Das AT prophezeit eine endzeitliche Bekehrung der Juden zu Christus

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Sach 12,10-11.13,1:

So spricht der HERR: Über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich den Geist des Mitleids und des Flehens ausgießen. Und sie werden auf den blicken, den man durchbohrt hat. Kreuzkuppel

Sie werden um ihn klagen, wie man um den einzigen Sohn klagt; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint. An jenem Tag wird die Totenklage in Jerusalem so laut sein wie die Klage um Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo.

An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner Jerusalems eine Quelle fließen zur Reinigung von Sünde und Unreinheit.

 


An den Strömen von Babylon saßen wir…

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 137 (136),1-6:

An den Strömen von Babel,
da saßen wir und weinten,
wenn wir an Zion dachten.
Wir hängten unsere Harfen
an die Weiden in jenem Land.

Dort verlangten von uns die Zwingherren Lieder,
unsere Peiniger forderten Jubel:
«Singt uns Lieder vom Zion!»
Wie könnten wir singen die Lieder des HERRN,
fern, auf fremder Erde?

Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem,
dann soll mir die rechte Hand verdorren.
Die Zunge soll mir am Gaumen kleben,
wenn ich an dich nicht mehr denke,
wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe.

 


Der HERR ist langmütig und reich an Güte

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Joel 2,12-18:

So spricht der HERR: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum HERRN, eurem Gott! kt2012-p1110153

Denn ER ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte und es reut ihn, dass ER das Unheil verhängt hat. Vielleicht denkt ER um und es reut ihn und ER lässt Segen zurück, so dass ihr Speise- und Trankopfer darbringen könnt für den HERRN, euren Gott.

Auf dem Zion stoßt in das Horn, ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus!

Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde! Versammelt die Alten, holt die Kinder zusammen, auch die Säuglinge! Der Bräutigam verlasse seine Kammer und die Braut ihr Gemach.

Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester klagen, die Diener des HERRN sollen sprechen: Hab Mitleid, HERR, mit deinem Volk und überlass dein Erbe nicht der Schande, damit die Völker nicht über uns spotten. Warum soll man bei den Völkern sagen: Wo ist denn ihr Gott?

Da erwachte im HERRN die Leidenschaft für sein Land und ER hatte Erbarmen mit seinem Volk.


Als die Israeliten das Gesetz des Moses hörten, begannen sie zu weinen…

Heutige liturgische Sonntags-Lesung der kath. Kirche: AT, Nehemia 8,1-4a.5-6.7b-12:

Das ganze Volk versammelte sich geschlossen auf dem Platz vor dem Wassertor und bat den Schriftgelehrten Esra, das Buch mit dem Gesetz des Moses zu holen, das der HERR den Israeliten vorgeschrieben hat. header_buch

Am ersten Tag des siebten Monats brachte der Priester Esra das Gesetz vor die Versammlung; zu ihr gehörten die Männer und die Frauen und alle, die das Gesetz verstehen konnten. Vom frühen Morgen bis zum Mittag las Esra auf dem Platz vor dem Wassertor den Männern und Frauen und denen, die es verstehen konnten, das Gesetz vor.

Das ganze Volk lauschte auf das Buch des Gesetzes. Der Schriftgelehrte Esra stand auf einer Kanzel aus Holz, die man eigens dafür errichtet hatte.(…)

Esra öffnete das Buch vor aller Augen, denn er stand höher als das versammelte Volk. Als er das Buch aufschlug, erhoben sich alle. Dann pries Esra den HERRN, den großen Gott; darauf antworteten alle mit erhobenen Händen: Amen, amen!  

Sie verneigten sich, warfen sich vor dem HERRN nieder, mit dem Gesicht zur Erde.(…)

Man las aus dem Buch, dem Gesetz Gottes, in Abschnitten vor und gab dazu Erklärungen, so dass die Leute das Vorgelesene verstehen konnten.

Der Statthalter Nehemia, der Priester und Schriftgelehrte Esra und die Leviten, die das Volk unterwiesen, sagten dann zum ganzen Volk: Heute ist ein heiliger Tag zu Ehren des HERRN, eures Gottes. Seid nicht traurig und weint nicht!

Alle Leute weinten nämlich, als sie die Worte des Gesetzes hörten.

Dann sagte Esra zu ihnen: Nun geht, haltet ein festliches Mahl und trinkt süßen Wein! Schickt auch denen etwas, die selbst nichts haben; denn heute ist ein heiliger Tag zur Ehre des HERRN. Macht euch keine Sorgen; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.

Auch die Leviten beruhigten das ganze Volk und sagten: Seid still, denn dieser Tag ist heilig. Macht euch keine Sorgen!

Da gingen alle Leute nach Hause, um zu essen und zu trinken und auch andern davon zu geben und um ein großes Freudenfest zu begehen; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen verkündet hatte.

HINWEIS: Die Israeliten begannen deshalb zu weinen, weil das Gesetz des Moses ihnen gleichsam einen moralischen Spiegel vorhielt, so daß sie in Gewissensbisse und seelische Zerknirschung gerieten, weil sie erkannten, daß sie sich bisher vielfach anders verhalten haben, als es Moses von Gott geoffenbart wurde.