Buchvorstellung: Illustrierte Geschichte von Kloster Weltenburg an der Donau

Buch-Daten: Kloster Weltenburg, Geschichte und Gegenwart, Hrsg. Georg Schwaiger, Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 2014. Leinen mit Schutzumschlag. 21,5×22,5 cm. 528 Seiten mit 248 großteils farbigen Tafelabbildungen. ISBN 978-3-87437-472-9, Preis 29,90 €

Nun liegt erstmals eine Gesamtgeschichte Weltenburgs vor, herausgegeben von Georg Schwaiger, em. Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität München, mit Beiträgen von 14 renommierten Fachautoren.Umschlagfoto Joachim Feist

Die neue Klostermonographie ist reich ausgestattet mit ausgesuchten, meist farbigen Abbildungen.

Abt Benedikt Werner (reg. 1786 – 1803), letzter Prälat der Benediktinerabtei Weltenburg vor der Säkularisation von 1803, verfasste als Forscher in München bis 1830 eine Geschichte Weltenburgs in 24 Büchern.

Die ganze Umgebung Weltenburgs ist ältester Kulturboden im mittleren Europa. Drei Dinge vor allem sind es, die heute den Ruhm Weltenburgs ausmachen und Besucher aus weiten Teilen der Welt anlocken: Das ehrwürdige Alter, die einzigartige Schönheit der Landschaft am Eingang des felsenbewehrten Donaudurchbruchs und die wundersame Asamkirche.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der aus der Abtei Ensdorf postulierte Maurus Bächl (reg. 1713–1743) zum Abt des oft von Krisen heimgesuchten Konvents gewählt.

Durch sein zupackendes Auftreten und sein diplomatisches Geschick änderte sich alles: Strahlend tritt Weltenburg ins zweite Drittel des 18. Jahrhunderts mit neuen Gebäuden und mit einer spektakulären neuen Kirche, dem ersten Bau des römischen Barock in Altbayern – wie aus dem Lehrbuch des Borromini.

Maurus Bächl hatte Cosmas Damian Asam in Ensdorf kennengelernt. Asam hatte mittlerweile sein Studium an der Accademia di S. Luca in Rom mit Preisverleihung abgeschlossen.

Bei seinem ersten Werk »nach Rom« trat er nicht nur als Maler sondern auch – und nur ein einziges Mal – als Architekt auf. Nun bestehen die einzelnen Kunstgattungen nicht mehr nebeneinander. Asam schafft hier eine Raumkunst ohne Parallele in Rom und Bayern. Sein Bruder Egid Quirin übernimmt die Stuckausstattung, das Figürliche und die Marmoraltäre.

Jetzt bildet die neue Darstellung von Robert Stalla über Bau und Bedeutung des Werkes der Asam in Weltenburg einen Kern der neuen Klostermonographie.

Nach den Abhandlungen über das »alte«, 1803 aufgehobene Weltenburg bietet dieser Band auch vier Beiträge über den nach 1842 wiedererstandenen Konvent bis hin zur 2006 gelungenen Sicherung des Klosterareals gegen die Heimsuchungen der Hochwasser führenden Donau.

Die von Gertrud Diepolder erarbeitete Abhandlung über die Frühgeschichte wird nach Fertigstellung gesondert erscheinen.

zum Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei)

Verlag: Anton H. Konrad Verlag – Schulstraße 5 – 89264 Weißenhorn

HINWEIS auf die thematisch vielseitigen Seminare und Tagungen im Kloster Weltenburg: http://kloster-weltenburg.de/kursprogramm-2015/


Niederbayern: Weltenburg unter Wasser – das Dorf wurde teils evakuiert

Bundeswehrsoldaten halfen den Bewohnern heute Früh

Wie bereits gestern in unserem CHRISTLICHEN FORUM berichtet, konnte sich die weltberühmte Abtei Weltenburg bei Kelheim durch eine effektive Absicherung bislang relativ gut vor den Hochwasserfluten der Donau schützen.

Unweit dieser traditionsreichen3jtvx2eKvTc6uB0eIaChoLSSZRdIGYIiDXWxkgzZJAw Abtei St. Georg gibt es eine Ortschaft, die jetzt völlig unter Wasser steht. 12ku3sdA7EGVx0aB3-Lpyd76wP6JQbrnBJQIzPWyJsY

In der Nähe wurde massenhaft Kies aufgeschichtet (siehe Fotos), um die Fluten zurückzuhalten. arHVoybjIORHFLGXjW6nJSz13fGRWDcrTU50xBZsr-Y

Zudem sollen Strahlwände und Sandsäcke auf Mauern und Absperrungen das Hochwasser blockieren, das seit Tagen meterhoch angestiegen war. hb-vEqkXBke6rahlfTMP1Cvt3A241ldYRDGNCtNDcvwfLxHILYNvmGcSzs7UicbRFbpqQnON0s-Gjok2ZvRzyA

Alle Bewohner der Straße, die zur Benediktiner-Abtei führt (Asamstraße), wurden heute Nacht um 4,30 Uhr evakuiert.  mhjFZP5kX9u3MH_4GpAbXCR4W7LrdwpBXOmeZVUdemk

Die Erdgeschosse der Häuser stehen vielfach unter Wasser. Das Dorf hatte noch Glück, daß schon sehr früh am Morgen die Bundeswehr angerückt kam.

Da das Wasser jetzt nicht mehr weiter steigt, werden die improvisierten Maßnahmen der Überschwemmung vermutlich standhalten können.

In dem direkt an der Donau gelegenen, ebenfalls von der Überschwemmung bedrohten Kloster selber hält sich der Schaden durch hohe Mauern und eine moderne Hochwasserschutzanlage bislang in Grenzen. HFPHe1IS21p5bNqRDAxu1NBvcmYaN16tt3l_fAIp868

Allerdings steht das Wasser im Refektorium (Speisesaal der Abtei), das  – trotz drei Reihen Sandsäcken  – offenbar vom Garten hereinkommt, der völlig überflutet ist.

In den Kellerräumen inkl. der Gruft steht das Wasser einen halben Meter. Bei der Überschwemmung 1999 stand es bis zur Decke; damals besaß das Kloster seine heutige moderne Hochwasserschutz-Anlage noch nicht, die 2 Millionen Euro kostete.

Die Benediktiner in Weltenburg haben also nun „Glück im Unglück“, auch etwa im Vergleich zu ihren Mitbrüdern in Niederaltaich, die mit allen Bewohnern des Ortes in Sicherheit gebracht werden mußten. Näheres siehe hier.

Auf dem runden Hochformat-Foto rechts sehen wir eine etwas verwitterte Statue des „Brückenheiligen“ Johannes Nepomuk aus Böhmen (der bekannte Heilige des Beichtgeheimnisses).

Das Denkmal steht auf einem Sockel vor den Felswänden an der Donau (siehe links außen auf dem Foto). oIPTLgp3bxILXHIZLlF67aBhhuL-o9H9Kh_PPFkPfDc

Das „eckige“ und „grüne“ Hochformat-Foto zeigt den Versuch, das Hochwasser mit Sandsäcken zurückzudämmen.  nTyglOXCGkC6KecGNBm_Vr_q6adH1TuCVhBWhCn1Go8

Beim letzten Bild dürfte es sich um den Ortseingang handeln, wie es das große Einladungs-Schild für die hl. Messe nahelegt.

Die Idee für solche Auskunfts-Schilder, die über Gottesdienstzeiten informieren, stammt übrigens von dem bekannten Straßenprediger Pater Johannes Leppich SJ, der in Münster auf dem Jesuiten-Friedhof beigesetzt ist.

Wir danken dem Benediktiner-Kloster Weltenburg herzlich für die aktuellen Fotos!


Kurs zur Gender-Ideologie im Kloster Weltenburg vom 7. bis 9. Dezember 2012

Die barocke Benediktiner-Abtei Weltenburg bei Kelheim in Niederbayern  –  siehe Foto  –  bietet vom Freitag, dem 7. Dezember,  bis Sonntag, dem 9.12., ein fundiertes Seminar an, das die sich immer mehr ausbreitende Gender-Ideologie kritisch beleuchtet:

Foto: Kloster Weltenburg

„Geschlecht oder Gender?  – Medizinische und philosophische Aspekte zu einem umstrittenen Thema“

Als Referenten fungiert das Professoren-Ehepaar:

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz  und Prof. Dr. Hans-Bernhard Wuermeling

Beginn am Freitag 17.45 Uhr mit der Vesper

Ende am Sonntag um ca. 13.30 Uhr

Kursgebühr pro Person: 55 €  –  Übernachtung & Verpflegung: je 84 €  im Doppelzimmer  –  im Einzelzimmer  94 €

Es sind noch Plätze frei.

Anfragen und Anmeldungen bitte an Pater Michael Gebhart OSB: frami@kloster-weltenburg.de