Der Weltverfolgungsindex offenbart die Christenfeindlichkeit von islamischen Staaten

Am 15. Januar 2020 wurde der Weltverfolgungsindex der christlichen Hilfsorganisation Open Doors öffentlich vorgestellt. Von den zehn Staaten mit der höchsten Intensität der Christenverfolgung sind acht mehrheitlich muslimisch.

Auf Platz 1 steht weiterhin das kommunistische Nordkorea, dahinter folgen mit u.a. Afghanistan und Libyen Staaten, in denen der Westen militärisch interveniert hat.

Dazu erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete Anton Friesen, Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte:

„Die Christenverfolgung hat weltweit dramatische Ausmaße erreicht. Noch vor sechs Jahren fiel alleine das kommunistisch-totalitäre Nordkorea unter die Kategorie der ‚extremen Verfolgung‘. Heute sind es 50 Länder, in denen 260 Millionen Christen unter extremer Verfolgung leiden. Darunter mit Afghanistan und Libyen auch Staaten, in denen der Westen militärisch interveniert hat.

Wenn wir wirklich so viel Einfluss auf die Entwicklung zum Beispiel in Afghanistan haben sollen, wie von der Bundesregierung behauptet, warum steht dann das Land seit Jahren unter den schlimmsten Christenverfolger-Staaten?

Bereits im letzten Jahr hat die AfD einen Antrag eingebracht, der Sanktionen und die Kürzung der Entwicklungshilfe für Verfolgerstaaten fordert. Außerdem machen wir uns für die Unterstützung verfolgter Christen vor Ort, für Stipendienprogramme an deutschen Universitäten und Kontingente für die wirklich Verfolgten stark.

Von den Altparteien wurde dieser Antrag geschlossen abgelehnt, was den Stellenwert zeigt, den sie diesem wichtigsten Menschenrechtsthema zuordnen.

Darüber hinaus fordern wir die Bundesregierung auf, einen Bundesbeauftragten zur Bekämpfung von Christenfeindlichkeit in Deutschland zu berufen. Das wäre ein erster Schritt, um gegen die zunehmende Christenfeindlichkeit hierzulande vorzugehen.

Die Bundesrepublik hat als christlich geprägtes Land eine besondere Verantwortung für Menschen dieses Glaubens. Christen müssen daher im besonderen Fokus der Bundesregierung stehen und nach allen Kräften unterstützt werden.

Das ist leider bislang nicht der Fall, wie man exemplarisch an den Aktivitäten der sog. Menschenrechtsbeauftragten, Bärbel Kofler, und ihrem Amtsvorgänger und sozialdemokratischen Parteigenossen, Christoph Strässer, sieht.

Beide besuchten während ihrer jeweiligen Amtszeit keine einzige Veranstaltung zum Thema Christenverfolgung. Lediglich auf einer Veranstaltung wurde das Thema Religionsfreiheit im Allgemeinen thematisiert. Dafür wurden zwei Veranstaltungen von den Menschenrechtsbeauftragten seit 2014 besucht, welche sich mit LSBTI und ‚Homophobie‘ beschäftigt haben.

Die Interessen von Randgruppen sind dieser Bundesregierung offensichtlich mehr wert als die von Millionen unserer christlichen Glaubensgeschwister weltweit.“


Weltfrauentag: Verfolgung von Christinnen ist besonders dramatisch

Anlässlich des Internationalen Frauentages weist das christliche Hilfswerk Open Doors auf die Situation der Frauen der verfolgten Kirche hin. Sie sind aufgrund ihres Glaubens und ihres Geschlechts häufig doppelt von Verfolgung betroffen:

Zum einen, weil sie in zahlreichen Ländern Männern gegenüber als minderwertig gelten und unter Diskriminierung und Ungleichheit leiden; zusätzlich dazu aber auch wegen ihres Glaubens an Christus. Die Forschungsgruppe World Watch Research von Open Doors hat jetzt die Ergebnisse einer Untersuchung zum Thema geschlechterspezifische Verfolgung vorgelegt.

Unterschiede im Blick auf Verfolgung

Die Untersuchung bestätigt, dass viele globale Trends religiöser Verfolgung geschlechtsspezifisch sind und häufig stereotype Geschlechterrollen im sozialen Kontext widerspiegeln. Während christliche Männer besonders stark von wirtschaftlichen Nachteilen und eingeschränktem Zugang zu Arbeitsplätzen betroffen sind, werden christliche Frauen besonders häufig Opfer sexueller Übergriffe.

Die Untersuchung basiert auf zahlreichen Interviews mit Betroffenen in Kombination mit detaillierten Bestandsaufnahmen der Situation in mehr als 60 Ländern. Religiös motivierte Verfolgung christlicher Männer kann demnach als gezielt, intensiv und offensichtlich charakterisiert werden. Im Gegensatz dazu ist die religiös motivierte Verfolgung christlicher Frauen weltweit dadurch gekennzeichnet, dass sie komplex, gewalttätig und verborgen ist.

Vier Kernergebnisse:

Die Untersuchung der geschlechtsspezifischen Verfolgung im Rahmen des Weltverfolgungsindex zeigt vier Kernergebnisse:

  1. Sozioökonomische Ausgrenzung und schwere körperliche Gewalt gegen christliche Männer stellen eine starke Belastung der christlichen Gemeinschaften dar.
  2. Sexuelle Gewalt wird häufig als Mittel zur Ausübung von Macht und Kontrolle über christliche Frauen eingesetzt.
  3. Konvertitinnen zum Christentum sind besonders häufig von Hausarrest, Zwangsheirat, Vergewaltigung, erzwungenen Scheidungen und dem Entzug des Sorgerechts für ihre Kinder betroffen, unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund.
  4. Zwangsheirat und Zwangsrekrutierung durch Armeen und Milizen sind die beiden Arten von Verfolgung, die junge, erwachsene Christinnen bzw. Christen jeweils am stärksten betreffen.

Darüber hinaus fielen bestimmte rechtliche und soziale Faktoren auf, die sich bemerkenswert häufig wiederholen. Diese Faktoren erhöhen bereits im Vorfeld konkreter Verfolgungssituationen die Verletzlichkeit christlicher Männer und Frauen und bereiten den Weg für die gezielte Verfolgung von Christen.

Wie in den Länderprofilen des Weltverfolgungsindex nachzulesen (Unterpunkt „Verfolgungssituation für Frauen und Männer“), herrschen in vielen Ländern Kräfte, welche die Familie und/oder Gemeinschaft der von Verfolgung direkt betroffenen Personen beeinträchtigen oder zerstören.

 


Unionsfraktion beklagt wachsende Christenverfolgung in aller Welt

Die überkonfessionelle christliche Organisation Open Doors hat am heutigen Mittwoch ihren jährlichen Bericht über die Christenverfolgung in aller Welt abgegeben.

Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder:

„Die Lage der Christen in vielen Regionen der Welt muss uns immer mehr Sorgen bereiten. Der Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt die andauernde Verfolgung von Christen weltweit. wertverfolgungsindex_2013

In Zeiten sich ausbreitender Gewaltbereitschaft religiöser Fanatiker wächst die Gefahr für christliche Gemeinden und einzelne Gläubige. Eine Trendwende zeichnet sich leider nicht ab.

Etwa 100 Millionen Christen können nach Schätzungen der Organisation ihren Glauben nicht frei leben und sind in der Ausübung ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Das kann uns nicht ruhen lassen und wird insbesondere die CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch in den nächsten Jahren nicht ruhen lassen.

Erschreckend ist insbesondere die Lage in Syrien, wo Christen noch vor wenigen Jahren ruhig leben konnten.

Verfolgungs-Spitzenreiter bleibt Nordkorea

Nordkorea ist und bleibt auch im aktuellen Weltverfolgungsindex der für Christen gefährlichste Ort. Hier kann schon der Besitz einer Bibel die Todesstrafe nach sich ziehen. Open Doors zeigt eine weitere Gefahr auf. Es finden sich immer mehr Staaten, in denen der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung Gewalt und Hass gegen religiöse Minderheiten mit sich bringt.

In Somalia, dem Irak oder Syrien werden Christen gezielt angegriffen. Gerade an den christlichen Feiertagen trifft sie die heimtückische Gewalt von Extremisten.

Insbesondere die Lage in Syrien, das an dritter Stelle des Index geführt wird, beunruhigt uns zutiefst. Wenngleich alle Syrer unter dem schrecklichen Bürgerkrieg leiden, werden die etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausmachenden christlichen Syrer zunehmend deshalb angegriffen, weil sie Christen sind. Der Bürgerkrieg in Syrien muss auch im Sine der religiösen Minderheiten beendet werden.  Daran mitzuarbeiten, ist eine der zentralen Fragen der deutschen Außenpolitik.

Immer wieder neu müssen wir diskutieren, wie wir den Opfern der Gewalt am besten helfen können. Die Aufnahme weiterer Flüchtlinge in Deutschland ist dabei sicher ein Weg, um Leid zu lindern. Der Masse der Betroffenen hilft das aber nicht. Das müssen wir uns immer eingestehen. Deshalb gilt es, der Not in den Flüchtlingslagern zu begegnen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird auch in den nächsten Jahren die Frage der Christenverfolgung auch in Veranstaltungen immer wieder thematisieren.“

Hintergrund:
Nach dem Weltverfolgungsindex 2014 von Open Doors werden weiterhin rund 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Besonders in Afrika und im Mittleren Osten hat demnach die Christenverfolgung durch Islamisten zugenommen. Unrühmlicher Spitzenreiter sei zum zwölften Mal in Folge das abgeschottete kommunistische Nordkorea.

Der Index erfaßt und dokumentiert jährlich neu die Situation der Religionsfreiheit von Christen weltweit und listet die 50 Länder auf, in denen Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden.


Nordkorea: Kriegsstimmung wird verstärkt, Christen geraten noch stärker unter Druck

Während Nachrichtensender in aller Welt täglich neue Kriegsdrohungen aus dem kommunistischen Nordkorea melden,erhielt das christliche Hilfswerk Open Doors einen Hilferuf der dortigen Christen.

Leiter der nordkoreanischen Untergrundkirche berichten von einer „kriegsähnlichen“ Atmosphäre im ganzen Land und bitten dringend um Gebet. Die Bevölkerung wird offenbar gezielt auf einen Krieg vorbereitet.

Foto: HMK

Foto: HMK

Als Folge schnellen die Preise für die ohnehin knappen Lebensmittel in die Höhe. Hinzu kommt, daß heute  –  am 15. April  –  der 101. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung gefeiert wird, was die Regierung nach Meinung vieler Beobachter zu kaum vorhersagbaren Maßnahmen verleiten könnte.

„Wir sollen uns bereit machen für den Entscheidungskampf – mit einer Waffe in der einen und einem Hammer in der anderen Hand“, faßt ein christlicher Leiter aus dem abgeschotteten Land die Botschaft des „Obersten Kommandos“ an das nordkoreanische Volk zusammen:

„Alle Einheiten des Heeres, der Marine, der Luftwaffe und der Raketenstreitkräfte wie auch die „Roten Garden“ und die „Jungen Roten Garden“ sind schon in voller Kampfbereitschaft. Überall werden rund um die Uhr Dringlichkeitstreffen einberufen. Funktionäre treffen Anordnungen, was bei Kriegsausbruch zu tun ist. Und jeder, ob Mann oder Frau, muss kampfbereit sein.“

Laut Open Doors sind viele Autos am Straßenrand mit Tarnnetzen abgedeckt. Soldaten tragen mit Buschwerk bestückte Helme und sind in voller Bewaffnung unterwegs. In einer Botschaft an sein Volk ließ der amtierende Diktator Kim Jong Un verlautbaren:

„Falls es wegen der Handlungen der USA und des inakzeptablen Benehmens ihrer Marionette Südkorea zum Krieg kommt, werden sie eine schmachvolle Niederlage erleben. Dann wird unser Volk den herrlichen Tag der Wiedervereinigung grüßen. Der Tag ist gekommen, um der Welt die Macht der „Die Armee zuerst“-Politik und der großartigsten aller Nationen zu demonstrieren.“

Schlimmster Christenverfolger-Staat der Welt

Viele Nordkoreaner, besonders die Christen, fürchten jedoch die unabsehbaren Folgen eines militärischen Konfliktes. „Schon jetzt kaufen viele Menschen so viele Nahrungsmittel und andere Verbrauchsgüter wie möglich, aus Angst vor einer bevorstehenden Preisexplosion im Kriegsfall“, schildert ein Open Doors Kontakt die gegenwärtige Stimmung. Gerade für die armen Bevölkerungsschichten ist das eine dramatische Nachricht, herrscht doch seit vielen Jahren chronischer Nahrungsmangel aufgrund kommunistischer Mißwirtschaft.

Nordkorea führt seit 11 Jahren den Weltverfolgungs-Index von Open Doors mit dem Negativ-Platz 1 an. In keinem anderen Land der Welt werden Christen so hart bedrängt. Bis zu 70.000 der geschätzten 300.000 im Land lebenden Christen verbüßen in den landesweiten KZ-Lagern langjährige Haftstrafen wegen ihres Glaubens.

Open Doors Deutschland e.V., Postfach 1142, D-65761 Kelkheim
Tel 06195 – 67 67 180  /  Fax 06195 – 67 67 181
Mail pressebuero@opendoors.de 
www.opendoors.de

Weltverfolgungsindex: Thema im Europaparlament – MdEP Kastler fordert: Christenverfolgung muß in der EU endlich Chefsache werden

Am vergangenen Mittwoch stellte das christliche Hilfswerk „Open Doors“ seinen Weltverfolgungsindex vor EU-Parlamentariern in Straßburg vor. Der christsoziale Abgeordnete (MdEP) Martin Kastler fordert, daß das Thema Christenverfolgung zur Chefsache wird.

Die Veranstaltung in Straßburg findet auf Einladung eines französischen Abgeordneten statt, teilte das überkonfessionelle Hilfswerk „Open Doors“ dem christlichen Medienmagazin PRO mit.

Im Europäischen Parlament setzt sich der deutsche CSU-Abgeordnete Martin Kastler (Mitglied der CDL) schon länger entschieden für eine Verbesserung der Situation verfolgter Christen ein:  

Foto: Evita Gründler

Foto: Evita Gründler

„Christenverfolgung darf nicht bloß ein Thema für Christen und Kirchen sein. Die Politik in Deutschland und Europa muss die Bekämpfung der Christenverfolgung und jeder Einschränkung der Religionsfreiheit stärker als bisher zu ihrem Thema machen“, findet der CSU-Politiker.

Die Entwicklungspolitik der Europäischen Union auf dem afrikanischen Kontinent, wo Christen besonders häufig bedroht werden, sei vergebens, weil kein Frieden entstehen könne, wo Menschen aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden:

„Religionsfreiheit, nicht nur auf dem Papier, sondern der Realität nach, muss ein hartes Kriterium für unsere Entwicklungspolitik werden  –  und darüber hinaus auch für unsere Außen- und Handelspolitik.“

Kastler, der auch entwicklungspolitischer Sprecher der CSU-Gruppe im EU-Parlament ist, fordert zudem einen stärkeren Einsatz der EU-Kommission:

„Catherine Ashton (EU-Außenbeauftragte) hat es über Jahre versäumt, sich um die verfolgten Christen zu kümmern. Das muss Chefsache werden – Manuel Barroso (EU-Kommissionspräsident) ist gefragt.“

Das Bekenntnis der Politiker zu Menschenrechten sei nur glaubwürdig, wenn es konkrete politische Folgen nach sich ziehe.

Mit Blick auf den bevorstehenden Besuch des Ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi in Berlin und die schwierige Situation in Ägypten teilte Kastler mit:

„Immer wieder kommt es zu Hetze und gewaltsamen Übergriffen gegen die koptischen Christen im Land. Diese religiöse Apartheid muss Bundeskanzlerin Merkel zum Thema der Gespräche mit Mursi machen.“

Quelle: Medienmagazin PRO