Weltfrauentag: Verfolgung von Christinnen ist besonders dramatisch

Anlässlich des Internationalen Frauentages weist das christliche Hilfswerk Open Doors auf die Situation der Frauen der verfolgten Kirche hin. Sie sind aufgrund ihres Glaubens und ihres Geschlechts häufig doppelt von Verfolgung betroffen:

Zum einen, weil sie in zahlreichen Ländern Männern gegenüber als minderwertig gelten und unter Diskriminierung und Ungleichheit leiden; zusätzlich dazu aber auch wegen ihres Glaubens an Christus. Die Forschungsgruppe World Watch Research von Open Doors hat jetzt die Ergebnisse einer Untersuchung zum Thema geschlechterspezifische Verfolgung vorgelegt.

Unterschiede im Blick auf Verfolgung

Die Untersuchung bestätigt, dass viele globale Trends religiöser Verfolgung geschlechtsspezifisch sind und häufig stereotype Geschlechterrollen im sozialen Kontext widerspiegeln. Während christliche Männer besonders stark von wirtschaftlichen Nachteilen und eingeschränktem Zugang zu Arbeitsplätzen betroffen sind, werden christliche Frauen besonders häufig Opfer sexueller Übergriffe.

Die Untersuchung basiert auf zahlreichen Interviews mit Betroffenen in Kombination mit detaillierten Bestandsaufnahmen der Situation in mehr als 60 Ländern. Religiös motivierte Verfolgung christlicher Männer kann demnach als gezielt, intensiv und offensichtlich charakterisiert werden. Im Gegensatz dazu ist die religiös motivierte Verfolgung christlicher Frauen weltweit dadurch gekennzeichnet, dass sie komplex, gewalttätig und verborgen ist.

Vier Kernergebnisse:

Die Untersuchung der geschlechtsspezifischen Verfolgung im Rahmen des Weltverfolgungsindex zeigt vier Kernergebnisse:

  1. Sozioökonomische Ausgrenzung und schwere körperliche Gewalt gegen christliche Männer stellen eine starke Belastung der christlichen Gemeinschaften dar.
  2. Sexuelle Gewalt wird häufig als Mittel zur Ausübung von Macht und Kontrolle über christliche Frauen eingesetzt.
  3. Konvertitinnen zum Christentum sind besonders häufig von Hausarrest, Zwangsheirat, Vergewaltigung, erzwungenen Scheidungen und dem Entzug des Sorgerechts für ihre Kinder betroffen, unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund.
  4. Zwangsheirat und Zwangsrekrutierung durch Armeen und Milizen sind die beiden Arten von Verfolgung, die junge, erwachsene Christinnen bzw. Christen jeweils am stärksten betreffen.

Darüber hinaus fielen bestimmte rechtliche und soziale Faktoren auf, die sich bemerkenswert häufig wiederholen. Diese Faktoren erhöhen bereits im Vorfeld konkreter Verfolgungssituationen die Verletzlichkeit christlicher Männer und Frauen und bereiten den Weg für die gezielte Verfolgung von Christen.

Wie in den Länderprofilen des Weltverfolgungsindex nachzulesen (Unterpunkt „Verfolgungssituation für Frauen und Männer“), herrschen in vielen Ländern Kräfte, welche die Familie und/oder Gemeinschaft der von Verfolgung direkt betroffenen Personen beeinträchtigen oder zerstören.

 


Die IGFM zum Welt-Frauen-Tag am 8. März

Systematische Entrechtung von Frauen nicht nur im „IS“, sondern auch in anderen „islamischen“ Staaten

Der Islamische Staat (IS) hat in einer „amtlichen“ Erklärung den gesetzlichen Rahmen für die Versklavung von Frauen und Mädchen erlassen.

Mit Berufung auf Koran und Scharia erläutert das „Amt für Forschungen und Fatwas des Islamischen Staats“ darin die Vorschriften des islamischen Rechtssystems zur „Nutzung“ von Sklaven.   Fussmatte__

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) veröffentlichte das Dokument und die vollständige Übersetzung zum Weltfrauentag auf ihrer Homepage (www.menschenrechte.de).

Der „Islamische Staat“ hat nach Angaben der IGFM tausende Frauen und junge Mädchen, zum Teil ab sechs Jahren, als Sklavinnen an ihre Anhänger verteilt oder verkauft.

Der IS rechtfertigt diese Verbrechen damit, dass das islamische Recht es erlaube, „Ungläubige“ zu versklaven und sexuell zu „nutzen“. Die Opfer sind nach Informationen der IGFM vor allem Jesidinnen, aber auch christliche und selbst schiitische Frauen und Mädchen.

Auch islamische „Partner“ des Westens wie Saudi-Arabien, Pakistan und ähnliche Staaten würden niemals die Rechte von Frauen achten, solange es nicht tiefgreifende Veränderungen in diesen Ländern gebe.

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„Reformen“ an einzelnen Gesetzen seien reine Augenwischerei, unterstreicht die IGFM. Die Diskriminierung von Frauen und Minderheiten sei nicht einfach ein bedauerliches Relikt, das quasi „aus Versehen“ bis heute überdauert habe, sondern ein fester Bestandteil des klassischen islamischen Rechts.

Menschenrechtsverletzungen würden solange anhalten, wie sich islamisch geprägte Staaten auf das Schariarecht als göttliches Recht berufen.

„Die Entwicklung geht aber zur Zeit nicht in Richtung Menschenrechte. Die Scharia ist weltweit auf dem Vormarsch und in sehr vielen Staaten fest verankert. Mit ihr geht die systematische Benachteiligung von Frauen einher. Geblieben sind Lippenbekenntnisse und Feigenblatt-Projekte. Der Westen hat aufgegeben.“

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Die IGFM beklagt neben der Gewöhnung einen „weichgespülten Blick“ auf das islamische Recht. Ein viel größeres Problem als „islamische Strafen“ wie Auspeitschungen und Amputationen sei das islamische Familien- und Prozessrecht. Beide schließen eine Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von Muslimen und Nichtmuslimen kategorisch aus.

Die Zeugenaussagen von Frauen oder Nichtmuslimen haben nach der Scharia nur den halben Wert der Aussagen von muslimischen Männern – wenn sie überhaupt zugelassen sind. Männer hingegen haben ein „Recht“ auf sexuellen Gehorsam, ein Züchtigungs-„Recht“ und können ihre Frauen ohne Unterhalt verstoßen, während sich Frauen nur extrem schwer scheiden lassen können.

„Dieses haarsträubende Unrecht ist in den ‚Islamischen‘ Republiken, Emiraten und Königreichen kein Ausrutscher. Es sind grundsätzliche Fehler im Betriebssystem“, stellte IGFM-Vorstandssprecher Lessenthin fest.

Weitere Infos: www.menschenrechte.de/frauenrechte


Der heutige Weltfrauentag, die Sexismus-Debatte, Bundespräsident Gauck und die bundesdeutsche Empörungsfront…

Von Birgit Kelle (Leiterin von „Frau 2000plus“)

Heute ist Weltfrauentag  – eigentlich ein Grund zum Feiern. Die Welt wird weiblich, selbst die Herren der Schöpfung nehmen zur Kenntnis, dass man an uns nicht mehr vorbei kommt.

Und was machen wir? Jammern. Regelmäßig wird der Frauentag dazu genutzt, auf Themen hinzuweisen, wo es noch nicht genug, immer noch schlimm, zu viel, zu wenig, wie auch immer ist – nur nicht positiv.  

Birgit Kelle

Birgit Kelle

Wie wäre es mal zur Abwechslung mit einem Weltfrauentag, an dem wir unser Frausein genießen? Ich finde es großartig, eine Frau zu sein. Wenn Sie diese Ansicht mit mir teilen, dann lassen sie uns heute feiern und nicht lamentieren.

Pünktlich zum Weltfrauentag braucht es entsprechend immer einen Aufreger, mit dem sich die Frauenfrage gut in die Medien bringen lässt. Auch dieses Jahr hat man etwas gefunden, woran man sich empören kann: Diesmal muss der arme Bundespräsident Gauck dran glauben. Die Damen von der Sexismusfront versuchen, einen zweiten Aufschrei durchs Netz zu jagen, weil Gauck sich angeblich sexistisch geäußert hat.

Man merkt schon, seit der Sexismus-Debatte ist jedenfalls für Männer die Welt voller Fettnäpfchen. Man fragt sich, was dürfen sie bald überhaupt noch sagen, ohne in Verdacht zu geraten, auf einer Stufe mit einem Herrenwitz zu stehen.

Grund genug also für eine Kolumne zwischen Weltfrauentag und dem angeblichen Struktur-Sexisten Gauck  –  hieraus ein Ausschnitt:

„Rechtzeitig zum Weltfrauentag braucht es dringend wieder erhitzte Gemüter, um die Fronten neu aufzureißen. In Ermanglung neuer Themen bleibt man beim bewährten Dirndlgate – der Weltfrauentag als willkommener Anlass, um das laue Süppchen wieder auf den eigentlich verpönten Herd zu stellen. Und nein, wie gut, dass Bundespräsident Gauck, sonst ein Garant für Ausgewogenheit, Ruhe und Differenziertheit, sich dazu hat hinreißen lassen, die Sexismusdebatte im Nachhinein zu kommentieren.

„Verblüfft“, „erschüttert“, „irritiert“ und „bestürzt“ sind sie nun. Was hat er also Skandalöses gesagt, der Herr Bundespräsident, so dass der Aufschrei in die zweite Runde startet und sich immerhin ganze sieben junge Frauen genötigt sahen, einen Offenen Brief zu schreiben und diesen auch noch persönlich auf Schloss Bellevue abzugeben? Nicht dass da etwas unter den Tisch oder neben den Postkorb fällt.

Der gute Pastor Gauck hatte lediglich angemerkt, dass er eine „gravierende, flächendeckende Fehlhaltung von Männern gegenüber Frauen […] hierzulande nicht erkennen“ könne und „Wenn so ein Tugendfuror herrscht“, sei er weniger moralisch, als man es von ihm als ehemaligem Pfarrer vielleicht erwarten würde.

Ja, das geht natürlich zu weit. Da nimmt jemand die Debatte einfach nicht ernst genug. Verharmlost die Zustände. Aber Verharmloser verdienen die Höchststrafe. Und dann auch noch diese Wortwahl „Tugendfuror“. Wo doch jeder weiß, dass das Wort „Furie“ im Zusammenhang mit Frauen völlig unangebracht und immer unpassend ist. Weiß doch jeder, dass wir Frauen immer ausgeglichene Wesen sind, teamfähig, fair, emotional stabil und hormonell ausgeglichen.“

Den ganzen Beitrag von Birgit Kelle finden Sie hier: http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/6000-gendergerechte-sprache-und-der-bundespraesident

Kontakt:

Mail: birgit.kelle@frau2000plus.net

Web: www.frau2000plus.net

Birgit Kelle zum Betreuungsgeld:
http://www.youtube.com/watch?v=feldU3a1-zo

Birgit Kelle zur Frauenquote:
http://www.youtube.com/watch?v=bXrZPjCisDo