Irak: Präsident ruft Christen zurück ins Land – erstmals Briefmarken mit Kirchen erschienen

Die irakische Post gibt zum ersten Mal eine Reihe von Briefmarken heraus, die dem Kirchen des Landes gewidmet ist. Die Serie umfasst acht Briefmarken, die ebenso viele historische Kirchen im Irak abbilden, die sich in verschiedenen Regionen des Staatsgebiets befinden und verschiedenen christlichen Konfessionen gehören. 

Die mehrfarbigen Darstellungen der verschiedenen Kirchen sind das Werk des irakischen Künstlers Saad Ghazi. Die Verwaltung der irakischen Post ließ einen ersten Satz von viertausend Exemplaren der gesamten Philatelie-Serie drucken und an den Postämter verteilen.

Die Entscheidung des Nationalen Postdienstes, Kirchen auf Briefmarken zu reproduzieren, ist nicht die einzige Geste der Aufmerksamkeit, die die derzeitige irakische Regierung den lokalen christlichen Gemeinschaften entgegenbringt.

Am 10. August drückte der irakische Präsident Mustafa al Kadhimi beim Treffen mit dem chaldäischen Patriarchen Louis Raphael Sako und einigen seiner Mitarbeiter die Hoffnung aus, dass irakische Christen, die während der Besetzung des Nordens durch den IS ins Ausland ausgewandert sind, bald in ihre Heimat zurückkehren werden.

„Der Irak“, sagte er Kadhimi bei dieser Gelegenheit, „ist das Land aller Iraker  –  und Christen sind die ursprünglichen Kinder des Landes“. Der Präsident garantierte christlichen Familien die Unterstützung der Regierung, damit sie „in den Irak zurückkehren und ihren eigenen Beitrag zum Wiederaufbau leisten können“.

Quelle: Fidesdienst


Vor 70 Jahren wurde die Charta der deutschen Heimatvertriebenen verabschiedet

Am heutigen Mittwoch vor 70 Jahren unterzeichneten die Vertriebenenverbände und ostdeutschen Landsmannschaften in Stuttgart die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“. 

Dazu erklären Thorsten Frei, Vize-Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sowie Eckhard Pols, der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten:

Thorsten Frei: „Nur fünf Jahre nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland und nach dem durch Willkür und Gewalt herbeigeführten Verlust ihrer Heimat unterzeichneten die Vertriebenenverbände die Charta der Heimatvertriebenen. Die meisten Vertriebenen hatten unsägliches Leid erfahren und mussten feststellen, dass viele Westdeutsche über Jahre hinweg die von Ihnen erbrachten Opfer nicht wirklich anerkannten.

Heute erinnern wir daran, dass die Charta zu einem der Gründungsdokumente der Bundesrepublik und einem der Ausgangspunkte für das friedliche Europa geworden ist: Dieses Dokument beinhaltet nicht nur die Rechte und Pflichten der Flüchtlinge und Vertriebenen, sondern auch den Verzicht auf Rache und Vergeltung sowie den Einsatz für ein geeintes Europa und den Wiederaufbau Deutschlands.“

Eckhard Pols: „Das Wirtschaftswunder der jungen Bundesrepublik hätte ohne die bedingungslose Integrationsbereitschaft und den Fleiß der Vertriebenen nie jene Höhenflüge überreicht, für die es noch immer bewundert wird. Dafür gilt ihnen bis heute unsere höchste Anerkennung und unser Dank.

Auch wenn die aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie nicht mit der Nachkriegszeit vor 70 Jahren zu vergleichen sind, wird auch heute jedem von uns vor Augen geführt, dass die Werte, für die die Charta der Vertriebenen steht – Verzicht, Hingabe, die Bereitschaft zur Rücksichtnahme –, nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.“