Weihbischof Losinger unterstützt Deutschen Ethikrat betr. „Intersexuelle“

Aus der CSU kommt Kritik am Vorstoß des Ethikrats zum „anderen“ Geschlecht

Gen 1,27: „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“

Am 25.2.2012 erschien in Radio Vatikan folgende Meldung (Linien von uns):

„Die katholische Kirche des Landes fordert Respekt für Intersexuelle. Menschen, deren Geschlecht nicht festgestellt werden kann, sind vor gesellschaftlicher Diskriminierung zu bewahren. Das sagte der Augsburger Weihbischof Anton Losinger am Freitag dem Kölner Domradio.

Losinger ist für die Deutsche Bischofskonferenz Mitglied im Deutschen Ethikrat. Dieser hatte am Donnerstag Entschädigungen für Menschen gefordert, die infolge ihres nicht ausgeprägten Geschlechts mit Hormonen behandelt und operiert wurden. Durch die früher medizinisch erfolgten „Geschlechtszuweisungen“ fühlten sich die Betroffenen verletzt, so Losinger. Die Menschen „in einem solchen Dazwischen“ seien weder männlich noch weiblich, noch fühlten sie sich so.

Der Weihbischof verteidigte den Vorschlag des Ethikrates, im Personenstandsregister neben den Geschlechtskategorien „weiblich“ und „männlich“ auch die Eintragung „anderes“ einzuführen. Das Gremium habe sich nicht für die Einführung eines „dritten Geschlechtes“ ausgesprochen, das es „ja de facto“ nicht gebe.“

Das „Deutschlandradio“ veröffentlichte am 24.2.2012 diese Nachricht:

„Die CSU ist gegen das dritte Geschlecht. Nachdem gestern der Deutsche Ethikrat neben „weiblich“ und „männlich“ eine dritte Bezeichnung für intersexuelle Menschen gefordert hat, regt sich bei der CSU-Landesgruppe im Bundestag Widerstand. Der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Müller hält das für – so wörtlich – „keine gute Idee“. Es sei zwar zu begrüßen, dass der Ethikrat mit seiner Stellungnahme auf das Leid von Intersexuellen hingewiesen habe. Eine Änderung des Personenstandsregisters käme für ihn aber „nicht in Frage“.“