Berauscht euch nicht mit Wein, sondern lasst euch vom Geist erfüllen!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Eph 5,15-20:

Brüder! Achtet also sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht töricht, sondern klug.
Nutzt die Zeit; denn diese Tage sind böse.
Darum seid nicht unverständig, sondern begreift, was der Wille des HERRN ist.
Berauscht euch nicht mit Wein, das macht zügellos, sondern lasst euch vom Geist erfüllen!
Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt.
Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des HERRN!
Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres HERRN!

10.000 alkoholgeschädigte Babys jährlich

Jährlich kommen in Deutschland mindestens 10.000 Kinder auf die Welt, die meist ein Leben lang darunter leiden, dass ihre Mütter in der Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben. Darauf machen Experten anlässlich des „Tages des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9. September aufmerksam.

Die Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetale Alkohol Spektrum Störung) zusammengefasst.

Wenn die Schwangere Bier, Wein oder andere alkoholische Getränke zu sich nimmt, hat ihr ungeborenes Kind in kürzester Zeit denselben Blutalkoholspiegel wie die Mutter. Der Embryo braucht wegen seiner noch unreifen Leber aber zehnmal länger als die Mutter, um den Alkohol abzubauen.

Die Folgen: Die Gehirnentwicklung nimmt Schaden. Kinder mit FASD sind geistig beeinträchtigt und verhaltensauffällig.

Nach Angaben der Vorsitzenden des Vereins FASD, Gisela Michalowski, gibt es bei der Zahl alkoholgeschädigter Kinder einen geringen Anstieg: „Viele junge Frauen trinken, bevor sie entdecken, dass sie schwanger sind.“

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/fuer-jede-schwangere-muss-eine-00-promille-grenze-gelten-102329.html

Foto: aus DM-Drogerie-Werbung


Israel: 2700 Jahre altes „Frachtpapier“ nach Jerusalem auf Papyrus entdeckt

Die Israelische Altertumsbehörde hat am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz einen seltenen Fund vorgestellt:

Ein Dokument, das auf die Zeit des 1. Tempels (7. Jhdt. v. Chr.) datiert, nennt den Namen der Stadt Jerusalem. Das Dokument  –  auf Papyrus verfaßt – ist damit die älteste außerbiblische Quelle, in der die Stadt Jerusalem auf Hebräisch erwähnt wird.

Der Papyrus war von Plünderern aus einer der Höhlen in der Judäischen Wüste entwendet und im Rahmen einer komplexen Operation der Einheit für die Verhinderung von Antikenraub beschlagnahmt worden.

FOTO: Die antike Papyrus-Rolle bzw. „Frachtpapier“ (Foto: IAA/Shai Halevi)

Es handelt sich um ein Frachtpapier, das die Zahlung von Zoll oder den Transport von Waren zu Lagerräumen in Jerusalem, der Hauptstadt des Königreichs zu jener Zeit, zum Inhalt hat. Das Dokument spezifiziert den Status der Absenderin (die Dienerin des Königs), den Namen der Siedlung, aus der die Lieferung abgesendet wurde (Na’arat), die Ladung des Schiffes (Wein), die Anzahl der Krüge und ihr Ziel (Jerusalem).

Dr. Eitan Klein, der stellv. Leiter der Einheit für die Verhinderung von Antikenraub, erklärte zu diesem 2700 Jahre alten Dokument: „Es ist ein sehr seltener Hinweis auf die Existenz einer organisierten Verwaltung im Königreich Juda. Es zeigt die Wichtigkeit Jerusalems als ökonomische Kapitale des Königreichs.“

Der israelische Bibelforscher Prof. Shmuel Ahituv unterstrich auch den ungewöhnlichen Status einer Frau in der Verwaltung des Königreiches Juda zu dieser Zeit.

Amir Ganor, Leiter der Einheit für die Verhinderung von Antikenraub, betonte, daß organisches Material üblicherweise aufgrund von Feuchtigkeit nur schwer die Zeiten überstehe: „Das trockene Klima der Wüste ist außergewöhnlich darin, dass es die Dokumente quasi konserviert.“

Quelle: Israelische Antikenbehörde, israel. Botschaft in Berlin