Am Sonntag: Weltgebetstag für Großeltern

Der erste Weltgebetstag für Großeltern und Senioren, den die katholische Kirche diesen Sonntag begeht, steht unter dem Motto: Ich bin immer bei dir (#IamWithYouAlways).

Dementsprechend endet das Video-Gebet zum Welttag mit den Worten: „In der Gewissheit, dass Du jeden Tag bei mir bist, sogar bis zum Ende der Welt. Amen.“

Papst Franziskus hatte den neuen katholischen Welttag Ende Januar nach seinem Angelus-Gebet angekündigt. Er soll „Großeltern und älteren Menschen“ gewidmet sein und jedes Jahr am vierten Sonntag im Juli begangen werden.

Die Initiative ist Teil des von Papst Franziskus für 2021 ausgerufenen Jahres der Familie. Anlässlich des Welttags der Großeltern hat der Papst zudem eine Botschaft herausgegeben.

In Rom wird der erste Welttag für ältere Menschen am Sonntagvormittag mit einer Messe im Petersdom gefeiert. Wie der Vatikan mitteilte, werden dazu rund 2000 Gläubige aus dem Bistum Rom erwartet,  darunter auch viele Großeltern mit ihren Enkelkindern. Ebenso sind in der Altenpastoral tätige Verbände eingeladen. Mit dabei sind demnach auch Menschen, die nach mehr als einem Jahr Isolation zum ersten Mal die Wohnstrukturen, in denen sie leben, verlassen werden.

Der Vatikan lädt alle ein, den Weltgroßeltern-Tag zu feiern, indem sie ihre Omas und Opas oder einsame ältere Menschen in ihrer Gemeinde besuchen. 

Weitere Informationen und Materialien zum Welttag der Großeltern und Senioren hat das vatikanische Dikasterium für Laien, Familie und Leben in mehreren Sprachen zusammengestellt. 

Quelle und vollständiger Beitrag hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2021-07/papst-franziskus-stimmt-auf-ersten-welttag-der-grosseltern-ein.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Burkina Faso: Islamische Gewalttaten gegen Christen weiter auf dem Vormarsch

Zwei Angriffe am vor-vergangenen Wochenende haben die Lage im afrikanischen Burkina Faso weiter verschärft.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, wurden bei Überfällen auf zwei Dörfer im Norden des westafrikanischen Landes mindestens 19 Menschen getötet. Bewaffnete islamische Kämpfer stürmten den Ort Pobe Mengao in der Provinz Soum und ermordeten mindestens 16 Menschen; in Rounga in der Provinz Loroum wurden drei Menschen ermordet.

Die Angriffe zeigen den weiter zunehmenden Einfluss islamischer Extremisten, der besonders die Christen bedroht.

Im Nordosten Burkina Fasos haben extremistische Gruppen eine Art islamischen Staat etabliert. Sie wenden sich gegen staatliche Sicherheitskräfte und Institutionen, aber auch gezielt gegen Christen.

So drangen am 27. Juni bewaffnete Kämpfer in das Dorf Bani nahe Bourzanga im Norden Burkina Fasos ein und zwangen die Dorfbewohner, sich auf den Boden zu legen. Vier Dorfbewohner, die ein Kreuz trugen, wurden als Christen identifiziert und ermordet: David und Philippe Zoungrana, Théophile Ouedraogo und Ernest Kassoaga.

Seit Januar 2019 wurden ca. 27 Christen gezielt getötet. Zuerst wurden einzelne Pastoren und Priester ermordet: am 15. Februar der Priester Antonio Cesar Fernandez (72), am 19. Februar der evang. Pastor Jean Sawadogo (54), der seine Frau und sieben Kinder hinterlässt, und am 23. April Elie Zoré, der Leiter der Assemblies-of-God-Gemeinde in Bouloutou.

Im April verübten islamische Extremisten den ersten Überfall auf eine Kirche in Burkina Faso, worauf weitere Angriffe auf Kirchengebäude folgten. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Pastoren, die mit ihren Familien entführt wurden.

Zahlreiche Christen wurden aus Dörfern im Norden Burkina Fasos vertrieben, mehrere Kirchen wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Bischof Laurent Birfuoré Dabiré, der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz in Burkina Faso und Niger, fürchtet angesichts der Angriffe und Vertreibungen um das Fortbestehen christlicher Gemeinden in der Region: »Wenn die Welt weiterhin nichts unternimmt, wird es hier bald keine Christen mehr geben.«

Burkina Faso ist mehrheitlich muslimisch geprägt, etwa 25 % der Bevölkerung sind Christen. Lange Zeit waren die Beziehungen zwischen Muslimen und Christen in Burkina Faso weitgehend friedlich. Seit Mitte 2018 gewinnen jedoch radikal-islamisch Gruppen an Einfluss und gehen gewaltsam gegen Christen vor.

Quellen: Open Doors, AP, Catholic News Service

Hinweis: Am 10. November 2019 ist wieder der „Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen“ des evangelilkalen Hilfswerks „Open Doors“. Werden Sie mit Ihrer Gemeinde aktiv und bestellen Sie das kostenlose Materialpaket zur Gestaltung eines Gebetsgottesdienstes: hier direkt online oder telefonisch unter der Nummer 06195 6767-167.