Schweiz: Bischof Huonders Predigt über Volker Jordans Weg zur Kirche

Bischof Vitus Huonder ist der katholische Oberhirte des Bistums Chur in der Schweiz. Er predigte am 26.2.2018 anlässlich des Treffens mit den Priestern der letzten fünf Weihejahrgänge über das Buch „Endlich zuhause – Mein Weg zur Kirche“, das die Beweggründe für die Konversion des evanglischen Historikers Volker Jordan zur katholischen Kirche beschreibt:

Meine lieben Mitbrüder,

in der Hand halte ich ein Buch von Volker Joseph JORDAN mit dem Titel Endlich zuhause. Mein Weg zur Kirche. Vielleicht kennt es der eine oder andere von Euch bereits. Es erschien im Jahr 2013. Es ist eine Biographie in Form eines Interviews. Es ist die Biographie von Volker Joseph Jordan.

Volker Joseph Jordan war ein Leben lang auf der Suche nach der wahren Kirche und dem unverfälschten christlichen Glauben. Der Weg begann in der evangelisch-lutherischen Kirche, ging über verschiedene Freikirchen weiter zur darbystischen Gemeinschaft, dann zu den Presbyterianern, führte in die orthodoxe und von dort schließlich in die katholische Kirche.

Volker Jordan hat den Jahrgang 1972. Er wurde am 16. Juli desselben Jahres in der evangelisch-lutherischen Kirche von Brome-Altendorf, Ostniedersachsen, Deutschland, getauft und am 6. April 1986 – mit vierzehn Jahren – konfirmiert.

1987 trat er aus der Kirche aus und schloss sich – suchend und tastend – immer wieder neuen Gemeinschaften an. Angetan vor allem von der Göttlichen Liturgie hat er am 8. April 2006 vierunddreißig jährig zur russisch-orthodoxen Kirche konvertiert. Doch dräng­te es ihn immer mehr hin zur katholischen Kirche.

Am 26. Dezember 2008 trat er ihr bei, vor allem unterstützt durch die Liturgie im überlieferten, im sogenannten Außerordentlichen Ritus, welcher der Göttlichen Liturgie der orthodoxen Kirche näher steht. Nach diesem letzten Schritt konn­te er sagen: „Endlich zuhause“.

Fünf Jahre nach dem erreichten Ziel starb er am 9. Januar 2013 einundvierzig Jahre alt überrasche­nd, aber gottergeben an unheilbarem Krebs.

Bild: Titel des Buches „Endlich zuhause – Mein Weg zur Kirche“ von Volker Jordan (Dominus-Verlag)

Wie war sein Berufsstand? Nach dem Abitur entschloss er sich für das Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der Mittelalterlichen Geschichte und der Politologie. Vierzehn Jahre war er als Fachbuch-Übersetzer und Publizist tätig. Das gab ihm Einblick in verschiedene Religionen und Konfessionen. Auf diese Weise war er immer mit der Frage der Wahrheit konfrontiert.

Sein Buch, ein Gespräch mit Felizitas Küble, ist eben für Priester ein Lehrbuch, ein Lehrbuch bezüglich des Weges einer Konversion, ein Lehrbuch bezüglich der Schwerpunkte des katholischen Glaubens, ein Lehrbuch auch bezüglich der Unterscheidung der Konfessionen.

Es ist geradezu ein Repetitorium der Theo­logie der Katholischen Kirche.

Eine Zusammenfassung des langen Weges ist gleich am Anfang des Buches, welches als Interview – ein sehr langes Interview – abgefasst ist. Das Gespräch wird mit der Frage eröffnet:

Wenn Sie zurückblicken auf die letzten vier Jahre (2008 – 2012), auf Ihre „katholische Zeit“, welches Gefühl herrsc­ht dann bei Ihnen vor? Was fällt Ihnen spontan ein?

Jordan: Auf jeden Fall das Gefühl der Freude und das Glück, angekommen zu sein nach einer sehr langen Zeit des Suchens, die manche Umwege mit sich brachte. Zudem gelangte ich zu der Überzeugung, dass die katholische Kirche die ganze Fülle des Heils, der Sakramente und der Heils­gnaden in sich birgt – und, anders als die orthodoxe Kirche, nicht national begrenzt, sondern katholisch-allumfassend ist. Das hat eine ganz andere Qualität. Hier finde ich das wieder, was die Heilige Schrift von der Kirche Christi sagt – viele Eigenschaften, die anderswo nicht verwirklicht sind (15).

Eine andere Aussage, welche ich vor allem den Priestern zur Betrachtung ans Herz lege, zur Stärkung der priesterlichen Identität, ist die folgende:

In der katholischen Kirche ist es so, dass das hl. Messopfer in allen Zeitzonen der Erde 24 Stunden lang täglich dargebracht wird, womit die Prophezeiung aus dem Propheten Malachias erfüllt wird, dass dieses Opfer, dieses reine Speiseopfer vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang dargebracht wird. Das ist eine äußerst faszinierende Erfüllung einer zentralen alttestamentlichen Weissagung. – Mich beeindruckt außerdem, dass die katholische Kirche … im Laufe ihrer Geschichte mit allen Kulturen zurechtgekommen ist und von vornherein immer auch ihre Missionare dorthin ausgesandt hat. In ihr war das missionarische Element immer vorhanden und natürlich zu gewissen Zeiten besonders stark geprägt (18).

Und was sagt Volker Jordan allgemein zu den Sakramenten? Die Sakramente begleiten mich tatsächlich, es ist die liebevolle Obhut des himmlischen Vaters und der Kirche, die für das ganze Leben und für alle wichtigen Lebensumstände des Menschen Sorge trägt. – Die Sakramente sind zugleich die Quellen der Heiligkeit. Aus eigener Kraft kann sie dem Menschen nicht gelingen, aber mit den Sakramenten wird sie möglich (39).

Bei der Lektüre dieses Buches hat mich ein Gedanke sehr beschäftigt: Die Frage der Wahrheit und der vollständigen Wiedergabe der katholischen Lehre. Ein Mens­ch auf der Suche nach Gott und nach der wahren Religion will die Wahr­heit wissen, die ganze Wahr­heit.

Quelle und FORTSETZUNG des Predigt hier: https://www.bistum-chur.ch/bistumsleitung/predigt-von-bischof-vitus-huonder-anlaesslich-des-treffens-mit-den-priestern-der-letzten-fuenf-weihejahrgaenge-am-26-02-2018-in-chur/

HINWEIS: Das erwähnte Buch ENDLICH ZUHAUSE kann für 14,80 € portofrei bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de – Tel. 0251-616768


Evangelikaler Prediger Parzany fordert: Festhalten an biblischen Standpunkten

„Die Kirchen in Deutschland wetteifern darum, biblische Positionen zu relativieren. Besonders die evangelische Kirche überschlägt sich geradezu darin, die Wahrheitsfrage in Liebeslyrik aufzulösen, nach der Gott auch Unbiblisches gutheißt“. P1020947

Dies beklagte der Pfarrer und Evangelist Ulrich Parzany vor der Mitgliederversammlung der Deutschen Zeltmission am 23. April in Wilgersdorf bei Siegen.

Auch viele Christen trauten sich nicht mehr, öffentlich anstößige Wahrheiten des Neuen Testamentes zu verbreiten. So werde in Landes- und vielfach auch in Freikirchen nicht mehr gesprochen von Bekehrung, der Verdammnis für alle, die Christus ablehnten, oder dem Jüngsten Gericht, vor dem sich einmal alle Menschen verantworten müssten.

Manche verzichteten darauf aus Angst, verspottet zu werden, andere meinten, sich anpassen zu müssen, weil man nur so den modernen Menschen erreiche.

Doch – so Parzany – das Evangelium muss in allen Aspekten jedem Menschen verkündigt werden.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/die-kirchen-wetteifern-darum-biblische-positionen-zu-relativieren-96565.html