Wahlpannen-Serie in Berlin: Was Peter Hahne dort heute erlebte

Wie die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT und die Tageszeitung DIE WELT heute berichten, kam es in der grün-rot-dunkelrot regierten Bundeshauptstadt am Sonntag (26.9.) in mehreren Wahllokalen zu Unregelmäßigkeiten, starken Verzögerungen und Pannen:

Im Ortsteil Charlottenburg fehlten stundenlang Stimmzettel, so daß manche Bürger das Warten leid waren und nach Hause gingen.

In den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf wurden Stimmzettel für die Abgeordnetenhauswahl vertauscht. Die richtigen Papiere mußten nachgeliefert und die Wahllokale solange geschlossen werden.

In Berlin-Mitte konnten mehrere Wahllokale aufgrund technischer Probleme nicht pünktlich öffnen. Es gab vielfach ellenlange Schlangen vor den Wahlgebäuden, weshalb einige Wahllokale erst um 19 Uhr schließen konnten.

Der ehem. ZDF-Moderator und Bestsellerautor Peter Hahne – er ist seit 48 Jahren Wahlberichterstatter – berichtet folgendes über seine eigenen Erfahrungen heute Früh:

Als einer der Ersten war ich kurz nach 8 Uhr in meinem Wilmersdorfer Wahllokal. Weil ich einen Flug erreichen wollte, hatte ich’s eilig. Es warteten bereits einige Leute, denn im Lokal ging es nicht Vorwärts: es waren nur ZWEI Kabinen, also Bretterverschläge auf zwei Tischen.

Da in Berlin viele komplizierte Zettel auszufüllen waren, dauerte es endlos. Ich sagte, da ich im Gegensatz zu Laschet das Wahlrecht kenne: Ich fülle auf der Toilette geheim die Zettel aus. Es sei ein Skandal, dass es nur ZWEI Kabinen gäbe bei der langen Prozedur von gleich drei Wahlen….

Die Helfer guckten mich an, als käme ich vom Mond oder aus Usbekistan: „Dat is imma so bei de Wahlen hier: Zwei Kabinen.

Ich kann den Parteien nur raten, diese Wahl anzufechten – auch wegen des Marathonlaufes, der langfristig zeitgleich geplant war und die halbe Stadt ab- bzw ausgesperrt hat.“

Auch WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt berichtet im Online-Portal seiner Zeitung über seinen missglückten Versuch, in der rot-rot-grün regierten Bundeshauptstadt wählen zu gehen. So wie ihm ging es heute wahrscheinlich vielen Berlinern: „Dieser Senat, diese Verwaltung, diese Regierung ist ein Witz„, lautet sein Fazit. Leider wurde diese Witzveranstaltung heute für das Berliner Abgeordnetenhaus wiedergewählt.


Hessische Landtagswahl in Frankfurt mit „Pannen“ zu Lasten von AfD und CDU

Die Wahlzettel zur hessischen Landtagswahl müssen in einigen Frankfurter Bezirken neu ausgezählt werden. Grund sind Auffälligkeiten in einigen Stadtteilen, die zu Lasten der AfD und CDU gehen, berichtet die F.A.Z.

Insgesamt seien ein Dutzend Wahlbezirke betroffen, in denen Ergebnisse von Parteien vertauscht, Zahlen verdreht, Stapel mit Stimmzetteln vergessen oder die Resultate nur geschätzt worden seien. Das habe zu Differenzen von hunderten Stimmen gegenüber dem tatsächlichen Votum geführt.

Im südlichen Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen mit vier Wahlbezirken erhielt die AfD laut vorläufigem amtlichen Endergebnis in einem Bezirk nur zwei Stimmen. Das entspricht 0,3 Prozent. In den anderen drei Bezirken lag die Partei jedoch zwischen 4,5 Prozent und 10,1 Prozent.

Auch die CDU hatte in einigen betroffenen Bezirken auffallend schlecht abgeschnitten. In einem Wahllokal errang sie nur 4,4 Prozent der Stimmen. Damit lag sie deutlich unter den Ergebnissen in ähnlichen Stadtteilen. Das amtliche Endergebnis der Landtagswahl soll am 16. November verkündet werden.

Bei der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft 2015 war es ebenfalls zu Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung zu Lasten der AfD gekommen. Auch bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 war die AfD Opfer einer fehlerhaften Auszählung geworden.

Nach einer erneuten Überprüfung der abgegebenen Stimmen erhielt die Partei in beiden Fällen jeweils einen weiteren Sitz.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/neuauszaehlung-in-frankfurt-afd-bei-stimmabgabe-benachteiligt

WEITERE INFOS über Unregelmäßigkeiten bei Wahlen: https://charismatismus.wordpress.com/category/info-zu-pannen-bei-wahlen/


Berliner AfD beklagt Wahlmanipulation

Bericht aus der Webseite der Berliner „Alternative für Deutschland“:

In einem Wahllokal in Berlin-Pankow kam es heute Morgen zu einem Zwischenfall. Logo-ohne-Krone

Ein Wahlvorstand sagte sinngemäß zu einem neuen Wahlhelfer, „die Stimmen dieser einen Partei“ (gemeint war die AfD) wolle man nachher unter den Tisch fallen lassen.

Was er nicht wusste: Der neue Helfer war AfD-Mitglied.

Der Landesvorstand bereitet eine Strafanzeige vor. Nähere Informationen folgen.

Quelle:  http://afd-berlin.eu/wp/2014/05/eilige-sondermeldung-skandal-in-berliner-wahllokal-wahlvorstand-kuendigt-an-afd-stimmen-verschwinden-zu-lassen/