigt bei der Morgenmesse: 

Foto: Radio VatikanWir leben in einer Zeit, in der die Alten nicht zählen. Es ist schlimm, so etwas zu sagen, aber sie werden ausrangiert, weil sie uns stören. Die Alten sind es, welche die Geschichte mit sich tragen, die uns die Lehren bringen und den Glauben, das ist ihr Erbe.“

Der Papst fügte hinzu:

„Die Großeltern sind ein Schatz. Im Brief an die Hebräer sagt uns das 13 Kapitel: ,Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach!’

Die Erinnerung an unsere Vorfahren bringt uns zur Nachahmung des Glaubens. Das Wissen, das unsere Großeltern haben, ist das Erbe, das wir empfangen müssen. Ein Volk, das die Großeltern nicht schützt und respektiert, hat keine Zukunft, weil es kein Gedächtnis hat, es hat sein Gedächtnis verloren.“

Es sei wichtig, an die vielen alten Menschen zu denken, die in Seniorenheimen sind und an alle, die von ihren Familien verstoßen wurden, erläuterte der Pontifex:

„Lasst uns für unsere Großeltern beten, für die Omas und Opas, die sehr oft in Zeiten der Verfolgung eine heldenhafte Rolle bei der Weitergabe des Glaubens gespielt haben. Wenn Papa und Mama nicht zu Hause waren oder seltsame Ideen hatten, die ihnen die Politik damals eintrichterte, dann waren es die Großeltern, die uns den Glauben lehrten.

Das vierte Gebot ist das einzige, das uns etwas zurückgibt. Es ist das Gebot der Barmherzigkeit: Barmherzig sein mit unseren Vorfahren. Bitten wir all die alten Heiligen um die Gnade, zu bewahren, zuzuhören und unsere Großeltern und unsere Vorfahren zu verehren.”

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/19/papstpredigt:_%E2%80%9Eein_volk,_das_die_gro%C3%9Feltern_nicht_achtet,_hat_keine/ted-747930