Indien: Radikale Hindus greifen kath. Pilger an

Etwa 40 katholische Pilger wurden auf ihrem Weg zum berühmten Marienheiligtum in der Stadt Velankanni im Bundesstaat Tamil Nadu von einer Gruppe radikaler Hindus angegriffen und beschimpft.

Die Ortskirche verurteilte den Vorfall vom 18. August entschieden. Die Wallfahrer stammen aus dem nahe gelegenen Bundesstaat Karnataka und wurden von einer Gruppe namens „Hindu Munnani“ angegriffen.

Bischof Devadass Mariadoss von Thanjavur verurteile die Tat. Dabei forderte er die zuständigen Behörden auf, rasch einzugreifen.

Der Oberhirte betont, dass die Wallfahrt ein alljährliches Ereignis ist, das seit Jahrhunderten praktiziert wird.

„Die indische Verfassung garantiert allen Bürgern die freie Ausübung ihrer Religion. Diese Freiheit wird jedoch in jüngster Zeit immer wieder eingeschränkt, wie dieser Vorfall gezeigt hat“, sagte der Bischof.

Nach dem Vorfall reichten die Pilger eine Beschwerde beim zuständigen Polizeipräsidium ein, das bereits sechs Personen festnehmen ließ.

Weitere 200 Katholiken aus der gleichen Gegend setzten ihre Fußwallfahrt nach Velankanni fort.

Velankanni ist ein berühmtes Marienwallfahrtszentrum in der Diözese Thanjavur in Südindien, dessen Basilika jedes Jahr  von zwei Millionen Gläubigen besucht wird.

Im 16. Jahrhundert gerieten portugiesische Seeleute, die von Macao nach Sri Lanka segelten, in der Bucht von Bengalen in einen schrecklichen Sturm und baten die Jungfrau Maria um Fürbitte, der sie versprachen, im Falle ihrer Rettung eine Kirche zu erbauen. Die Kaufleute überlebten den Sturm und begannen mit der Errichtung des Gotteshauses.

Quelle: Fidesdienst – Foto: Asianews


PLAKAT mit Psalm 84 für GOTT und KIRCHE

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Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Oberschwaben: Bergatreuter Festmesse bei traditioneller Wallfahrt zu „Maria vom Blut“

Von Alexander Hepp

Das Wallfahrtsfest zu Maria Heimsuchung konnte bei bester Witterung am Dienstag, dem 2. Juli, in der oberschwäbischen Pfarrgemeinde Bergatreute mit 333-jähriger Tradition begangen werden:

An diesem besonderen Tag können sich öffentliche Einrichtungen sowie Schule und Kindergarten einer festtäglichen Verschnaufpause erfreuen. Schon früh um sechs Uhr erklingt das Tagwachspiel der örtlichen Musikkapelle. Spätestens dann wissen die Bewohner, dass im Ort der höchste Feiertag neben den kirchlichen Hochfesten des Jahreskreises anbricht.

Hunderte Besucher und Pilger drängen sich in die barocke Kirche und verfolgen die Festmesse, die auch auf den Kirchplatz übertragenen wird.

Das in der Wallfahrtskirche verehrte Gnadenbild „Maria vom Blut“ kam 1686 aus der böhmischen Stadt Klattau nach Bergatreute und findet seither große Verehrung bis weit über die Grenzen des Landkreises hinaus.

Dekan Peter Müller aus Bad Saulgau, dessen elterliche Wurzeln im Bergatreuter Ortsteil Engenreute liegen, hat sich als Festprediger auf die altehrwürdige und mit rotem Samt geschmückte Schmuzer-Kanzel gewagt:

Im Pluralis Majestatis erinnerte er an die jüngst an die Diözesen und Dekanate verteilten Worte von Papst Franziskus, der zur Neuevangelisierung in den Gemeinden auffordert.

Der Geistliche nahm die zwölf Sterne Marias als Eckpunkte der Neuevangelisierung und wandte sich besonders an die jüngere Generation: Man möge sich nicht vom großen Strom leiten lassen, sondern sich zu seinem Glauben uneingeschränkt bekennen; der Christ solle sich trotz Kirchenkrise und Meinungsmache der Liebe Gottes anvertrauen und darin seine Heimat finden.

Ein gut gelebter Glaube zeichne sich durch Ecken und Kanten und auch durch eine recht verstandene Offenheit aus; eine Offenheit, die aber nicht in alle Richtungen gehen solle.

Den Älteren legte der Prediger die heilbringende Botschaft ans Herz, lieber einmal am Tag die Bibel zur Hand zu nehmen und darin zu lesen, als nur in der morgendlichen Presse die Todesanzeigen zu studieren:

Das helfe, eine andere Sicht auf das Leben zu gewinnen, den eigenen Gottesglauben zu reflektieren und vor allem den Schlüssel zur Himmelstür, zum ewigen Leben zu finden.

In seiner fast halbstündigen spritzigen Predigt wurde es nicht langatmig; vielmehr wurden die Gläubigen von seiner Verkündigung gefesselt und im festen Vertrauen auf die Gottesmutter gestärkt.

Die Festmesse wurde vom Kirchenchor Bergatreute mitgestaltet, so daß sich die Wallfahrer an der von Joseph Haydn komponierten Johannismesse erfreuen konnten.

Seit Mitte der 1970er Jahre wird die Prozession mit dem Bergatreuter Gnadenbild gefeiert. Das vom Hochaltar genommene Bild wird auf einer Sänfte unter einem Baldachin getragen.

Eine lange Schlange von Pilgern zieht zu Gesängen der Lauretanischen Litanei zusammen mit Priestern, Diakonen und Ordensschwestern sowie den Erstkommunionkindern und Vereinen durch den Ort hinaus in die Flur.

Ein festlich geschmückter Altar und liebevoll gestalteter Blumenteppich bilden die Kulisse für eine kurze Andacht. Der sakramentale Segen wurde von Dekan Peter Müller abschließend allen Gläubigen in der Wallfahrtskirche gespendet.

Das Gotteshaus ist geschmückt mit schönsten Blumen  –  gleich dem vom Prediger erwähnten Sternenkranz Marias. Schließlich verleiht die liturgische Schönheit dem Fest den Glanz und das Gepräge der Heimsuchung Marias bei ihrer Verwandten Elisabeth.

Fotos: Franz-Anton Blank


Bergatreute in Oberschwaben: 333 Jahre Wallfahrtsort „Maria vom Blut“ am 2. Juli 2019

Von Alexander Hepp

Seit 1686 und somit in diesem Jahr zum 333. Mal begeht die Pfarrgemeinde Bergatreute die Wallfahrt am Fest der Heimsuchung Marias als besonderen Feiertag am kommenden Dienstag, dem 2. Juli 2019.

Ehrengast an diesem Tag ist der Festprediger Dekan Peter Müller aus Bad Saulgau.

Das in der barocken Wallfahrtskirche verehrte Gnadenbild (siehe Foto) kam 1686 aus der böhmischen Stadt Klattau in den oberschwäbischen Ort und findet seither große Verehrung bis weit über die Grenzen des Landkreises hinaus.

Das Bild wurde im 15. Jahrhundert im oberitalienischen Re populär, als es durch einen Frevler geschändet und tags darauf mehrfach Blut geschwitzt hat. Ein gleiches Wunder hat sich an dem Abbild in der böhmischen Stadt 1685 wiederholt.

Durch verwandtschaftliche Beziehung des Bergatreuter Pfarrers Mietinger nach Klattau gelangte schon ein Jahr später eine Bildkopie ins Schwäbische. Seither kommen viele Pilger, besonders am 2. Juli nach Bergatreute.

Den Charakter eines eigenen Feiertages erhielt das Fest schon im frühen 18. Jahrhundert: So sind in Bergatreute an diesem besonderen Tag, ähnlich wie am Blutfreitag in Weingarten, sämtliche öffentliche Einrichtungen und Geschäfte geschlossen.

Die Häuser und Straßen werden besonders geschmückt und herausgeputzt, weil als besonderer Höhepunkt das im Hochaltar der Kirche verehrte Gnadenbild abgenommen und in einer Prozession durch den Ort und die Fluren getragen wird.

Ablauf des Festes am 2. Juli:

Um 9 Uhr beginnt das feierliche Hochamt in der Wallfahrtskirche Bergatreute (siehe 2. Foto). Der Kirchenchor Bergatreute wird die Missa Brevis von Joseph Haydn (Johannismesse) vortragen. Solistin Christine Geray wird das Panis angelicus zusammen mit Streichern und Orgel aufführen.

Festprediger Dekan Peter Müller wird traditionell von der Schmuzer Kanzel (die bis 1761 in der Basilika Weingarten war) predigen. Die hl. Messe wird über Lautsprecher auch auf den Kirchvorplatz übertragen, wo ebenso Sitzgelegenheit geboten ist.

Anschließend findet gegen 11 Uhr die feierliche Prozession statt, bei welcher das Gnadenbild auf einer Sänfte mitgetragen wird.

Am Stationsaltar beim Pfaffenberg ist eine kurze Andacht, ehe die Prozession zur Kirche zurückkehrt.

Nach dem feierlichen Te Deum („Großer Gott, wir loben Dich“) findet im Anschluss im und um das Pfarrgemeindehaus Bergatreute ein Gemeindefest statt, bei dem sich die Pilger mit Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen stärken können.

Nachmittags wird ab 12.30 Uhr das Wallfahrtsmuseum im Chörle der Pfarrkirche geöffnet sein. Es ist wohl das kleinste Museum im Landkreis und birgt dennoch zahlreiche Kunstwerke, die an die reiche Vergangenheit und Blüte der Wallfahrt in Bergatreute erinnern.

Der Festtag endet um 17.25 Uhr in der Wallfahrtskirche mit dem gemeinsamen Rosenkranzgebet und anschließender feierlicher Vesper. Nach dem sakramentalen Schlusssegen wird das Salve Regina („Sei gegrüßt, o Königin“) den Feiertag beschließen.

Unser Autor Alexander Hepp aus Wolfegg hat ein wissenschaftlich fundiertes Werk über die traditionsreiche Wallfahrt zur „Maria vom Blut“ verfaßt. – Näheres dazu in unserer Besprechung:  https://charismatismus.wordpress.com/2013/03/21/die-europaweite-wallfahrt-zum-gnadenbild-maria-vom-blut/

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz, Archiv

 


Die hl. Ida und der Hirsch: Friedensstifterin zwischen Franken und Sachsen

Von Felizitas Küble

Etwa 30 Gläubige der altrituellen St.-Aegidii-Gemeinde in Münster pilgerten am vergangenen Samstag (22.6.) nach Herzfeld zur heiligen Ida, die als „Mutter der Armen“ seit 1200 Jahren vom Kirchenvolk verehrt wird. (Näheres über diese Wallfahrt mit Ida-Infos HIER.)

Nun wollen wir hier über den tieferen Sinn einer Legende berichten, die seit eh und je mit Sankt Ida verbunden ist:

Die Herzogin soll einen jungen Hirsch an einer Waldlichtung unter ihrem Mantel geborgen haben, der sich zu ihr flüchtete, als er von Jägern und Hunden verfolgt wurde. Die Jäger sahen Ida mit dem Hirsch und kehrten um.

Das zutrauliche Tier lagerte sich zu Idas Füßen und war so dankbar für seine Rettung, daß es nicht mehr von ihrer Näche wich und dauerhaft bei der Familienmutter – sie hat fünf Kindern das Leben geschenkt – geblieben ist. 

Aber nicht nur das: Der Hirsch soll auf seinem Rücken schwere behauene Steine über die Lippe zum anderen Ufer nach Herzfeld getragen haben – in Begleitung von Herzogin Ida, die dort ein Gotteshaus erbauen ließ und selber bei der Errichtung mithalf: Es handelt sich dabei um die älteste christliche Kirche Westfalens!

Als das karolingische Gotteshaus gebaut war, entstand im Laufe der Zeit ein Dorf um das Kirchlein und den dortigen Friedhof („Gottesacker“).

Herzfeld  – der ursprüngliche Name der Ortschaft lautet „Hirschfelder“ –  ist somit die älteste Pfarrgemeinde im Münsterland, gegründet von einer glaubensstarken Fürstin; sie und ihr Mann waren befreundet mit einem Priester Bertgerus, der als geistlicher Begleiter mit ihnen durchs Land zog und diesen Kirchenbau einsatzfreudig unterstützte

BILD: Die 1. Zeichnung zeigt, wie Ida den Hirsch vor Jägern und Hunden rettet – die 2. Zeichnung zeigt die Herzogin mit ihrem Hirsch im Gefolge auf dem Weg zu ihrem Kirchenbau (gemalt nach der Dachplatte des Ida-Schreins).

Bei der alten Sage vom geretteten Hirsch dürfte es sich um mehr als nur eine Anekdote handeln; vielmehr vor allem um eine tiefsinnige Symbolgeschichte, immerhin findet man den Hirsch sogar im Wappen des heutigen Städtchens Herzfeld:

Es geht bei der Legende letztlich um die Rolle Idas als Friedensstifterin zwischen Franken und Sachsen:

Damals herrschte ein 30jähriger Krieg zwischen den beiden verfeindeten Germanensstämmen. Die meisten Sachsen widersetzten sich hartnäckig der Christianisierung und hielten an ihren heidnischen Vorstellungen und Kulten fest.

Karl der Große versuchte teils auch mit Gewalt, die Sachsen zu bekehren. Zugleich kümmerte er sich aber auch um eine friedliche Missionierung dieses Volkes im östlichen Münsterland. Ida war seine Nichte und als sie ihm ihre Heiratsabsicht mit dem christlichen Sachsen Ekbert mitteilte, war der König (und spätere Kaisere) darüber höchst erfreut.

Allein schon durch die Ehe der fränkischen Grafentochter Ida mit Herzog Ekbert wurde ein Zeichen der Verständigung gesetzt, ein persönliches Signal der Versöhnung zwischen Franken und Sachsen gerade in der Kampfzeit beider Germanenstämme.

BILD: Unterhalb der heutigen Basilika in Herzfeld wurden 1975 Grundmauern der uralten Kirche ausgegraben, die einst von der hl. Ida errichtet wurde.

Ida zog von der Kölner Gegend, in welcher sie das Licht der Welt erblickt hatte, im Jahre 786 nach der Hochzeit zu Ekbert in die Lippe-Gegend auf seine Burg unweit von Osnabrück. Von dort aus beschützte das Ehepaar verfolgte Sachsen, wenngleich es oftmals „Heiden“ waren; sie kümmerten sich um Verwundete und Kranke.

Regelmäßig eilte Ida von ihrem Adelssitz zu den Armen in Herzfeld, ging dort mit ihrer Familie zur heiligen Messe und nahm sich der Bedrängten an.

Als ihr Mann im Jahre 811 starb, wurde er neben der von seiner Frau erbauten Kirche begraben. Ida ließ darüber einen Vorbau errichten und lebte dort als Witwe mit Gebet und guten Werken, sie versorgte Kranke und gab den Armen aus ihrem restlichen Vermögen, über das sie verfügen konnte, zu essen. 

BILD: Rechts die Herzfelder Kirche, ganz links ein hohes Storchennest, dazwischen die Lippe-Aue, an deren Bäumen sich heute ein Kreuzweg befindet. Den „grünen Weg“ ging der Legende nach auch St. Ida mit ihrem Hirsch zum Bau der Kirche.

Der Symbolgehalt der Hirsch-Legende liegt damit auf der Hand:

Der Hirsch versinnbildlicht die bedrängten Sachsen, die von „Jägern“  – den fränkischen Kriegern  – verfolgt wurden. Ida nimmt sie in Schutz – und so wächst ihr Vertrauen zu der katholischen Herzogin. Sie finden zum Christentum und helfen sogar mit, die Kirche in Herzfeld zu erbauen, indem sie über das Wasser „Steine schleppen“ hinüber zum anderen Ufer. 

Das Wasser gilt zugleich seit jeher ein Symbol für innere Reinigung, Taufe und Umkehr.

Über dem Eingang zum Grab der hl. Ida direkt an der von ihr gestifteten Kirche wurde ein Denkmal mit einem geschnitzten Bild errichtet, das die Herzogin mit dem Hirsch zeigt, der sich treuherzig zu ihren Füßen lagert – als wolle er gleichsam auch nach ihrem Tod am 4.9.825 nicht von seiner Beschützerin trennen.  

Tatsächlich ist auch diese Deutung zeichenhaft, denn das gläubig gewordene Sachsenvolk verehrte seine geliebte Herzogin, die heilige Ida, als Vorbild und Fürsprecherin, so daß ihre Grabstätte sich im Frühmittelalter zum ersten Wallfahrtsort Westfalens entwickelte.

Die Kirche würdigte und bestätigte dieses fromme Vertrauen der Gläubigen 155 Jahre später mit der Heiligsprechungs Idas durch Bischof Dodo von Münster am 26. November 980.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


48. Heimatvertriebenen-Wallfahrt am 19. Mai in Birnau mit Bischof Walter Mixa

Die barocke Basilika Birnau am Bodensee ist auch in diesem Jahr wieder das Pilgerziel von Heimatvertriebenen und Aussiedlern. 

Für Sonntag, den 19. Mai 2019, lädt der Bund der Vertriebenen (Kreisverband Bodensee) und die regionale Landsmannschaft der Oberschlesier nicht allein die Vertriebenen und ihre Nachkommen, sondern alle Interessierten in die prächtige Wallfahrtskirche (siehe Foto) ein.

Unter dem Leitwort „Maria, Königin des Friedens“ beginnt diese 48. Birnau-Wallfahrt mit einem Hochamt um 10,45 Uhr, das von Bischof em. Walter Mixa mit Predigt gefeiert wird.

Nach der feierlichen hl. Messe gibt es die Möglichkeit zu Gesprächen mit Bischof Mixa, einigen schlesischen Priestern und anderen Pilgern auf dem Platz vor der Basilika.

Danach können sich Interessierte zu einen gemeinsamen Treffpunkt um 13 Uhr im Pilgerhof am Bodensee zum Mittagessen begeben: 20 € mit alkoholfreiem Getränk. Danach Offenes Singen im Pilgerhof.

 

 


Israel/Hl. Land: 100-Jahres-Jubiläum der Marienwallfahrt zum Berge Karmel gefeiert

Mehr als fünftausend Christen nahmen an der traditionellen Prozession zu Ehren der Madonna vom Berg Karmel teil, die im Volksmund „Taalat al-Adra“ genannt wird, der „Aufstieg der Jungfrau Maria“.

Den zweieinhalb Kilometer langen Pilgerweg, der von der katholischen Gemeinde Haifa in bis zum Kloster „Stella Maris“ auf dem Berg Karmel führt, gingen Pfadfindergruppen aus dem ganzen Land und zahlreiche Gläubige der verschiedenen Riten.

Der Marienwallfahrt schlossen sich auch Hunderte philippinische, indische und andere afrikanische und asiatische Einwanderer sowie Besucher aus Europa an, während auch jüdische und muslimische Gläubige den Pilgerweg säumten.

Der „Aufstieg der Jungfrau“ ist eine in der Volksfrömmigkeit der Christen des Heiligen Landes tief verwurzelte Tradition.

„Zur Zeit des 1. Weltkrieg“, erklärt Pater Abdo, „hatten die Türken hatten den Karmelitern drei Stunden Zeit gegeben, um das Kloster auf dem Karmel zu verlassen. die Mönche konnten nur wenige Dokumente aus dem Archiv retten und die Madonnenstatue mitnehmen. Nach dem Krieg fand im Jahre 1919 die erste Prozession statt, wobei als Zeichen des Dankes die Statue der Jungfrau Maria in das Kloster zurück gebracht wurde.“

Quelle: Fidesdienst