Scharfe Kritik an SPD-Politikerin Högl, weil sie Lebensrechtler als „widerlich“ diffamierte

Auf scharfe Kritik in der CDU/CSU sind Äußerungen der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Eva Högl, gegen Lebensrechtler gestoßen. Anlass ist der Streit um eine mögliche Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219a). 

Die SPD-Fraktion wollte ursprünglich einen Gesetzentwurf einbringen, um das Werbeverbot mit Hilfe der Abgeordneten von Grünen, Linkspartei und FDP zu kippen. Nach heftiger Kritik aus den Unionsparteien am Vorgehen des Koalitionspartners stellte die SPD-Fraktion den Antrag nicht zur Abstimmung, um nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.

Dazu twitterte Högl am 15. März: „Es ist ja so schön einfach und billig, auf die SPD zu schimpfen. Wie wär‘s damit, mal die widerlichen ‚Lebensschützer*innen‘ in Union in den Blick zu nehmen und zu kritisieren.“

Inzwischen hat die Politikerin den Kommentar gelöscht. Dazu erklärte der neue Parlamentarische Staatssekretär und Katholik Christian Hirte (CDU), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA: „Ich finde es anerkenneswert, dass Frau Högl an dieser Stelle selbst gemerkt hat, dass Sie sich im Ton vergriffen hat. Für mich bleibt klar: Der Schutz des ungeborenen Lebens ist ein ungemein hohes Gut.“  

Zuvor hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich, der auch dem Hauptvorstand der Dt. Evangelischen Allianz angehört, die SPD-Politikern kritisiert. Sie habe eine politische Debatte auf eine „beleidigende Ebene“ gezogen, sagte Heinrich IDEA. Ihre Äußerungen seien „keine Art und Weise, im politischen Streit miteinander umzugehen“.

Quelle und vollständige IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/politik/detail/spd-fraktionsvize-hoegl-nennt-lebensschuetzer-widerlich-104615.html