Christus distanziert sich von irrgeistigen Wundertätern, Propheten und Exorzisten

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Mt 7,21-29:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der HERR, HERR zu mir sagt, wird in das Himmelreich gelangen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.
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Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: HERR, HERR, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht?
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Dann werde ich ihnen antworten: Ich habe euch nie gekannt. Hinweg von mir, ihr Übeltäter!
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Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.
 

Linksextremer Einfluß: Aachener Polizei warnt vor Teilnahme an Klima-Demo

„Friday for future“ solidarisiert sich mit Linksradikalen

Die Aachener Polizei hat vor den geplanten Klimademonstrationen am 21. und 22. Juni in Aachen Schüler, Studenten und Eltern davor gewarnt, an den Kundgebungen teilzunehmen. Sie begründete dies in einem Brief mit der Gefahr, daß die „Fridays for Future“-Klimaproteste von gewaltbereiten Gruppen vereinnahmt werden könnten. 

In dem Schreiben, das u.a. an das Schulministerium, die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf sowie an die Schülervertretungen ging, verwieß die Polizei auf die parallel stattfindenden Aktionen des linksextremen Bündnisses „Ende Gelände“. Die Gruppierung war in der Vergangenheit durch Anschläge und Gewalttaten rund um den Hambacher Forst aufgefallen.

Bereits im März hatte der Verfassungsschutz gegenüber der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT geäußert, daß auch die linksextreme Interventionistische Linke sich unter die Klimaproteste mische.  

BILD: Linksjugend Solid bei den rechtswidrigen Protesten im Hambacher Forst

Wer sich an den Aktionen von „Ende Gelände“ beteilige, laufe Gefahr, in „aggressive Auseinandersetzungen zu geraten“, mahnte der Polizeieinsatzleiter Thomas Dammers in dem Brief weiter.

Eine der führenden Sprecherinnen von „Fridays for Future“, Carla Reemtsma, kritisierte gegenüber dem WDR das Schreiben der Polizei als Versuch, die Klimaschutzbewegung zu spalten und zu kriminalisieren. Beide Organisationen seien „zwar verschiedene Bewegungen, aber wir sind uns einig in den Zielen und in dem Prinzip der Gewaltfreiheit“.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Warnung und Hoffnung der Endzeit

Buchbesprechung von Christa Meves

Heute möchte ich Sie auf die Neuerscheinung eines Buches aufmerksam machen, das für alle, die sich für überpersönliche Analysen interessieren, eine erfreuliche, leicht lesbare Lektüre ist – eine Information, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt.

Es handelt sich um das Buch von Michael O‘ Brien „Die Apokalypse“; es erschien im FE-Verlag Kisslegg mit dem Untertitel: „Warnung, Hoffnung und Trost“. 10 €. – Bestellbar bei: FE-Medienverlag, Hauptstraße 22 in 88353 Kißlegg, https://www.fe-medien.de/epages/fe-medien.sf/de_DE/?ObjectID=71217 –  E-Mail: bestellung@fe-medien.de

Es geht dabei keineswegs noch einmal um eine direkte Ausdeutung der Texte von den Offenbarungen des Johannes, wie sie z. Z. in Fülle auf dem Markt sind. Eine Kenntnis der Apokalypse über die Zukunft des Christentums wird hier vielmehr vorausgesetzt.

Unverblümt steigt der Autor mit der Frage unter dem Titel: „Leben wir in apokalyptischen Zeiten?“ mit Fakten ein, die das bejahen. Abgesichert durch reichhaltige Bibelzitate aus dem Neuen Testament beweist O‘ Brien, dass er die Nähe eines „Endes der Endzeit“(G. Kuby) für unsere eigentliche Wirklichkeit hält.

Er zeigt aber auch gleichzeitig, dass diese „geheimnisvolle multidimensionale Vision“ des Jüngers Johannes grundsätzlich und für alle Zeiten eine Mahnung und Warnung des Herrn an jede Generation ist. Jeder Einzelne möge einen Geist der Wachsamkeit leben und die Augen seines Herzens und seines Geistes für das Wesen dieser Wirklichkeit öffnen.

Diese Wirklichkeit besteht aber für O‘ Brien ganz besonders in der Zeit jetzt; denn in der Moderne – vor allem des Westens – geht es vor allem um einen diabolischen Kampf des Widersachers Gottes gegen die, die dem Herrn die Treue hielten, und damit vor allem auch um einen Ansturm gegen die Kirche. 

Der Autor legt den Finger in die Wunde: „Wie viele Menschen glauben heute, dass der Triumph des Guten über das Böse in der Welt durch soziale Revolution oder durch soziale Evolution erreicht wird? Wie viele glauben, dass der Mensch sich selbst retten könne, wenn nur genügend Wissen und Energie aufgebracht werden? Ich bin der Meinung, dass diese intrinsische Perversität nun die gesamte westliche Welt beherrscht.“

BILD: Unsere Rezensentin Christa Meves ist seit Jahrzehnten als Bestseller-Autorin bekannt

Besonders konzentriert sich O‘ Brien dabei auf das Kapitel 12, 10-12 und auf das Kapitel 13 der Offenbarung, in denen zum Ausdruck gebracht wird, dass der auf die Erde geschleuderte Drache hier nun in Gestalt von zwei Tieren erscheint. Durch den Antichristen, von mächtigen dienstbaren Geistern des Bösen unterstützt, wird nun jeder einzelne Mensch noch einmal auf Glaubenstreue geprüft.

„Das Tier, das jetzt überall sein Unwesen treibt, verschlingt (vorab) die Unschuldigen und Schwachen, die sich nicht wehren können. Am offensichtlichsten ist der staatlich legitimierte und finanzierte Massenmord von ungeborenen Kindern. Inzwischen verbreitet sich Euthanasie immer mehr… Es wird sich weiter ausbreiten, weil das Denken verschwommen geworden ist…“

Bei der Begründung seiner Vorstellung bedient sich der Autor höchst gewichtiger Vordenker, des Philosophen Josef Pieper, verschiedener Päpste der Jetztzeit und vor allem Josef Ratzingers noch während dessen Kardinalszeit. Dabei bleibt O‘ Brien aber keineswegs bei den mahnenden Stimmen und Zeichen stehen. Durch alle Ausdeutung der Zeitzeichen schimmert als entscheidendes Grundthema der Sieg Christi hindurch:

„Wir sind nicht allein, wir sind nicht der Bosheit dunkler Mächte und dem bösen Treiben ihrer menschlichen Handlungen ausgeliefert. Jesus Christus ist der Herr der Geschichte, an ihm müssen wir festhalten auf einem Weg durch ein dunkles Zeitalter.“

Eine ganz besondere Note erhält dieses Buch durch das Vorwort und die Übersetzung der Soziologin Gabriele Kuby (siehe Foto), die mit ihrem Buch „Die globale sexuelle Revolution“ nun schon 2012 die allgemeine Verwirrung heute als die Strategie eines weltweiten Bemächtigungsversuches des Bösen darlegte – wie nun O‘ Brien in gleicher Weise.

Der Akzent dieses kanadischen “Propheten“ liegt allerdings in all seinen Ausführungen – wie auch bereits in seinem Bestsellerroman „Father Elijah“ – auf der Aufforderung zu einer Bemühung um ein „hörendes Herz“.

Dem folgt Gabriele Kubys Einführung. Sie berichtet sehr persönlich über eine Begegnung mit dem Autor in Kanada wie auch über eine Privataudienz bei Papst Benedikt em als Anlass zu dem Entschluss, auch O‘ Briens neues, so erhellendes Werk zu übersetzen.

In all seiner Kürze und leichten Lesbarkeit ist dieses Buch ein notwendiger Zuruf zu einem Status des nüchternen Bewusstseins über unsere abgründige Situation – ohne Resignation, indem gleichzeitig zuversichtlich der nahe Sieg des allmächtigen Gottes dem Werk einen positiven Klang verleiht. Der Aufruf zu bewusster Umkehr schlägt bei diesem betont christlichen Autor unüberhörbar durch.


Volker Münz kritisiert „Amtsmissbrauch“ durch ZDK-Präsident Thomas Sternberg

Dr. Thomas Sternberg ist Präsident des ZdK (Zentralkomitees der deutschen Katholiken). Er warnt laut Medienberichten davor, die AfD zu wählen.  – Hierzu erklärt Volker Münz (siehe Foto), der kirchenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion:

„Dem ZDK-Präsidenten steht eine Warnung vor der größten deutschen Oppositionspartei nicht zu.

Herr Sternberg spaltet die Gemeinden in ‚gute‘ und ‚schlechte‘ Christen. Er missbraucht damit sein Amt als Präsident der katholischen Laienvertretung, um Politik zu betreiben –  und zwar als CDU-Politiker, der er ist.

Außerdem behauptet er, dass Nationen obsolet seien und eine stärkere Einheit Europas gottgewollt sei. Hier missbraucht er den Namen Gottes für ideologisch bedingte Veränderungen. Das Gegenteil ist richtig: Gott hat nach dem Turmbau zu Babel Völker und Nationen geschaffen – als Strafe für die Menschen wegen ihrer Überheblichkeit.

Wie groß ist doch die Empörung über einen Facebook-Beitrag des AfD-Kreisverbandes Saalekreis. Die Aussage des Beitrages, in dem die Stärke der AfD als gottgewollt dargestellt wird, ist nicht in Ordnung. Keine Partei darf Gott und das Christentum für sich vereinnahmen.

Christlicher Glaube und Kirche auf der einen Seite sowie Politik und Staat auf der anderen Seite sind getrennt. Es sind unterschiedliche Sphären. Christus sagte: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.

Die Empörung einiger Kirchenvertreter und von Politikern anderer Parteien ist jedoch scheinheilig. Denn diese finden nichts dabei, ihre eigene Auffassung von Politik mit dem christlichen Glauben zu rechtfertigen.

Ebenso wie Sternberg sein ‚AfD-Bashing‘ und seine Forderung nach einem EU-Zentralismus christlich begründet, so wird in der Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik vielfach behauptet, das christliche Gebot der Nächstenliebe verlange, dass Europa und Deutschland die Grenzen aufmachen und Menschen einer anderen Kultur millionenfach aufnehmen sollen.

Dies ist nur scheinbar christlich. Kurienkardinal Robert Sarah (siehe Foto) hat sich vor kurzem ähnlich kritisch dazu geäußert und im Zusammenhang mit der Migrationspolitik von einer ‚Fehlinterpretation des Evangeliums‘ gesprochen.

Der deutsche Staat sollte helfen, die Ursachen von Flucht und Vertreibung zu bekämpfen und vorrangig die hilfebedürftigen Menschen in den Herkunftsregionen unterstützen. So könnte Deutschland wesentlich mehr Menschen helfen als durch Aufnahme in Deutschland. Die Masseneinwanderung von Menschen aus anderen Kulturkreisen führt zu sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen.

Die Kanzlerin und jene, die ihre Politik der Masseneinwanderung unterstützen, haben unserem Land so stark geschadet wie noch keine Regierung in der Nachkriegsgeschichte.“

 


Botschafts-Szenerie um die „Warnung“ widerspricht sich betr. Papst Franziskus

Es ist immer wieder erheiternd und aufschlußreich zugleich, wie sich das Seher-Lager gegenseitig widerspricht  – und das sogar in jenem Spektrum, das sonst bei der angeblich wichtigsten Sache einig ist, nämlich der sog. „Warnung“, die uns allen für die kommende Zeit noch blüht, wobei jeder Erdenbürger eine „Seelenschau“ erleben wird, für die meisten – so wird gesagt – ein fürchterliches, teils tödliches Widerfahrnis.  

Nun steht der Unsinn von der „Warnung“ weder in der Heiligen Schrift noch kennt die Lehre der Kirche ein solches Endzeit-Ereignis, doch in der Seher-Szene gelten schon seit jeher ganz eigene Vorstellungen jenseits der (theo)logischen Vernunft.

Interessant ist es freilich, daß sich die Warnungs-Visionäre nicht einmal untereinander einig sind:

So behauptete eine der wichtigsten „Begnadeten“, die den ganzen Warnungs-Rummel Anfang dieses Jahrzehnts forciert hat, nämlich die sog. irische „Endzeitprophetin“, bei Papst Franziskus handle es sich nicht um einen rechtmäßigen Papst, sondern um den „Falschen Propheten“ aus der biblischen Apokalypse, der den Antichristen begleitet.

Hingegen verkündet der selbsternannte Seher Enoch aus Kolumbien  – er propagiert ebenfalls die „Warnung“ – das glatte Gegenteil, indem er dazu auffordert, nebst anderen Anliegen „für Papst Franziskus und die Kirche“ zu beten. Gewiß ein löbliches Unterfangen, doch benötigen wir hierfür keinen himmlisch inspirierten Visionär.

Unser Leser „GSJC“ hat den Widerspruch des Sehers Enoch und der irischen Seherin näher dokumentiert – siehe hier seine Recherche:

„13. Mai 2013, 9.45 Uhr
RUF DER FRAU ALLER VÖLKER AN DIE KATHOLISCHE WELT

Liebe Kinder meines Herzens, der Friede Gottes sei mit euch allen!
Die Verkündigung meines fünften Dogmas wird der Anfang eurer Freiheit sein. Mein fünftes Dogma ist die Niederlage meines Feindes. Deshalb, meine Kinder, hat mein Feind soviele Hindernisse und Barrieren gegen diesen meinen Titel der Frau aller Völker aufgerichtet, da er weiß, daß er dadurch besiegt werden wird. Ich bitte euch, liebe Kinder, daß ihr von nun an in all eure Rosenkränze diese großen Anliegen einschließt:

1. Für die Verkündigung meines Fünften Marianischen Dogmas (Maria Mittlerin, Miterlöserin und Fürsprecherin, Frau aller Völker).
2. Für die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz.
3. Für Papst Franziskus und die Kirche
4. Für den Frieden der Welt
5. Für den Triumph meines Unbefleckten Herzens“

Nicht nur daran lässt sich erkennen, wie „gaga“ diese Szene ist. Auf der einen Seite wird aggressiv Werbung für den irischen Blödsinn betrieben, wonach Papst Franziskus der „Falsche Prophet“ ist und vermieden, ihn als Papst zu bezeichnen.

Auf der anderen Seite verbreiten sie diesen anonymen „Enoch-Käse“, der in seinen Botschaften genau das Gegenteil von dem behauptet, was die gescheiterte „Warnungstante“ aus Irland von sich gegeben hat, indem dort ein „Ruf der Frau aller Völker an die katholische Welt“ ergeht, genau für diesen Papst zu beten.

Doch das Sahnehäubchen setzt der Phantast „Enoc“ dem unsinnigen Theater mit nachfolgender „Botschaft“ auf, die von keinem Geringeren – wie in der Szene üblich – als dem „Herrn“ persönlich stammen soll:

DIE KRAFT VON GEBETSKETTEN BRINGT FESTUNGEN ZUM EINSTURZ UND KANN PROPHEZEIUNGEN ÄNDERN.
18. April 2013, 8.50 Uhr
RUF VON JESUS VON NAZARETH AN DIE KATHOLISCHE WELT
[…] Aufgrund eurer Gebete, Fasten, Fürbitte und Buße sandte Ich euch einen Papst, der den Willen Gottes erfüllen wird, vorausgesetzt, daß die katholische Welt ihn im Gebet nicht verläßt. Wenn ihr für Papst Franziskus betet, wird er den Willen Meines Vaters tun, aber wenn ihr das Gebet für ihn vernachlässigt, werden Mein Feind und seine Werkzeuge, die den Stuhl Petri unterwandert haben, ihn dazu bringen, Irrtümer gegen den Glauben, das Evangelium und die Lehre Meiner Kirche einzuführen. Meine Kinder, Ich sage euch dies alles, damit ihr geistig erwacht und beginnt das Gebet zu eurer höchsten Priorität zu machen.

(Quelle: http://www.mensajesdelbuenpastorenoc.org/deutsche.html)

Es ist somit klar, dass ein mögliches Totalversagen von Papst Franziskus auf das Versagen der „Restarmee“ und irgendwelcher klappriger Rädchen zurückzuführen ist.

Die Schuldigen sind somit gefunden, da dieser private Verein als „Restarmee“ für sich in Anspruch nimmt, die wahre Kirche zu vertreten.

Die Szene hat sich mit diesen „Botschaften“ wieder einmal ein Eigentor geschossen! Ab in die Tonne damit!

Wie viele Millionen Mitglieder hat die „Restarmee“ inzwischen oder sind es, wie vom „Botschaftshimmel“ der irischen Schwätzliesel versprochen, bereits MILLIARDEN (überbelichtete Gestalten)?

Kleine Gegenüberstellung zur besseren Verdeutlichung dieses Unsinns:

„MDM“ aus Irland am Donnerstag, dem 12. April 2012:

399. Der nächste Papst mag von Mitgliedern innerhalb der katholischen Kirche gewählt sein, aber er wird der Falsche Prophet sein.[…]Mein geliebter Papst Benedikt XVI. ist der letzte wahre Papst auf dieser Erde.

http://www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2012/0399.htm

„Enoc“aus Irgendwo am Montag, dem 8. April 2013:

Aufgrund eurer Gebete, Fasten, Fürbitte und Buße sandte Ich euch einen Papst, der den Willen Gottes erfüllen wird, vorausgesetzt, daß die katholische Welt ihn im Gebet nicht verläßt.

 


Auch der reisende Visionär Lungenschmid bietet „Warnungs“-Botschaften

Von Felizitas Küble

Kürzlich war der selbsternannte Nahtod-Visionär Helmut Lungenschmid wieder mit einer Vortragstour durch Westfalen zugange, teils tagt er mit weit über hundert Teilnehmern wie am 3. Juli in Hembergen.

Offenbar sind der Naivität mancher Gläubigen keine Grenzen gesetzt. Immerhin zeigt schon ein kurzer Blick in den 1. Band über Lungenschmids Jenseitsoffenbarungen („Mein Sterbeerlebnis“), daß er sich theologisch voll neben der Spur befindet.

Aber das ficht seine Fangemeinde offenbar nicht an – selbst wenn der Autor sogar die Ewigkeit der Gottheit Christi leugnet und weitere Absurditäten bietet. (Näheres dazu  HIER.)

Dabei versteht sich am Rande, daß auch dieser (Hell-)“Seher“ genaue Auskunft über Zukünftiges zu bieten vermag, immerhin macht genau dies den Reiz solcher Bücher und Tagungen aus.

Will nicht jeder Mensch gerne wissen: Was kommt auf mich zu? Was geschieht zukünftig mit der Welt? Was habe ich nach dem Tod zu erwarten?

Panikmache ist in Deutschland immer schon auf fruchtbaren Boden gefallen, sei es der ökologische (Kernkraft-)GAU bzw. Umwelt-Niedergang („Saurer Regen“ und „Waldsterben“ etc. sorgten schon in den 70er Jahren für diffuse Ängste), sei es eine immer wieder aufkeimende Weltuntergangsstimmung in religiöser Hinsicht.

In diese weitverbreitete Zukunftsangst, die freilich auch von tatsächlichen Problemen genährt wird, passen die Botschaften von der „Warnung“ wie der Deckel auf den Topf.

Gemeint ist damit eine angebliche Zwischen-Wiederkunft Christi  v o r  seinem endgültigen Erscheinen in Herrlichkeit.

Demnach soll es in Bälde eine weltweite „Seelenschau“ geben, die Christus durch ein überall sichtbares „Kreuz am Himmel“ startet. Jeder Mensch sehe dann den (mehr oder weniger) schrecklichen Zustand seiner Seele im Lichte Gottes – und manche fallen vor Entsetzen gleich tot um.

Dieses Szenario – das sich weder mit der biblischen Endzeitprophetie noch mit der kirchlichen Lehre vereinbaren läßt  – ist nicht ganz neu, tritt aber abwechselnd in jeweils anderem Gewande zum Vorschein, propagiert von neuen Visionären und diversen „Opferseelen“.

Wir haben unlängst über einige Warnungs-Botschafter/innen berichtet, z.B. Luz de Maria oder eine anonyme Dame namens „Maria von der Vorbereitung der Herzen“…

Zu dieser erlauchten bzw. erleuchteten Schar gesellt sich auch unser Nahtod-Erfahrener Lungenschmid, wie die Webseite mit dem vielsagenden Titel „Kreuz am Himmel“ zu berichten weiß: https://www.kreuzamhimmel.li/index.php?site=lungenschmid

Am Schluß seiner visionären Einsichten heißt es: „Man bilde sich seine eigene Meinung“. Dieser Aufforderung gerne nachkommend, sei folgendes angemerkt:

Lungenschmid will die universale Seelenschau schon vorweg selber erlebt haben, gewissermaßen als Vorposten dessen, was uns allen noch blüht:

Jesus Christus sagte mir während dieser Seelenschau, dass Sein Vater möchte, dass sich alle Menschen auf ein bevorstehendes Ereignis vorbereiten. Dieses Geschehen wird in Bälde stattfinden.“

Daß dieses Phänomen „bald“ vonstatten geht, wurde schon bei den  – kirchlich nicht anerkannten –  Marienerscheinungen im spanischen Bergdorf Garabandal Anfang der 60er Jahre behauptet. Lungenschmid plappert es nach und weiß zu berichten, daß Gott-Vater alle Menschen darauf „vorbereiten“ möchte.

Bloß merkwürdig: Sollte der Allwissende es „versäumt“ haben, dieses aufregende Mega-Ereignis in der Heiligen Schrift zu erwähnen? Weder in den alt- noch in der neutestamentlichen Büchern findet sich ein Sterbens(!)-Wörtchen über dieses schaurige Endzeitspektakel.

Aber nun hat es der Ewige  – nach dem Glauben erscheinungsbewegter Gemüter  – für gut befunden, einige Mädels in Garabandal über seine zuvor geheimgehaltenen Pläne zu informieren, dasselbe sodann einige Jahrzehnte später einer anonymen „irischen Seherin“ zu offenbaren (die inzwischen freilich als Schwindlerin entlarvt ist) –  oder eben auch den schreiblustigen Lungenschmid  – soeben erschien der zweite dicke Band seiner Privatoffenbarungen – ins Bild zu setzen, auf daß diese Begnadeten alle Welt aufscheuchen aufklären.

Was ein echter Prophet ist, der weiß auch, was nach solch einer Schreck-WARNUNG abgeht:

„Es wurde mir auch gezeigt, dass sich Millionen und Abermillionen Menschen über die ganze Welt verstreut bekehrt hatten. Aber bei weitem nicht alle Menschen wurden von dieser Seelenschau anhaltend tief berührt.“

Was sind schon „Millionen und Abermillionen“? Warum nicht einige Milliarden? Wozu sonst das ganze Spektakel?

Lungenschmid beklagt sich bereits jetzt: „Manche blieben ihrem atheistischen Glauben treu, weil sie derart verstockte Herzen hatten, dass nicht einmal dieses grosse Wunder an ihnen Wirkung zeigte. Andere wurden bekehrt, sind aber dann nach einer bestimmten Zeit wieder in den alten Unglauben zurückgefallen.“

Tja, da fragt sich nicht nur meine Wenigkeit, welchen Sinn wir dieser universalen „Seelenschau“ abgewinnen dürfen, wenn hinterher im Grunde sowieso alles beim alten bleibt…?!

 


Irrgeistige Botschaften „Die Vorbereitung“ wollen auf die „Warnung“ einstimmen

Von Felizitas Küble

Seit langem geistert durch die erscheinungsfromme Szene die Vorstellung von einer baldigen himmlisch bewirkten „Warnung“, einer weltweiten Seelenschau aller Menschen (wobei es teilweise heißt: ab dem 7. Lebensalter aufwärts), die zugleich eine zwischenzeitliche Wiederkunft Christi beinhaltet. Das würde bedeuten, daß Jesus sich  v o r seinem Wiederkommen in Herrlichkeit bereits mittels der „Warnung“ aller Welt offenbaren wird.

Diese nicht nur unsinnige, sondern unbiblische These geht vor allem auf Garabandal zurück, einem kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort in Spanien. Anfang der 60er Jahre wurden dort – wie meist üblich – jungen Mädchen besondere Visionen und „Botschaften“ zuteil, darunter eben auch die Ankündigung jener „Warnung“.

Diese vermeintliche Strafaktion des Himmels wurde ab dem Jahre 2011 durch eine anonyme „irische Seherin“ in ähnlicher Version weiter verbreitet – und nach ihrer Entlarvung gab es weitere „Begnadete“, welche diese theologisch absurde Vorstellung jeweils auf ihre Weise weitergesponnen haben.

Kürzlich berichteten wir über die entsprechenden „Offenbarungen“ einer argentinischen Seherin Luz de Maria: https://charismatismus.wordpress.com/2018/07/13/argentinien-luz-de-maria-bietet-stigmatisationen-und-visionen-der-endzeit/

Ähnlichen Unsinn verbreiten die Bände mit dem Titel „Die Vorbereitung“ aus einem Lulu-Verlag, deren Titelbild passenderweise mit einem vermeintlichen Wunderbild illustriert ist. (Näheres dazu in unserem Artikel: https://charismatismus.wordpress.com/2016/01/08/von-den-merkwuerdigkeiten-eines-wunderbildes-der-heiligen-familie/)

Die Bücher enthalten vorwiegend „Marienbotschaften“ einer anonymen Maria zur Göttlichen Vorbereitung der Herzen. Angeblich wurde ihr vor fünf Jahren durch die Madonna geoffenbart:

„Wir schenken euch DIE VORBEREITUNG, damit Ihr alle gerettet werden könnt. Hier geben Wir euch die einzig wahre Anleitung, wie ihr euer Leben zu Gott Vater hin verändern könnt. Wir zeigen euch, wie einfach der Weg zu Meinem Sohn ist und führen euch durch die Zeit der Großen Veränderungen, die Endzeit, hindurch. Wir schenken euch diese Botschaften vom Himmel, damit ihr eine Anleitung habt, wie ihr auf einfachste Weise zu Jesus und ins Himmelreich findet. Wir sagen euch, wie es um eure Welt steht und was ihr ändern und tun müsst, damit ihr in Frieden und ohne Leid und Not leben könnt. Wir öffnen euch den Weg in die Herrlichkeit Gott Vaters.“ 

In einer Buchwerbung heißt es dazu: „Diese himmlischen Botschaften sind voll inniger Liebe, rütteln zugleich auf und verkünden die baldige Wiederkunft Jesu. Sie zeigen der Menschheit den einzig möglichen Weg der Rettung auf, um nicht auf ewig verloren zu gehen.“

Hierzu einige Anmerkungen:

  1. Diese Privatoffenbarung an eine anonym bleibende Seherin soll also die „einzig wahre Anleitung“ sein, um zu Jesus und ins Himmelreich zu finden. Laut dem neutestamentlichen Hebräerbrief hat Gott „zuletzt zu uns gesprochen durch seinen Sohn“. Deshalb lehrt die katholische Kirche, daß die göttliche Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist. Dies ist keine kirchliche Randnotiz, sondern ein Axiom, also gar eine Denkvoraussetzung für viele katholische Dogmen, gleichsam eine Ur-Basis ihrer Lehre. 
  2. Angeblich führen diese Vorbereitungs-Botschaften „durch die Zeit der Großen Veränderungen, die Endzeit, hindurch“. Abgesehen davon, daß die eigentliche Endzeit laut Neuem Testament nicht mit irgendeiner Seelenschau-Warnung beginnt (die in der Bibel völlig unbekannt ist), sondern mit dem Auftreten des Antichristen, wissen wir durch Gottes Selbstoffenbarung in Bibel und kirchl. Lehramt, wie wir uns mit Gottes Gnade in jeder Zeit – ob vor oder in der Endzeit – bewähren können. Wir kennen die Zehn Gebote und die Botschaft der Evangelien, die Sakramente und die Verkündigung der Kirche – und das genügt jedem vernünftigen Gläubigen.
  3. Sodann heißt es in jener vermeintlichen Marienbotschaft, die seltsamerweise in „Wir“-Form erfolgt:Wir sagen euch, wie es um eure Welt steht und was ihr ändern und tun müsst, damit ihr in Frieden und ohne Leid und Not leben könnt.“  Damit dürfte das eigentliche psychologische Motiv dieser Botschaften zutage treten: Man möchte „ohne Leid und Not“ leben können, also unbehelligt und ungeschoren aus den turbulenten Zeiten gerettet werden bzw.  vor „Leid und Not“ bewahrt bleiben – ein offensichtlich zwar menschlich verständlicher, aber allzu irdischer Beweggrund…
  4. In der Buchreklame wird behauptet, diese visionären Botschaften „verkünden die baldige Wiederkunft Christi“, gemeint ist die erwähnte „Warnung“. Tatsache ist aber, daß vor dem Kommen Christi in Herrlichkeit erst der Antichrist sein widergöttliches Reich aufrichten wird. Somit wird durch diese falschmystischen Offenbarungen eine wesentliche biblische Botschaft verdrängt. Damit werden die Gäubigen gerade nicht „vorbereitet“, sondern – wie so oft in irrgeistigen Botschaften –  in Ver(w)irrung geführt.