Paderborner Erzbischof Becker verteidigt die Weihnachtsmessen

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat die Entscheidung der Katholischen Kirche verteidigt, an Präsenz-Gottesdiensten zu Weihnachten festzuhalten. „Gottesdienste sind in meinen Augen existenzrelevant. Ich bekomme täglich Zuschriften, in denen wir gebeten werden, dass die Gottesdienste stattfinden können“, sagte der Oberhirte von knapp 1,5 Millionen Katholiken im Interview mit dem WESTFALEN-BLATT.

Auch zum abweichenden Vorgehen der Evangelischen Landeskirche von Westfalen sowie der Lippischen Landeskirche, auf Präsenz-Gottesdienste zu verzichten, äußerte sich der Erzbischof: „Ich kann auch unsere evange­lischen Mitchristen verstehen, dass sie es anders machen.“

Zudem hob Becker die Bedeutung der Präsenz-Gottesdienste noch einmal ausdrücklich hervor: „Die Hygienekonzepte sind sehr klar und bewährt. Ich glaube auch, dass unsere Gottesdienste stark von der persönlichen Begegnung leben und auf Dauer nicht einfach durch digitale Formate ersetzt werden können.“

Becker sieht in den Einschränkungen durch die Coronakrise auch eine Chance. „In diesem Jahr wird uns aber vielleicht auch besonders bewusst: Es geht jetzt um den Kern! Weihnachten müssen wir nicht retten, wie manche sagen, auch in Coronazeiten nicht. Weihnachten rettet uns!“

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.extremnews.com/nachrichten/vermischtes/6cd417f8d28cd32

Foto: Bistum Regensburg