Nach Dritt-Impfung im Pflegeheim: Neun Kranke, zwei Wiederbelebungen in Oberhausen

Wie RTL-online meldet, waren drei Tage nach einer Corona-Drittimpfung in einem Pflegeheim in Oberhausen bei zwei Bewohnern Wiederbelebungsmaßnahmen nötig.

Insgesamt seien 90 Bewohner im ASB-Seniorenzentrum Oberhausen-Holten zum dritten Mal geimpft worden. Es werde jetzt „geprüft“, ob ein „Zusammenhang“ mit der Booster-Impfung bestehe, heißt es.

Zusätzlich berichtet BILD, neun Personen seien nach der Dritt-Impfung mit dem Biontech-Vakzin „wegen heftiger Beschwerden behandelt“ worden (Herz-Kreislauf- und Atemwegsprobleme, neurologische Störungen).

Die Reanimationen erfolgten bereits vorige Woche, die Nachricht über diese Komplikationen sind erst heute Abend bekannt geworden.

Die Booster-Impfung erfolgte dort wie an vielen anderen Orten, obwohl es keine STIKO-Empfehlung für die Drittimpfung gibt – und nicht einmal eine Zulassung der EMA (europäische Arneimittelbehörde).

Wir haben bereits am 4.9. darüber berichtet, daß sowohl WHO wie die EU-Gesundheitskommission sich derzeit gegen eine allgemeine „Auffrischungsimpfung“ aussprachen – und auch der Deutsche Hausärzteverband das Booster-Vorpreschen in einigen Bundesländern kritisiert: Man solle erst auf eine STIKO-Empfehlung warten, erklärte der Verband.


BKU-Chef Ulrich Hemel schlägt eine schrittweise Lockerung für Gottesdienste vor

Der Bund Katholischer Unternehmer tritt für eine gut überlegte, schrittweise Wiederbelebung des öffentlichen Lebens ein, wie das Kölner Domradio meldet.

Das gelte sowohl für Schulen wie für die Wirtschaft, aber auch für den öffentlichen Gottesdienst: https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2020-04-14/wir-haengen-alle-voneinander-ab-katholische-unternehmer-fuer-kluge-und-schrittweise-lockerung

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel ist Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU). Zur Frage des Domradios, ob angesichts der Corona-Krise die Hygieneregeln in der Kirche korrekt beachtet werden können, antwortet er:

„Ich finde, sie können gut umgesetzt werden. Das ist eine Aufgabe für alle Beteiligten. Man kann zwischen Kirchenbänken Platz lassen und die Abstandsregel durchaus realisieren. Auch hier, denke ich, sollten wir über eine kluge, schrittweise Lockerung diskutieren.“