Recklinghausen: Am 26. 10. spricht Tabea Freitag über Liebe & Sex in Zeiten des Internets

Jugend, Beziehungen und Sexualität in Zeiten der digitalen Flatrate  –  Impulse für Eltern und pädagogische FachkräfteTabea Freitag

VORTRAG von Tabea Freitag (Psychologische Psychotherapeutin)  – sie berichtet aus eigener Praxis über Risiken und Nebenwirkungen eines frühen, unkontrollierten Medienkonsums. Gemeinsam mit ihrem Mann leitet Frau Freitag (siehe Foto) die Fachstelle Mediensucht „return“ in Hannover (www.return-mediensucht.de).

Die Pubertät und ihre Identitätskrise, die Fragen nach Liebe, Beziehungen und Sexualität sind zentrale Themen des Vortrags. 91 % der 13- bis 16jährigen Jungen und 44 % der Mädchen in diesem Alter haben bereits pornographische Inhalte im Internet angesehen.

  • Wie beeinflussen sexualisierte Medien den Reifeprozess unserer Kinder?
  • Was sollten Eltern und Lehrer wissen, um Gefahren zu erkennen und präventiv zu handeln?

Freuen Sie sich auf einen sehr informativen und spannenden Abend mit der Autorin des Buches „Fit for Love? Eine bindungsorientierte Sexualpädagogik“ (www.tabea-freitag.de)

Wann:  Mittwoch, den 26.10.2016 um 19:30 Uhr,   Vortrag und Fragerunde

Wo:  Paulushaus, An der Pauluskirche 15 in 45657 Recklinghausen

Eintritt frei, Spenden willkommen

Veranstalter: Elternverein NRW

 


Buchpräsentation am 15.10. über Paul Lévy: „Die deutsche Sprache in Frankreich“

Einladung zur Buchvorstellung: Paul Lévy: Die deutsche Sprache in Frankreich. – Band 2: Von 1830 bis 1944.

Im Mai 2013 wurde im Elsässischen Kulturzentrum in Straßburg die deutsche Übersetzung des ersten Bandes des Straßburger Germanisten Paul Lévy über die Geschichte der deutschen Sprache und der Deutschen in Frankreich vorgestellt: „La langue allemande en France. Pénétration et diffusion des origines à nos jours“ (1950 – 1952). paullevy

Der Autor Lévy (siehe Foto) war Elsässer jüdischer Herkunft und promovierter Deutschlehrer, der neben diesem Buch eine bis heute maßgebliche Sprachgeschichte für das Elsass und Lothringen verfasst hat.

Der Verlag Harrassowitz (Wiesbaden) hat nun den zweiten Band dieses Buches herausgegeben, der die Jahre 1830 bis 1944 behandelt. Übersetzt und auf der Grundlage neuerer einschlägiger Studien aktualisiert hat ihn wiederum Prof. Dr. Barbara Kaltz (Université de Provence in Aix-en-Provence/Freiburg).

Die Stiftung Deutsche Sprache stellt dieses Buch gemeinsam mit der René Schickele-Gesellschaft (Straßburg) und dem Verlag Harrassowitz am 15. Oktober 2016 um 17 Uhr im Elsässischen Kulturzentrum (5, bd de la Victoire, 67000 Strasbourg) vor.

Zu dieser Veranstaltung, an der Claire und Michel Gaspard, die beiden Enkel des Verfassers, teilnehmen werden, und zu dem anschließenden kleinen Empfang laden wir herzlich ein.

Wir wären dankbar, wenn Sie sich kurz telefonisch, per Fax oder per E-Mail anmelden würden unter: Tel.: 0231-7948520, Fax: 0231-7948521 oder auskunft@stiftungds.de.
 
gez. Prof. Dr. Helmut Glück


Neunkirchen: Lydia Benecke referiert am 9. Oktober über die „Psychologie des Bösen“

Die GWUP-Regionalgruppe Saar hat Lydia Benecke zu einem Vortrag eingeladen.lybe Am Sonntag (9. Oktober) referiert die Kriminalpsychologin in Neunkirchen zum Thema “Die Psychologie des Bösen”:

Was geht in Tätern vor, die andere Menschen töten, als sei es ein Sport, die vergewaltigen ohne ein Anzeichen von Reue? Die als „nette Nachbarn“ und „liebevolle Familienmenschen“ beschrieben werden?

Was macht einen Psychopathen aus und warum werden nicht alle Psychopathen kriminell? Wieviel vom „Bösen“ steckt auch in „normalen“ Menschen? Psychologische Profile eines tödlichen Rockstars, eines tiefromantischen Nekrophilen, eines Geschäftsmannes des Todes.

Diesen und anderen Fragen geht Lydia in ihrem Vortrag nach. Eine spannende Reise in die weite Welt des Geistes.

Die Veranstaltung in der Stummschen Reithalle beginnt um 19 Uhr. Vorverkaufskarten (Preis 22,90 Euro) gibt es hier.


Pater Nikodemus Schnabel aus Jerusalem spricht am 21.9. in München

Der Sprecher der Dormitio-Abtei in Jerusalem, Pater Nikodemus Schnabel, ist am Mittwoch, 21. September, Gast der Veranstaltungsreihe „Domspatz-Soirée“ in München. Im Podiumsgespräch mit Michael Ragg, soll es vor allem darum gehen, Einsichten über das alltägliche Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen im Heiligen Land zu vermitteln, jenseits dessen, was über die Medien nach Deutschland dringt. blog1-205x130

Die Veranstaltung im Pfarrsaal der Sankt Sebastian, Karl-Theodor-Str. 117 in 80796 München-Schwabing, beginnt um 20 Uhr. Vorher, um 19 Uhr, ist Gelegenheit zum Besuch der hl. Messe in Sankt Sebastian.

Die Veranstaltung ist zugleich ein Abend in der von Pfarrer Johannes Oberbauer geleiteten Reihe „Haltestelle Glaube“. Sie wendet sich an Christen aller Konfessionen und versteht sich auch als Plattform für alle suchenden und fragenden Menschen.

Der Unkostenbeitrag beträgt 10 Euro. Eine Anmeldung zu dieser öffentlichen Veranstaltung ist nicht erforderlich. Der Pfarrsaal ist mit der Tram Linie 27, Haltestelle Ackermannstraße oder der U2, Haltestelle Hohenzollernplatz, zu erreichen. Näheres zur Soirée gibt es unter: www.raggs-domspatz.de.

Pater Nikodemus Schnabel, geboren 1978 in Stuttgart, promovierter  Theologe, studierte unter anderem in München und Jerusalem mit Schwerpunkt  Liturgiewissenschaft und Ostkirchenkunde. Im Jahr 2003 trat er in die Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion ein und wurde 2013 zum Priester geweiht. Er ist Zeremoniar der Abtei und Auslandsseelsorger für die deutschsprachigen Katholiken. Der Pressesprecher der Benediktiner-Gemeinschaft der Dormitio-Abtei ist durch viele Hörfunk- und Fernsehauftritte bekannt, in denen er es versteht, Verständnis für die komplexe Situation in Israel und Palästina zu vermitteln.


Offenburg: Vortrag am 23. Juni über Breslau als europäische Kulturhauptstadt 2016

Einladung zur Vortragsveranstaltung  (Eintritt frei)

mit Dr. Roswitha Schieb, Literatur-  und Kunstwissenschaftlerin

Thema: Breslau – Europäische Kulturhauptstadt 2016  –   Die schlesische Metropole im Spannungsbogen zwischen deutscher und polnischer Stadtgeschichte

Kunsthistorische und literarische Betrachtungen cover_jeder_zw_berliner_klein

Seit dem Mittelalter zählte Breslau zu den bedeutensten deutschen Großstädten im Osten, zahlenmäßig noch vor Danzig und Königsberg. Etwa 600.000 Menschen lebten hier an dem Ufer der Oder.

Dominsel, Rathaus, Marktplatz und Jahrhunderthalle hatten und haben europaweit Bedeutung. Zahlreiche Gelehrte wurden an der Universität Breslau ausgebildet oder lehrten an ihr.

BILD: Buch von Frau Dr. Schieb über die schlesischen Spuren in Berlin

Das Kriegsende 1945 bedeutete für die Stadt eine Zäsur ohnegleichen: Nahezu die gesamte Stadtbevölkerung wurde vertrieben, zahlreiche Neusiedler aus Galizien und Zentralpolen kamen in die Stadt, die nun Wroclaw hieß.

Die wichtigsten historischen Gebäude wurden weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut  –  und so zählt die Universitätsstadt wieder zu den faszinierenden Zentren des Kontinents. Breslaus Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte ist ein bedeutender, der mit der Ausrufung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2016 die Aufmerksamkeit der Europäer auf diese Aspekte lenken soll.

Die niederschlesische Stadt trägt in diesem Jahr auch den Titel als UNESCO –Weltstadt des Buches.

WannDonnerstag, den 23. Juni 2016, 19.30 Uhr

Wo:  Balladins SUPERIOR Hotel (Hotel Palmergarten), Raum „Straßburg“, Okenstraße 15-17  in 77652 Offenburg

Info: Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) – Regionalgruppe 77 (Ortenau), Sommerau 24, 77815 Bühl


Stuttgart: Vortrag am 22. Mai 2016 über Christentum im Nahen Osten

Am 22. Mai 2016 hält Theodor Lazar einen Vortrag zum Thema „Zukunft des Christentums im Nahen Osten“ in der katholischen Pfarrgemeinde St. Albert in Stuttgart-Zuffenhausen. Kreuzkuppel

Im Anschluß an die hl. Messe um 9:30 Uhr in der St. Albert-Kirche wird der Vortrag um 11 Uhr im Gemeindesaal stattfinden: St. Albert, Wollinstr. 55 in 70439 Stuttgart.
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Theodor Lazar ist Vorsitzender des Gemeinderats der Assyrischen Kirche des Ostens in Stuttgart.
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Er sprach im vorigen Jahr bereits auf Einladung der CDU: http://www.cdu-bw.de/aktuelles/presse/presse-detail/artikel/weltfluechtlingstag-gedenken-an-die-opfer-von-flucht-und-vertreibung.html
Foto: Petrusbruderschaft

 


Frankreich/Elsass: Föderalismus oder sprachlich-kulturelle Gleichschaltung?

Von Erich Lienhart

Erneut regen Zuspruch erfreute sich eine weitere Vortragsveranstaltung über die elsässische Nachbarregion, zu welcher die Regionalgruppe Ortenau des Vereins Deutsche Sprache (VDS) nach Offenburg eingeladen hatte. Thema: „Die kulturelle Gleichschaltung des Elsass durch die französische Gebietsreform –  eine historisch gewachsene europäische Region im verzweifelten Ringen um ihre Selbstbestimmung“  DSC_6360

Mit Frau Andrée Munchenbach (siehe Foto), Präsidentin der elsässischen Regionalbewegung Unser Land-Le Parti Alsacien hatte man eine selbstbewußte Verfechterin elsässischer Selbstbestimmung gewonnen, die in ihren Ausführungen die geschichtlichen Grundlagen voranstellte:

Geschichte wie Geographie, so die Referentin, machen aus dem Elsass ein Land, dessen Schicksal von Deutschland und Frankreich bestimmt worden ist.

Ursprünglich von germanischer Kultur und Sprache, gehören die Elsässer seit Ludwig dem XIV. – mit wichtigen Unterbrechungen – zu Frankreich, wo es aber keine offizielle Anerkennung für Minderheiten gibt. Die Elsässer sind in einer ähnlichen Lage wie die Bretonen, die Basken oder die Okzitaner in einem zentralisierten Staat, der die Vielfalt seiner Volksgruppen nicht angemessen schätzt.

Aber für das Elsass ist die Lage als Minderheit noch unbehaglicher und schwieriger, weil seine Sprache und Kultur die des angeblichen „Erzfeindes“ sind. Der französische Zentralismus ist die Folge der absoluten Monarchie.

Französische Revolution begünstigte den Zentralismus

Verschiedene Provinzen mit ihren Eigenheiten und Sprachen wurden durch Eroberungskriege oder Heiratspolitik zusammengeführt, um das Königreich zu bilden. Die Französische Revolution hätte zum Föderalismus führen können, wonach die Girondins strebten. Doch die Jakobiner setzen sich durch und erzwangen eine künstliche Einheit, so daß der Nationalkonvent im Jahre 1795 bestimmte: „Die Republik ist einig und unteilbar.Sie kennt nur eine Nationalsprache“.

Seit damals gibt es nur eine Sprache, nur eine Geschichte, in welcher die elsässische in der Bedeutungslosigkeit verharrt.

Die mit Unterstützung europäischer Institutionen geschaffene Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen   –  sie ermöglichte auch die Einführung von EU-konformen Minderheitenregelungen in Osteuropa  –  wurde 1999 von Frankreich unterzeichnet aber bis heute – wohl aus Sorge eines Sprachenfrühlings in der Republik – nicht ratifiziert.

Paris integrierte das Elsass in eine „Großregion“

2013 gab es für die Elsässer im Rahmen eines Referendums (Zusammenlegung des Unter- und Oberelsass) eine historische Gelegenheit zur politischen Behauptung des Elsass, die jedoch an einer zu geringen Wahlbeteiligung scheiterte. Vielmehr „landete“ man ein Jahr später in der von der Pariser Zentrale verordneten unliebsamen Großregion, trotz massiver Demos und Proteste.

In dieser Konstellation verschwinden die historisch gewachsenen Regionen in einem seelenlosen bürokratischen Gebilde, mit den dramatischen Auswirkungen eines weiteren Sprach- und Kulturverlusts für das Elsass. Die Wertschätzung und Förderung der regionalen Eigenschaften, insbesondere der regionalen Sprachen, so Frau Munchenbach, rechtfertigt sich um so mehr und besonders im Elsass, als sie wirtschaftliche Folgen hat.

Die lokale und grenzüberschreitende Wirtschaft verlangt Deutsch und sollte gerade im Hinblick mittelmäßiger französischer Ergebnisse der internationalen OECD-Schulleistungsstudie sowie der PISA-Studie gebührende Berücksichtigung finden.

Eine anschließende Aussprache vertiefte den interessanten und faktenreichen Vortrag, den die VDS -Regionalgruppe im Sinne der deutsch-französischen Verständigung zu gegebener Zeit ergänzen möchte.