Gebetszug für Ungeborene in Münster: Eindrucksvolles Zeugnis für das Leben!

Norbert Vogt, ein aktiver Katholik aus Münster, wandte sich mit einem bewegenden Leserbrief zum Thema Abtreibung an die „Westfälischen Nachrichten“ (WN). Die Zeitung hatte zuvor über die Kreuze-Prozession von „EuroProLife“ berichtet, die Mitte März in der westfälischen Metropole stattfand, wobei es  – wie schon in den Vorjahren – erneut zu Protesten und Randalen von linksradikaler Seite kam. 

Die Lebensrechtler konnten ihren Gebetszug nur mit Hilfe massiver Polizeipräsenz durchführen (siehe Foto).

Da die informative Zuschrift von Herrn Vogt in den WN bislang nicht veröffentlicht wurden, dokumentieren wir seinen eindringlichen Erlebnisbericht hier vollständig:

„Auch die diesjährige Gebetsprozession „1000 Kreuze für das Leben“ war ein eindrucksvolles Zeugnis für den christlichen Glauben und das schützenswerte menschliche Leben, auch das ungeborene.

Singend, betend und schweigend zogen die Teilnehmer mit weißen Kreuzen zwei Stunden lang durch die Straßen der Münsterschen Innenstadt.

Wo Gott und seine Heiligen angerufen werden, ist allerdings auch der Widersacher nicht weit, wie in den Vorjahren in Gestalt von einigen Dutzend Verblendeten, die sich gern vor seinen Karren spannen lassen. Mit Trommeln, Pfeifen, Tröten, beleidigenden Gesten, haßerfülltem Schreien, staatsverachtenden und gotteslästerlichen Rufen, die man unmöglich wiedergeben kann, versuchten sie, die Andacht der Prozessionsteilnehmer zu stören. Das ist ihnen allerdings noch nie gelungen.

Außerdem entrissen und beschädigten sie einige Kreuze. Tausende von unbeteiligten Passanten haben das alles hautnah mitbekommen.

Sieht so eine friedliche Gegendemonstration aus? Nein, diese linken Gewalttäter wollten nicht demonstrieren, sondern mangels Argumenten nur niederschreien und zerstören. Sie können die Wahrheit nicht ertragen, daß Abtreibung feiger Mord an den Wehrlosesten ist. Hätten ihre eigenen Mütter genauso gehandelt, wären sie heute gar nicht am Leben.

BILD: Transparent von ultralinker Seite: „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!“

Auch das Bundesverfassungsgericht hat schon vor vielen Jahren diese schlimmen Taten als nicht verfassungskonform eingestuft. Allerdings werden sie zur Zeit nicht strafrechtlich verfolgt, jedenfalls nicht von weltichen Gerichten.

Diese jugendlichen Protestierer können einem fast leid tun. In ihrem Gruppenzwang schaukeln sie sich gegenseitig hoch und sind so in ihrer eigenen verbohrten Ideologie gefangen. Dabei bedenken sie nicht, daß ihr Reden, Denken und Tun böse Folgen hat, daß sie Gefahr laufen, auf ewig verloren zu gehen. Der Widersacher, für den sie jetzt willfährige Werkzeuge sind, wird eines Tages ihre Seele von ihnen fordern.

Deshalb rufe ich jedem Einzelnen von ihnen zu: Trenne dich von deinen sogenannten Freunden, kehre um zu Gott und ändere dein Leben, bevor es zu spät ist!“

 


Aktion gegen AfD in Münster: Probelauf mit antidemokratischer Stoßrichtung?

Wir haben kürzlich über eine Anti-AfD-Kundgebung in Münster mit linksradikaler Beteiligung berichtet, wobei schon der Name des Bündnisses „Keinen Meter den Nazis“ zeigte, daß hier eine Verleumdungskampagne gegen die demokratisch-konservative AfD im Gange war (https://charismatismus.wordpress.com/2017/02/10/lauter-protest-mit-linksfrontbeteiligung-gegen-den-afd-empfang-in-muenster/). Faire Sachkritik sieht anders aus. logo-afd-small

Der katholische Religionspädagoge Thomas May aus Sendenhorst bei Münster verfaßte zu dem Thema einen Leserbrief, der am 14. Februar 2017 etwas gekürzt in den „Westfälischen Nachrichten“ erschienen ist.

Wir veröffentlichen hier die Stellungnahme von Herrn May:

„Der Name des Bündnisses verrät das Programm: „Keinen Meter“ den als „Nazis“ geächteten politisch Andersdenkenden von der AfD. Will heißen: ihnen den Boden entziehen, indem man  Platz wegnimmt, sie zurückdrängt usw.

Die Demo auf dem Prinzipalmarkt erscheint daher auch als Teil einer großangelegten Offensive, die jenseits legitimer Streitkultur nicht weniger als die politische Auslöschung der AfD will.

Die Partei sei „in Münster unerwünscht“, so der Organisator vom „Bündnis“. Das wirkt wie die verhüllend-enthüllende Sprache der Nazis: „Judenfrei“ hieß es damals, heute steht „AfD-frei“ an – Parteienhygiene in der „guten Stube“.

Sofern die „Alternativen“ die Schnauze noch nicht voll haben und auf Veranstaltungen in Münster verzichten, werde man sie „auch künftig so empfangen“.

Einen Vorgeschmack, wie „so“ ein Empfang ausgestaltet sein könnte, liefern die Vorgänge um das von der AfD für ihren Parteitag im April gebuchte Maritim-Hotel in Köln: In terrorisierender SA-Manier wurden hier arbeitswillige Angestellte durch anonyme Anrufer mit dem Tod bedroht, „der ganze Bau (!) werde brennen (!)“.

Trotz verschiedentlicher Distanzierungen hält die Protestfront unbeirrt daran fest, zu Tausenden die Zugänge zum Hotel zu blockieren, um den Parteitag zu verhindern.

Unter diesem Vorzeichen wirkt die Freitags-Demo in Münster wie ein Probelauf.

Nur: Wer sich betont unter den Anspruch von „Toleranz“ und „Dialogbereitschaft“ stellt und dann den politisch Anderen mit feindseligen Slogans wie „Ganz Münster hasst die AfD!“ niedermacht, hat jede Glaubwürdigkeit verspielt und verdient den geschlossenen Widerstand der Demokraten jeglicher Couleur.“


Widerspruch zur Predigt von Bischof Genn und zu Äußerungen von Dr. Sonja Strube

Die „Westfälischen Nachrichten“ aus Münster veröffentlichten am 18. Januar 2017 einen Leserbrief von Thomas May aus Sendenhorst, in dem sich der katholische Theologe kritisch mit der Silvesterpredigt von Bischof Dr. Felix Genn befaßt. May

Der katholische Oberhirte hatte in dieser Ansprache erklärt, es gäbe keinen Grund, eine Islamisierung in Deutschland zu befürchten oder sich vor einer Vermischung von Religionen und Kulturen abzuschotten.

Der Autor (siehe Foto) schreibt über diese Bischofspredigt folgendes:

„Die durch „Islamisierung“ beunruhigten Menschen haben sich ihre Angst nicht ausgesucht. Sie ihnen zum Vorwurf zu machen oder gar über sie zu spotten ist unanständig und kränkend. Da hat Bischof Genn noch reichlich pastorale Luft nach oben.

Sein Versuch, der Angst mit dem biblischen Appell „Fürchtet euch nicht“ entgegenzutreten, greift zu kurz und ist ebenso der Wirklichkeitsferne geschuldet wie jener, mit der Bergpredigt Realpolitik betreiben zu wollen.

Die Redeweise von der angeblich als unaufhaltsam hinzunehmenden Vermischung der Religionen kommt nicht nur einer Kapitulation vor dem Islam gleich, sondern steht auch im Widerspruch zur kirchlichen Lehre von der Einzigartigkeit und Heilsuniversalität Jesu Christi (vgl. z. B. die Erklärung „Dominus Iesus“ der Glaubenskongregation aus dem Jahr 2000).“

Außerdem widerspricht der Verfasser einem Leserbrief von Dr. Sonja Strube aus Osnabrück; die linkskatholische Dozentin lehrt dort „Islamische Theologie“ am Institut für Kath. Theologie. Wenig erstaunlich also, daß sie die Silvesteransprache des Bischofs heftig verteidigt und zugleich den Eindruck zu erwecken versucht, als gäbe es keine seriöse Sachkritik an dieser Predigt, sondern nur ultrarechte Hetze.

Dazu stellt Thomas May folgendes fest:

„In ihrer Ereiferung verfällt Frau Dr. Strube selbst genau in den Modus der „verbalen Gewalt“, die sie „Rechten“ vorwirft, und bringt sich so um ihre Glaubwürdigkeit. Das Feindwort „rechts“/„Rechte“ dient der katholischen Dozentin dabei durchgängig als Dreschflegel.

Wer jedoch die Legitimität einer politischen Rechten bestreitet, offenbart ein reduziertes Demokratieverständnis. Denn erst das gesamte politische Parteienspektrum ist in der Lage, Meinungen und Willen des Volkes differenziert und vollständig abzubilden.

„Hetze“, sofern es sich um solche handelt und sie nicht bloß unterstellt wird, ist ausnahmslos strafrechtlich zu verfolgen: Hetze von „rechts“ wie Hetze gegen „rechts“. Hier ist wohl nicht nur im Kopf der Autorin eine „Normalitätsverschiebung“ vonnöten.“

 

 

 


Münster: Weitere Kritik an der Silvesterpredigt von Bischof Genn über den Islam

Am 12. Januar 2017 veröffentlichten die „Westfälischen Nachrichten“ (WN) den folgenden Leserbrief von Herbert Kober (siehe Foto) aus Münster, der sich mit der Islamisierung in Kirche und Welt befaßt.   lewe_01

Dabei äußert der Autor Kritik an der Predigt von Bischof Dr. Felix Genn vom 31.12.2016. Darin hatte der katholische Oberhirte von Münster erklärt, es bestände keine Anlaß, eine Islamisierung in Deutschland zu befürchten; außerdem sei die „Vermischung von Religionen und Kulturen“ sowieso unaufhaltsam und eine Abschottung nicht ratsam.  (Näheres dazu HIER.)

Die folgende Zuschrift von Herr Kober, die von der WN-Zeitung etwas gekürzt wurde, veröffentlichen wir hier im vollem Wortlaut:

Wenn Bischof Genn die Sorge der Menschen vor dem Islamismus als eine Art panischer Angst darstellt, muß Kritik erlaubt sein. Tatsache ist doch, daß mit dem Islam eine völlig fremde Kultur unsere Lebensart bedroht.

Schon zwei Zitate aus einer einzigen Sure des Korans stehen beispielhaft diametral gegen unsere Verfassung: Sure 4, Vers 11: „Allah schreibt euch vor, dem Knaben (im Erbfall) den Anteil zweier Mädchen zu geben“.  –  Und Vers 34: „Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben … – diejenigen aber, deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet, warnt sie, meidet sie in den Schlafgemächern und schlagt sie.“

Darüber hinaus wimmelt es im Koran von Aufrufen zur Verfolgung der Ungläubigen, sprich Christen. HMK-Foto

Und es sage keiner, das geht uns nichts an. Weltweit werden in allen Ländern, in denen der Islam die Herrschaft errungen hat, Christen verfolgt: subtil, wie in der Türkei – offen, wie in den Golfstaaten.

Christen werden so benachteiligt, daß Papst Franziskus am 28. 11. 2014 in Ankara die Religionsfreiheit ebenso wie die EU forderte , die von der Türkei in ihren Beitrittsgesprächen verlangt, die Diskriminierung der christlichen Minderheit zu beseitigen.

In Ägypten wurden in den letzten Jahren über 40 koptische Kirchen zerstört und noch am vergangenen 11. Dezember bei einem Anschlag auf St. Peter und Paul in Kairo 24 Kopten getötet. In den Golfstaten dagegen werden gemäß Scharia den Dieben Hände abgehackt, zum Christentum übergetretene Moslems öffentlich hingerichtet.

Und die Christenverfolgung wird durch die Welle islamischer Flüchtlinge sogar zu uns nach Deutschland hereingetragen. Die Hilfsorganisationen „Open Doors“ und „AVC – Aktionskomitee für verfolgte Christen“ berichten, daß tausende Christen, Jesiden u. a. in den Flüchtlingslagern drangsaliert werden. Schon heute gibt es No-Go-Areas, die von Islamisten beherrscht werden, wie in Duisburg-Marxloh, Essen-Nord, das Maghreb-Viertel in Düsseldorf (lt. Landtag NRW vom 6. 10.2016).

All das soll uns nach Meinung von Herrn Genn nicht besorgt machen. Kennt der Bischof nicht das folgende Zitat: 

Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind: Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“.  – So Recep Tayyip Erdogan, damals Bürgermeister von Istanbul, im April 1998 in der Provinzhauptstadt Siirt/Ostanatolien.

Anstelle seiner „Angstpredigt“ hätte Bischof Genn fordern müssen, daß Deutschland endlich bevorzugt die in den islamischen Ländern verfolgten Christen aufnimmt.


Gläubige Katholiken sind entsetzt über ein Tanztheater im Dom zu Münster

Wie bereits mehrfach im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, werden in Münster vermehrt Gotteshäuser für rein weltliche Lustbarkeiten (z.B. Luxus-Menüs, Theateraufführungen, Tänze) verwendet; in Amelsbüren finden sogar seit Wochen Yoga-Kurse im Altarraum der Kirche direkt vor dem Tabernakel statt. imm027_26 - Kopie

Die Kritik aus den Reihen katholischer Gläubiger wird stärker und äußert sich in Beschwerdebriefen an Bischof Felix Genn, in Verteilaktionen, Protesten und Leserbriefen. 

FOTO: Die Erpho-Pfarrei in Münster bot mitten in der Kirche ein teures Luxusessen – Nähere Infos dazu HIER

Auch der Dom von Münster bleibt vor derlei Zweckentfremdung nicht verschont. Die „Westfälischen Nachrichten“ haben dazu am 4. Juni 2016 einen Leserbrief von Norbert Vogt unter dem Titel „Tanztheater im Dom – Gotteslästerliches Spektakel“ abgedruckt.

Wir veröffentlichen hier leicht gekürzt diese eindeutige Stellungnahme von Herrn Vogt aus Münster:

„Nach sakrilegischen Veranstaltungen in mehreren Münsterischen Kirchen ist nun auch der Dom auf dieser untersten Stufe angekommen. Dem dortigen Organisten Schmitz, so liest man, ist die Idee gekommen, das Tanztheater Münster in seine (?) Kirche einzuladen. 026_23A

Und tatsächlich: da sprangen sie herum, die Tänzer, verbogen sich mit allerlei Verrenkungen auf den Stufen direkt vor dem geweihten Hauptaltar mit seinen Reliquien, auf dem täglich das heilige Messopfer dargebracht wird, unweit der Sakramentskapelle.

FOTO: Einer der Türme des monumentalen Domes von Münster

Eine rein weltliche Veranstaltung im Hause Gottes, unfassbar! Jesus hat bei ähnlichen Entweihungen des Tempels die Händler rausgeworfen…

Mit welcher Begründung will man jetzt noch fotografierenden Touristen das Betreten des Altarraumes verwehren? Jedenfalls nicht mehr mit der Heiligkeit des Ortes. Natürlich war der Dom voll, dicht gedrängt starrten die Massen mit zum Teil offenen Mündern nach vorn, Theaterbesucher eben, kaum regelmäßige Kirchgänger.

Der Beifall war genauso schamlos wie das Tun der Aktiven und der Verantwortlichen. Ob die vielen hundert Teilnehmer der feierlichen Priesterweihe am hochheiligen Pfingstfest wohl wussten, welch gotteslästerliches Spektakel kurz vorher dort stattgefunden hat?

Und der Bischof? Schweigen. Fazit: Die Kirche braucht keine Feinde mehr von außen, sie macht sich selbst kaputt – und sei es unter dem Deckmantel der Kunst.“


Münster: Theologe übt Kritik am „Schlemmermahl“ in der Erpho-Kirche

Andreas Grochtmann, Theologe und Küster aus Münster, hat sich gegen ein Luxusmenü geäußert, das in der Erpho-Pfarrei mitten im Gotteshaus stattgefunden hat.

Unser FOTO zeigt, daß die Kirchenbänke herausgestellt und stattdessen Tische und Stühle platziert wurden  –  und alles passend für ein „Schlemmermahl“ hergerichtet war. 

Die „Westfälischen Nachrichten“ zitierten aus Grochtmanns Kritik am 3. März 2016 (Titel: „Schlemmerei bringt Ärger“). Darauf reagierte der Katholik mit einer Leserzuschrift, die am 9. März 2016 gekürzt in der Zeitung abgedruckt wurde. Wir veröffentlichen hier den vollen Wortlaut der Stellungnahme von Andreas Grochtmann:  imm027_26 - Kopie

„Es ist erfreulich, dass Ihr Bericht sachbezogen auch über die Kritik an dem kürzlichen „Schlemmermahl“ in der Münsteraner Erpho-Kirche informiert und dabei aus meiner Stellungnahme zitiert.

Es trifft zu, dass bei diesem Thema unterschiedliche Positionen aufeinanderprallen. Ich bezweifle keineswegs, dass Pastor Andreas Fink das „Schlemmer-Mahl“ nicht etwa deshalb veranstaltet hat, um damit zu provozieren. Sicherlich gibt es, wie er sagt, unterschiedliche Auslegungen in 2000 Jahren Kirchengeschichte.

Aber so wie kein Fußballspiel  –  ob bei den Münsteraner Preußen, bei Arminia Bielefeld oder beim Hamburger Sportverein  –  ohne klare Regeln auskommt, so ist dies in der römisch-katholischen Kirche ähnlich. Daher hat das Kirchenrecht mit seinen Regeln und Vorschriften einen guten Zweck, denn es will den Glauben und die Gläubigen schützen und der größeren Ehre Gottes dienen.

Die Erpho-Kirche ist ein Haus Gottes und kein Restaurant. Was die Gastronomie anbelangt, so gibt es Münster weitaus geeignetere Orte, um ein „Schlemmermahl“ zu veranstalten. Wenn dergleichen in einem sakralen Raum stattfindet, wird die Heiligkeit dieser Stätte entweiht.

Jedes  Gotteshaus ist nach katholischen Verständnis selbst durch eine besondere Kirchweihe jeder unpassenden Nutzung entzogen und allein für Gebet, Liturgie, Sakramente und Gottesdienst bestimmt.

Darüber hinaus gilt: Wenn Papst Franziskus unermüdlich  von einer „Kirche der Armen“ spricht, so befremdet mich diese Schlemmerei für 50 Euro umso mehr. Mit einer Speisung von Armen im Pfarrsaal hätte man weitaus mehr an Glaubwürdigkeit gewonnen, als mit diesem opulenten Vier-Gänge-Menü.

In der Heiligen Schrift wird uns ein großartiges Verständnis vom Menschen als Ebenbild des lebendigen Gottes und Krone der Schöpfung offenbart. Wenn im Rahmen der Ausstellung „Von wegen Paradies“ , das den Rahmen für das „Schlemmermahl“ bildet, eine geweihte Kirche mit Müll verschandelt wird, dann sind wir tatsächlich  –  wie es in einem Schlager heißt  –  in unserem Denken und Handeln „jenseits von Eden“.

Die Kirche soll die Menschen aber zu Gott führen – und dazu gehört auch die Ehrfurcht vor dem Höchsten.“

 


Münster: Fragen an Prof. A. Karimi verliefen im Sande und manche Antworten im Nebel

Von Felizitas Küble

Den folgenden Leserbrief sandte ich an die „Westfälischen Nachrichten“ (WN), nachdem dort am 22. Mai 2015 ein Artikel erschienen war, in dem  – aus meiner Sicht – einseitig über eine Vortragsveranstaltung zum ISLAM berichtet und skeptische Fragesteller unfair abgekanzelt wurden. 009 - Kopie (2)

Die WN haben meine Zuschrift am Freitag, den 29. Mai, größtenteils veröffentlicht. Hier folgt nun die vollständige Fassung meiner kritischen Wortmeldung:

„Dieser Artikel über die Vortragsveranstaltung im katholischen Pfarrheim St. Clemens (Münster-Hiltrup) erinnert eher an einen subjektiv gefärbten Kommentar als an den Versuch einer neutralen Berichterstattung. So wird zum Beispiel munter behauptet, die Tagung mit dem islamischen Religionsphilosophen Ahamad Karimi  habe „offenbart“, wie tief hierzulande teilweise „Angst und Argwohn gegenüber dem Islam verankert“ seien.

Zudem wird der „harte und teils aggressive Ton“ beklagt, den einige Besucher bei ihren Fragen an den Referenten artikuliert hätten. Das Lob an den Vortragsreder, der versucht habe, „umfassend zu antworten“, trifft nach meiner Einschätzung allenfalls teilweise zu; bei mir und anderen Teilnehmern, mit denen ich sprach, entstand vielmehr der Eindruck, daß er sich zuweilen in ausweichende Floskeln flüchtete. Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

In dem Bericht findet sich zudem kein Hinweis auf die Tatsache, daß Prof. Karimi weder während noch nach seiner Rede bereit war, auch nur eine einzige jener Fragen zu zitieren oder gar zu beantworten, die schon im Vorfeld der Veranstaltung in mehreren Kirchen in Briefboxen eingesammelt wurden.

BILD: Große Moschee in Köln-Ehrenfeld (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Auch die mehrfach geäußerte Bitte an den Referenten, zumindest auf einen Teil jener Fragen einzugehen, blieb unerfüllt. Dennoch wurde ihm dieses etwas befremdlich erscheinende Verhalten von den Besuchern des Abends keineswegs vorgeworfen, was bei einer angeblich „aggressiven“ Stimmung sicherlich der Fall gewesen wäre.

Auf dem Einladungflyer zu der Veranstaltung war überdies zu lesen, es gehe dabei um die Themenbereiche: „Wie integriert sind Muslime? – Ist der Islam eine friedliche Religion oder eine, die zu Gewalt aufruft? – Wie verhält sich „der“ Islam gegenüber Frauen?“ 

Auf diese Aspekte ging der Vortrag von Dr. Karimi aber allenfalls am Rande ein; vielmehr beschäftigte er sich im akademischen Stil einer Universitäts-Vorlesung weitgehend abstrakt mit religionsphilosophischen, mystischen und poetischen Einschätzungen, welche weniger über den Islam „an sich“ aussagen, als vielmehr die persönliche Spiritualität des Redners aufzeigen, die sicherlich interessant sein mag. Doch verfehlte der Vortrag damit weitgehend die in Pfarrbriefen und Einladungszetteln vorgestellten Themen von der Gewaltproblematik bis zur Unterdrückung der Frau.

IGFM-Kampagne-IKEA-Saudi-Arabien-1_01 Nachdem der Redner sich nicht bereitfand, die bereits gesammelten Fragen zu beantworten, war es nur logisch, daß in der Diskussionsrunde nun jene Gesichtspunkte zur Sprache kamen, welche vielen Menschen auf den Nägeln brennen. Im Zeitungsbericht werden beispielhaft drei Fragen genannt, wobei im nächsten Satz ein angeblich „oftmals vorwurfsvoller Unterton“ beklagt wird. Diese Unterstellung ist aus meiner Sicht unberechtigt.

Da es sich bei zwei der drei zitierten Beispiele offenbar um meine Fragen handelt, kann ich dazu klar Stellung beziehen: Zur Frage „Warum tut der Islam nicht mehr gegen terroristische Gruppen wie ISIS?“ erwähnt der Autor hierzu Dr. Karimis Antwort, „daß die Menschen in den betroffenen Ländern nicht einfach auf die Straße gehen könnten, da sie dann noch härtere Repressionen zu erwarten hätten“.  

In Wirklichkeit haben weder ich noch andere Besucher eine solch unrealistische Erwartung geäußert. Vielmehr erklärte ich, gerade um zu verdeutlichen, daß die Mehrzahl der Muslime mit dem Islamismus nichts am Hut hat, sei es doch wichtig, daß jene friedlich gesinnten Muslime sich hierzulande stärker zu Wort melden, zum Beispiel auch durch Massendemonstrationen, die ein klares Signal an die Öffentlichkeit vermitteln würden.

Nachdem Professor Karimi überdies betonte, der Koran sei im wesentlichen durchaus kein Gesetzbuch, wies ich ihn darauf hin, eben deshalb gäbe es jene islamischen Rechtsnormen namens „Scharia“, was der Referent eher ausweichend mit dem Hinweis darauf beantwortete, die religionsgesetzlichen Vorstellungen innerhalb des Islam seien vielschichtig und könnten keineswegs auf einen einzigen Nenner gebracht werden, was ich allerdings auch gar nicht behauptet hatte.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MiT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt