Israel: Regierungschef Netanjahu zieht seine Bilanz der Gaza-Militäroperation

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (siehe Foto: am  Rednerpult) äußerte sich auf einer Pressekonferenz wie folgt zu den Militärschlägen im Gazastreifen und zu dem in Kairo ausgehandelten Waffenstillstand:  statment270814BIG

„Die Umsetzung der Waffenruhe ist ein großer militärischer und diplomatischer Erfolg für den Staat Israel.

Die Hamas wurde hart getroffen und keine einzige ihrer Vorbedingungen für eine Waffenruhe wurde erfüllt.

Als Ministerpräsident Israels trage ich die oberste Verantwortung für die Sicherheit der Bürger Israels und dies hat meine Kollegen  –  Verteidigungsminister Moshe Ya’alon und Generalstabschef Lt.-Gen. Benny Gantz  [beide: siehe Foto]   – und mich während jeder Phase der Operation Schutzlinie geleitet. (…)

Vom ersten Moment an hatten wir ein klares Ziel: wir wollten der Hamas und den anderen Terrororganisationen einen harten Schlag zu versetzen und damit eine anhaltende Ruhe für alle Bürger Israels zu erreichen.

Zuerst haben wir das Netzwerk aus Angriffstunneln zerstört, das sie über die Jahre aufgebaut hatte.. Dies war der Grund für den Einsatz der Bodentruppen.

Als die Operation abgeschlossen war, haben wir die Kräfte abgezogen, um der Hamas nicht die Möglichkeit zu geben, unsere Soldaten zu töten oder zu entführen – was die Hamas nur zu gerne erreicht hätte. (…)

Der Rückschlag, den die Hamas einstecken musste, ist seit ihrer Gründung beispiellos, ein sehr harter Schlag. Ich möchte anmerken, dass sie auch einen diplomatischen Treffer einstecken mussten.

Die Hamas hat Bedingungen an den Beginn einer Waffenruhe geknüpft. Wir haben der ägyptischen Initiative für eine Waffenruhe schon in den ersten Tagen zugestimmt, bedingungslos und ohne zeitliche Beschränkungen, während die Hamas Bedingungen aufgestellt hat. (…) Keine ihrer Bedingungen wurde erfüllt. (…)

Werden wir unser Ziel einer dauerhaften Ruhe erreichen?

Ich glaube, es ist noch zu früh, das zu wissen, aber der harte Schlag, den die Hamas und die Terrororganisationen einstecken mussten, sowie unsere Möglichkeit, durch Grenzkontrollen die Wiederbewaffnung zu verhindern, die Chancen verbessert haben, dass wir dieses Ziel erreichen.“

Quelle: Amt des israelischen Ministerpräsidenten


Hamas hat heute Nachmittag erneut die vereinbarte Waffenruhe verletzt

Gegen halb drei Uhr MEZ (mitteleuropäischer Zeit) haben am heutigen Dienstag drei Raketen aus dem Gazastreifen die Städte Beer Sheva und Netivot getroffen und so die Feuerpause verletzt. media-govugWAzfG7-2

Der Sprecher des israealischen Ministerpräsidenten Netanjahu erklärte, es handle sich dabei um eine „schwerwiegende und unmittelbare Verletzung der Waffenruhe, zu der sich die Hamas selbst verpflichtet hat.“
 
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben daraufhin Ziele im Gazastreifen angegriffen, die zur Unterstützung des Terrors dienen.

Zuvor war die Feuerpause zwischen Israel und der Hamas am Montag um weitere 24 Stunden verlängert worden. Die Gespräche in Kairo dauern noch an.

Verteidigungsminister Moshe Yaalon erklärte: „Die Operation Schutzlinie ist noch nicht vorüber. Wie versprochen, werden wir nicht aufhören, bis wir Ruhe und Sicherheit hergestellt haben. Wie sind auf die Ergebnisse der Gespräche in Kairo vorbereitet, ob sie nun Ruhe bringen oder ob jemand versucht, uns durch eine Eskalation herauszufordern.“
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Quelle: Israelisches Außenministerium  

Hamas bricht Feuerpause und entführte einen israelischen Soldaten

  •  Aktuelle Meldung:
    Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben die vereinbarte 72-stündige Feuerpause ab 8 Uhr am Morgen des 1. August 2014 umgesetzt. Hadar%20Goldin

    Diese Feuerpause wurde einseitig von der Hamas gebrochen, indem sie fortgesetzt Raketen auf Israel schoss und israelische Soldaten angriff.
    Teil der vereinbarten Waffenruhe war, dass Israel mit der Zerstörung der Terrortunnel fortfahren durfte.
    Bei einem Selbstmordattentat eines Hamas-Terroristen, der aus dem Tunnel heraus auf eine IDF-Einheit stieß, wurden zwei Soldaten getötet und ein Soldat entführt.
    Bei dem entführten Soldaten handelt es sich um den 23-jährigen Hadar Goldin (siehe Foto) von der Givati-Einheit aus Kfar Saba. Die Familie des Soldaten wurde bereits informiert.
    Die Hamas hat in den letzten Wochen immer wieder IDF-Soldaten, die die Terrortunnel zerstören, aus dem Hinterhalt angegriffen.
    Eine intensive Suche nach dem Soldaten hat begonnen. Israel unternimmt alle Anstrengungen, den Soldaten zu finden.
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    Quelle für Text und Foto: Israelische Botschaft in Berlin

Unionsfraktion begrüßt die vereinbarte Waffenruhe im Nahostkonflikt

Am heutigen Freitagmorgen hat eine 72-stündige humanitäre Feuerpause im Krieg zwischen der Hamas und Israel begonnen.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die Vereinbarung über eine humanitäre Feuerpause zwischen beiden Seiten, die die Vereinten Nationen und die USA vermittelt haben. 72 Stunden sind ein ausreichend langer Zeitraum, um substanzielle Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe zu beginnen.

Die bedingungslose Waffenruhe, zu der sich Israel und die Hamas durchgerungen haben, ist dringend notwendig, um auch der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten Erleichterung zu verschaffen. Die Menschen müssen die Möglichkeit bekommen, sich mit dem Notwendigsten zu versorgen und die Strom- und Wasserversorgung instand zu setzen.

Hamas erschwert einen Friedensplan

Die Zeit der Waffenruhe muss genutzt werden, um eine langfristige politische Lösung anzustreben. Es ist gut, dass Ägypten seine Vermittlung angeboten hat. Einen Friedensplan aufzustellen wird deshalb schwierig sein, weil die Hamas bislang jeden Kompromiss mit dem jüdischen Staat Israel ablehnt.

Deshalb kommt es zunächst darauf an, den Raketenbeschuss Israels aus dem Gazastreifen dauerhaft zu unterbinden. Die internationale Gemeinschaft muss der Hamas verdeutlichen, dass sie Raketenabschüsse von Wohnvierteln aus und Waffenlager in öffentlichen Gebäuden nicht tolerieren wird.

Langfristiges Ziel ist eine Zwei-Staaten-Lösung, die garantiert, dass Israel sicher, also ohne äußere und innere Bedrohung, innerhalb international anerkannter Grenzen leben kann.“


CDU/CSU-Fraktion: Nahost-Waffenstillstand für Friedensgespräche nutzen

Israel und die radikal-islamische Hamas haben einen Waffenstillstand vereinbart, der ab Freitagmorgen gelten soll.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die für Freitag vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Die Waffenruhe ist vor allem aus humanitären Gründen wichtig. Entscheidend wird daher sein, dass sich morgen alle Parteien an die Vereinbarung halten. Logo Christustag

Eine ursprünglich für Dienstag vorgesehene Waffenruhe hatte die Hamas noch abgelehnt. Damit zeigte sie, dass sie die eigene Bevölkerung im Gazastreifen zu Geiseln ihrer Politik macht und dass ihr der Verlust von Menschenleben gleichgültig ist.

Die jetzt vereinbarte Feuerpause sollte vor allem dazu genutzt werden, die Friedensgespräche so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Da die Hamas aber derzeit jeden Kompromiss mit dem jüdischen Staat ablehnt, ist ein schneller Abschluss solcher Gespräche nicht zu erwarten.“

Foto: Logo Christustag


Trotz Feuerpause: Raketen gegen Israel

Um 10 Uhr Ortszeit hat eine 5-stündige beidseitige Waffenruhe begonnen. Der aus humanitären Gründen eingeleitete temporäre Waffenstillstand kam aufgrund einer Initiative der UNO zustande. Screen-Shot-2014-07-08-at-3.54.46-AM-240x160

Die israelische Armee forderte Anwohner des Gazastreifens auf, sich in dieser Zeit mit Lebensmitteln und Medizin zu versorgen.

In Israel gab es jedoch derweil wieder Alarm, mindestens drei Raketen wurden auf die Region Eshkol abgefeuert.

HINWEIS:

Die ägyptische Armee beschlagnahmte 20 Raketen, die auf dem Schmuggelweg per Untergrund-Tunnel nach Gaza waren.

Ouelle hier (englisch): http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/106003/Egypt/Politics-/Egyptian-forces-seize-rockets-being-smuggled-from-.aspx


Israel stimmt UNO-Bitte um Waffenruhe zu

Israel kommt der Bitte der UNO nach einer humanitären Waffenruhe nach. Seit 9 Uhr bis 14 Uhr (MESZ) setzen die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) ihre Militäroperation aus. 120714022411-b1-

Seit dem 12. Juni 2014 ist Israel Ziel des ständig ansteigenden Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen, der sich gezielt und bewusst gegen Zivilisten richtet. Aufgrund der gestiegenen Reichweite der Raketen leben mittlerweile sechs Millionen Menschen unter ständiger Bedrohung.

Seit dem Beginn der Operation „Schutzlinie“
(Protective Edge) wurden über 1218 Raketen auf Israel geschossen. 966 davon schlugen in Israel ein und etwa 218 wurden durch das Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ (Iron Dome)
abgefangen.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) griffen zahlreiche Terror-Ziele an, sowohl aus der Luft als auch von See.
Zu den Zielen zählen Abschussrampen für Langstreckenraketen, Einrichtungen der Hamas-Führung, Tunnel für Schmuggel und Terrorakte, Luftabwehreinrichtungen, versteckte Raketenwerfer und Kommando- und Kontrollzentralen der Hamas.
Quelle: Israelische Botschaft in Berlin