Papst: „Abtreibung ist ein Verbrechen“

Am 5. August startete Jugend für das Leben ihre diesjährige Pro Life Tour in Graz mit einer Kundgebung auf dem Platz für Menschenrechte. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bewältigen die 200 Kilometer nach Wien zu Fuß.

Jugend für das Leben will ein Österreich, in dem Frauen im Schwangerschaftskonflikt und deren Babys echte Hilfe geboten wird und Abtreibung sich erübrigt hat. Dieses Jahr geht es vor allem um Babys mit Behinderung.

Nachdem Kardinal Schönborn eine Empfehlung für die Tour gegeben hat, hat jetzt auch Papst Franziskus ein Grußwort an alle Teilnehmer dieser Sommeraktion gesendet.

Das Kind habe schon vor der Geburt eine unantastbare Würde und der Mensch könne darüber niemals verfügen. „Abtreibung ist ein Verbrechen, ein absolutes Übel“, so der Papst, der auch in seiner Enzyklika Laudato si den Schutz des menschlichen Embryos hervorhebt.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jugendfuerdasleben.at/papst-franziskus-sendet-grusswort-an-oesterreichische-pro-life-tour/


Wie der VW-Käfer nach Israel kam

Wer heute auf Israels Straßen fährt, sieht, ganz selten zwar, aber immer noch hin und wieder, einen alten VW-Käfer dahintuckern. Der ungewohnte Anblick, so weit weg von zu Hause, verdankt sich entscheidend Felix Burian, dem ersten VW-Händler Israels. Felix Burian mit seiner Frau Netty und seinen Mitarbeitern 1960 auf dem Hof seiner Werkstatt (Foto: Felix Burian, Privatsammlung)

Felix Burian, der 1925 in Wien geboren wurde und dort aufwuchs, gelangte nach dem sog. „Anschluss“ 1938 mit der Aliya Beth (also nicht offiziell von den Briten genehmigt, sondern auf nicht legalem Wege) ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina.

BILD: Felix Burian mit seiner Frau Netty und Mitarbeitern 1960 auf dem Hof seiner Werkstatt in Tel Aviv (Foto: Felix Burian)

Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Automechaniker und wurde 1960, unmittelbar mit der Freigabe des israelischen Marktes für importierte Autos, der erste Händler für Volkswagen aus Wolfsburg im Land.

Wie außergewöhnlich dies war, lässt sich daran erkennen, dass die Bundesrepublik und Israel erst fünf Jahre später offizielle diplomatische Beziehungen aufnahmen.

Die deutsche Sprache und deutsche Produkte waren zu dieser Zeit in Israel noch bei großen Teilen der Bevölkerung verpönt. Felix Burian aber gelang es, seinen Verkauf mit angeschlossener Werkstatt in den kommenden Jahrzehnten zu einem weit über Tel Aviv hinaus bekannten großen Autohaus auszubauen. Felix Burian ist am 27. April in Tel Aviv gestorben.

Sein Leben war Teil der Ausstellung „Israelis und Deutsche“, die im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel entstanden ist.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Wien: Streit um Büste des vietnamesischen Kommunistenführers Ho Chi Minh

Im Donaupark steht bereits eine Che-Guevara-Statue

Die Stadt Wien hat die geplante Aufstellung einer Ho-Chi-Minh-Statue im Wiener Donaupark vorläufig gestoppt. Die Entscheidungsgrundlagen würden einer Prüfung unterzogen, sagte eine Sprecherin nach einem Bericht der Kronen-Zeitung. Facebook-Zitat-Stein

Für die Zukunft sollen Richtlinien ausgearbeitet werden, um zu verhindern, daß künftig Denkmäler „unabhängig von ihrem ästhetischen oder kulturhistorischen Wert und Wienbezug“ errichtet werden können. Zuvor hatten FPÖ und ÖVP die Pläne kritisiert.

„Eigentlich müßte sich nun Kulturminister Drozda lautstark zu Wort melden und gegen die Aufstellung einer Statue zu Ehren des kommunistischen Massenmörders Ho Chi Minh im Wiener Donaupark auftreten“, sagte der 3. Nationalratspräsident Norbert Hofer.

Die Initiative geht zurück auf die „Gesellschaft Österreich-Vietnam“. Ihr Präsident Peter Jankowitsch (SPÖ) rechtfertigt das Vorhaben mit dem 45. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Vietnam. „Darum plant die vietnamesische Regierung verschiedene Dinge. Eine Idee war, daß sie Wien eine Büste schenkt“, sagte Jankowitsch der Zeitung Die Presse.

Für das Vorhaben gibt es offenbar bereits eine Genehmigung des Stadtgartenamts. Die Kosten trägt die vietnamesische Regierung. Nach Fertigstellung soll das Bauwerk in das Eigentum der Stadt Wien übergehen, die dann für Pflege und Unterhalt aufkommen soll.

Nationalratspräsident Hofer sieht Ho Chi Minh als „geschichtlich belastet“ an und wundert sich, warum der SPÖ-Kulturminister zwar versuche, den Heldenplatz wegen dessen angeblicher historischer Vorbelastung umzubenennen, aber keine Einwände gegen die Ho-Chi-Minh-Büste habe.

Im Donaupark steht bereits eine Statue des kubanischen Kommunistenrevolutionärs Che Guevara.

Dem früheren vietnamesischen Präsidenten wird der Mord an zehntausenden vietnamesischen Oppositionellen – darunter vielen Landbesitzer und Christen – vorgeworfen. Manche Schätzungen gehen von mehreren hunderttausend Opfern aus. Allein vor dem amerikanischen Einmarsch in Südvietnam 1965 gehen nach Meinung von Historikern mindestens 10.000 willkürliche Exekutionen auf sein Konto.


Wien: Terroranschlag eines 18-jährigen Muslim aus Albanien wurde verhindert

Großeinsatz der Polizei in Wien. Freitagabend um 18 Uhr nahmen Spezialeinsatzkräfte der Polizei einen 18-jährigen Terrorverdächtigen in seiner Wohnung in der Rotenhofgasse im 10. Wiener Gemeindebezirk fest. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen Albaner mit österreichischer Staatsbürgerschaft.  Polizei

Innenminister Wolfgang Sobotka informierte die Öffentlichkeit über die Bedrohungslage. Er verwies in diesem Zusammenhang auf vorangegangene Festnahmen anderer potentieller Gefährder in Österreich. Der Festnahme vom  Freitag sei die Auswertung und Analyse von Hinweisen auf den Terrorverdächtigen vorangegangen. 

Informationen über den Verdächtigen seien den österreichischen Behörden von mehreren Ländern übermittelt worden.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.unzensuriert.at/content/0022963-Spezialeinheiten-der-Polizei-nahmen-Wien-Terrorverdaechtigen-fest


Buch dokumentiert kirchliche Hilfe für Judenchristen unter dem Nationalsozialismus

Von Dr. Frans du Buy

Buchbesprechung zu: „Kirchlicher Einsatz für verfolgte Juden im Dritten Reich“

Dieses Buch, das im Jahre 2016 in einer von Pater Lothar Groppe bearbeiteten Neuauflage im Gerhard-Hess-Verlag erschienen ist, schreibt über die Arbeit der Erzbischöflichen Hilfsstelle für nichtarische Katholiken in Wien. titel

Es ist ein aufschlußreiches Werk, das eingehend darüber berichtet, unter welchen schwierigen Verhältnissen von katholischen Stellen in Österreich in der Zeit von März 1938 bis April/Mai 1945 bewundernswerte, opferbereite Arbeit geleistet worden ist, um im Rahmen der NS-Rassenideologie in Bedrängnis geratenen, nichtarischen katholischen Juden in Österreich zu helfen und ihnen somit eine  –  wenn auch keineswegs sichere  –  Aussicht auf Überleben im damaligen NS-Machtbereich zu bieten oder sie sogar außer Landes zu schaffen.

Österreich gehörte nach dem im März 1938 vollzogenen Anschluß  –  allerdings unter dem Namen „Ostmark“  – zu diesem Reich und unterstand demzufolge der reichsdeutschen Gesetzgebung, somit auch den reichsdeutschen judenfeindlichen Gesetzesbestimmungen.

Von der besagten Hilfsstelle in Wien ausgehend ist damals großartige Arbeit geleistet worden, die umso mehr beeindruckend genannt werden muß, weil diese Hilfeleistung auch für die arischen bzw. nichtjüdischen katholischen Helfer ständig  mit einem großen Risiko verbunden war.

Die Behauptung von Hochhuth, daß der zur damaligen Zeit amtierende Papst Pius XII. „mitschuldig war am Holocaust“ oder jene von Gräfin Marion Döhnhoff, daß „gegen die Verbrechen an den Juden keine Proteste laut wurden, weder von den Kirchen noch von sonst jemandem“, entsprechen nicht den Tatsachen.

Oberstes Gebot war damals die Überlegung, in welcher Weise gegen die „Judenpolitik“ des NS-Regimes vorgegangen werden sollte und könnte. Lautes Aufschreien würde nur zum Ergebnis führen, daß die Protestierenden selbst von NS-Seite  in irgendeiner Weise „unschädlich“ gemacht werden würden.

In Anbetracht der damals bestehenden wirklichen Machtverhältnisse blieb nur die einzige Möglichkeit, beharrlich, aber dennoch in aller Stille Hilfe zu leisten. Das müssen die die Leiter und die in dieser Hilfsstelle tätigen Mitarbeitenden  –  ein jeder an seinem eigenen Platz  –  wohl auch so empfunden haben. Denn in dieser Weise vorzugehen, war zur damaligen Zeit gewiß die einzige Möglichkeit, bedrängten Mitmenschen zu Hilfe zu kommen und ihnen beizustehen.

Wie unsinnig die Ansichten von Menschen wie Hochhuth, Gräfin Marion Dönhoff und viele andere sind, wird z. B. auch ersichtlich aus einem späten Bekenntnis von Winston Churchill, der nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. folgendes von sich gab:Davidstern

„Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten um Deutschland vor Hitler  oder die Juden vor Auschwitz oder den Kontinent vor dem Faschismus zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen Grund in den Krieg eingetreten, daß wir eine deutsche Vorherrschaft in Europa nicht akzeptieren konnten.“

Die damaligen Kriegsgegner des Deutschen Reiches hatten ganz andere, „wichtigere“ Kriegsziele, als die Juden im NS-Bereich vor ihrer Ausmerzung zu retten.

Mit Enttäuschung, ja mit Entsetzen muß man aber auf Seite 34 des Buches lesen, daß der Ältesten-Rat der Juden, der Ende 1942 in Wien für die in dieser Stadt verbliebenen Glaubens- und Herkunftsjuden die offizielle Vertretung übernahm, zugleich aber auch die Nicht-Glaubens-Juden vertrat. Eine eigene Vertretung von Nicht-Glaubensjuden im Rahmen des Ältestenrates konnte trotz mehrfacher Interventionen nicht erzielt werden. Hier wäre die Frage berechtigt, weshalb in einer Zeit höchster Gefahr von orthodox-jüdischer Seite den Nicht-Glaubensjuden eine eigene Vertretung im Ältestenrat verweigert wurde. Gab es etwa Juden erster und zweiter Kategorie?

Das vorliegende Buch ist auch darum wertvoll, weil in ihm auf den Seiten 227 bis 268 eine ausführliche Auflistung enthalten ist von „Gesetzliche Regelungen und Verordnungen Juden betreffend, welche Bestimmungen im Wesentlichen auch auf rassische Mischlingen zutrafen“.

Neben den positiven Bemerkungen zu diesem Buch gibt es nach der Meinung des Rezensenten auch einige Formulierungen, die nicht so glücklich verfaßt worden sind, weil diese möglicherweise nicht genau überdacht worden sind oder auch nicht immer unwiderlegbaren Tatsachen widersprechen. So wird vom „Anschluß“ Österreichs im Jahre 1938 geschrieben. Warum muß das Wort Anschluß zwischen Anführungszeichen gesetzt werde?

Foto: Konrad RuprechtDer Wunsch nach Anschluß an das Deutsche Reich war in Österreich bereits Ende 1918 und damals noch mehrmals zum Ausdruck gebracht worden, wurde aber von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges verboten und war von ihnen in den Friedensdiktaten von 1919 festgelegt worden. In Anbetracht der schwierigen Lage, in der sich Österreich in den Jahren zwischen den beiden großen Kriegen befand, war der Wunsch der Österreicher nach Anschluß an das Deutsche Reich durchaus verständlich.

Als die Verhältnisse in Mitteleuropa sich in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wieder geändert hatten, ergriff der Diktator Hitler die Gelegenheit, den nie erloschenen Wunsch der übergroßen Mehrheit der Österreicher nach diesem Anschluß, diesen Wunsch, der auch in seinem Sinne war, zu erfüllen. Mit überwältigender Mehrheit wurde diesem Anschluß in einer Volksabstimmung von den Österreichern zugestimmt.  Es handelte sich hier um eine späte, aber dennoch klare Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts.

Daß die Österreicher mit dem Anschluß an das Deutsche Reich auch mit vielen damals im Deutschen Reiche geltenden, als negativ zu bewertenden Gesetzen und Praktiken konfrontiert wurden und sich zum Teil auch davon distanzierten, sind Tatsachen, die zur Kenntnis genommen und möglichst objektiv bewertet werden sollten. 

Aus derselben Überlegung hält der Rezensent  es nicht für richtig, wie auf Seite 99 des Buches geschehen ist, von Besetzung Österreichs zu sprechen und zu schreiben. Der Wunsch der übergroßen Mehrheit der Österreicher zu diesem Anschluß war klar. Eigenes Staatsterritorium kann nicht von eigenen Truppen „besetzt“ werden. So ist es auch nicht richtig, die im Jahre 1936 erfolgte, von deutscher Seite eigenmächtig vorgenommene Rücknahme des Rheinlandes als „Rheinlandbesetzung“ zu bezeichnen.

Schließlich noch ein Hinweis auf eine Formulierung auf Seite 29, wo geschrieben wird: „Mit den nach Polen Evakuierten (Juden)“. Die Juden wurden nicht evakuiert, sondern die Gebiete, in denen sie bis dahin lebten. Diese Gebiete wurden nach dem Sprachgebrauch des NS-Regimes „judenfrei“ gemacht.

Unser Autor, Dr. Frans du Buy, ist ein in Deutschland lebender, niederländischer Völkerrechtler und Jurist

Hinweis: Diese Neuerscheinung kann portofrei zum Preis von 19,80 € bei uns bezogen werden.

 


Hochkarätige internationale Konferenz über verfolgte Christen in Wien

Christen sind die weltweit am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft. Dies ging aus der Internationalen Konferenz zum Thema „Christen in Bedrängnis“ in Wien hervor, auf der Politiker aus dem Europäischen Parlament und Experten zum Thema referierten.  IGFM_Scharia

Mehr als 100 Millionen Menschen werden wegen ihres Glaubens an Jesus Christus verfolgt. Jedes Jahr werden zwischen 100.000 bis 150.000 deswegen getötet. Diese Zahlen der Hilfsorganisation „Open Doors“ las der Sonderbeauftragte der Europäischen Kommission für Religionsfreiheit außerhalb der EU, Ján Figeľ, auf der Konferenz „Christen in Bedrängnis“ am Wochenende in Wien vor.

National und international tätige Politiker, Fachleute, Geistliche und Medienvertreter aus Österreich und anderen Ländern informierten über die Verletzung der Religionsfreiheit auf der ganzen Welt. Veranstalter war das „Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen“.

Abgehackte Gipfelkreuze und Schmierereien an Kirchen

Ellen Kryger Fantini vom „Observatory on Intolerance and Discrimination Against Christians in Europe“ teilte mit, dass ihre Organisation 1.800 Fälle von Intoleranz gegen Christen seit 2005 in Europa erfasst habe. Dazu gehörte Vandalismus gegen christliche Gräber oder Kreuze, abgehackte Gipfelkreuze oder Schmierereien an Kirchen. GegKoller-Michaela_kwi_author_listen Kirchen in den Niederlanden, Frankreich und Österreich habe es sogar Brandanschläge gegeben.

José-Luis Bazán, Justitiar des Zusammenschlusses der katholischen Bischofskonferenzen in der EU, verwies auf Belästigungen oder Bedrohungen, denen christliche Flüchtlinge von muslimischen Flüchtlingen in Unterkünften ausgesetzt sein können.

Zu den weiteren Sprechern der Konferenz gehörten Michaela Koller (siehe Foto), Journalistin und Referentin für Religionsfreiheit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt sowie mehrere Experten der christlichen Organisation ADF International. Auf der Webseite der Konferenz können viele Vorträgen im Video angeschaut werden.

Der Veranstalter „Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen“ wurde von seinen Partnerorganisationen „Alliance Defending Freedom” (ADF International), „Christian Solidarity International“, „Open Doors“, „Kirche in Not“, „Plattform Christdemokratie“ und der Landtagsabgeordneten in Wien Gudrun Kugler unterstützt. Die Schirmherrschaft hatte Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien. 

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/christen-in-bedraengnis-internationale-konferenz-in-wien-98512/


Wie Jesuitenpater Ludger Born und Sr. Verena Buben bedrohte Juden retteten

Buch zum kirchlichen Einsatz für verfolgte Judenchristentitel

Dieses kürzlich im Gerhard-Hess-Verlag erschienene Buch informiert über die „Erzbischöfliche Hilfsstelle für nichtarische Katholiken“ in Wien, also über die Rettung von Judenchristen während der NS-Diktatur. Der Titel lautet: „Kirchlicher Einsatz für verfolgte Juden im Dritten Reich“
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Der publizistisch bekannten Jesuitenpater Lothar Groppe SJ hat diese Dokumentation seines Ordensbruders P. Ludger Born SJ bearbeitet und ergänzt. Die ursprünglichen Verlagsrechte gehören der Katholischen Akademie in Wien.
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Kardinal Innitzer hat die Diensträume dieser Hilfsstelle in seinem Erzbischöflichen Palais eingerichtet, um sie  – und die von ihr betreuten Juden und Judenchristen –  dadurch bestmöglich vor Nazi-Angriffen zu schützen.
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Der Leiter dieser Einrichtung war P. Ludger Born, der am 1.12.1940 mit seiner Tätigkeit begann; ihm zur Seite stand ab 1942 die Ordensfrau Sr. Verena Buben von der Wiener „Caritas Socialis“. Beide Katholiken befanden sich unter ständiger Lebensgefahr. Schwester Verena wurde in Yad Vashem von der israelischen Regierung als „Gerechte unter den Völkern“ gewürdigt.
Pater Ludger Born hatte sich bereits in seiner Zeit als Superior in Hamburg für Juden eingesetzt und Hilfsaktionen durchgeführt. 1939 mußte er die Stadt verlassen, weil die Gestapo hinter ihm her war. Der Geistliche erhielt zu seinem 60. Ordensjubiläum ein Dankesschreiben des Nazi-Jägers Simon Wiesenthal: „Ich weiß es zu schätzen, was Sie in einer Zeit ohne Gnade für meine Glaubensbrüder getan haben.“ –  An das Wirken des Jesuiten erinnerte z.B. die Sonder-Ausstellung der Geschichtswerkstätten Hamburg vom 16.4. bis 30.6.2011 in der Gedenkstätte im ehem. KZ Neuengamme.
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Als sich der Holocaust aufgrund der ideologisch begründeten Rassengesetze der Nazi-Diktatur ausweitete, schuf Kardinal Innitzer die Erzbischöfliche Hilfsstelle für Katholiken jüdischer Herkunft  –  gewissermaßen ein Pendant zur IKG (Israelitischen Kultusgemeinde), der die Rechtsvertretung und Fürsorge für die Glaubensjuden (mosaische Juden) oblag. foto-born-u-verena

So lebten bis 31.12.1941 allein in Wien 7.917 getaufte Juden, die nicht jüdischen Glaubens waren; davon bekannten sich 3.836 Personen als römisch-katholisch. Vor allem für sie wurde diese Erzbischöfliche Dienststelle errichtet.

BILD: Rechts Pater Ludger Born, links Schwester Verena Buben im Dienstzimmer der Erzbischöflichen Hilfsstelle

Die Aufgabenfelder waren umfassend: Beratung in Rechtsfragen, Fürsorge und materielle Hilfe, ergänzende Betreuung für Kinder und Jugendliche, Aufbau eines eigenen Schulwesens („nichtarische“ Kinder durften damals keine öffentlichen Schulen besuchen), Kinderhorte.

Hier wurden die Kinder auch auf die hl. Kommunion und Fir­mung vorbereitet. Zudem wurden Nähstuben eingerichtet und eine wirksame Fürsorge für Kranke und Gebrechliche aufgebaut.

In der „Erzbischöflichen Hilfsstelle“ waren 23 Mitarbeiter/innen tätig, von denen neun in ein Vernichtungslager deportiert wurden, nur eine von ihnen überlebte.

Diese Leistungen der Erzbischöflichen Zentralstelle sind ein bedeutender Aufweis (neben unzähligen anderen Hilfsaktionen), dass die Anschuldigungen Hochhuths in seinem Pamphlet „Der Stellvertreter“ ge­schichtlich nicht zutreffen. Dass sich die damalige Herausgeberin der Wochenzeitung „Die Zeit“, Marion Gräfin Dönhoff, in ihrem Artikel „Eine deutsche Geschichtsstunde“ vom 2.2.1971 Hochhuths Behauptungen anschloss, schadete der Reputation ihrer Zeitung.

Das Buch kann portofrei zum Preis von 19,80 Euro bei uns bestellt werden: felizitas.kueble@web.de  – oder per Tel. 0251-616768