Beni Johnsons Weckruf für die Engel

Charismatikerin bringt schlafende Engel in Aktion

Kürzlich haben wir über den US-amerikanischen Star-Prediger Bill Johnson und sein pfingstlerisches Bethelwerk berichtet. Seine Frau Beni ist noch „origineller“ als er; sie betreibt nicht nur das „Grabsaugen“/ Grave-Sucking (sich die „heilende“ Energie von verehrten Charismatikern an deren Gräbern holen, indem man sich drauflegt), sondern verfügt auch sonst über wunderliche Einfälle.

Unter dem Titel „Wakey! Wakey!“ (Aufwachen!) beschreibt sie ihre Methode, Engel aus ihrer Langeweile aufzuwecken und ans Werk zu setzen: http://www.benij.org/blog.php?id=1

Zunächst behauptet sie, es gäbe drei Sorten Engel: Botengel, heilende Engel, feurige Engel. – Diese „Einteilung“ ist zwar weder der Heiligen Schrift noch der kirchlichen Tradition geläufig, aber da Charismatiker  – eigenen Angaben zufolge  – über einen direkten Draht zum Heiligen Geist verfügen, wird man immer auf Überraschungen gefaßt sein dürfen.

Frau Johnson meint sodann, die Engel hätten sich „schon lange gelangweilt“, doch sie seien „bereit, an die Arbeit zu kommen“ und den „Himmel auf die Erde zu ziehen“. Allerdings benötigen die himmlischen Boten hierfür einen speziellen Weckruf – und zwar WAKEY-WAKEY.

Zur Begründung für diese Sonderoffenbarung schildert die Autorin das Erlebnis einer Bekannten, die Gott mitten in der Nacht entsprechend beauftragt habe, auf daß eine geistliche „Erweckung“ in Wales eintreffe:

„Etwa fünf Minuten lang passierte nichts, also drehte sie sich um, um die Straße zu überqueren, um zu einem Geschäft zu gehen. Als sie sich umdrehte, spürte sie, wie der Boden zu wackeln begann, und hörte dieses riesige Gähnen. Sie schaute zurück zu der Kapelle und ein riesiger Engel trat heraus. Alles, was sie sehen konnte, waren seine Füße, weil er so groß war. Sie fragte ihn, wer er war, und er drehte sich zu ihr um und sagte: „Ich bin der Engel aus der Erweckung von 1904 und Sie haben mich gerade aufgeweckt.“ – Sie fragte ihn: „Warum hast du geschlafen?“ Der Engel antwortete und sagte: „Weil niemand mehr nach Erweckung gerufen hat.“ 

Die erwähnte Erweckung in Wales aus dem Jahre 1904 gehört zu den anfänglichen Ereignissen aus der pfingstlerisch-protestantischen Bewegung. Das Engel-Aufwecken geschieht aber nicht nur für die ganz großen Dinge, sondern auch für kleinere Vorgänge, wie die Verfasserin sie beschreibt, z.B. wenn ein Pastor seine verlegte Bibel sucht.

Abschließend schreibt Frau Johnson, sie und ihr Team hätten „festgestellt, dass die Engel auch Spaß haben und unter uns sind“.

 

 


England: Über 1000 katholische Priester plädieren öffentlich für den Schutz der klassischen Ehe

Mehr als 1000 katholische Geistliche in England und Wales haben einen Offenen Brief gegen Pläne zur Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen unterzeichnet. Es handelt sich etwa ein Viertel aller Priester beider Länder. Zu den 1067 Unterzeichnern gehören fünf Bischöfe und zwei Benediktiner-Äbte.

Der geplante Regierungs-Entwurf zur Ausweitung des Ehebegriffs würde die Möglichkeit ernsthaft beschränken, daß Katholiken in ihren Schulen, Wohlfahrtseinrichtungen und Kirchen „die Wahrheit über die Ehe lehren“. BILD0235

Das steht in dem Schreiben, das die Tageszeitung „Daily Telegraph“ in ihrer Wochenend-Ausgabe abdruckte.

Die Geistlichen argumentieren, es sei sinnlos, der Kirche und anderen Religionen einzuräumen, weiterhin ihre Sicht der Dinge öffentlich vertreten zu können, wenn von ihnen gleichzeitig erwartet werde, als Staatsbürger genau gegensätzliche Meinungen mitzutragen.

Sie bezeichnen die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau mit dem Ziel der Familiengründung als wesentlichen Baustein der Gesellschaft.

Die Unterzeichner erinnern daran, daß der einstige Versuch von König Heinrich VIII., am traditionellen Ehebegriff zu manipulieren, jahrhundertlange Spannungen zwischen Staat und Kirche zur Folge hatte. Der machtbewußte Monarch war sechsmal verheiratet.

Heinrich VIII. brach 1533 mit dem Papst, weil dieser sich weigerte, die erste Ehe des Königs mit Katharina von Aragon für ungültig zu erklären.

Der König setzte sich 1534 selber als Oberhaupt einer neuen anglikanischen Staatskirche ein; damit begann die Unterdrückung  der Katholiken, die sich unter Oliver Cromwell sogar  zur blutigen Verfolgung steigerte.

Quelle: Radio Vatikan
Gemälde: Evita Gründler

England: Katholische Kirche bestürzt über geplante Einführung der Homo-„Ehe“

600.000 Bürger unterzeichneten Petition gegen Homo-Ehe

Nach heftigen Debatten und dreimonatiger Beratung hat sich die Regierung in Großbritannien nun entschieden: Die „Ehe“ homosexueller Partner soll zugelassen werden. Ein entsprechendes Gesetz soll ab 2013 vorliegen.

Die katholische Kirche reagierte bestürzt auf die Ankündigung der Regierung. Ebenso wie die anglikanischen Kirchen von England und Wales lehnt sie eine Ehe gleichgeschlechtlicher Partner ab.

Die Kirchen sollen durch das Gesetz nicht in Zugzwang gesetzt werden: Neben der Zivilehe sollen zwar auch religiöse Zeremonien für homosexuelle Paare erlaubt werden, aber nur, wenn sich die jeweilige Kirche dazu entschließe, so die britische Kultusministerin Maria Miller.

Peter David Smith, Vorsitzender der Kommission für soziale Einrichtungen der Bischofskonferenz von England und Wales zweifelt jedoch an dieser Aussage:

„Die Diskussion hatten wir ja auch schon mal, als es um die standesamtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit allen anderen Paaren ging. Die Regierung hat uns damals garantiert, dass es keine Erlaubnis geben werde, gleichgeschlechtliche Partnerschaften in der Kirche zu erlauben. Und dann, etwa drei Jahre später, gab es einen Zusatzantrag, der doch genau das erlauben sollte. Deshalb beruhigen mich Versicherungen der Regierung nicht im geringsten. Das Gesetz wird vom Parlament gemacht und jede Regierung kann sagen, was sie will. Wenn es bei den nächsten Wahlen eine neue Regierung gibt, kann die wieder neue Gesetze einführen.“

Es heiße zwar, die Kirchen sollen davor geschützt werden, solche Zeremonien in ihrer Kirche durchzuführen, aber das habe er alles schon einmal gehört, so der Erzbischof von Southwark im Süden Londons.

Sollte die Regierung ihre Versprechen diesbezüglich nicht halten, so werde man vor dem Gerichtshof für Menschenrechte klagen. Die Regierung habe auch nicht darauf reagiert, dass mehr als 600.000 Menschen eine Petition gegen die Gesetzesänderung unterschrieben hätten:

„Das ist ein weiterer Punkt, den wir kritisieren: Vor dieser Gesetzesänderung hat es keinen demokratischen Prozess gegeben. Auch war weder in den Parteiprogrammen der Hauptparteien, noch in der Rede der Königin jemals die Rede von diesen Plänen. Insofern ist das ganze wirklich lächerlich. Nichts wurde vorher durchdacht und sie versuchen, den Hauptpunkt der Diskussion zu ignorieren.“

Es gehe nämlich um mehr als nur um die Frage der Religionsfreiheit: 

Foto: Ludger Börger

Foto: Ludger Börger

„Es geht um die Bedeutung der Ehe. Keine Regierung hat das Recht, diese fundamentale Bedeutung der Ehe zu ändern. Schon seit jeher ist es so, dass es die Ehe zwischen Mann und Frau gibt. Und auch viele verschiedene, nicht katholische Untersuchungen zeigen, dass es am besten für Kinder ist, in dem stabilen Umfeld eines verheirateten Paares aufzuwachsen.“

Was die Kirche konkret tun könne, um dieses, seiner Meinung nach völlig irrationale Gesetz noch zu stoppen, wisse er nicht, so Erzbischof Smith. Sicher sei aber, dass man bis zum Schluss dagegen vorgehen wolle. So sollten etwa katholische Rechtsanwälte das geplante Gesetz genau lesen und prüfen, inwieweit man rechtliche Schritte einleiten könne.

Quelle: Radio Vatikan