Weihbischof Zekorn: Ehe und Zölibat bezeugen unsere Sehnsucht nach Vollendung

Dr. Stefan Zekorn (siehe Fotos) ist Weihbischof im Bistum Münster. Der folgende Bericht von Felizitas Küble über seinen Vortrag im Hansahof in Münster ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift THEOLOGISCHES erschienen: 

Seit über 20 Jahren besteht in Münster eine altrituelle Gottesdienstgemeinschaft, die in der Innenstadt-Kirche Sankt Aegidii die überlieferte Liturgie feiert. Am 10. Februar 2019 hielt Weihbischof Dr. Stefan Zekorn einen theologischen Vortrag über Ehe und Zölibat im Hansahof, der mit vielen Messbesuchern und weiteren Gästen vollbesetzt war.  

Dabei stellte der Redner den Auftrag beider Lebensformen, Gottes Gegenwart in dieser Welt zu bezeugen, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen und verwies auf eine Aussage von Papst Franziskus: „Jungfräulichkeit und Ehe sind verschiedene Formen zu lieben.“ – Nach Thomas von Aquin diene die Verschiedenheit der christlichen Lebensstände dem Reichtum der Kirche und die unter ihnen herrschende „wechselseitige Unterstützung“ sei Ausdruck ihrer gelebten Einheit.

Zur Ehe gehöre die natürliche Anziehung und Ergänzung von Mann und Frau nach der Schöpfungsordnung Gottes. Zugleich sei die Ehe unter Getauften als Sakrament noch weitaus bedeutsamer, denn in der gegenseitigen Liebe und Treue werde die Güte Gottes lebensnah erfahrbar, erklärte Dr. Zekorn: „Der Partner ist ein Ort der Begegnung mit Gott.“

So wie der Ewige den Menschen in der Heilsgeschichte immer wieder entgegenkommen sei, begegne nun der Erlöser der Menschen durch das Sakrament der Ehe den christlichen Eheleuten. So wie Christus seiner Kirche in allem Auf und Ab der Geschichte unbeirrbar die Treue halte, sollen sich auch die Eheleute ganz aufeinander verlassen können.

Die Verheirateten könnten, so der Weihbischof, besonders wirksam die „Konkretheit und Greifbarkeit“ der Liebe Gottes bezeugen. Durch diese sakramentale Wirklichkeit sei die Ehe zutiefst mit dem Heilswerk Christi verbunden. Gott selbst binde sich an menschliche Wirklichkeiten und führe so die Gläubigen über sich selbst hinaus in das Reich des Übernatürlichen und in ein unvergängliches Leben.

Schon in der frühen Christenheit sei die von der Kirche verkündete Ein-Ehe und ihre Unauflöslichkeit für viele Menschen – vor allem für Frauen  –  eine befreiende und beglückende Erfahrung inmitten sittlicher Verwilderung gewesen. Auch der gottgeweihte Zölibat und die christliche Jungfräulichkeit faszinierte als glaubensstarkes Zeugnis, zumal Jesus selbst ehelos lebte. In dieser Lebensform konnten sich Männer und Frauen „unbeschwert von familiärer Fürsorge“ (vgl. 1 Kor 7,32) ganz für das Gottesreich einsetzen.

Sowohl Ehe wie Jungfräulichkeit beinhalten ein jeweils eigenes Charisma, betonte der Weihbischof; in beiden Gnadengaben werde Gottes Erlösungstat erkennbar und wirksam. Bereits in der Antike habe diese zweifache Berufung sogar in der heidnischen Welt und ihrer zunehmenden Dekadenz bisweilen Staunen hervorgerufen,

Der Redner führte weiter aus, beide Lebensformen seien von der Sehnsucht nach Vollendung geprägt: Die Freude in der Ehe gebe einen „Vorgeschmack des himmlischen Hochzeitsmahles“ und helfe so den Gläubigen, ihre Lasten gemeinsam zu tragen.

Auch in der christlichen Enthaltsamkeit gehe es um eine hoffnungsfrohe Blickrichtung in die Ewigkeit. Nicht allein Mann und Frau, auch Ehe und Zölibat seien eine gottgewollte Ergänzung und Bereicherung, immer verbunden mit einem großherzigen Auftrag für ein Leben in Fülle.

Der Zölibat sei ein Ruf in die unmittelbare Nachfolge Jesu, ein ganzheitlicher Lebenseinsatz, der zugleich Verzicht und „Selbstentäußerung“ verlange. Deshalb dürfe er nicht zu einem besinnungslosen Aktivismus führen, sondern könne nur gelingen in einer starken Verbindung mit Christus, wobei Gott die erste Stelle im Leben einnehmen solle. Entscheidend sei eine fest verankerte Geborgenheit in Gott auch durch das Gebet und die Sakramente der Kirche.

Das gelte aber in ähnlicher Weise auch für Eheleute: Für sie sei es entlastend, wenn nicht alles Glück vom anderen Partner erwartet und verlangt werde, sondern beide in einer tiefen Offenheit für Gott leben. Gerade in schweren Zeiten der Ehe sei diese Grundhaltung für Verheiratete ein starker Pfeiler ihrer gegenseitigen Treue.

Nach dem Vortrag konnten die Zuhörer dem Weihbischof Fragen stellen oder eigene Ansichten vortragen. Dabei ging es um geistliche Themen von der Erbsünde bis zum Rosenkranz, um Missstände in der liturgischen Praxis und aktuelle Fragen wie etwa die Genderdebatte. Dr. Zekorn ermutigte dazu, sich keineswegs den herrschenden Zeitströmungen zu unterwerfen, denn nicht der Mainstream, sondern der Glaube schenke uns Orientierung und eine klare Sicht.

Auch heute führe Christus seine Kirche durch schwere Krisen hindurch wie bereits in früherer Zeit, die ebenfalls vielfach von schweren Erschütterungen geprägt gewesen sei. Unser Einsatz für den Glauben solle ohne Angst oder Verbissenheit, sondern mit einem festen Gottvertrauen geführt werden, denn die Verheißungen Christi seien für uns alle der Schlüssel zu einem frohen Christenleben.

Literatur-Hinweis: Weihbischof Stefan Zekorn veröffentlichte im Verlag Butzon und Bercker sein Buch „anders leben – mehr leben“ über die evangelischen Räte.


CDL Bayern: 30-j. Jubiläum mit Weihbischof Wörner und Staatsminister Bausback (CSU)

Ermutigende Feier mit Prominenten in München

Mit zahlreichen Gästen aus Politik und Kirchen feierte der bayerische Landesverband der CDL (Christdemokraten für das Leben) sein 30-jähriges Jubiläum.
In der vollbesetzten St. Peterskirche in München dankte Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg, der selbst schon mehrfach beim „Marsch für das Leben“ teilnahm, der CDL für ihren mutigen Einsatz gegen Abtreibung und Euthanasie. Gerade zu Ostern erkennen wir Christus als Anführer des Lebens. So könnte man ihn geradezu als den ersten Lebensrechtler ansehen.
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Bei der anschließenden Festveranstaltung im Hofbäuhaus erklärte die CDL-Landesvorsitzende Christiane Lambrecht: „Wer das Lebensrecht und die Würde aller Menschen nicht anerkennt, lebt in einer ‚ethischen Steinzeit‘! Denn allein mit dem normalen Menschenverstand kann jeder erkennen, dass man niemanden das Recht auf Leben absprechen kann.“

Family-Mainstreaming ist angesagt

Zudem forderte sie in „drei Geburtstagswünschen an die Politik“ ein Verbot der vorgeburtlichen Selektion, einen Kinderbonus bei Steuern für Familien im Sinne eines neuen Politikstils namens ‚Family-Mainstreaming‘ sowie eine Trendwende in allen ethisch-politischen Fragen des Lebensschutzes „hin zu einer solidarischen humanen Gesellschaft für alle“.
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Der frühere Behindertenbeauftragte und CDU-Parlamentarier Hubert Hüppe (siehe Foto) überbrachte die Grüße der CDL-Bundesvorsitzenden Mechthild Löhr und des Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU).
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Hüppe wünschte sich eine stärkere Unterstützung von den Kirchen, besonders von den evangelischen Kirchen, sieht aber dennoch den Lebensschutz im Kommen. Laut INSA Umfrage sei die größte Gruppe der Abtreibungsgegner heute bei jungen Leuten zu finden.

Immer mehr junge Leute pro Lebensrecht

Tatsächlich waren gut ein Drittel der Gäste der vollbesetzten Festveranstaltung im Hofbräuhaus junge Leute unter 30 Jahren, die am Ende der Veranstaltung in zwei Redebeiträgen engagiert ihre Forderungen an die Politik vortrugen.
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Bei den anwesenden Politikern, darunter das CSU-Vorstandsmitglied Bernd Posselt, der CSU-Bundestagsabgeordneter Bernhard Loos und CSU-Landtagsabgeordneter Alex Dorow, rannte die CDL-Jugend offene Türen ein. Loos bekräftigte, dass es mit der CSU kein Aufweichen des § 219a StGB geben wird.
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Die Festrede hielt der bayerische Staatsminister der Justiz, Prof. Winfried Bausback.  Er erörterte die juristischen Hintergründe zum §219a StGB, dem Werbeverbot fürAbtreibung; er stimmte der CDL mit ihrer Kritik an Abtreibungsbefürwortern zu, welche behaupteten, ein Werbeverbot sei ein Informationsverbot – dies sei „reine Propaganda“, erklärte der Justizminister.
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Professor Bausback dankte der CDL Bayernfür die wichtige und sachliche Impulsgebung in Staat und Gesellschaft.   

Ehrung für ein Mutter-Kind-Heim

Für Ihren Einsatz für das Lebensrecht aller Menschen wurden zahlreiche Gründungsmitglieder und Unterstützer der CDL-Bayern geehrt, darunter Hildegard Regensburger, die vor über 20 Jahren mit dem CDL-Kreisverband Günzburg ein Mutter-Kind-Haus organisierte, indem bereits über 150 Schwangere Unterschlupf und Hilfe erfuhren konnten.
Besonders gewürdigt wurde auch der Gründungsvater der CDL-Bayern, Richter und Medizinrechts-Experte Dr. Rainer Beckmann (Würzburg).

Der CSU-Landtagsabgeordnete Alex Dorow sagte, in der Politik und auch bei der  CSU sei „noch Luft nach oben“ im Engagement für bessere Alternativen für Mütter im Schwangerschaftskonflikt, damit die Abtreibungszahlen sinken.

Auf die Frage, warum so wenige Bischöfe zum jährlich stattfindenden Marsch für das Leben nach Berlin kommen, meinte der Augsburger Weihbischof Wörner, dass man wegen der vollen Terminkalender der Oberhirten den Termin zwei Jahre zuvor im Sinne eines „Safe the Date“ verkünden sollte.

Angelika Doose von der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) stellte für die Jugend fest:

„Wir sind eine Generation, die nicht akzeptieren möchte, dass bei uns mehrere hunderttausend Kinder jährlich getötet werden, dass entsprechend viele Mütter und Väter die Tötung ihrer Kinder als Lösung verkauft bekommen und mit den Problemen, dem Leid und Schmerz darüber alleine gelassen werden. Die Jugend ist Pro Life!“


Erklärung von Weihbischof Laun zu Aussagen von Kardinal Marx und Bischof Bode

Von Weihbischof Andreas Laun

Kardinal Marx und auch Bischof Bode haben angedacht, homosexuellen Paaren eine Segnung anzubieten. Warum nicht, könnte man sagen, wenn die Kirche doch fast alles auf der Welt zu segnen bereit ist?

Nun, die Kirche segnet vor allem Menschen, aber auch Handlungen und Gegenstände. Der Jesuit Pater Eckhard Bieger schreibt im Internet über katholische Segnungen:

„Für Katholiken kann eigentlich alles gesegnet werden, nicht nur Gottesdiensträume, Kelche und die Gläubigen nach jedem Gottesdienst, ob Messe, oder nach einer Hore des Stundengebets die Gläubigen. Der Segen begrenzt sich auch nicht auf Rosenkränze oder religiöse Medaillen, sondern Autos, Fabrikhallen, Tiere, Kräuter und vieles andere kann man segnen.

Manche Segenshandlungen sind den Priestern und Diakonen vorbehalten, vor allem, wenn es sich um Gegenstände des Kultes wie Kelche oder Messgewänder handelt. Aber Eltern können ihre Kinder segnen. Die Gläubigen können auch Weihwasser mit nach Hause nehmen und damit die Familienangehörigen, aber auch den Stall und die Tiere besprengen und damit segnen. Die Fronleichnamsprozession ist ein Segen für die Häuser und die Fluren.

Es gibt ein eigenes liturgisches Buch für die Segnungen, das Benediktionale mit Vorlagen für insgesamt 99 verschiedenen Anlässe.“

Welche Hoffnungen verknüpfen sich mit einem Segen? – Beim Auto sicher der Wunsch eines himmlischen Schutzes, manchmal auch ausgedrückt durch eine Christopherusmedaille, den Schutzpatron der Autofahrer.

BILD: Kirchliche Segnung von Taufbewerbern in Südkorea

Beim Wettersegen wird ausdrücklich um Schutz vor Hagel, Blitzschlag und Dürre gebetet. Den Wettersegen erteilt der Priester am Ende des Gottesdienstes, oft mit einem eigenen Kreuz.

Segen heißt immer, dass etwas gedeihen soll, denn erst wenn Segen auf einer Sache, einem Projekt liegt, wird daraus etwas Gutes werden. Der Segen kommt von Gott, er wird in Form einer Bitte ausgesprochen und durch Kreuzzeichen, Weihwasser und Weihrauch den Menschen, den Gegenständen, den Gebäuden erteilt. Den Segen kann man als Katholik erbitten, z.B. auch für eine neue Fabrikhalle, ein Wohnhaus, für einen Krankenwagen oder ein Feuerwehrauto, für Musikinstrumente und die Bergsteigerausrüstung.

Übrigens kann nicht nur der Priester segnen, sondern eigentlich jeder Mensch, besonders auch die Eltern, die damit den Schutz Gottes auf ihre Kinder erbeten wollen!

Und noch etwas: Ich, Weihbischof Laun, erinnere mich noch an einen besonderen Segen:

Nach dem schönen Vortrag eines Rabbiners über den Sabbat bat ich ihn beim Abschied um seinen Segen. Er segnete mich und ich fuhr los, aber bald darauf erhielt ich von ihm einen Anruf: Er habe vergessen, mich auch um meinen Segen zu bitten!

Das Gebet unterliegt nicht der räumlichen Beschränkung, für jemanden beten und ihn segnen kann man auch am Telefon und so sandte ich meinem jüdischen Freund den Segen nach und bei einem Besuch in Jerusalem konnte ich ihn nochmals nachholen und bin noch heute dankbar für seinen Segen.

Gottes Segen können wir für Sünder erbitten, aber nicht für die Sünde selbst

Aber jetzt zur Frage von Kardinal Marx und nicht wenigen Priestern: Die Antwort ist einfach:

Den Segen Gottes kann man für Sünder, aber nicht für die Sünde erbitten…

Man darf auch nicht eine Verbindung segnen, die sündhaft ist, nicht die Mafia, keinen Segen für Vereinigungen oder Einrichtungen geben, die Abtreibung fördern und durchführen oder glaubensfeindliche Ideologien verbreiten, antisemitische Inhalte und andere Formen rassenfeindlichen Denkens.

Wenn man das auf die Waagschale legt, weiß man:

Man kann eine Verbindung zweier homosexueller Männer oder lesbischer Frauen nicht segnen. Zwei Männer oder Frauen, die de facto homosexuell sind, natürlich schon  –  und da geschieht ja auch in jeder hl. Messe, die von ihnen besucht wird. In dieser nicht auf ihr Tun bezogenen Weise empfangen den Segen auch alle anderen Sünder und die Kirche hofft dabei, dass sie sich unter dem Einfluss der Gnade Gottes bekehren werden!

Diese eigentlich einfache, leicht verstehbare Position haben seit der Meldung der beiden Bischöfe eine Reihe katholischer Christen deutlich und überzeugend dargelegt: die Erzbischöfe Ludwig Schick (Deutschland) und Charles Chaput (USA), die deutschsprachigen Theologen Hubert Windisch und Markus Büning. Es sind sicher viele, viele andere auch, die so denken, die ich aber nicht kenne.

Lieber Kardinal Marx und lieber Bischof Bode, es gibt nur eine katholische Antwort: Nein!

Und eure Zufügung „im Einzelfall“ ist absolut wertlos, hat keine argumentative Kraft. Was hätte Johannes der Täufer gesagt, wenn Herodes, als er sich die Frau seines Bruders nahm, sich entschuldigend als „Einzelfall“ bezeichnet hätte.

„Wehe denen, die das Böse gut nennen…“

Eigentlich ist die Idee, ein sündhaftes Verhalten zu segnen, das, was Jesaja höchst anschaulich so beschrieben hat: „Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen.“

Ist das nicht genau das, was Kardinal Marx und andere, die denken wie er, tun?

Wenn man auf ein Glas mit sauren Gurken ein Etikette „Honig“ klebt, bleiben die Gurken sauer! Das können auch segnende Bischöfe nicht ändern.

Und auch der Papst nicht, indem er eine kulturelle Revolution fordert, zumal er nicht erklärt, was er damit genau meint. Er sagt, er „erlaube sich“ so zu sprechen  –  aber wenn man etwas wagt, kann man zwar gewinnen, aber auch abstürzen.

Das scheint heute Schule zu machen. So hat der italienische Moraltheologe Maurizio Chiodi in einem Vortrag an der päpstlichen Universität Gregoriana kürzlich behauptet, Verhütung sei manchmal nicht nur nicht verboten, sondern geboten. Zwei Päpsten, die die Kirche schon „selig“ bzw. „heilig“ gesprochen hat, so kurz nach ihrem Tod in einer solche radikalen und offenen Weise zu widersprechen, dürfte es in der Kirchengeschichte noch nie gegeben haben.

Jesaja sagt, solche Menschen ziehen die Strafe Gottes mit dicken Seilen herbei!

Kardinal Marx, Bischof Bode und Prof. Chiodi ist zu wünschen, dass sie trotzdem gut schlafen. Ob ihr Gewissen das zulässt, ist nicht sicher, wenn nicht, wäre es aber eigentlich eine Hoffnung auf Bekehrung.

Diese Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg

HINWEIS: Zum Thema „Segnung homosexueller Partnerschaften“ wurden in unserem CHRISTLICHEN FORUM bislang 16 Beiträge veröffentlicht – auch Berichte aus dem evangelischen Spektrum: https://charismatismus.wordpress.com/category/homo-ehe-ehe-fuer-alle-kritik/kirchlicher-segen-fuer-homo-paare/


Weihbischof Zekorn kritisiert „Ehe für alle“

Dr. Stefan Zekorn (siehe Foto) ist Weihbischof im Bistum Münster. Er gehört zu jenen katholischen Amtsträgern, die sich ohne Wenn und Aber gegen die homosexuelle „Ehe“ aussprechen. 

Auf seinem Account im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Zekorn: „Bin entsetzt, wie leichtfertig Bundeskanzlerin und Bundestag mit dem hohen Gut der Ehe umgehen. Umdefinierung gibt 2000jährige Kultur auf!“  (Quelle: https://twitter.com/StefanZekorn)

Auf Facebook (dort wird die Zeilenzahl nicht so knapp gehalten) erwähnte der Weihbischof außerdem:

Auch wer das katholische Menschen- und Ehebild auf der Basis der biblischen,  jüdisch-christlichen Überzeugung nicht teile, müsse wahrnehmen, dass „mit der vorgesehenen Umdefinierung von Ehe eine weit mehr als 2000-jährige Tradition der europäischen Kultur aufgegeben“ werde. Kritisch betrachtet er auch mögliche Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare.

Die Facebook-Redaktion des Bistums Münster hatte übrigens die kurze Stellungnahme ihres eigenen Weihbischofs recht schnell gelöscht . – Näheres dazu hier: http://www.kath.net/news/60105

Zur Person: Im Februar 2011 wurde der Priester und Theologe Dr. Stefan Zekorn zum Bischof geweiht und als Weihbischof für die Region Münster-Warendorf eingesetzt.  Vorher war der 1959 in Datteln geborene Geistliche als Wallfahrtspfarrer in Kevelaer  –  nahe der holländischen Grenze –  tätig. Seine Mutter stammt aus Schlesien.


Papst Franziskus ernennt Dr. Josef Graf zum neuen Weihbischof in Regensburg

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat heute Mittag um 12 Uhr im Dom zu Regensburg vor den Mitgliedern der Graf Josef 1Ordinariatskonferenz und den Vorständen des Priesterseminars die Nachricht verkündet, daß  Papst Franziskus auf seine Bitte hin den langjährigen Spiritual des Priesterseminars, Msgr. Dr. Josef Graf (siehe Foto), zum Weihbischof ernannt hat.

Kurze Vorstellung des neuen Weihbischofs:

  • 30.06.1957:               geboren in Riedenburg, aufgewachsen in Pondorf.
  • 1977:                           Abitur in Regensburg
  • 1977 – 1984:              Theologiestudium in Regensburg und Rom (Germanikum / Gregoriana)
  • 10.10.1983:                Priesterweihe in Rom
  • 1984 – 1986:              Kaplan in Regensburg-St. Josef (Reinhausen)
  • 1986 – 1989:              Promotionsstudium an der Gregoriana in Rom
  • Januar 1990:              Promotion zum Dr. theol. mit einer Arbeit über die Theologie Gottlieb Söhngens (des Lehrers von Joseph Ratzinger)
  • 01.10.1989:                 Ernennung zum Spiritual am Bischöflichen Priesterseminar St. Wolfgang in Regensburg. Dieses Amt hat er mit einer anwachsenden Zahl von seelsorglichen Nebentätigkeiten seitdem inne.

Dazu teilt das Bistum Regensburg mit:

Dr. Graf genießt im Bistum höchstes Ansehen. Besonders unter der Priesterschaft sind sein Rat und seine sowohl theologisch wie auch geistlich fundierte Begleitung geschätzt.

Das Bistum Regensburg ist das flächenmäßig größte in Bayern, so dass für eine regelmäßige bischöfliche Präsenz in den Regionen ein zweiter Weihbischof sehr hilfreich ist.

Mit der Berufung von Msgr. Dr. Graf zum Weihbischof ist darüber hinaus ein deutliches Zeichen gesetzt, dass Bischof Voderholzer die Priesterseelsorge und geistliche Begleitung und Ausrichtung der Priester ein vordringliches Anliegen sind.

Bischof Rudolf Voderholzer, Weihbischof Reinhard Pappenberger und mit ihm das gesamte Bistum freuen sich über die Ernennung. Sie danken dem Heiligen Vater Papst Franziskus für diese Berufung, Herrn Dr. Josef Graf für die Bereitschaft, dieses wichtige Amt zu übernehmen und versprechen ihm, für ihn zu beten.

Der Termin für die Bischofsweihe wird in Kürze bekannt gegeben.


Salzburg: Weihbischof Andreas Laun weist Vorwurf eines Nazi-Vergleichs zurück

Weihbischof Andreas Laun (siehe Foto) aus der Erzdiözese Salzburg wurde heute in österreichischen Medien wegen eines angeblich von ihm geäußerten Nazi-Vergleiches attackiert. Hier folgt seine Stellungnahme:https://i2.wp.com/www.kirchen.net/upload/49420_Laun_Andreas_presse.jpg

„Es ist für mich schwer, Stellung zu einem Vorwurf zu nehmen, den ich nicht kenne und dessen Urheber mir unbekannt ist. Ich weiß nur, dass ich vor einiger Zeit in dem Kloster „Maria Wald“ in der Eiffel vor einer ziemlich kleinen Gruppe über „Gender“ gesprochen habe. Ich habe dabei niemanden mit den Nazis verglichen!

Hier sei noch eine Zwischenbemerkung zugelassen: Papst Franziskus hat erst kürzlich die Kolonisierung der ganzen Welt durch die Gender-Ideologen mit der Indoktrination der Nazis verglichen!

Und dabei ist zu beachten: Er hat nicht gesagt „sie sind wie die Nazis“, sondern „ihre Indoktrination“ ist vergleichbar mit der der Nazis! Vergleiche muss man genau lesen, und nicht nur sie!

So zutreffend der Vergleich ist, ich habe ihn nicht gebraucht, sondern festgestellt: Unsere Vorfahren werden nicht selten moralisch verurteilt dafür, dass sie „damals“ keinen Widerstand leisteten und nicht den Mund aufmachten. Ohne Angst vor der Gestapo hätten das sicher einige Leute mehr gemacht als die Helden die es damals auch gab und mit ihrem Leben dafür büßten, wenn sie erwischt wurden. bischof

Heute ist die Lage ganz anders. Es gibt nur einen Vergleichspunkt mit der damaligen Generation: Die Menschen beschäftigen sich wenig mit den ideologischen Bedrohungen von heute und, wenn sie sie doch begriffen haben, zeigen sie kaum Mut, diesen neuen, ganz anderen Bedrohungen zu widersprechen. Wahr ist auch, wie V. Palko eindrucksvoll dokumentiert hat, dass die Meinungsfreiheit mehr und mehr in Gefahr kommt, verloren zu gehen.

Denn „Widerspruch“ gegen bestimmte Dogmen des Zeitgeistes wird geahndet, zum Beispiel durch den Verlust des Arbeitsplatzes oder auch „nur“ durch wütende, aggressive Gegendemonstrationen gegen jene Menschen, die gegen Abtreibung oder sexuelle Verführung ihrer Kinder im Schulunterricht protestieren.

Ich habe an diesem Abend in „Maria Wald“ die Freiheit verteidigt und auch gesagt: Wenn man die Freiheit, die man hat, nicht nützt und ausübt, geht sie mehr und mehr verloren.“ In diesem Zusammenhang zitierte ich auch Kardinal George von Chicago, der angesichts wachsender, von bestimmten Ideologien ausgehender Gefahr gesagt hat: „Ich sterbe noch im Bett, mein Nachfolger im Gefängnis und der Kardinal wird hingerichtet werden!“

Im Übrigen aber mache ich mir den Satz von Papst Johannes XIII. zu eigen, der nach seiner Meinung über die Kommunisten gefragt wurde und antwortete: „Die Kommunisten sind die Feinde der Kirche, aber die Kirche kennt keine Feinde!“

Das gilt auch für die ideologischen Kirchenfeinde von heute und für mich und jeden Katholiken, der seinen Glauben verstanden hat. Wer es auch sein mag, die Kirche und darum auch ich will nur eines: Allen Menschen den Glauben der Kirche näher bringen, ihnen Christus als Licht und Wahrheit für alle zeigen und damit auch den Weg, der zu Gott führt, und ihnen helfen, diesen auch zu gehen!

Für welche Menschen? Den Homosexuellen, den Heterosexuellen, den Genderideologen, den Muslims, den Atheisten und den Abergläubischen, den Weißen, Braunen und Schwarzen, Frauen und Männern, Gesunden, Kranken und Behinderten, Mehrheiten und Minderheiten – einfach allen Menschen.“


Ukrainischer Weihbischof über die Krim-Krise

Verfolgung katholischer Priester auf der Krim

Seit dem Anschluß der Krim an Rußland fürchten die Einwohner der Halbinsel Versorgungsengpässe. Nach Informationen des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ kommt es auf der Krim bereits zu Hamsterkäufen; die Menschen versuchen, sich auf ein Leben ohne Strom und Gas einzustellen.  

Im Gespräch mit André Stiefenhofer von „Kirche in Not“ fürchtet der katholische Weihbischof der Großerzdiözese Kiew, Josyf Milan (siehe Foto),eine zunehmende Verschlechterung der Menschenrechtssituation in der Region:

Die Menschen auf der Krim bereiten sich auf harte Zeiten vor und Einwohner mit ukrainischen Wurzeln fürchten sich vor Vertreibung. Halten Sie diese Sorge für berechtigt?

Wenn ich die Meldungen in den Medien beobachte, kann ich das nur bestätigen. Die Gefahr, vertrieben zu werden, besteht aWeihbischof Josyf Milyan (c) KIRCHE IN NOTber nicht nur für Ukrainer, sondern auch für die Krim-Tataren, die während der Vorbereitung der Annexion eine pro-ukrainische Position einnahmen. Aus meiner Sicht tragen alle russischen Aktionen in der Krim-Krise ein klassisch stalinistisches Muster. Wir können darum erwarten, dass die Tataren das gleiche Schicksal erleiden wie schon zu Stalins Zeiten.

Könnte es auf der Krim zu Versorgungsengpässen kommen?

Natürlich besteht eine solche Gefahr für die Bevölkerung immer, wenn sie von ihrem bisherigen Staat und dessen Infrastruktur abgeschnitten wird. Ähnliche Zustände kennen wir aus Abchasien, als es 2008 von Georgien getrennt wurde.

Die Krim ist in ihrer Trinkwasser- und Stromversorgung von der Ukraine abhängig. Ich hoffe daher, dass die ukrainische Regierung vernünftig bleiben wird und die Bevölkerung der Krim keiner Gefahr aussetzt. Aus rechtlicher Sicht bin ich überzeugt, dass die Ukraine die Krim nie abgeben wird, weil es dafür überhaupt keinen legitimen Grund gibt.

Wir hören, dass an der russischen Grenze zur Ostukraine Panzer aufgefahren sind. Wie konkret ist die Gefahr weiterer Annexionen durch Russland?

Es ist alles möglich, weil auch keiner geglaubt hätte, dass sich Russland einfach so die Krim einverleiben würde. Doch diese ganze negative Entwicklung hängt nicht nur allein von Moskau ab. Sehr wichtig ist nun die Reaktion der internationalen Gemeinschaft, ihr Handeln ist in dieser Krise entscheidend.

Zu Sowjetzeiten wurde die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine verfolgt. Fürchten Sie, dass diese Verfolgung wieder beginnen könnte?
 
Wir fürchten uns nicht vor einer Verfolgung, sondern wir werden bereits wieder verfolgt! Drei unserer Priester wurden verhaftet, einer sogar von russischen Sicherheitskräften gefoltert.

Sie haben behauptet, er sei bewaffnet gewesen, aber das wurde nur von der Polizei so dargestellt. Ich bin entsetzt über den Propagandakrieg, der in den russischen Medien gegen uns geführt wird. Da werden unglaubliche Dinge über unsere Kirche behauptet, ich verstehe nicht, wie man so etwas glauben kann. Wir sehen im Moment keine vernünftige Lösung dieses Problems.

Quelle für Text und Foto: http://www.kirche-in-not.de/

WIKI-Biographie über Weihbischof Milan: http://de.wikipedia.org/wiki/Josyf_Milan