Armenier-Gedenken im Libanon: Einweihung des Genozid-Museums in Byblos

Evangelische Allianz solidarisiert sich mit nahöstlichen Christen

Anlässlich der Einweihung des neuen Genozid-Museums im libanesischen Byblos und der offiziellen Gedenkfeierlichkeiten der Armenisch-Orthodoxen Kirche zum Genozid vor 100 Jahren hat die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) mehreren Patriarchen und Führern nahöstlicher Kirchen ihre volle Solidarität und Unterstützung versichert.click

In einem vom Generalsekretär der WEA, Bischof Efraim Tendero, mitunterzeichneten Appell, den Thomas Schirrmacher verlas, forderte die WEA die Christenheit auf, gemeinsam zu verhindern, dass die christlichen Kirchen aus ihren Ursprungsgebieten vertrieben werden.

Dazu sei eine Welle des Gebets, der öffentlichen Solidarisierung, aber auch Mobilisierung politischer Kräfte nötig.

Das Oberhaupt der Armenisch-Orthodoxen Kirche, Katholikos Aram I., schlug ebenfalls den Bogen vom Genozid an den Armeniern vor 100 Jahren zur Lage der Christen im Nahen Osten, die gegenwärtig „dramatisch geschüttelt“ würden. Viele gäben ein klares Zeugnis ihres Glaubens „im Leben und Sterben“.

Das neu eröffnete Museum befindet sich in den Räumlichkeiten eines früheren Waisenheimes mit Namen „Birds Nest“, das von amerikanischen und dänischen evangelischen Missionaren 1915 ins Leben gerufen wurde und von dem aus auf dem Höhepunkt etwa 132.000 armenische Waisenkinder versorgt wurden.

Die Armenisch-Orthodoxe Kirche will mit der Wahl des Platzes, wie der Katholikos erklärte, auch ihren großen Dank an Christen anderer Konfessionen verdeutlichen, die mitgeholfen haben, das Überleben des armenischen Volkes zu sichern.

Stellvertretend für die Nachkommen der Waisenkinder erinnerte Alecco Bezikian an seinen Vater, dessen Namen – Aram Bezikian – das Museum trägt.

Quelle (Text/Foto): www.bucer.de/bq.htmlwww.bucer.de/bq.html 


Katholiken und Evangelikale entdecken immer mehr Gemeinsamkeiten

Katholiken und Evangelikale verbindet mehr als sie trennt. Das erklärten Vertreter der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) und der römisch-katholischen Kirche am 4. September im thüringischen Bad Blankenburg. csm_wea_rom_treffen_715_kep14_ac9148eb65

Sie hatten dort eine Woche lang theologische Gespräche geführt. Das Treffen war das fünfte in der Reihe eines 2009 begonnen Konsultationsprozesses. Im nächsten Jahr wollen beide Seiten zum Abschluß der Gespräche eine gemeinsame theologische Erklärung vorlegen.

BILD: Die Teilnehmer des Konsultationstreffens (Foto: KEP/idea)

Wie Rolf Hille, der Direktor für ökumenische Angelegenheiten der WEA, sagte, soll das 30 Seiten starke Dokument das Gemeinsame des christlichen Glaubens benennen, „ohne Differenzen in Theologie und Frömmigkeitspraxis zu ignorieren“.

Die Gespräche seien ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit auf dem Weg zum 500-jährigen Reformationsjubiläum im Jahr 2017. Es gehe darum, auf dem Boden der Heiligen Schrift zusammenzukommen und Verständnis füreinander zu entwickeln. polskaweb

Wie Hille betonte, ist die evangelikale Bewegung der katholischen Kirche aufgrund ihrer konservativen Haltung sehr viel näher als die liberale evangelische Volkskirche in Deutschland.

Gerade in einer immer säkularer werdenden Gesellschaft sei es wichtig, daß Christen in zentralen ethischen Fragen mit einer Stimme sprächen.

Bevor das gemeinsame Dokument im nächsten Jahr der Öffentlichkeit präsentiert werden soll, müssen der Vatikan und das Internationale Komitee der Weltweiten Evangelischen Allianz zustimmen. Anschließend soll es in der Buchreihe „Dokumente wachsender Übereinstimmung“ publiziert werden.

In dem Standardwerk werden die Ergebnisse aller auf Weltebene zwischen den Konfessionen geführten offiziellen Lehrgespräche seit 1931 in deutscher Sprache vorgelegt.

Die römisch-katholische Kirche umfaßt rund 1,2 Milliarden Mitglieder; die WEA repräsentiert etwa 600 Millionen theologisch konservative Protestanten, die als Evangelikale bezeichnet werden.

Quelle: http://www.idea.de