Münster: Ärztin widerspricht der Kampagne gegen Prof. Dr. med. Paul Cullen

Seit Wochen läuft auf ultralinker Seite (ASTA, Grüne Jugend und andere Abtreibungsbefürworter) und in Medien ein äußert unfairer Diffamierungsfeldzug gegen den Arzt und Lebensrechtler Prof. Dr. Paul Cullen aus Münster (siehe Foto).

Der Molekularbiologe und Labormediziner ist zugleich Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“.

Am 18. Februar 2021 erschien in den „Westfälischen Nachrichten“ eine gekürzte Fassung des Leserbriefes von Dr. med. Marlis Rahe aus Münster; sie ist die Frau des evangelischen Pastors Dr. Hans Wilhelm Rahe. (Sein kirchengeschichtlich interessantes Buch haben wir hier rezensiert: https://charismatismus.wordpress.com/2020/06/02/der-ev-kirchenhistoriker-wilhelm-rahe-und-sein-aufrechter-gang-auch-in-schwerer-zeit/)

Wir veröffentlichen die Leserzuschrift der Ärztin Rahe (siehe Foto) zur Causa Cullen nun im vollen Wortlaut:

Der AStA und die Kritischen Mediziner/innen werfen Herrn Prof. Cullen vor, er trete für das vollständige Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen ein, diffamiere diese als ‚Tötungen’ und spreche den Schwangeren das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper ab.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht die Entfernung von „Schwangerschaftsgewebe“, sondern die bewußte Tötung eines ungeborenen Kindes durch grausame Methoden – Zerstückelung des Kindes oder das Verhungernlassen im Mutterleib durch Hormontabletten.

Diese Tötung eines ungeborenen Kindes verfolgt viele Frauen ihr Leben lang. Ich hatte vor vielen Jahren eine Patientin aus Rumänien, die bei der Erhebung der Vorgeschichte sagte, sie habe 16 Abtreibungen hinter sich. Sie machte einen emotional völlig erkalteten Eindruck.

Die Selbstbestimmung der Frau über ihren eigenen Körper ist richtig. Doch ein ungeborenes Kind im Mutterleib ist kein Teil der Mutter. Der Blutkreislauf des Kindes und der Mutter sind getrennt. Das Kind kann eine andere Blutgruppe als die Mutter haben. Es ist ein eigener Mensch, der nur noch nicht groß genug ist, um ohne die Hilfe seiner Mutter zu überleben.

Ich verstehe nicht, wie Frauen im Zeitalter der totalen sexuellen Aufklärung ab der Grundschulzeit noch ungewollt schwanger werden können. Irgend etwas läuft da wohl schief.

Für Fairneß, Vielfalt und das Recht auf freie Meinungsäußerung tritt in der Causa CULLEN auch eine Petition ein, die von Studierenden der Universität Münster gestartet wurde, wobei der Aufruf bereits ca. 2000 Unterzeichner gewinnen konnte:

https://www.change.org/p/studierende-der-wwu-statement-f%C3%BCr-freie-meinungs%C3%A4u%C3%9Ferung-und-kulturelle-diversit%C3%A4t-an-der-wwu


Bischof Genn will die Stellung der Priester schwächen und die „Laien“ stärken

Von Felizitas Küble

Die Westfälischen Nachrichten haben am 11. Dezember 2020 ein Interview mit Bischof Dr. Felix Genn veröffentlicht. Der Oberhirte des Bistums Münster wird darin gefragt, ob die Kirche in der Lockdown-Debatte genügend präsent gewesen sei.

„Das vermag ich nicht zu sagen“, antwortete er und fügte hinzu: „Vielleicht werden wir im nachhinein noch einmal genau untersuchen, ob wir uns da oder dort noch stärker hätten einbringen müssen.“

Während Bischof Genn (siehe Foto) eher verhalten und verschwommen reagiert, wenn es um das überfällige Kehren vor der eigenen kirchlichen Haustür geht, wenn ehrlicher Klartext zu den offensichtlichen Versäumnissen in Coronazeiten angesagt wäre, wird er viel deutlicher, wenn er in weiter Ferne aufräumen kann, zumindest verbal:

„Es bedrückt mich sehr, unter dem nun abgewählten Präsidenten eine Schwächung der Demokratie in Amerika miterleben zu müssen und solche Machthaber wie Trump oder auch Putin zu erleben.“

Das klingt angepaßten Medienkonsumenten und Zeitgeistsurvern wunderbar in den Ohren, erst recht, wenn Felix Genn noch hinzufügt, als moderiere er gerade die ARD-Tagesthemen: „Es nimmt mich zugleich sehr mit, dass es soviel Populismus bei uns gibt.“

Den Kirchenmann bedrückt also die angeblich unter Trump „geschwächte“ (wie und wo und warum?!) Demokratie in den Vereinigten Staaten, er vergleicht den amerikanischen Präsidenten kurzerhand mit dem russischen Autokraten Putin und ist zudem noch „mitgenommen“ vom Populismus – alles fernsehübliche Sprüche, die auch von den Grünen stammen könnten.

Da paßt es dann, daß Genn das „Sterbehilfe“-Urteil des Bundesverfassungsgerichts pro Suizid nur „sehr bedenklich“ findet, dabei ist es ethisch und politisch eine komplette Katastrophe, ein Ärgernis sondergleichen, das sogar Liberale hierzulande in Erstaunen versetzte und Ärzteverbände die Stirne vernehmlich runzeln ließ.

Wie man aus der Not eine Tugend macht, können wir vom Münsteraner Bischof lernen, an Sprechblasen dazu fehlt es nicht:

„Ich habe in der Coronazeit unglaublich viel an Kreativität und Engagement in den Gemeinden erleben dürfen….Von Jung bis Alt sehe ich viel Aktivität und solidarisches Miteinander…“ – Wie wunderbar, bloß die Gläubigen haben davon seltsam wenig mitbekommen.

Die Krönung des Zeitungsgesprächs ist aber seine Demontierung des Priesterstandes.

Nachdem der Bischof im Zuge der Pfarreien-Fusionen massenhaft Pfarrer, die vorher kirchenrechtlich voll installiert waren, gleichsam zu Hilfspriestern degradierte (die lediglich noch den Ehrentitel „Pastor“ tragen), lamentiert er nun munter drauflos:

„Wenn weniger Leitende Pfarrer im Dienst sind, müssen wir schauen, wie wir alternative Leitungsformen entwickeln.“

Das vom Bischof bewußt und systematisch vorangetriebene Verringern von leitenden Pfarrern wird jetzt als Vorwand benutzt, um die Priester noch weiter von ihren Führungsaufgaben zu verdrängen, die ihnen als „Vater“ der Gemeinde von Amts wegen zukommen.

Damit Gemeinden „lebendig“ blieben, müsse jetzt eine „Sensibilisierung der Laien für ihre Aufgaben einhergehen„, betont der Münsteraner Oberhirte.

Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Wer es immer noch nicht begriffen hat, wird mit dem nächsen Satz von Genn eines Schlechteren belehrt: „Ich möchte von der Vorstellung abrücken, als ob alles daran hinge, dass es einen Priester gibt, auf den sich alles konzentriert.“

Ob eine Gemeinde „lebendig“ sei, hänge nicht nur vom Pfarrer ab, sondern „genauso(!) von den „übrigen“ (!) „Seelsorgerinnen und Seelsorgern“ sowie den ehrenamtlich Engagierten.

Alles klar? „Seelsorgerinnen“ (wie bitte?!) und sonstige Laien sind „genauso“ wichtig für die Kirchengemeinde wie der Pfarrer selbst?!

Soviel zum „Kirchenbild“ dieses ganz besonderen Oberhirten, der seine Kirche mehrfach flapsig als „Laden“ bezeichnete (sogar in seinem amtlichen Fastenhirtenbrief 2019), womit er seinem progressiven Hofhistoriker Hubert Wolf aufs Wort folgte. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/10/bischof-genn-bezeichnet-die-kirche-amtlich-als-laden-erneut-kein-wort-von-der-beichte/)

Auf die Frage nach den „viri probati“ – also den in Beruf und Familie bewährten Männern, die zu Priestern geweiht werden könnten – antwortet Genn „zurückhaltend“, wie er sagt. Aber da freue man sich nicht zu früh, denn seine Begründung lautet: „Weil ich zunächst die Laien stärken will.“

Klar, bei soviel angesagtem Laientum sind Priesterfragen – wie herum auch immer – eine zu vernachlässigende Angelegenheit.

Sodann erklärt er weiter: „Ich warte die Entwicklung ab und bleibe offen für alle Fragen“.

Anscheinend kennt der Bischof immer noch nicht den uralten Sponti-Spruch: „Wer nach allen Seiten offen ist, der ist nicht ganz dicht.“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


NRW-Verfassungsgerichtshof gibt der AfD betreffs „gefährlicher Orte“ recht

Wie die Westfälischen Nachrichten vom 29. Januar 2020 unter dem Titel „Gericht watscht Land NRW ab“ berichten, hat der nordrhein-westfälische Verfassungsgerichtshof jenen AfD-Landtagsabgeordneten recht gegeben, die sich von der Landesregierung in NRW nicht ausreichend über „gefährliche Orte“ informiert fühlten.

VGH-Präsidentin Ricarda Brandts erklärte, das Informationsrecht der Abgeordneten beinhalte eine Antwortpflicht der Landesregierung.

Zuvor hatte das CDU-geführte NRW-Innenministerium den fragenden Parlamentariern nur die Kreispolizeibehörden genannt, in deren Bezirk sich die als „gefährlich“ definierten Orte befinden.

Die AfD-Politiker wünschten jedoch genauere Details – und erhalten sie jetzt durch diesen Gerichtsbeschluß.


Dient Erzbischof Werner Thissen jetzt als „Sündenbock“ für kirchliche Versäumnisse?

Von Felizitas Küble

Wie die Münsteraner Bistumszeitung „Kirche und Leben“ online am 6.11.2019 berichtet, hat sich Bischof Dr. Felix Genn hinsichtlich der Äußerungen des früheren Hamburger Erzbischofs Dr. Werner Thissen (siehe Foto) zu Wort gemeldet.

Thissen war vor seiner Hamburger Amtszeit als Weihbischof und zuvor als Generalvikar in Münster tätig; er räumte seine damaligen Versäumnisse bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch durch Kleriker in einem Interview mit der Kirchenzeitung ein.

Diese Haltung mangelnder Aufmerksamkeit bis hin zur Vertuschung sexueller Übergriffe war in den 80er und vielfach noch in den 90er Jahren innerkirchlich an der Tagesordnung. Diese Fehlhaltung beschränkte sich allerdings nicht auf kirchliche Verantwortungsträger, sondern war ein allgemeines gesellschaftliches Problem.

Auch in Politik und Medien fehlte es an einem entsprechendem Interesse.

Die Grünen hatten ab Mitte der 80er bis zu Anfang der 90er Jahre sogar die Forderung nach einer strafrechtlichen Freistellung von „Sex mit Kindern“ in ihr Programm aufgenommen und in ihren eigenen Reihen zahlreiche pädosexuelle Skandale aufzuweisen..

Bischof Genn (siehe Foto) erklärt nun zu Thissens Selbstkritik, er sei ihm „dankbar“, dass dieser sich zu seinen „Fehlern und zu seiner Verantwortung“ bekenne. Er fügt dann hinzu:

„Werner Thissen wirft ein ungeschminktes Licht darauf, wie die Verantwortungsträger im Bistum Münster damals entschieden haben. Dass dabei, wie es Werner Thissen selbst sagt, die Betroffenen nicht im Blick waren, bleibt für uns heute unverständlich.“

Sodann schlägt er Präventionsmaßnahmen vor und erklärt, es müsse „zu neuen Formen der Partizipation und zu einer Umverteilung von Macht und Einfluss in unserer Kirche kommen“.

Dazu stellen sich aus meiner Sicht zunächst folgende Fragen:

1. Warum vereinnahmt Bischof Genn das Missbrauchsthema, um eine „Umverteilung von Macht und Einfluss in unserer Kirche“ zu fordern?

Dies erinnert an seine mehrfachen Seitenhiebe gegen den „Klerikalismus“. Wenn schon, dann müßte der Münsteraner Oberhirte auch den „Episkopalismus“ reduzieren, denn der damals Verantwortliche war doch in erster Linie Bischof Dr. Reinhard Lettmann selbst, erst in zweiter Linie ggf. weitere leitende Geistliche, darunter natürlich vor allem sein Generalvikar (und damit Thissen).

2. Sodann erklärt der Münsteraner Oberhirte etwas selbstherrlich, es bleibe „für uns heute unverständlich, dass damals die Betroffenen nicht im Blick“ gewesen seien. Also nur „damals“?

Offensichtlich will der Bischof erneut als Saubermann in puncto Missbrauchsbekämpfung glänzen (wie er dies bereits in der Causa Pfr. Zurkuhlen vorexerziert hatte).

Wäre es aber nicht aufrichtiger und fairer, auch eigene Fehlentscheidungen einzuräumen? Oder soll mit diesem Fingerzeigen auf andere davon abgelenkt werden?!

Bischof Genn hatte Pfr. Terlinden befördert

Oder wie steht es mit der Fall des Pfarrers Ulrich Terlinden?  – Obwohl dessen Übergriffe an männlichen Jugendlichen sowie Schutzbefohlenen dem bischöflichen Ordinariat längst bekannt waren, wurde der Priester wohlwollend nach Kevealer versetzt, den größten Wallfahrtsort im Bistum Münster  – dort bekam er sogar einen eigenen Beichtstuhl.

Damit nicht genug, hat Bischof Genn ihn danach sogar noch zum leitenden (!) Pfarrer von St. Johannes Baptist in Bedburg-Hau ernannt.

Pfr. Terlinden wurde erst im Dezember 2018 amtsenthoben bzw. suspendiert, nachdem weitere Vorwürfe laut wurden.

Die „Westfälischen Nachrichten“ (WN) schreiben dazu: „Das Bistum weist außerdem darauf hin, dass der Beschuldigte schon an zwei früheren Stationen auffällig geworden sei.“

Genau so ist es  –  und trotzdem hat man den Geistlichen nicht etwa „nur“ hin- und hergeschoben (wie dies früher oft in solchen Fällen erfolgte, was schon schlimm genug wäre), sondern ihn sogar befördert.

Lesen wir in den WN weiter folgendes hierüber:

„So kam es…2006, als er Pfarrer in Ottmarsbocholt war, zu sexuellen Annäherungen an einen Erwachsenen. Terlinden musste sich daraufhin einer psychologischen Beratung unterziehen.

Erneut sei es 2011 in Kevelaer zu für einen Priester unangemessenen Kontakten…mit zwei Männern gekommen, heißt es weiter. Der Priester habe daraufhin eine längere Therapie gemacht.“

Wohlgemerkt: Trotz dieser Vorgänge und der „längeren Therapie“ konnte Terlinden danach leitender Pfarrer in Bedburg-Hau werden. Hierfür trägt der Oberhirte von Münster sehr wohl eine  – zumindest amtliche   –  Verantwortung.

Auch in der Causa Beese hat sich Bischof Genn und seine Bistumsleitung nicht mit Ruhm bekleckert, sondern den verbal übergriffigen Pastor von Lippetal nach Rheine verschoben, wo er munter weitermachte: https://www.wn.de/Muensterland/2016/06/2410013-Gereon-Beese-in-Rheine-entpflichtet-Pastor-schickte-voellig-unangemessene-Nachrichten-an-Jugendliche

Es wäre einmal an der Zeit, nicht allein in „alten Fällen“ aus den 80er und 90er Jahren zu graben, sondern sich auch um die Geschehnisse und Versäumnisse in der Amtszeit des derzeitigen Bischofs zu kümmern. Es ist freilich leichter, an die Brust von Vorgängern zu klopfen statt an die eigene.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Fotos: Felizitas Küble, Laura Mohr, Archiv

 


AfD in Münster stimmte gegen neue Kitas

Von Felizitas Küble

Daß die Regionalpresse in Münster der AfD nicht gerade freundlich gesonnen ist, verwundert kaum. Da kommt es wie gerufen, daß die Vertreter der konservativen Partei kürzlich bei einer Ratssitzung gegen die Errichtung von fünf neuen Kitas in Münster stimmten  – oh, wie zeitgeistwidrig aber auch!

Wohlgemerkt: Es geht nicht um Kindergärten, sondern um Krippen für Kinder unter drei Jahren.

Die „Westfälischen Nachrichten“ meldeten, die Entscheidungen für neue Kitas seien „fast einstimmig“ gefaßt worden – und fügten etwas ironisch hinzu: „Nur die beiden Vertreter der AfD stimmten wieder gegen alle neuen Einrichtungen“.

Ja sicher – und das ist auch gut so, dient es doch dem Kindeswohl, das bei einer Betreuung zuhause oder wenigstens bei einer Tagesmutter weitaus besser gewährleistet ist als in einer Krippe.

Gerade die ersten drei Jahre sind für die Erziehung der Kleinen besonders wichtig. Danach ist ein Kindergarten in der Regel eine gute Ergänzung.

Einer der beiden AfD-Ratsherren ist Parteisprecher Martin Schiller (siehe Foto), der zugleich Vize-Sprecher im NRW-Landesvorstand ist. Sein Nein zu weiteren Kitas begründete er damit, daß staatliche Fremdbetreuung für Kleinkinder schädlich sei – womit er zweifellos recht hat.

Hierzu einige Info-Hinweise, wobei alle drei Artikel von Familienmüttern stammen, die zugleich für dieses Thema kompetent sind:

https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/11/kita-kollaps-in-berlin-offenbart-die-probleme-der-krippenerziehung/
https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/27/kita-frei-ist-die-zukunft-der-familie/https://charismatismus.wordpress.com/2018/12/20/kritik-von-sachverstaendigen-das-gute-kita-gesetz-widerspricht-dem-elternrecht/
https://charismatismus.wordpress.com/2018/12/20/kritik-von-sachverstaendigen-das-gute-kita-gesetz-widerspricht-dem-elternrecht/

Web-Präsenz der AfD in Münster: https://afd-muenster.de/

 


Gottes Segen gilt der EHE von Mann und Frau

Von Felizitas Küble

Die „Westfälischen Nachrichten“ veröffentlichten am 17. August 2019 eine Nachricht auf Seite 3, wonach der Ruhestands-Weihbischof Geerlings aus Münster die kirchliche Segnung  von homosexuellen Verpartnerungen fordert.

Unter dem Titel „Gottes Segen gilt der Ehe von Mann und Frau“ schrieb ich einen kritischen Leserbrief dazu, der von der Zeitung nicht abgedruckt wurde. Hier folgt der volle Wortlaut meines Schreibens:

 „In der Münsteraner Bistumsleitung geht es theologisch weiter drunter und drüber. Oder wie soll man es sich sonst erklären, dass die Bischöfliche (!) Pressestelle laut Ihrem Zeitungsartikel über Aussagen des Weihbischofs em. Dieter Geerlings auf einer „Queer“-Veranstaltung berichtet, wonach die Kirche homosexuelle Partnerschaften segnen solle.

Seine Begründung ist ebenso abwegig wie die Forderung selbst, wenn er erkärt, die Kirche könne sich nicht „zwischen Gott und sich liebende Menschen stellen“.

Es ist nicht die Kirche allein, die sich bei „queeren“ Verhältnissen querstellt, sondern Gott selbst, denn seine Schöpfungsordnung beruht auf der Ehe von Mann und Frau  –  und sie ist es, die den Segen des Höchsten erhält: „Und Gott segnete sie (Adam und Eva) und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch…“ (Gen 1,28).

Homosexuelle Beziehungen entsprechen nicht der Schöpfungsordnung Gottes und sie dienen auch nicht der Weitergabe des Lebens, daher kann die Kirche sie nicht segnen.

Anderslautende Ansichten von kirchlichen Hierarchen sind nichts weiter als Amtsmissbrauch, denn die Kirche steht nicht über dem Wort Gottes, sondern sie hat ihm zu dienen. Alles andere läuft auf eine Willkürherrschaft hinaus, in welcher nicht mehr der Wille Gottes zählt, sondern subjektive Wünsche von Menschen.

Die Kirche ist aber dem Heiligen Geist verpflichtet, nicht dem Zeitgeist – und wer sich hieran nicht hält, betreibt eine modernistische Variante jenes „Klerikalismus“, den der Bischof von Münster doch sonst so gerne kritisch kommentiert.“

Foto: Dr. Edith Breburda

 


„Westfälische Nachrichten“ verbessern ihre Berichterstattung über die Kreuze-Prozession

Von Felizitas Küble

Vor drei Tagen äußerten wir uns verwundert darüber, daß die „Westfälischen Nachrichten“ (WN) als bürgerliche Tageszeitung einseitig zugunsten der Proteste gegen die Lebensrechtler-Kreuze berichterstattet haben: https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/13/linkes-buendnis-gegen-die-lebensrechtler-prozession-fordert-totale-abtreibungsfreiheit/
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Die Regionalzeitung hatte Ort und Uhrzeit aller Aktionen der Gegendemonstranten fein säuberlich aufgeführt und dies mit einem Werbe-Foto ergänzt, aber kein Wort über Ort und Uhrzeit des Gebetszugs für das Leben erwähnt, der am heutigen Samstag (16.3.)  um 14,30 Uhr auf dem Aegidii-Kirchplatz beginnt.
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Die WN haben dies nun gestern  – jedenfalls online  – nachgeholt und unter dem Titel „Marsch gegen Abtreibung“ sachlich über die Anliegen der Lebensrechtler berichtet: https://www.wn.de/Muenster/3702582-1000-Kreuze-fuer-das-Leben-Marsch-gegen-Abtreibung
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Um ca. 15 Uhr startet die 1000-Kreuze-Prozession mit einem Rundzug durch die Innenstadt zum Paulus-Dom – genauer: zum Kardinal-von-Galen-Denkmal, wo die Abschlußkundgebung stattfindet.
Dieses Mahnmal für den seligen Bekennerbischof von Münster war im Vorjahr von der Gegenseite massiv beschädigt worden – ebenso andere öffentliche Einrichtungen und Geschäfte etc.
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Näheres dazu siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/15/muenster-abtreibungsaktivisten-beschaedigten-galen-denkmal-briefkaesten-geschaefte-usw/

Linkes Bündnis gegen die Lebensrechtler-Prozession fordert totale Abtreibungsfreiheit

Von Felizitas Küble

Wer meint, es seien neben Grünen und Linkspartei allein die Jusos, die – wie kürzlich beschlossen – für die uneingeschränkte Legalisierung der Abtreibung bis zum 9. Schwangerschaftsmonat eintreten, der irrt sich.

Auch die SPD in Münster ist mittlerweile mit von der Partie. Hier der Beweis:

Das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“, dem auch Grüne und Linkspartei angehören, wird von der SPD unterstützt.

Die Partei ist auf dem Plakat dieser radikalen Abtreibungsbefürworter ausdrücklich unter den Organisationen vermerkt, die dem Aktionsbündnis angehören, das sich für die völlige Abschaffung des § 218 stark macht und die Proteste gegen den Lebensrechtler-Gebetszug organisiert:  https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/vor-ort/muenster/

Die Grünen treten seit jeher für die komplette Abschaffung des §218 ein, ebenso „Die Linke“. Bei der SPD war es bislang „nur“ der Juso-Jugendverband, der unlängst solch eine ebenso mörderische wie verfassungsfeindliche Forderung aufstellte.

Man darf sich wundern, daß die angeblich bürgerlichen „Westfälischen Nachrichten“ am 12. März 2019 einen großen Werbe-Artikel mit Foto für dieses Abtreibungs-Bündnis veröffentlicht haben – siehe obige Abbildung.

Darin wird Uhrzeit und Ort des Lebensrechtler-Gebetszugs nicht erwähnt, aber die Aktionen der Gegen-Demonstranten mit Ort und genauer Uhrzeit (sowohl deren Kundgebung wie Demonstration) angegeben.

Auch die Plakate des Bündnisses werden von einer Gruppe Anhänger präsentiert – übrigens genau jene Mega-Poster, die in Münster auf Innenstadt-Straßen wild und rechtswidrig auf Verkehrsschildern angebracht waren (und inzwischen – wahrscheinlich von der Polizei – entfernt wurden). 

Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/13/muenster-wilde-plakate-des-buendnisses-gegen-kreuze-gebetszug-wurden-entfernt/

 


Kontroverse um islamkritische Karikatur

Von Felizitas Küble

Die Westfälischen Nachrichten (WN) veröffentlichten am 23. Februar eine für heutige Presseverhältnisse erstaunlich kritische Karikatur. Der Zeichner knöpfte sich die islamfreundliche Haltung kirchlicher Würdenträger vor, in diesem Fall konkret die Pfarrerschaft der Lamberti-Gemeinde in Münster.

Diese hatte sich mit öffentlichen Veranstaltungen, die in der Kirche stattfanden, gegen den Neujahrsempfang der AfD in Münster positioniert.  (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/02/23/muenster-spaltung-der-gemeinden-ist-kein-problem-wenn-es-gegen-die-afd-geht/)

Die Karikatur von Arndt Zinkant  – siehe Abbildung – zeigt links den Lamberti-Kirchturm und rechts eine Moschee mit Minarett. Unten links sieht man ein Plakat „AFD RAUS!“ und ein Transparent „Gegen Fremdenfeindlichkeit.“

Ein Pastor, der aus dem Kirchturm schaut, erklärt dem Imam: „Damit setzen wir ein Zeichen gegen Intoleranz – keine Sorge, natürlich nicht gegen fremde Intoleranz.“

Die Satire traf genau ins Schwarze bzw. ins Rot-Grüne. Die zu erwartende Empörung der Zeitgeistsurfer blieb nicht aus und wurde von zwei Pfarrerinnen mit Leserbriefen artikuliert, die am 26.2. in den WN abgedruckt wurden.

Daraufhin verteidigte ich die Karikatur in einer Zuschrift, welche die Zeitung am vorigen Mittwoch (jedoch stark gekürzt) veröffentlichte.

Nachfolgend dokumentieren wir den vollen Wortlaut meines Leserbriefs:

Protest gegen Karikatur ist unberechtigt

Gleich zwei Pfarrerinnen protestieren jeweils mit einem Leserbrief gegen jene WN-Karikatur, die sich skeptisch mit dem Einsatz der Lamberti-Pfarrerschaft gegen den AfD-Neujahrsempfang befaßte.

Man mag über Details streiten, wobei es ohnehin ein typisches Kennzeichen für Karikaturen ist, die Sachlage zuzuspitzen. Warum soll das nur mit einer linksgerichteten Zielsetzung möglich sein? Wie einfältig und einseitig wäre das denn!

Die kritisierte Zeichnung bringt einen entscheidenden Gesichtspunkt durchaus richtig auf den Punkt, nämlich das fehlende kirchliche Engagement in Münster gegenüber dem politischen Islam und dessen Intoleranz. Da scheuen sich kirchliche Amtsträger sehr wohl, deutlich mit Warnungen aufzutreten – das könnte Widerspruch oder gar echten Ärger etwa von Salafisten einbringen, statt es sich auf der Woge des Zeitgeistes bequem zu machen.

Außerdem sind die Zeiten der „politischen Prälaten“ gottlob vorbei. Es ist nichts anderes als Klerikalismus von links, wenn Geistliche ihre amtliche Stellung dazu vereinnahmen, um ihren eigenen politischen Ansichten mehr Gewicht zu verschaffen – das gilt erst recht bei Aktionen gegen eine konkrete Partei.

Mit solch parteipolitischer Positionierung besteht die Gefahr, die Gemeinde zu spalten. Schließlich gibt es unter den Gläubigen verschiedene Parteipräferenzen – und das ist auch gut so.

Wir hören gerade von reformkatholischer Seite so viel von den „mündigen“ Laien. Aber wenn es um die AfD geht, ist anscheinend plötzlich Schluss damit. Dann soll das Kirchenvolk amtlich vom Ambo aus darüber belehrt werden, wie es hierüber zu denken hat.

Pfarrerin Niemeyer wirft dem Karikaturisten vor, eine „bequeme Unwahrheit zu überzeichnen“, unterstellt ihm bei Vorsatz sogar „Lüge“, schreibt sodann von „Hass- und Angstbeschleuniger“. Wer betreibt denn hier unsachliche Polemik? Doch nicht der Karikaturist, sondern jene, die derart unberechtigte Anschuldigungen formulieren.

Felizitas Küble, 48167 Münster


Münster: „Spaltung der Gemeinde“ ist kein Problem, wenn es gegen die AfD geht

Von Felizitas Küble

Bekanntlich ist es den katholischen Priestern ausdrücklich verboten, sich parteipolitisch zu betätigen; sie sollen sich auch nicht entsprechend öffentlich äußern. (Näheres hier: https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/deutsche-bischoefe/DB02.pdf)

Der Grund: Dadurch soll eine „Spaltung der Gemeinde“ vermieden werden. Denn es ist klar, daß sich in den Pfarreien verschiedene politische Ansichten befinden und jedesmal ein Teil der „Schäflein“ unnötig vor den Kopf gestoßen würde, wenn sich der Herr Pfarrer parteipolitisch festlegt.

Aber in Münster ticken einige Uhren offenbar anders – jedenfalls jene der Lamberti-Kirchenleitung. Das dortige Stadt-Dekanat hat sich indirekt den linksgerichteten, von der extremen Antifa gesteuerten Protesten gegen den Neujahrsempfang der AfD angeschlossen.

Es gab am Freitagnachmittags sogar eigens eine öffentliche Andacht unter Leitung von Stadtdechant Jörg Hagemann, die sich gegen die AfD positionierte. Es handelte sich um ein ökumenische Aktion, an der sich auch der evangelische Kirchenkreis beteiligte.

Der Pfarrer von St. Lamberti, Domkapitular Hans-Bernd Köppen, ließ zudem eine riesige Europaflagge an der Kirche aufhängen. Dies sei, so hieß es, ein „Zeichen für Toleranz, Dialogbereitschaft und Fremdenfreundlichkeit“. Natürlich endet die „Dialogbereitschaft“ samt Toleranz genau an den Grenzen der eigenen Meinung – und schließt daher Anhänger der AfD aus. – Pfr. Köppen gab zudem dem WDR ein Interview: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/demonstrationen-muenster-afd-100.html

Dieser Vorgang wirkt umso erstaunlicher, nachdem das Verwaltungsgericht Münster noch vor kurzem die „Verdunkelungsaktion“ der rot-grün-schwarzen Stadtverwaltung Münster mit deutlichen Worten kritisiert hatte.

Es ging darum, daß im Vorjahr die Lichter des Rathauses abgestellt wurden, als die AfD dort ihren Neujahrsempfang durchführte. Der Richter beanstandete, daß die Stadt Münster damit ihre Neutralitätspflicht verletzt habe, so daß die AfD mit ihrer juristischen Klage voll recht bekam  – eine schwere Schlappe und Blamage für den Stadtrat und die Kommunalverwaltung.

Was für die Stadt Münster gilt, sollte erst recht von kirchlicher Seite eingehalten werden, nämlich amtliche Neutralität in parteipolitischer Hinsicht.

WN-Karikatur nimmt kirchliche Einseitigkeit aufs Korn

Diese obige Karikatur der Westfälischen Nachrichten vom heutigen Samstag (23.2.) ist erstaunlich kritisch für heutige Verhältnisse, denn der Zeichner Arndt Zinkant nimmt die einseitige Parteinahme der Lamberti-Geistlichkeit unter die skeptische Lupe:

Unter dem Motto „Münster zeigt Flagge“ als Karikatur-Untertitel sieht man links den Lamberti-Kirchtum und rechts eine Moschee.

Im Eck unten links unter der Lamberti-Kirche ist ein Schild „AfD RAUS“ und ein Transparent „gegen Fremdenfeindlichkeit“ sichtbar  – und im Kirchturm  befindet sich ein Pfarrer, der zu dem islamischen Imam Folgendes sagt: „Damit setzen wir ein Zeichen gegen Intoleranz – keine Sorge, natürlich nicht gegen fremde Intoleranz“.

Die ironische „Botschaft“ ist klar: Dieselben Kleriker, die sich gegen die vermeintliche „Intoleranz“ der AfD positionieren, haben mit der Intoleranz des politischen Islam offenbar kein Problem – jedenfalls ertönt dazu keinerlei Kritik, geschweige erfolgt ein aktiver Protest.

Sachlichkeit, Fairneß und Neutralität sehen eben anders aus – und es stellt sich die Frage, warum der Oberhirte von Münster diese politische Spaltung der Lamberti-Kirchengemeinde bislang mit keiner Silbe beanstandet hat.

„Klerikalismus“ von links ist ok?

Zudem hat gerade Bischof Dr. Felix Genn (siehe Foto) in letzter Zeit mehrfach öffentlich den „Klerikalismus“ angeprangert. Ist es etwa kein Klerikalismus, wenn Geistliche ihre kirchliche Stellung und ihr Amt für (partei)politische Privatansichten vereinnahmen? Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Wo bleibt denn hier der so vielgepriesene „mündige Laie“? Bedarf er einer politischen Belehrung und Bevormundung durch Kleriker? – Natürlich wird das nur bei linksgerichteter Indoktrination toleriert.

In „anderen“ Fällen kann der Münsteraner Bischof nämlich schnell „zuschlagen“, etwa als er dem konservativen Pfarrer Paul Spätling vor vier Jahren ein Predigtverbot erteilte, weil der Geistliche einen Tag zuvor eine islamkritische Kurzansprache gehalten hatte – aber nicht etwa in einer Kirche, sondern auf einer politischen Kundgebung außerhalb seiner Pfarrei.

Die vatikanische Kleruskongregation hat dieses Predigtverbot dann allerdings als unbegründet zurückgewiesen: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/13/vatikan-hebt-predigtverbot-fuer-islamkritischen-pfarrer-paul-spaetling-auf/

ARTIKEL über die Proteste gegen AfD-Neujahrsempfang: https://charismatismus.wordpress.com/2019/02/23/das-bunte-muenster-gemeinsam-mit-linksradikalen-gegen-afd-neujahrsempfang/

Karikatur-Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2081032125521095&set=a.1409942415963406&type=3&theater