FDP-Politiker Rülke traut Merkel nicht über den Weg und beklagt ihren Linksrutsch

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Der Stuttgarter FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke äußerte sich  –  wie WELT-online berichtet  –  kritisch über die Asylpolitik der Kanzlerin, ihre mangelnde Verläßlichkeit, ihren massiven Linksrutsch (vergleichbar dem linken Flügel der SPD) und ihre Nichtbeachtung der Schengen- und Dublin-Abkommen hinsichtlich des unkontrollierten Hereinströmens von Neuankömmlingen. Merkel
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Der liberale Landes-Fraktionschef erklärte, Merkel habe bislang bewiesen, dass sie „jedes Abkommen bricht, wenn es ihr nutzt“. Rülke äußerte sich daher skeptisch betreffs einer denkbaren FDP-Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl 2017: „Ich gehöre zu denen, die Frau Merkel nicht trauen würden, wenn sie einen Koalitionsvertrag unterschreibt.“  
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Dies gelte erst recht für eine Jamaika-Koalition (schwarz-grün-gelb). Der Politiker erinnerte dabei an solche Grüne, die politisch wie der linke Jürgen Trittin „ticken“.
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Zur Kanzlerin sagte Rülke: „Frau Merkel ist inzwischen so etwas wie eine Andrea Nahles mit Raute. Sie ist inhaltlich mittlerweile auf dem Kurs der SPD-Linken.“
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Evangelische Bischöfe debattieren jetzt wieder über den Papst als „Sprecher der Christenheit“

In der gestrigen Ausgabe von WELT-online berichtete deren Kirchenredakteur Gernot Facius von einer neu entflammten Debatte unter Lutheranern über das päpstliche Amt; dabei liebäugeln sogar hochrangige Protestanten mit dem Papst als einem pastoralen „Sprecher der Chrisitenheit“  – freilich ohne dogmatische Funktionen, gleichsam eine abgespeckte Variante des Papsttums, mit der sich die katholische Kirche sicherlich nicht anfreunden kann.

Die Debatte ist gleichwohl interessant, wenn man bedenkt, daß Luther den Papst einst in vielen seiner Schriften als „Antichristen“ einstufte, wobei er glaubte, das Ende der Welt stände bevor und der Papst sei der in der Johannes-Offenbarung prophezeite „Antichrist“.

Im Vergleich damit klingt die jetzige Diskussion darüber, unter welchem Umständen sich Lutheraner den Pontifex in Rom als gemeinsamen Sprecher der Christenheit vorstellen könnten, gewiß weitaus freundlicher.

Wie die Tageszeitung WELT weiter berichtet,  war es der Bischof der kleinen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, Karl-Hinrich Manzke, der diese Debatte jetzt wiederbelebte.

Landesbischof Manzke hatte erklärt, er könne sich den Papst „unter bestimmten Umständen“ als Repräsentant der gesamten Christenheit vorstellen; doch müsse sich hierfür Art und Gestalt des Papsttums grundlegend ändern.

Der badische Landesbischof Ulrich Fischer aus Karlsruhe teilt die von seinem Amtskollegen dargestellte Position „voll und ganz“. Er habe dies auch in der Vergangenheit  mehrfach getan, erklärte Fischer gegenüber WELT- Online. 

Er fügte hinzu: „Damit würden wir übrigens an Forderungen von Philipp Melanchton nach Anerkennung der Autorität des Papstes anschließen, die er seinerzeit erhoben hat.“