Regensburger Klinik-Direktorin erhielt Forschungspreis für vorgeburtliche Therapie

Die Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der KUNO-Klinik St. Hedwig in Regensburg, Dr. Angela Köninger, ist Ende 2020 für ihre Forschung zu Behandlungsmöglichkeiten bei durch Uterusruptur (Gebärmutterriss) gefährdeten Schwangerschaften, mit dem Forschungspreis der „Holm-Schneider-Stiftung“ für vorgeburtliche Therapie ausgezeichnet worden.

Mit dem 10.000 dotierten Preis würdigt die am Lebensrecht orientierte Stiftung herausragende, in den zurückliegenden zwei Jahren veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten, die zur Verbesserung vorgeburtlicher Therapien beitragen.

Über die Zuerkennung entscheidet der Vorstand der Stiftung auf Vorschlag eines wissenschaftlichen Kuratoriums aus Frauen- und Kinder-Ärzten. Die Stiftung begründet ihre Entscheidung wie folgt:

„Sehr selten nistet sich ein Embryo an einer Stelle des Uterus ein, die seinem Wachstum während der Schwangerschaft nicht standhält. Zu den ungünstigsten Stellen gehören der Gebärmutterhals und Narben von einer früheren Kaiserschnittentbindung.“

Eine Einnistung dort sei für Mutter und Kind lebensbedrohlich und habe in der Regel eine Abtreibung zur Folge, wird erläutert. Weiter heißt es:

Die prämierten Arbeiten von Professor Köninger haben sich der Frage nach Behandlungsalternativen gewidmet. Sie überzeugen durch praktikable chirurgische Therapieansätze, die nicht nur gefährliche Blutungen bei Schwangeren verhinderten, sondern jeweils auch das Überleben des betroffenen Kindes, sein Heranwachsen im Mutterleib und den Erhalt der Gebärmutter ermöglicht haben.“

Quelle: ALfA-Newsletter


Gibt es Hoffnung für eine vorgeburtliche Therapie des DownSyndroms?

Wie Medien berichten, soll es US-Wissenschaftlern gelungen sein, das überzählige Chromosom, welches das sog. Down-Syndrom bewirkt, „auszuknipsen“; es wird gewissermaßen stillgelegt.

Foto: BVL

Foto: BVL

Die Entwicklungsbiologin Jeanne B. Lawrence und ihre Kollegen von der Massachusetts-Universität haben ein Verfahren entwickelt, um das betreffende Chromosom zu deaktivieren. 

„Wir hoffen, dass unser Grundlagennachweis spannende Wege zeigt, das Down-Syndrom neu zu untersuchen“, sagt Hauptautorin Lawrence, deren Studie nun im Magazin Nature erschienen ist.   

Die Idee, irgendwann Veranlagungen behandeln zu können, die mehrere hundert Gene auf einem ganzen Chromosom betreffen, sei nun zumindest vorstellbar, meint die Wochenzeitung „Die Zeit“.

Dr. Bernhard Horsthemke dämpft jedoch allzu hohe Erwartungen an die neuen Studienergebnisse. Der Leiter der Humangenetik am Uni-Klinikum in Essen meint: „In absehbarer Zeit oder gar in den kommenden zehn Jahren sehe ich keine Chance auf einen therapeutischen Nutzen.“

Es gehe schließlich um den ersten Nachweis, daß sich ein gesamtes Chromosom in menschlichen Zellen abschalten ließe. Ob dabei wirklich alle für das Down-Syndrom (Trisomie 21) bedeutsamen Gene ruhen, wie stabil diese Stilllegung sei und welche Folgen sie noch haben könnte, müsse sich erst erweisen.

Quelle: Kultur und Medien online