Uriella, die Gründerin, „Sühnebraut“ und Prophetin der Sekte Fiat Lux verstorben

Von Felizitas Küble

Vor wenigen Tagen verstarb die pseudo-katholische Sektenführerin und Endzeitprophetin Erika Bertschinger-Eicke, von ihren Anhängern „Uriella“ genannt, im Alter von 90 Jahren.

Die von der Schweizerin gegründete religiöse Sondergruppe „Fiat Lux“ (= Es werde Licht) gab sich ein frommes Mäntelchen, verbunden mit dem Verehren von Fatima-Bildern, Marien- und Herz-Jesu-Statuen.

Zugleich propagierte man dort kirchlich abgelehnte „Marienerscheinungen“ wie z.B. jene von Garabandal.

Die durch Weltuntergangs-Prognosen bekanntgewordene Sekte aus Ibach wird nun von Uriellas viertem Ehemann Icordo weitergeführt.

BILD: Kritisches Buch aus der evangelischen Kirche: „FIAT LUX – Uriellas Orden“

„Fiat Lux“ ist wie viele esoterisch geprägte Strömungen sehr asketisch orientiert; ihre Mitglieder müssen auf vieles verzichten, was für gläubige Christen (in Maßen  konsumiert) selbstverständlich ist, z.B. Fleisch und Alkohol.

Die Kirchengeschichte zeigt, daß die meisten Abspaltungen und „erleuchteten“ Sondergruppen großen Wert auf Fasten, Verzicht, Askese und „Abtötung“ legten, teils verbunden mit dem Bestreben, dadurch zu einer religiösen „Bewußtseinserweiterung“ zu gelangen.

Typisch für die esoterische Gnosis – bereits in der frühen Christenheit präsent – ist ein ausgeprägter Engelskult, der weit über die katholische Verehrung der Engel hinausgeht. Als Engelsnamen kennt die katholische Kirche ausdrücklich nur die drei Erzengel Gabriel, Rafael und Michael, weil diese Namen biblisch bezeugt sind.

Hingegen erklärte „Uriella“, die sich als auserwählte Botin Jesu verstand, sie stehe im direkten Kontakt mit dem Engel „Uriel“, einem Namen, der schon im Kontext des von der „Seherin“ M. Bitterlich gegründeten „Engelwerks“ bekannt wurde.

Wie die meisten Neuoffenbarungen und visionären Strömungen kündigte Frau Bertschinger-Eicke mehrfach den Weltuntergang an, besonders vor dem Jahr 2000, verbunden mit einem folgendenschweren Computercrash. 

Ein weltweites göttliches Strafgericht prophezeiten Ende der 90er Jahre auch andere Gruppierungen, die von „göttlichen“ Einsprechungen einer begnadeten Person geprägt waren, zB. die  erscheinungsbewegte „Marianische Priesterbewegung“ um den italienischen Visionär und Priester Don Gobbi.

Typisch für die Szene gab es bei ihr auch ein „Wunderwasser“, das sie ihren Fans verkaufte. Wegen ihrer umstrittenen „Heilmethoden“ kam es zu mehreren Gerichtsverfahren gegen Uriella, zudem gab es einen Strafprozeß wegen Steuerhinterziehung, der ihr fast zwei Jahre Haft auf Bewährung aufbrummte.

Uriella befand sich immer wieder in einem Zustand der Trance, wenn sie ihre Sonderoffenbarungen empfing. (Angebliche Botschaften des Himmels werden in der katholischen Kirche als „Privatoffenbarungen“ bezeichnet, im evangelischen Bereich als „Neuoffenbarungen“.)

Die Sektengründerin will hunderte von Christus-Kundgaben empfangen haben. Kennzeichnend für derlei Phänomene ist die Verbindung von „Zuckerbrot und Peitsche“, von Kitsch einerseits und Panikstimmung (etwa gegenüber kritischen Stimmen oder hinsichtlich „göttlicher Strafgerichte“) andererseits.

Typisch für süßlich-sentimentale Botschaften ist z.B. folgende vermeintliche Einsprechung Jesu an Uriella:

„Mein kostbares Töchterchen. Du bist umgeben von einem wunderbaren Gewand, das aus lauter Sonnenblumen besteht. Diese Blumen strahlen, denn sie sind aus lauter Gold…. Durch diese Strahlenkraft, die über Dir und um Dich herum wirkt, so brillant wird Deine Wohnung sein in Meines Vaters Haus. Ich danke Dir für Deine Liebestätigkeit, die Früchte trägt.“ 

Wie viele selbsternannte Visionärinnen betrachtete auch sie sich als besonders begnadete „Sühnebraut“ Jesu, wie es in einer Eigenwerbung heißt:

„Als Sühnebraut CHRISTI trägt sie das Leid der Erde und Menschheit mit… Schon dreimal durfte sie jeweils in der Karwoche einen Hauch der Qualen der Passion des HEILANDES an Körper, Seele und Geist durcherleben. Auf ihrer Bereitschaft, freiwillig Leid auf sich zu nehmen, beruhen viele Heilungen von Patienten, auch in Notsituationen.“ 

Was Uriella von sonstigen „katholischen“ Opfer-/Sühneseelen unterscheidet, ist ihre Verbindung mit esoterischen Elementen (vom UFO-Glauben bis zum Spiritismus). Das hatte immerhin den Vorteil, daß sich der Zulauf erscheinungsbewegter Kreise zu ihrem Werk in recht engen Grenzen hielt.

Weitere Infos und Hintergründe dazu hier: http://www.relinfo.ch/ofl/info.html#11


Seher Enoch aus Kolumbien verbreitet Panik und kündigt endzeitliche „Warnung“ an

Von Felizitas Küble

Der selbsternannte Prophet „Enoch“ –  ein nicht näher bekannter, angeblicher „Katechet“ aus Kolumbien – erhält seit über 20 Jahren „Offenbarungen“ des Himmels, die sich reihenweise in ihrer typischen Endzeit-Panik ähneln und ständig im Kreise drehen. 

Seine Fangemeinde ficht es nicht an, dass sich der Seher mit seinen düsteren Ankündigungen schon mehrfach geirrt hat, so etwa im Jahre 2015, als er am 29. Juli wieder einmal einen „dringender Aufruf von Gott Vater an Sein treues Volk“ erhielt, wie hier nachzulesen ist:

„Es fehlt wenig bis der Mond sich wieder mit Blut färbt (28. September 2015) und die Sonne mit Dunkelheit (13. September 2015*); damit erfüllt sich in ihrer Totalität die Prophezeiung des Joel (Joel 3,4). Nachdem dies geschehen ist, wird Finsternis über die Erde hereinbrechen und die kommenden Ereignisse entfesseln sich eines nach dem anderen.“

Auf diese weltweite Finsternis warten wir noch heute, doch derlei Irrungen und Wirrungen sind in dieser pseudo-katholischen Szene ohnehin an der Tagesordnung.

Natürlich propagiert auch Enoch die in Seherkreisen allseits beliebte „Warnung“, eine Endzeit-Theorie, die vor allem auf Garabandal (eine kirchlich abgelehnte Erscheinungsstätte) und auf eine längst aufgeflogene, irische Visionärin sowie auf weitere Endzeitprediger wie z.B. Lungenschmid zurückgeht.

Demnach wird es schon vor der endgültigen Wiederkunft Christi zum Jüngsten Gericht bereits ein für die ganze Menschheit sichtbares Kommen Jesu in den Wolken des Himmels geben, verbunden mit einer „Seelenschau“, die für die „gottlosen“ Menschen fürchterlich ausfällt – und als endzeitliche „Warnung“ zu verstehen ist.

Einmal abgesehen davon, daß Bibel und Kirche keine zweifache Wiederkunft Christi kennen, geht es hier um eine sensationslüsterne Angstmacherei, die mit einem gottesfürchtigen Aufruf zu Buße und Umkehr nichts zu tun hat.

Wie sehr Enoch darauf abzielt, die Menschen in Panik zu versetzen, zeigt z.B. seine Marien-Botschaft vom 21. Februar 2017, in der es u.a. heißt:

„Seid sehr vorsichtig, kleine Kinder, denn auf eurer Erde hat es bereits viele durch Dämonen besessene Seelen; beachtet dass ihr unter keinen Umständen in Klagen und Streitigkeiten mit euren besessenen Geschwistern eintreten dürft…

Die bösen Geister wandern bereits in den späten Stunden der Nacht herum, sie suchen Körper deren Seelen von Gott entfernt sind, um in sie einzuschleichen. Haltet euch während den späten Stunden der Nacht nicht auf der Straße auf, damit ihr nicht unangenehme Überraschungen erleben werdet.

Vor einem Jahr veröffentlichte Enoch einen Aufruf der „Maria Rosa Mystica an das Volk Gottes“ vom 2. Januar (Die Erscheinungen der „Rosa Mystica“ von Montichiari sind ebenfalls kirchlich abgelehnt). Darin heißt es zum Dauerbrenner der „Warnung“:
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„Kleine Kinder, der Zusammenprall von zwei Asteroiden wird das Glorreiche Kreuz Meines Sohnes bilden. Das wird das große Signal sein, welches euch das Kommen der Warnung ankündigt!
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Dieses Jahr wird der Beginn eurer Reinigung sein. Die Menschheit wird große Ereignisse am Himmel und auf der Erde erleben; die Zeichen des Himmels werden zunehmen; noch von keinem Auge gesehene himmlische Phänomene werden euch ankündigen, dass ihr bereit und vorbereitet sein müsst für eure Begegnung mit Gott in der Ewigkeit.
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Die Erschütterung des Universums wird euch himmlische Phänomene sehen lassen, welche die Menschheit nie gesehen hat. Viele werden in Panik geraten, aber es gibt keinen Grund euch zu ängstigen; diese Manifestationen sind Ankündigungen des Himmels damit ihr geistig auf das Kommen der Warnung vorbereitet seid und eure Prüfungen beginnen.“ (Quelle: http://www.kommherrjesus.de/aktuelles/enoch/botschaften/botschaften2018#neu)
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Vielleicht haben wir alle etwas verpaßt, da sich im vergangenen Jahr keine erkennbaren „himmlischen Phänomene“ ereignet haben, geschweige sind zwei Asteroiden zusammengeprallt; auch erschien kein glorioses Kreuz am Himmel und-so-weiter…


Wahrsager-Pleiten 2017: Katastrophen und Weltuntergänge, die ausgefallen sind…

Ob aus Bibelversen errechnet oder mit dem plötzlichen Auftauchen eines ominösen Planeten namens „Nibiru“ begründet – mindestens viermal verstrich im ablaufenden Jahr ein Weltuntergangstermin, ohne dass irgendetwas passiert ist.  

Bilder von kannibalistischen Pandabären, einer Invasion riesiger Marienkäfer in irgendeiner Stadt oder von Menschen, die überall in der Welt von aggressiven Eichhörnchen angefallen werden, wären den Medien sicher auch nicht entgangen, aber diese tierischen Vorhersagen des kanadischen Mediums Nikki Pezaro erwiesen sich ebenfalls als völlig daneben.

Der Mainzer Mathematiker Michael Kunkel hat für die GWUP auch für 2017 die Prognosen von Hellsehern, Astrologen und Wahrsagern unter die Lupe genommen und die Blamage der Augurenzunft dokumentiert.

Kunkel, der seit vielen Jahren solche esoterischen Prognosen sammelt und auswertet, hofft, dass irgendjemand Frau Pezaro einmal ein Biologiebuch schenkt: „Sie hat noch vorhergesagt, dass ein aus einem Tank ausgebrochener Piranha mehrere Menschen fressen soll – für ein Tier, das höchstens 40 cm groß wird, ein ziemlich unmögliches Unterfangen.“

Auch bei anderen Themen lagen Hellseher weit daneben:

Der Brite Craig Hamilton-Parker sagte nicht nur einen Euro-Crash und den darauffolgenden Austritt von Italien und Dänemark aus der EU voraus, sondern auch die Vereinigung von Nord- und Südkorea und ein Feuer im britischen Parlament.

Wie üblich sah der überwiegende Teil der Wahrsager pechschwarz in die Zukunft. Katastrophale Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen und Terroranschläge – nicht nur Hamilton-Parker und Pezaro hatten solche Prognosen im Angebot, auch hierzulande warnten Annatala Geiger-Jordtveidt, Gabriele Sperzel, Christiane Durer oder Christine Schoppa vor einem oder mehreren dieser Szenarien.

Hamilton-Parker und der deutsche Palmblattdeuter Thomas Ritter prognostizierten sogar beide einen Vulkanausbruch auf Island mit weitreichenden Folgen für den Rest Europas.

Kunkel wundert sich nicht: „Was in der Vergangenheit geschah, wird als Prognose für die Zukunft wiederholt – es könnte ja noch einmal passieren. Wirklich Überraschendes wie der Rücktritt des Papstes 2013 oder eben die Folgen des Vulkanausbruchs in Island von 2010 fand man in den Prognosen der Wahrsager damals nicht, und auch heute bedienen sich die Prognosen fast ausnahmslos bereits bekannter Szenarien.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.gwup.org/infos/nachrichten/1965-prognosen-check-2017


Neue „Seher“-Prognosen: Der Weltuntergang beginnt zwischen dem 24. und 28. September…

Von Felizitas Küble

Am 29. Juli 2015 erhielt der in einigen erscheinungsbewegten Kreisen verehrte Visionär Enoch aus Kolumbien einen  – so wörtlich  – „dringender Aufruf von Gott Vater an Sein treues Volk“, wie hier nachzulesen ist: 

„Es fehlt wenig bis der Mond sich wieder mit Blut färbt (28. September 2015) und die Sonne mit Dunkelheit (13. September 2015*); damit erfüllt sich in ihrer Totalität die Prophezeiung des Joel (Joel 3,4). Nachdem dies geschehen ist, wird Finsternis über die Erde hereinbrechen und die kommenden Ereignisse entfesseln sich eines nach dem anderen. Mein Volk, es nähert sich die Stunde eurer Befreiung! Bereitet euch vor, denn das Joch der Sünde wird von euch fallen und die Ketten der Sklaverei werden zu Boden rollen.“

Deshalb hat der „begnadete“ Enoch kürzlich einen weltweiten Gebetssturm „in Ketten“ ausgerufen, wobei er seine düsteren Prognosen mit angeblich geplanten CERN-Experimenten in Verbindung brachte, wie wir kürzlich berichtet haben.

Der „katholische“ Endzeitschwärmer Enoch ist freilich nicht ganz auf dem neuesten Seherstand, denn der protestantische Charismatiker Efrain Rodriguel aus Porto Rico kündigt bereits für den heutigen Tag (24.9.2013) den Beginn des Weltuntergangs an  – und damit zugleich die Entrückung der Christgläubigen durch die Wolken hindurch in die himmlische Herrlichkeit. (Näheres hier: http://agwelt.de/2015-09/und-noch-ein-weltuntergang-heute/)

Diesen göttlichen „Fahrplan“ habe ihm der Ewige selber mitgeteilt, versichert der schwarmgeistige Visionär.

Seiner „Prophetie“ zufolge werde heute ein Meteorit einschlagen, gewaltige Erdbeben und Überschwemmungen auslösen, die Erdrotation verändern und die Erde in eine dreitägige Finsternis hüllen.

Schon vor einem Jahr hatte der selbsternannte Prophet das Ende der Welt angekündigt, das sich in jedem Falle unter der Amtszeit von US-Präsident Obama vollziehe; freilich nannte der Endzeitprognostiker damals noch kein genaues Datum. Mittlerweile habe der Himmel die Ankündigung auf den 24. September 2015 präzisiert, erklärt Rodriguel.

Hier fällt uns nur noch der alte Spruch ein: Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode (und das seit Jahrtausenden…!).


Neue Katastrophenstimmung wegen CERN in endzeitpanischen Kreisen ausgebrochen

Von Felizitas Küble

Derzeit ist offenbar wieder einmal die Endzeit akut ausgebrochen, wird doch in sensationsbewegten Kreisen angstvoll vor Kometen und Mega-Meteoriten aus dem Universum gewarnt, welche angeblich demnächst unsere Erde bedrohen.
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Gleichzeitig wächst im erscheinungsfixierten frommen Spektrum die apokalyptische Panikstimmung. Auch im westfälischen Münster rufen Gebetsgruppenleiter bereits mündlich und schriftlich zu dramatisch wirkenden „Sturmgebeten“ auf.
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Der Anlaß: Noch in diesem Septembermonat seien weltweit große Katastrophen zu erwarten. So heißt es z.B. auf der Webseite „Herz Mariens“ (http://herzmariens.ch/Zuschriften/Gebetsanliegen/Gebets-Aufruf.pdf):
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„CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) fährt seinen Teilchenbeschleuniger erstmalig im September auf Maximalleistung hoch. Kein Wissenschaftler vermag die möglichen Folgen abzuschätzen oder zu ermessen!“
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(Hier lesen Sie eine gründliche wissenschaftliche Widerlegung dieser Panikmache: https://www.facebook.com/notes/kay-hoffmann/verschw%C3%B6rungsschwachsinn-um-den-weltuntergang-durch-cern-am-23-september-2015/924023997656671)

Die apokalyptische „Restarmee“ ruft zu „Siegelgebeten“ auf…

Ihre weltweiten Sturm- und Kettengebete halten diese Schwarzseher für einen „Ruf aus der Wüste“, den „wir als Restarmee weitergeben könnten“. – Auch „Versiegelungen“ bzw. Siegelgebete und durch Visionen angeregte Anrufungen sind bereits im Umlauf. (Quelle: http://herzmariens.ch/Gebete_Litaneien_Messen/liste_gebete.htm)
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Natürlich gibt es zu dieser Endzeitbotschaft auch den entsprechenden Seher, welcher uns schlicht als „Enoch“ aus Kolumbien vorgestellt wird. Der „ältere einfache Katechet“ erhalte schon seit 20 Jahren „Mitteilungen vom Himmel“, am 30. August 2015 gar von „Gott-Vater selber“:
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In dieser Botschaft würden „die Auswirkungen des Teilchenbeschleunigers im CERN (Genf)“ beschrieben, nämlich nicht weniger als eine „Verschiebung der tektonischen Erdplatten, was ungeheure Erdbeben auslösen“ würde. Ceres_animiert_l
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Dies wird wohlgemerkt nicht als ein mögliches Problem hingestellt, sondern konkret angekündigt.
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Über einer „Gottvater“-Botschaft vom 30. August 2015 steht der bezeichnende Titel: „Mein Volk, betet weltweit in Ketten….“ (Kettengebete kennt man sonst nur aus der abergläubischen Szene).
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Angeblich soll „Gott-Vater“ an jenem Tage über seinen Seher Enoch folgenden Aufruf an die Menschheit erlassen haben: 
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„Die schlecht angewandte Technologie wird eine Geissel für die Menschheit sein. Die Wissenschaftler dieser letzten Zeiten glauben, sie seien Götter; sie experimentieren innerhalb des Erdkerns, das wird für Meine Schöpfung schlimme Folgen haben. Der durch den Menschen geschaffene Teilchenbeschleuniger verschiebt die tektonischen Platten und das wird Erdbeben und Tsunamis auslösen von einer sehr grossen Stärke , welche Populationen (Bevölkerungen) und Küstenstädte vernichten wird.
(Die von uns eingefügten Linien verdeutlichen die Tatsache, daß es sich um eine direkte Ankündigung handelt.)

Falls die Katastrophe ausbleibt, liegt es an der Beterschar….

Wenn die düstere Prognose nicht eintrifft, liegt dies natürlich  –  man kennt ja dieses Ausweich-Muster –  daran, daß die Anhänger des Endzeitvisionärs soo eifrig gebetet haben, so daß die bereits erfolgte Ankündigung glücklicherweise abgewendet werden konnte.
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Auf diese unseriöse Weise haben Panikmacher dieses Stils schlußendlich immer die Trumpfkarte im Ärmel  –  und schützen sich so davor, hinterher als falsche Propheten entlarvt zu werden.
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Natürlich weiß der lateinamerikanische Seher auch genau zu sagen, wann der Gebetssturm losgehen soll  – siehe folgende Mitteilung von „Gott-Vater“, die ihm angeblich am 6. September 2015 zuteil wurde:
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„Mein Volk, betet ab sofort und tretet am kommenden 20. September der weltweiten Kette des Gebets, Fastens und Sühnens bei; von 12 Uhr Mittag bis 6 Uhr (kolumbianische Zeit, Differenz 7 Stunden) abends des gleichen Tages.
Das heisst für Europa: von Sonntag, 20. September 2015, ab 19 Uhr (7 Uhr abends) bis Montag, 21. September 2015, 1.00 Uhr. Bittet mich, Meine Kinder, dass ich die Experimente stoppe, die durch den Teilchenbeschleuniger im Innern Meiner Erde stattfinden werden.
Ich zähle auf euch, Mein Volk! Euer Vater Yhavè, Herr der Schöpfung.“ 
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Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Zukunftsforscher Matthias Horx kritisiert Weltuntergangsstimmung und Panikmache des Club of Rome: „Und sie erholt sich doch!“

Gegen Weltuntergangsszenarien angesichts von Umweltverschmutzung, Klimawandel und Artensterben hat sich der Zukunftsforscher Matthias Horx (Wien) gewandt.

In der neuen Ausgabe der populärwissenschaftlichen Zeitschrift „P.M. Magazin“ äußert er sich unter dem Titel „Und sie erholt sich doch!“ optimistisch zur Zukunft der Erde. Wer glaube, dass die Menschheit auf einem „kranken Planeten“ lebe, der sollte sich neue Aufnahmen der US-Weltraumbehörde NASA anschauen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

„Sie erzählen die Geschichte eines Planeten, der von einer intelligenten Spezies bewohnt wird, die nicht immer alles gut macht, aber auf dem Weg ist zu lernen. Dass wir diesen Planeten gleichsam ‚umbringen‘ könnten und uns selbst gleich mit, ist wahrscheinlich die am weitesten verbreitete Größenwahn-Fantasie unserer Zeit“, schreibt Horx.

Er äußert sich kritisch zu den Analysen des „Club of Rome“, einer Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik. Großes Aufsehen erregte 1973 die von der Organisation in Auftrag gegebene Studie „Grenzen des Wachstums“. Damals sei „in dramatischen, grob gepixelten Kurven“ das nahe Ende der Erde vorhergesagt worden, so Horx.

In dem Bericht des „Club of Rome“ vom vergangenen Jahr heißt es, dass die Menschheit nicht überleben werde, wenn sie ihren bisherigen Weg der Verschwendung und Kurzsichtigkeit fortsetze. Laut Horx ist die Botschaft der „enorm erfolgreichen Medien-Marke ‚Club of Rome‘“ bis heute die gleiche geblieben: „Die Menschen werden es nicht schaffen.“

Doch die Annahmen der Vereinigung basierten auf einem „mechanistischen, zu stark vereinfachten Weltmodell“. So resultiere nach dem Club of Rome Umweltverschmutzung „in einem starren 1:1-Zusammenhang aus Wirtschaftswachstum“. Doch die Wirklichkeit sei viel komplexer: „Wirtschaftliche Kräfte führen auch zu kulturellen Veränderungen. Wenn breite Mittelschichten entstehen, erzeugt die Nachfrage nach Lebensqualität die Durchsetzung neuer Umweltschutz-Technologie.“

Veränderungen werde es auch bei der globalen Bevölkerungsentwicklung geben. Die Zahl der Erdenbürger werde spätestens ab 2060 zu sinken beginnen. Die Höchstzahl werde zwischen 9 und 9,4 Milliarden liegen. Im Jahr 2015 wird es laut Horx mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger Erdenbewohner geben als heute.

Dem Zukunftsforscher zufolge sind Publizisten und Wissenschaftler im Umfeld des Club of Rome der Versuchung erlegen, „durch drastische Extreme und Übertreibungen Aufmerksamkeit zu erregen“. Das habe eine Tunnelsicht in den Köpfen vieler Menschen gefestigt und dazu beigetragen, „dass unsere heutigen Zukunftsdebatten alarmistisch verlaufen“. Das schüre nicht Handlung, sondern Ohnmacht, nicht Aufklärung, sondern Paranoia.  

Quelle: http://www.idea.de


Die Panik-Lust am Weltuntergang – schon die alten Germanen kannten sie…

Apokalyptische Szenarien haben Hochkonjunktur. Jüngstes Beispiel war die Voraussage des Weltuntergangs für den 21. Dezember 2012, den  esoterische Kreise unter Berufung auf ein angebliches Ende des Maya-Kalenders angekündigt hatten.

Doch auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Seher und Phantasten, die den globalen Untergang vorhersagten. Warum üben solche Prophezeiungen eine derart große Faszination aus?  ulrike_schiesser_12_pr_61375a2589

Dieser Frage geht die Wiener Psychotherapeutin Ulrike Schiesser (siehe Foto) in der Januar-Ausgabe vom „Materialdienst“ des EZW (Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) in Berlin nach. Frau Schiesser ist auch Mitarbeiterin der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen.

Nach ihren Worten reicht die Bandbreite der Untergangsszenarien von atomarer Bedrohung (Atomkrieg, Reaktorunfall), ökologischen Gefahren (Klimaerwärmung, Artensterben) demografischen Bedrohungen (Überbevölkerung, Überalterung), medizinischen Herausforderungen (Aids, resistente Keime) bis zu technologischen Entwicklungen, die als bedrohlich wahrgenommen würden, etwa die Gentechnik.

Sowohl Menschen mit einem spirituellen als auch einem säkularen Weltbild wollten Warnungen aussprechen, Veränderungen herbeiführen, belehren und bekehren und letzten Endes ihre Vision einer „besseren“ Gesellschaft verwirklichen:

„Die bevorzugte Methode, um Aufmerksamkeit und Unterstützung dafür zu gewinnen, sind Horrorvisionen von Untergang und Zerstörung des gesamten Planeten, Bilder einer gewaltigen globalen Bedrohung.“

Gemeinsames Sterben erscheint erträglicher

Die Psychotherapeutin sieht aber auch eine individuelle Komponente: „In der Angst vor dem Ende der Welt kann unter Umständen die Angst vor dem eigenen, ganz persönlichen Ende mitschwingen und mitbearbeitet werden.“ – Der Gedanke, gemeinsam zu sterben, scheine für manche Menschen leichter erträglich zu sein, als allein in den Tod gehen zu müssen.

Zugleich ist die Beschäftigung mit dem Weltuntergang auch ein großes Geschäftsfeld: „Katastrophenszenarien befriedigen ein Bedürfnis nach Angst-Lust, nach Sensation, nach Event und Spaß.“

Konsumenten würden Bücher, Kurse und Ideologien verkauft. Mit der Angst und der Faszination rund um das Thema Weltuntergang könne man viel Geld verdienen oder zumindest Aufmerksamkeit erreichen: „Die neue Währung im Informationszeitalter“.

Der Psychotherapeutin zufolge haben sich schon die Germanen mit apokalyptischen Vorstellungen befasst. Sie hätten an ihren Lagerfeuern Erzählungen über die Weltenschlange gelauscht, die die Erde verschlinge:

„Der Internet-Surfer heute besucht Seiten über den bevorstehenden Polsprung  –  die Faszination der ‚Erzählung von den letzten Dingen‘ scheint ungebrochen.“

Quelle (Text/Foto): http://www.idea.de