Kloster Bonlanden bietet eine einzigartige Krippenlandschaft das ganze Jahr hinduch

Der barrierefreie Krippenweg im oberschwäbischen Frauenkloster Bonlanden zieht seit vier Jahren zahlreiche Besucher nicht nur in der Advents- und Weicropped-bonlanden_07_01hnachtszeit an, sondern das ganze Jahr hindurch.

Mit bis zu 250 Jahre alten Figuren wird auf 160 Quadratmetern auf barocke Weise die biblische Geschichte der Menschwerdung Christi anschaulich in 16 Szenen dargestellt – beginnend mit den Prophezeiungen aus dem Alten Bund (Ankündigung des messianischen Reiches durch den Propheten Jesaja).

Für die kleinen Besucher steht eine lebensgroße Spielkrippe und ein Maltisch bereit.bonlanden_0231-150x150

Das Konzept ist eingebettet in zwei ergänzende Ausstellungsbereiche bzw. Erzählbühnen  –   über den hl. Franziskus und das Wirken des Franziskanerordens in aller Welt.

Auf Franz von Assisi wird die Tradition der Krippe zurückgeführt – er soll damals 1223 im Wald von Greccio die Weihnachtsbotschaft mit echten Tieren (Ochs und Esel) in Szene gesetzt und gleichsam inszeniert haben. Hierauf wird die Krippentradition zurückgeführt.

Von Advent bis Februar werden verschiedene Krippenführungen angeboten (musikalische Variante, Führung mit Kindern oder als Gang mit der Taschenlampe etc).

Weitere Infos und Fotos hier: http://www.kloster-bonlanden.de/krippenmuseum/der-weg/


Oberstadion: Sonderausstellung mit 120 Krippen aus Erz und Gips, Silber und Zinn

Im schwäbischen Krippenmuseum von Oberstadion gibt es eine bemerkenswerte Sonderausstellung „Krippen aus Erz und Gips in 100 Jahren“ bis 30. September 2017; sie beruht auf  6b1695d4ccder Sammlung von Sieglinde und Udo Hergesell aus dem Bergischen Land.

Über 120 nationale und internationale Krippen aus Gips und aus den Erzen, Kupfer, Eisen, Silber, Bronze und Zinn werden dabei präsentiert. 

Dazu gehören farbenfrohe Krippen aus der Anfangszeit des Gips bis zu den monochromen Ausgaben Mitte des 20. Jahrhunderts, mit denen man dem Zeitgeschmack entsprechend den geschnitzten Holzfiguren näher kommen wollte. Einen Schwerpunkt in dieser Sonderausstellung bilden die Zinn-Krippen der bekanntesten und ältesten deutschen Offizine.

Quelle (Text/Foto): http://www.krippen-museum.de/museum-aktuell.html


Der Segen des HERRN hat sich ergossen über Davids Haus

Ein Segen hat ergossen sich über Davids Haus;
die Blume ist entsprossen, das Morgenrot bricht aus.

Die Zeit will sich enthüllen, die lang im Dunkel lag;
das Wort will sich erfüllen, das Gott zur Schlange sprach.

ER sprach: Aus allen Nöten wird einst mein Volk erlöst;
die Frau wird dich zertreten, der du mit List nachgehst.

krippe_weihnachten - Kopie

Maria ist empfangen von jeder Makel rein;
von der Propheten sangen, die laßt uns benedein.

Laßt uns den HERRN nun loben für soviel Gütigkeit
mit allen Engeln droben jetzt und in Ewigkeit.

Heinrich Bone (1836)


GOTTES GEBURT: Wunder der Wunder!

Mitte der Welt

So ferne bleiben uns Mutter und Kind,
wie ein Traum von Friede und Gnade,
von Hirten und Engeln, von Esel und Rind
hinter gleißender Glitterfassade.

Auf Jagd nach dem Leben und Flucht vor dem Tod,
gehetzt und gepeitscht im Getriebe,
entleerte Gehäuse, versachlicht, bedroht
von der Angst und der Sucht ohne Liebe.

Ins Nichts geschleudert vom rasenden Rad
der Geschichte, dem Pole entglitten,
verblendet vom Fluche unseliger Tat
verrat´ner, verlorener Mitten.

So stehn wir verwirrt und verworren abseits
und können den Jubel kaum hören:
Die Christnachtsbotschaft von Krippe und Kreuz
in erdumspannenden Chören.

Bild aus PolenJa, Wunder der Wunder, durch diesen Stall
führt jetzt noch der Weg an die Wende.
Am Drehpunkt der Zeit fand der heillose Fall,
Vergeltung und Hassen sein Ende.

Wo Maske und Stolz von der Stirne uns fällt
und Demut verwandelt den Willen,
kann Gottes Geburt unser Herz und die Welt
mit Freiheit und Frieden erfüllen.

Siegfried Ernst

Aus dem Gedichtband „Sprechende Steine, lebendiges Glas, Vermächtnis aus Holz“ – Die Botschaft des Ulmer Münsters an unsere Zeit.


Das christliche Weihnachtsfest und der Islam

Von Peter Helmes

Unsere Gefühlsduselei Richtung Islam scheint keine Grenzen zu kennen. „Wir“  –  gemeint sind die Gutmenschen und Kirchen  –  üben selbst zu Weihnachten den engen Schulterschluß mit den Religionsgeschwistern, die angeblich ebenfalls einer monotheistischen Religion mit einem einzigen Gott huldigen. peter-helmes-227x300

Mir sträubt sich immer wieder die Feder, wenn ich einen solchen Unsinn niederschreiben muß, denn unser Gott ist ein gütiger, liebender und dreifaltiger Gott mit Jesus, seinem Sohn, und dem Hl. Geist. Allah ist kein Gott, schon gar kein dreieiniger. Sein Prophet ist Mohammed und er verkündet Haß gegen alle Nichtgläubigen. Wo also liegt die vermeintliche Gemeinsamkeit zwischen Islam und Christentum?

Völlig unverständlich sind mir die vielen Annäherungs- und Verkleisterungs-Klimmzüge der christlichen Kirchen unseres Landes (siehe auch: https://conservo.wordpress.com/2015/08/01/kapitulation-der-christlichen-kirchen-vor-zeitgeist-und-islam/ sowie: https://conservo.wordpress.com/2015/09/10/darf-ein-bischof-in-einem-islamzentrum-mitwirken/ und: https://conservo.wordpress.com/2015/08/28/kardinal-woelki-mal-so-mal-so-boeser-islam-guter-islam-oder-was/ etc).

Emsdetten: Fest der Hl. Familie auch für Muslime

Daß diese Entwicklung nun auch die Basis der Kirche ergriffen hat, mag das folgende Beispiel aus der „Emsdettener Volkszeitung“ vom 22.12.2015 belegen:

„St. Pankratius lädt ein – Menschen die Hand reichen“  – Mit diesen Worten ist ein ausführlicher Artikel überschrieben, mit dem das Blatt auf die nachweihnachtlichen Segnungen hinweist:

„Das Fest der Heiligen Familie feiert die katholische Kirche immer am Sonntag nach Weihnachten. Warum denn nur einen Gottesdienst mit Christen feiern?, dachten sich Mitarbeiter der Gemeinde St. Pankratius und haben das Fest kurzerhand zu einem Fest der Begegnung erkoren, zu dem auch Angehörige anderer Religionen und ganz besonders Flüchtlinge eingeladen sind. (…)Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

Pastoralreferentin Silvana Döring kam bei der Besprechung die Idee, aus dem Fest der Heiligen Familie ein Fest der Begegnung zu machen: „Da sind nicht nur Katholiken und Familien, die schon vorher in Emsdetten gelebt haben, eingeladen, sondern explizit auch Angehörige anderer Religionen wie Muslime, die jetzt hier mit uns leben“, sagt Döring.“  (http://www.ev-online.de/lokales/emsdetten_artikel,-Menschen-die-Hand-reichen-_arid,542366.html)

BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Eigentlich schön. Doch vermutlich haben sich die braven Christen ein wenig verplant. Denn „im Islam ist das Weihnachtenfeiern verboten. Dieser Fakt wird uns von der Islam-Lobby und den Kirchenbeauftragten für „interreligiösen Dialog“ arglistig verschwiegen.

Nach einem islamischen Rechtsgutachten vom einflussreichen „Europäischen Rat für Fatwa und Forschung“ (ECFR) dürfen Koran-Gläubige zwar den Christen zu Weihnachten gratulieren. Allerdings sind sich alle vier klassischen Rechtsschulen des Islam darin einig, dass die Teilnahme an Feierlichkeiten von Christen für die Anhänger Mohammeds verboten ist.“ (Quelle: http://www.pi-news.net/2015/12/ist-unser-christliches-weihnachtsfest-gefaehrdet/#more-495948)

Diese Feststellung ist aber nicht ausreichend; denn sie sollte auch auf die (möglichen) Folgen hinweisen. Wie halten wir´s denn mit den „Segnungen“ (modern: „benefits“) christlicher Feiertage gegenüber Moslems? Geld stinkt zwar nicht, aber dürfen Muslime überhaupt Weihnachtsgeld von ihrem Arbeitgeber annehmen? Und was ist mit der Arbeit an solchen christlichen Hochtagen? Dürfen Muslime an christlichen Feiertagen der Arbeit fernbleiben?

So oder so steht zu befürchten, daß der Tag kommen wird, an dem Weihnachten nicht mehr gefeiert werden darf  –  zumindest wird es eine Selbstverpflichtung aller Islamversteher geben, um die Muslime nicht in ihren religiösen Gefühlen zu verletzen.

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JU (Jungen Union, CDU-Jugend); zudem betreibt er die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com

 


Regensburg: Weihnachts-Festmesse mit Bischof und Domspatzen

Die Klarheit der Botschaft – heute ist Gott in einem Kind Mensch geworden – Gott spricht auch unser Herz an – machen Weihnachten aus: Das ist die Stimmung, in der Bischof, Weihbischöfe, die Mitglieder des Domkapitels und die vielen Gläubigen das Hochfest der Geburt Jesu Christi am Donnerstagvormittag im Regensburger Dom gefeiert haben. Weihnachten im Dom Domspatzen entzünden

Der mystische Halbdämmer in der Kathedrale war schöner Abglanz der heiligen Nacht selbst. Gleichzeit drückten die wesentlichen Messtexte auf Latein die Verbundenheit mit Papst Franziskus in Rom und mit der ganzen Weltkirche aus.

Die Domspatzen formten die unbegreifliche und doch so einfach-eingängige Botschaft zu Weihnachten in schönste Töne und Harmonien, die auf ihre Art die Herzen berührten. Vor allem aber entzündeten die Domspatzen gleich neben Kreuz und Altar die Kerzen des Weihnachtsbaumes, an dem Äpfel und Strohsterne hängen. Das sind die Äpfel und die Strohsterne, die an den Sündenfall wie auch an die Erlösung durch die Menschwerdung Jesu Christi im Stroh erinnern.
 
Die Weihnachtsbotschaft in behutsame Worte fasste Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Predigt: Wehrlos, bedürftig und arm spreche das göttliche Wort im unmündigen Kind zu uns Menschen, das Wort Gottes zunächst noch ohne Wort  –  das sei das Paradoxe an Weihnachten.

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg

 


Mein Heilig-Nacht-Traum von der bergenden Würde und Kraft des Glaubens

Von Felizitas Küble

Von meinen Träumen weiß ich hinterher nur selten noch etwas – und von Alpträumen werde ich gottlob seit vielen Jahren nie geplagt, auch dann nicht, wenn sich erhebliche Probleme aufgetürmt haben. Umso merkwürdiger, daß ich ausgerechnet heute in der Nacht von Heilig-Abend auf Weihnachten von einem Geschehnis träumte, das zunächst bedrohlich wirkte: img_0594

Leider weiß ich den Vorgang nur noch umrißhaft. Es ging jedenfalls darum, daß eine kleinere Gruppe von Menschen (höchstens ein halbes Dutzend) von einer anderen Gruppe (die größer war) bedrängt und bedroht wurde – und dies mitten auf einem einsamen Waldweg, wenngleich die Straße gepflastert und recht breit war.

Die Situation war für die kleinere Gruppe beängstigend, wenngleich nicht unbedingt direkt lebensgefährlich, denn an Schußwaffen erinnere ich mich nicht. 

Als nun die bedrängten Menschen (ich glaube nicht, daß ich selber zu ihnen gehörte, aber jedenfalls identifizierte ich mich mit ihnen) nach vorne flüchten wollte, kam gerade eine große kirchliche Prozession auf sie zu:

Junge Männer ganz in weißen und beige-hellen Gewändern (wie sie bisweilen von Oberministranten oder singenden Mönchen im Chorgestühl getragen werden  – ähnlich wie bei diesem Foto) führten den Gebetszug an, der langsam und feierlich voranschritt  – allerdings ganz ohne Gesang und Musik.

Die hochgewachsenen Männer trugen große Fahnen und Wimpel, aber keine bunten, eher einfach aussehende, aber helle Fahnen.

Die Prozession wirkte sehr „getragen“ in ihrer stillen Erhabenheit, die Gläubigen waren gesammelt, voll auf ihr Gebet und ihre Andacht konzentriert –  sie schienen das Getümmel und die angstvollen Menschen samt ihren Verfolgern kaum wahrzunehmen, sondern schritten davon unbeeindruckt in feierlicher Weise weiter nach vorne –  und die Bedrängten konnten sich jetzt mitten in diese fromme Versammlung mischen, die sie wie selbstverständlich freundlich aufnahm, aber ohne, daß sie sich dadurch von ihrer Andacht ablenken ließ. flyerstralsund2

Die Verfolger hatten sich offenbar kampflos zurückgezogen, sie verschwanden aus meinem inneren Blickfeld. Wichtig war, daß die bedrohte Schar flüchten und „eintauchen“ konnte in die Geborgenheit dieser überzeugungsstarken und bekennerfreudigen Glaubensgemeinschaft, die einerseits „bodenständig“ war (das liegt in der Natur einer Prozession), die aber auch „erhaben“ wirkte bzw. im Geiste himmelswärts gerichtet war.

Die Gruppe wurde nicht durch einen Erzengel Michael mit dem Flammenschwert aus ihrer angstvollen Lage gerettet, auch nicht durch irgendeine besondere „Erscheinung“, durch kein außergewöhnliches Eingreifen der übernatürlichen Welt  –  sondern „nur“ durch eine kirchliche Prozession,  die jedoch vom einem gewissen Glanz des Übernatürlichen durchdrungen war  –  ungeachtet ihrer äußeren Einfachheit, ihrer gleichsam „edlen“ Schlichtheit.

Als ich aufwachte und über den Traum nachdachte, wurde mir bewußt, daß die Glaubensgemeinschaft der Kirche wie eine rettende Arche ist (so betrachtete man sie schon in frühchristlicher Zeit)  – als das „pilgernde Gottesvolk“, das die Zeiten überdauert, einladend für alle Menschen, die von Bedrohung und Furcht bedrängt sind, so daß sie Geborgenheit und Sicherheit in Gott und in der Kirche des HERRN finden können.

Wenn ich diesen Traum durchdenke, kommen mir diese drei Aussagen über Glaube und Kirche in den Sinn:

Glauben  –  das heißt Unterwegs sein mit einer Verheißung.
Alles kommt und geht  – die Kirche aber ist geblieben. (Erzbischof Johannes Dyba)
Glauben  –  das ist wie Stehen auf uraltem Fels und ein Blick in große Ferne.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.