Schwarz-Rot-Gold wird heute 100 Jahre alt

Am 18. Februar 1919 bestimmte die deutschen Nationalversammlung in Weimar die Einführung von Schwarz-Rot-Gold als deutscher Nationalfarbe in der Flagge.

Ursprung der drei Farben war das Lützowsche Freikorps, ein im Jahre 1813 gegründeter Freiwilligenverband der preußischen Armee in den Befreiungskriegen gegen den eroberungssüchtigen französischen Kaiser Napoleon.

Von den Uniformfarben (schwarzes Tuch, rote Paspeln, goldene Knöpfe) dieses Freikorps leiten sich die deutschen Nationalfarben ab.

Schwarz-rot-gold steht für Vaterlandsliebe, nationale Einheit, Demokratie, Rechtsstaat und persönliche Freiheit aller Bürger.


Israelische Studenten im August bei der Weimarer Bachkantaten-Akademie

Im August sind Studenten der Jerusalem Academy of Music and Dance zu Gast in Weimar. Sie nehmen an den renommierten Weimarer Meisterkursen teil. (Foto: Helmut Rilling)

Über einen Zeitraum von zwei Wochen arbeiten sie gemeinsam mit Helmuth Rilling an den Weimarer Kantaten Johann Sebastian Bachs.

Interessierte sind herzlich zu öffentlichen Proben und Gesprächskonzerten eingeladen. Am 16. August wird es außerdem ein Abschlusskonzert geben.

Bereits zum vierten Mal kooperiert die Weimarer Hochschule dabei mit der Jerusalem Academy of Music and Dance, mit der sie gemeinsam bereits das „Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar“ ins Leben gerufen hat.

In enger Partnerschaft mit den Bach-Wochen haben die Studenten der beiden Hochschulen im Frühjahr bereits gemeinsam Bachs h-Moll-Messe in Deutschland und Israel aufgeführt. Mit der Bachkantaten-Akademie folgt nun die Möglichkeit, die gemeinsamen Erfahrungen im Musizieren mit Helmuth Rilling weiter zu vertiefen. QV3XTtGudzX4TtwzwBLBdA

Helmuth Rilling ist einer der großen Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs. Über die letzten fünfzig Jahre hat er mit zahllosen Konzerten, ausgewählten Ensembles und vielerlei Projekten für Aufsehen gesorgt.

Er verantwortete die erste Einspielung des Bachschen Gesamtwerkes und schlug Brücken nach Osteuropa, Asien und Amerika. Mit dem Israel Philharmonic Orchestra verbindet ihn eine langjährige enge Freundschaft. Einen Namen hat Rilling sich aber auch als Lehrer und Musikvermittler gemacht.

Termine:
5. bis 10. August, Fürstenhaus (Hochschule für Musik) – öffentliche Proben
11. bis 14. August, täglich 18 Uhr, Stadtkirche St. Peter und Paul – Gesprächskonzerte
16. August, 19.30 Uhr, Stadtkirche St. Peter und Paul – Abschlusskonzert#

Quelle: Israelische Botschaft (Kulturamt)  – Foto: Helmut Rilling


Vietnamesischer Menschenrechtsverteidiger beim Bürgermeister von Weimar

Heute wird Peter Kleine, Bürgermeister der Stadt Weimar, den vietnamesischen Schriftsteller Bui Thanh Hieu im Rathaus empfangen. Der Friedl-Dicker-Stipendiat ist direkt aus Hanoi gekommen, der Hauptstadt des kommunitischen Staates.

Er ist einer der prominenteste Menschenrechtsverteidiger in der vietnamesischen Hauptstadt, und sein Ausreiseverbot ist dank des großen Einsatzes der deutschen Regierung vor wenigen Tagen aufgehoben worden, loben die Organisationen „Weimar – Stadt der Zuflucht“ und die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die den Fall seit anderthalb Jahren gemeinsam betreuen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Auch der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte, Markus Löning, hatte sich bei seinem Besuch in Vietnam Ende letzten Jahres für diese Ausreise eingesetzt.

Der Schriftsteller Bui Thanh Hieu schreibt im Internet unter dem Bloggernamen „Nguoi Buon Gio“. Er berichtete über Probleme sozialer Randgruppen und Menschenrechtsverletzungen. Er setzte sich insbesondere für das Recht auf friedliche Demonstration ein. Er assistierte Rechtsanwälten in politischen Prozessen.

Haft in der kommunistischen Diktatur

Der 41-Jährige bekam deswegen zunehmend Ärger mit dem kommunistischen Staatssicherheitsdienst. Jedes seiner Arbeitsverhältnisse in den letzten zehn Jahren wurde beendet, sobald die Polizei seine Arbeitsstelle ausfindig gemacht hatte. Gewahrsam war für ihn Alltag geworden. Die Erfahrungen mit der Haft verwertete er in kurzen Stories, die bei seinen Lesern gut ankamen.

Er habe das Rechtsbewußtsein der Bürger in Vietnam geschärft, so die IGFM. Ende Januar 2013 stand er wegen angeblicher „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ kurz vor einer Verhaftung. Die Polizei hatte ihn vier Tage lang festgehalten und verhört, weil er über den Prozess gegen ein Dutzend Katholiken in der Hafenstadt Hai Phong, die wegen „Subversion“ und „Propaganda gegen den Sozialistischen Staat“ angeklagt sind, berichten wollte.

Sein 206-seitiges Buch „Dai Vê Chi Di“ (Extreme Merkwürdigkeiten im großen Land der Vê), erschien Juli 2011 im „Schnipsel-Verlag“ in Vietnam. Das Buch ist eine Sammlung gleichnamiger Satiren auf seiner Blog-Seite, die den politischen Alltag kommentierten. Der im Untergrund agierende „Schnipsel-Verlag“ druckt Werke, die zensiert oder verboten worden sind, und verteilt sie kostenlos in Vietnam. Sein Leiter, Dichter Bui Chat, bekam 2011 den „Freedom to Publish Prize“ von der Internationalen Verlegervereinigung (International Publisher Association).

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Vietnam:
http://www.igfm.de/Vietnam.543.0.html

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland


Kath. Erzbischof Rusengo aus dem Kongo erhält den Menschenrechtspreis von Weimar

Den mit 2000 Euro dotierten Menschenrechtspreis der Stadt Weimar erhält am kommenden Montag Francois-Xavier Rusengo, katholischer Erzbischof in der Demokratischen Republik Kongo.

Er engagiere sich unter Einsatz seines Lebens seit vielen Jahren für Frieden und Versöhnung in seinem Heimatland, begründete die Stadt Weimar ihre Ehrung.

Erzbischof Rusengo leitet das Erzbistum Bukavu im Osten des Kongo. In der Grenzregion entlang der Großen Seen kommt es immer wieder zu bewaffneten Konflikten zwischen Armee sowie kongolesischen und ausländischen Rebellengruppen.

Der katholische Oberhirte baute für Opfer von Massakern und Vergewaltigungen Betreuungszentren auf und entging nur knapp mehreren Attentaten.

Quelle: Radio Vatikan