Björn Höckes bibelfreie Germanentümelei

Die Hl. Schrift enthalte „zuviel Wüste und zu wenig Wald“

Dieter Stein, Chefredakteur der konservativen Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT, hat sich des öfteren kritisch mit den ideologischen Ausuferungen des AfD-Politikers Björn Höcke aus Thüringen befaßt.

Jetzt äußert sich Stein in einem Leitartikel der JF auch über die 2018 erschienene Lebensbeschreibung des auch in der AfD selbst umstrittenen Pädagogen, der die Partei mit seinen radikalen Äußerungen mehrfach ins Zwielicht rückte, so daß sich der Vorstand von seinen Entgleisungen distanzierte.

Dieter Stein verweist auf diverse Höcke-Aussagen in seiner Autobiographie wie z.B. jene, wonach die Heilige Schrift ihm nicht viel bedeute: „Die biblischen Geschichten waren für mich Begebenheiten aus einer zu fernen Welt – es gab da zuviel Wüste und zuwenig Wald.“

Würde Höcke etwa gerne die weiträumige „Klarheit“ der Wüste durch das Halbdunkel des „germanischen“ Waldes ersetzen – und möglichst eine mythische Naturreligion wieder einführen? Odin läßt grüßen – oder?

JF-Chef Stein verweist zudem auf den jüdischen Religionsphilosophen Hans-Joachim Schoeps.

Dieser mit Deutschland und vor allem Preußen tief verbundene Geschichtsprofessor und Gegner der 68er habe – so Stein – „auf eine tiefere Verwandtschaft Preußens und Israels hingewiesen“, nämlich auf folgendes:

„In beiden Fällen, bei der Wüste des Nahen Ostens und bei der norddeutschen Tiefebene, handele es sich um ungeschützte Räume, in denen zum Schutz gemeinschaftlichen Lebens das Gesetz aufgerichtet wurde, damit der innere Halt den Mangel des äußeren kompensiere.“

Das trifft genau ins Schwarze: Die von den göttlichen GEBOTEN geprägte Religion der Juden  – und das preußische STAATSETHOS, das sich an Pflichtbewußtsein, Ordnungsdenken und Gesetzestreue orientiert.

Beide miteinander verwandte Denk- und Lebenswelten sind zutiefst konservativ  – und das ist Herr Höcke mit seiner bibelfremden, skurillen Germanentümelei und seiner unklaren und daher ausufernden Mentalität gerade nicht.

Zudem hat der Polit-Romantiker weder AT noch NT genauer gelesen, sonst wüßte er, daß es dort gar nicht holzfrei zugeht: Erinnert sei an den Paradieses-Baum, an den Zimmermann Josef (Pflegevater Jesu), an das Holz des Kreuzes Christi oder die Ölbäume, die gar als Symbol des Volkes Israel gelten usw….

HIER die kritische Besprechung des Höcke-Buches in der JF: https://jungefreiheit.de/debatte/forum/2019/bescheidener-weltenlenker/

HINWEIS: Björn Höcke wurde hier im CHRISTL. FORUM verteidigt, als eine – wirklich unfaire – Pressekampagne gegen ihn lief:
https://charismatismus.wordpress.com/2017/01/19/stellungnahme-von-bjoern-hoecke-afd-thueringen-zur-debatte-um-seine-rede/
Er hatte nämlich nicht gesagt, das Holocaust-Mahnmal in Berlin sei eine „Schande“, sondern es sei ein Mahnmal der Schande – also unserer deutschen Schande.
Das ist etwas ganz anderes, nämlich inhaltlich genau das Gegenteil dessen, was ihm vorgeworfen wurde.

 


Wald in Israel erinnert an Philipp Mißfelder

Die „Junge Gruppe“ in der Union hat bei einem Besuch in Israel Premierminister Benjamin Netanjahu getroffen sowie im Gedenken an den ehem. außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto), den Philipp-Mißfelder-Wald eröffnet. Foto Markus Hammes

Dazu erklärt der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unionsfraktion, Mark Hauptmann:

„Philipp Mißfelder war zehn Jahre prägendes Mitglied der Fraktion und der Jungen Gruppe. Ihm zu Ehren und in Anerkennung seines außenpolitischen Engagements für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben wir feierlich den Philipp-Mißfelder-Wald eröffnet.

Für Philipp Mißfelder war die Freundschaft zu Israel unerschütterlicher Kern seiner außenpolitischen Arbeit. Er hat als außenpolitischer Sprecher die Beziehung zwischen Israel und Deutschland weiter vertieft und damit die Junge Generation inspiriert.‎

Die Junge Gruppe hat außerdem den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu einem Gespräch getroffen, in dem wir bekräftigt haben, dass es Aufgabe der jungen Generation ist, die besondere Beziehung Deutschlands zu Israel mit Leben zu füllen.

Thematisch umfasste der Termin Themen der deutsch-israelischen Freundschaft und Zusammenarbeit sowie Herausforderungen der regionalen Sicherheitsarchitektur im Nahen Osten.“


In Israel wächst ein Wald zu Ehren von JU-Chef Philipp Mißfelder (CDU)

Die Junge Union (JU)  –  die Jugendorganisation der CDU  –  möchte zusammen mit dem Jüdischen Nationalfonds an den verstorbenen CDU-Politiker erinnern und hat den ersten Baum für einen „Philipp-Mißfelder-Wald“ im Negev gepflanzt.blog1-205x130

Die Delegation traf jetzt in Jerusalem auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zusammen.

Philipp Mißfelder (siehe Foto) ist im Juli 2015 unerwartet verstorben. Der langjährige CDU-Parlamentarier und Bundesvorsitzende der Jungen Union war zugleich außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Er hat sich sehr für die deutsch-israelische Verständigung eingesetzt und stets das Existenzrecht Israels vehement verteidigt, auch gegen Angriffe von links und rechts. Wir haben mehrere seiner diesbezüglichen Stellungnahmen hier im CHRISTLICHEN FORUM veröffentlicht.

Foto Markus HammesEr war der jüngste Chef in der Geschichte der JU und leitete den CDU-Jugendverband von 2002 bis 2014, wobei er betont konservative Akzente setzte, auch hinsichtlich des Lebensrechts der ungeborenen Kinder. Zugleich war er als Kritiker einer „Multikulti“-Gesellschaft bekannt.

Ungeachtet seines jungen Alters wurde dem CDU-Außenexperten weltweiter Respekt zuteil, vor allem in Israel. Der Philipp-Mißfelder-Wald bringt auch dies zum Ausdruck.

5000 Bäume als Teil eines großen  Waldprojekts, das zur Wiederaufforstung der nördlichen Negev-Wüste dient, sollen Touristen aus Deutschland und aller Welt an Philipp Mißfelder und sein Lebenswerk erinnern.

Foto: Markus Hammes


Bistum Regensburg veranstaltete „Schöpfungstag“ im Bayerischen Wald

Leitwort „Heimat Wald“ mit ökumenischer Andacht

Seit 2005 veranstaltet das Bistum Regensburg jährlich einen Schöpfungstag. Die Natur gemeinsam erleben, sich der eigenen Verantwortung gegenüber der Schöpfung Gottes bewußt werden und Ideen für umweltfreundliches Handeln entwickeln  – dies steht dabei im Mittelpunkt. Ökumenische Vesper in Waldlichtung

Das Thema „Heimat Wald“ war das Motto für die diesjährige Veranstaltung am Samstag, den 14. September. Das Organisationsteam unter Leitung der diözesanen Umweltbeauftragten Beate Eichinger entschied, daß der Schöpfungstag im Naturpark Bayerischer Wald stattfindet.

Ein geeigneter Ort war schnell gefunden: Das „Haus zur Wildnis“ in Ludwigsthal bei Zwiesel.

Gleichzeitig bildete der Tag den Rahmen für die bayernweit zentrale Vesper (siehe Foto), die von Domkapitular Peter Hubbauer, dem evang. Regionalbischof Hans-Martin Weiss, Domkapitular Manfred Ertl (Bistum Passau) und vom orthodoxen Erzpriester Apostolos Malamoussis gefeiert wurde. Pilzführung Schöpfungstag 2013

Nach einer kurzen Einführung durch die Verantwortlichen des Nationalparks konnten die Teilnehmer aus einer vielfältigen Palette von Führungen, Vorträgen und Themenwanderungen auswählen und damit den ganzen Tag gestalten.

Pilzführungen, Schnitzeljagd, Bibelgarten-Infos etc.

So gab es z.B. eine Hinführung zum Bibelgarten in Schweinhütt oder eine professionell geführte Waldwanderung mit dem Titel: „Fadenwesen – fabelhafte Pilzwelt“ (siehe Foto). 

Bei einer digitalen Schnitzeljagd konnten die Gäste mit GPS-Gerät die Umgebung erkunden; die Schätze des Waldes entdeckte man in der Wanderung „Alt und reich – vom Zauber alter Wälder“.  –  In einem Vortrag informierte Dr. Jörg Müller über Nutzung und Wildnis des Waldes. Waldführung Schöpfungstag 2013

350 Kilometer Wanderwege  erstrecken sich durch den Nationalpark. Heinrich Holzer, Mykologe und Forscher im Nationalpark, führte die Besucher durch den Wald und brachte ihnen den Kreislauf der Natur näher.

„Dieser Tag hat uns ausgesprochen gut gefallen“, erklärte Heinz Steigmüller aus Strahlfeld, denn die vielen Informationen würden ansprechend vermitteln, was Gottes Schöpfung für den Menschen bedeute.  

Reinhard Schwenk faßte die Eindrücke des Tages kurzerhand zusammen: „Das war Bibel zum Anfassen. Und dieser Tag hat mich darin bestärkt, meine Vorsätze zu einer ökologischen Lebensweise wieder ernsthafter umzusetzen.“

Quelle (Text/Fotos): Presseamt des Bistums Regensburg


Kontroverse um Hubertusmessen – Tierschützer kritisieren kirchliches Jägerbrauchtum

Zum überlieferten Brauchtum im Jahreskreis  –  meist Anfang November  –   gehören vielerorts auch die Hubertusmessen und Hubertusfeiern, womit die Jäger zunächst an ihren Schutzpatron, den heiligen Hubertus von Lüttich erinnern.

Von dem jungen Edelmann erzählt eine Legende, daß er einst einen großen Hirsch sah, der mitten in seinem Geweih ein Kreuz trug. So wurde seine ausschweifende Jägerleidenschaft gezügelt und er erkannte in den Tieren seine Mitgeschöpfe, die zu respektieren waren.

Diese Achtung vor der Schöpfung Gottes gehört als sogenannte „Waidgerechtigkeit“ zu den Prinzipien der Jägerschaft.

Manchmal werden bei diesen traditionsreichen Gottesdiensten, zu denen oft Jagdhornbläser dazugehören, auch Tiere gesegnet, meist die Hunde der Jäger.

Was seit Jahrhunderten gang und gäbe ist, nämlich die jährliche Hubertusmesse der Jägerschaft, wird mittlerweile von manchen Tierschutzgruppen  heftig kritisiert.

Möglicherweise haben sich kirchliche Stellen hiervon beeinflussen lassen. Es schlägt jedenfalls recht hohe Wellen, daß die Bistumsleitung Speyer  seit drei Jahren keine Hubertusmessen im Dom mehr erlaubt hat. Darüber beklagt sich jetzt der Landesjagdverband (LJV) Rheinland-Pfalz in einer Pressemitteilung.

Auf Anfrage der Jägerschaft habe das Bistum mitgeteilt, daß das Domkapitel angesichts der heftig geführten Debatten um Hubertusmessen bereits vor längerer Zeit beschlossen habe, im Dom zu Speyer keine Hubertusmessen mehr zu feiern. Als Bischofskirche und Unesco-Weltkulturerbestätte sei der Dom von so herausgehobener Bedeutung, daß er aus dieser öffentlichen Diskussion herausgehalten werden müsse.

Die Beschwerden von  Tierschützern lauten auf den Punkt gebracht:

Jagen sei sowieso unmoralisch, weil dabei Tiere getötet würden – und dies schlimme Treiben würde durch die Gottesdienste für Jäger gleichsam kirchlich „abgesegnet“.

Strikte Tierschützer mögen dies so sehen, doch mit dieser speziellen „Logik“ müßte man konsequenterweise die ganze Welt zu einem vegetarischen oder gar veganen Speiseplan verdonnern, was weder sinnvoll noch realistisch ist (und überdies auch nicht biblisch wäre).

Wildfleisch ist sehr werthaltig und gesund  –  also was spricht gegen seinen Verzehr?

Man muß kein Jäger sein oder sich fürs Jagen interessieren, um einzusehen, daß dieses Hobby keineswegs unmoralisch ist, zumal auch   Berufsförster mit solchen Aufgaben betraut werden.

Es geht neben dem Wildfleisch-Speiseangebot nämlich auch darum, kranke oder verletzte Tiere „waidgerecht“ zu töten, damit sie nicht leiden müssen. Außerdem müssen Wald und Flur gehegt und geschützt sowie das biologische Gleichgewicht erhalten werden.

Hätte der Mensch stets aufs Jagen verzichtet, dann könnten wir uns heute noch mit Bären und Wölfen herumschlagen, die Menschenleben gefährden.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster