Bundesregierung weist neue polnische Reparationsforderungen zurück

In Warschau finden am heutigen Freitag die deutsch-polnischen Regierungskonsultationen statt. Im Vorfeld hatte der polnische Präsident Andrzej Duda von Deutschland erneut Reparationen gefordert. 

Hierzu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt:

„Polen ist einer unserer wichtigsten Nachbarn. Deshalb ist es von unschätzbarer Bedeutung, dass sich vor dem Hintergrund unserer schwierigen Vergangenheit eine enge und tiefe politisch-strategische Partnerschaft zwischen unseren Ländern entwickelt hat. Diese Partnerschaft gilt es nun weiter zu festigen.

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag lehnt die erneute Forderung Warschaus nach Reparationen ab. In den bevorstehenden deutsch-polnischen Regierungskonsultationen sollten wir den Blick auf die Zukunft richten.

Deutschland steht und stand politisch, moralisch und finanziell immer zu seiner Verantwortung. Im Sinne einer guten Nachbarschaft und einer vertieften europäischen Zusammenarbeit sollte Polen akzeptieren, dass die Frage nach Reparationszahlungen rechtlich und politisch abgeschlossen ist.

Polen hat im August 1953 verbindlich und mit Wirkung für ganz Deutschland auf weitere Reparationsleistungen verzichtet und dies auch nachfolgend immer wieder bestätigt.“


OSZE-Bericht beklagt religionsfeindliche und antichristliche Übergriffe in Europa

Am 15. November wurde in Warschau der Bericht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) über „Hass-Verbrechen gegen religiöse Minderheiten“ veröffentlicht.

Demnach haben die deutschen Behörden im vergangenen Jahr 414 Straftaten gemeldet, die sich gegen Christen und Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften richteten. In 18 Fällen handelte es sich um Gewalt gegen Menschen. Aus den Angaben geht nicht gesondert hervor, wie hoch die Zahl der Übergriffe auf Christen waren. 40323-90x80

Die OSZE beruft sich auch auf Angaben des Vatikans. Demzufolge wurden in Deutschland vier Friedhöfe und 19 Kirchen geschändet  –  darunter zehn katholische, drei evangelische und eine orthodoxe. In 16 weiteren Fällen seien Kirche bzw. christliche Einrichtungen bestohlen oder mit Graffiti-Sprüchen beschmiert worden. Hinzu kommen die Zerstörung einer Ikone und Vandalismus in mehreren Fällen.

Dem OSZE-Bericht zufolge konnte die deutsche Polizei in keinem der genannten Fälle (anti-)religiösen Haß als Tatmotiv nachweisen. In Deutschland werden Straftaten gegen Christen nicht gesondert erfasst. Die Zahl der Übergriffe auf Juden und ihre Einrichtungen lag laut den deutschen Behörden im vergangenen Jahr bei 1374.

Die meisten Delikte in England

Nach dem OSZE-Bericht wurden 2012 in Großbritannien die meisten anti-religiösen Haßdelikte verzeichnet: 2230, davon 687 in Schottland. Von diesen waren mehr als 80 Prozent gegen die katholische Kirche gerichtet.

Das Wiener Beobachtungszentrum für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen zählte im vergangenen Jahr 67 Verbrechen gegen das Christentum in Europa: 46 Fälle gegen Geistliche und Kirchengebäude sowie 15 Gewaltdelikte gegen Christen, die gegen Abtreibung oder die gleichgeschlechtliche Ehe eintreten. In sechs Fällen handelte es um Übergriffe auf Kirchen durch extreme Muslime.

Quelle: http://www.idea.de


Polen: Bischof läßt umstrittenen „Heiler“ und „Exorzisten“ vor 58.000 Menschen im Warschauer Stadion predigen

Star-Charismatiker aus Uganda zieht Massen an

In dem sonst für Fußballspiele genutzten Nationalstadion in Warschau wurde dem katholischen Priester Jean-Baptiste Bashobora eine spektakuläre Bühne mit einem 15 Meter hohem Kreuz und herzförmigem Altar gebaut.

Von dort aus präsentierte sich der schwarzafrikanische „Wunderheiler“ aus Uganda  am vergangenen Samstag vor einem Massenpublikum von 58.000 Teilnehmern als vermeintlich begnadeter Teufelsaustreiber und Starprediger. charismatiker_allg_606_pr13_02_ab36d7785e

Organisiert wurde der schwarmgeistige Kongreß vom Oberhirten des Warschauer Bistums, Bischof Henryk Hoser.

An der Großveranstaltung nahmen zahlreiche Behinderte in Rollstühlen teil, die auf Heilung hofften. Wer meinte, er sei von „satanischen Offenbarungen“ betroffen,  konnte sich an Ort und Stelle in einer „Spezialzone“ von angeblichen Hilfs-“Exorzisten“ betreuen lassen.

Bashobora wurde in Bushenyi in Uganda am 5. Dezember 1946 als Kind katholischer Eltern geboren, wobei der Vater sich jedoch mehrere Frauen gleichzeitig hielt.

Schon früh lernte der Theologiestudent die Charismatische Bewegung kennen, auch bei einem Aufenthalt in Indien.  1972 wurde er zum Priester geweiht, studierte in Rom an der Gregoriana und schrieb seine Doktorarbeit ausgerechnet über das Thema „Die Unterscheidung der Geister im Leben der Christen Ugandas“.

In Rom war der Geistliche erneut in der schwarmgeistigen Szene aktiv.  Er ist derzeit Koordinator der diözesanen „Katholischen Charismatischen Erneuerung „in der Erzdiözese Mbarara in Uganda. In Polen ist er bereits mehrfach aufgetreten.

Exorzist will Kindertaufe „aufspalten“

Bashobora setzt sich dafür ein, künftig die Taufe bei Kindern in zwei Teile zu trennen:  in ein einfaches Aufnahmeritual und in einen späteren „Exorzismus“.

Während die Taufe (ohne Exorzismus) bald nach der Geburt gespendet werden soll,  soll eine exorzistische “Sündenbefreiung” hinausgeschoben werden, bis die Kleinkinder antworten können.

Die Kinder sollen dann auf die Frage “Widersagst Du dem Teufel?” mit einem klaren “Ja, ich widersage!” antworten. Im Falle einer Antwortverweigerung sollen alle Stufen des sechsteiligen Exorzismus zum Tragen kommen…

Jean-Baptiste Bashobora erklärt zu dieser in der katholischen Kirche noch nie dagewesenen Neuerung: “Wir müssen früh anfangen, damit die Dämonen in unserer Kirche gar nicht erst Fuß fassen!”

Quellen: Mittelbayerische Zeitung, Schweizer „Tagesanzeiger“, Wikipedia (polnisch), Quelle betr. Tauf-Exorzismus: http://gladblog.de/tag/jean-baptiste-bashobora/