Neue CD mit Glocken- und Orgelklängen aus dem Regensburger Dom

Der Regensburger Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber hat eine neue CD herausgebracht. Er übergab den Tonträger, auf der die Kunst der Orgelimprovisation des Regensburger Domorganisten zu erleben ist, am heutigen Tag an Dompropst Dr. W. Gegenfurtner.

Foto: Bistum Regensburg

 

Das Besondere dieser Aufnahme ist, dass die Orgelimprovisation in ihrer ureigensten Funktion zu erleben ist: in Vorspielen, Zwischenspielen und Nachspielen zu Gesängen des Gottesdienstes, so wie man die Orgel in der Messfeier im Regensburger Dom zu hören bekommt. 

In der würdigen und sensiblen Gestaltung des Gottesdienstes fallen die prinzipiellen Aufgaben der Orgel und des Organisten zusammen, darauf haben sich Orgel und Organist auszurichten. So ist diese Aufnahme auch als kleine Dokumentation des gottesdienstlichen Orgelspiels des derzeitigen Regensburger Domorganisten anzusehen.

Die Gesänge, die den Improvisationen zugrunde liegen, werden von einer Schola ehem. Domspatzen vorgetragen.

Zudem sind die Glocken des Doms zu hören. Diese wurde eigens für diese Produktion aufgenommen. So wurden auf dieser Aufnahme das volle Geläut der Domglocken sowie Einzelglocken aufgezeichnet; dazu gibt es im CD-Beiheft einen kurzen Abriss über die Geschichte der Domglocken und technische Angaben über den derzeitigen Glockenbestand                

Ausführende: Franz Josef Stoiber, Orgel; Schola ehemaliger Regensburger Domspatzen  (Christoph Friebe, Dominik Lindinger, Benedikt Heggemann, Michael Vogl, Simon Wagner) unter Leitung von Karl-Heinz Liebl

Verlag Motette, Gesamtspielzeit 79:04
Erhältlich im Regensburger Info-Zentrum DOMPLATZ 5 zum Preis von 17,90 Euro.
EAN 4008950509310

Quelle: Presseamt Bistum Regensburg


Bistum Regensburg: Eröffnung der Sternsinger-Aktion in Oberalteich unter dem Motto „Segen bringen – Segen sein“

Sternsinger 3 OberalteichAm heutigen Freitagnachmittag hat Diözesan-Administrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner die diözesane Aktion Dreikönigssingen mit einer Andacht in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Oberalteich bei Bogen eröffnet.

Gut 800 Sternsinger, darunter Mädchen und Jungen aus dem gesamten Bistum Regensburg, waren zuvor in einem beeindruckenden Zug bei Gesang und Gebet von der Albertus-Schule in Oberalteich durch den Ortsteil Furth zur Pfarrkirche St. Peter und Paul gezogen, wo der Diözesanadministrator alle Teilnehmer herzlich begrüßte.  Sternsinger 1 Umzug in Furth Oberalteich

Die diesjährige Aktion steht unter dem Leitwort „Segen bringen – Segen sein“.

Träger der seit langen Jahren im Bistum Regensburg gepflegten Aktion Dreikönigssingen ist der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ), die Arbeitsstelle Weltkirche und das Ministrantenreferat im Bischöflichen Ordinariat.

Auf Bundesebene sind die Träger der Aktion der BDKJ zusammen mit dem Kindermissionswerk, das seinen Sitz in Aachen hat.

In den kommenden Tagen werden allein im Bistum Regensburg tausende junger Menschen als Sternsinger den Bewohnern in Dörfern und Städten den Segen Gottes bringen.

Als Beispielland dient für die jungen Menschen heuer das ostafrikanische Tansania. Die Gelder, die die Sternsinger sammeln, werden weltweit für Projekte der Gesundheitsfürsorge eingesetzt. Sternsinger 2 Umzug in Oberalteich

Zu Beginn der Andacht drückte Pater KilianSaum seine Freude darüber aus, daß die diözesanweite Eröffnung der Aktion in Oberalteich stattfindet.

Prälat Dr. Gegenfurtner dankte allen Sternsingern für ihr Engagement: „Vergelt´s Gott für Euren Dienst und dafür, dass Ihr so toll angezogen und geschmückt seid.“  –  Nach der Andacht in der Kirche gab es Tee und Brezeln in der Schule.

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Die Ernennung des Dogmatikers Voderholzer ist eine „Richtungsentscheidung“ des Papstes: „Es geht um Grundfragen des Glaubens“

Die ungewöhnlich schnelle Neubesetzung des Regensburger Bischofsstuhls wird in dem bayerischen Bistum in ersten Reaktionen begrüßt, wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet.

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken, Albert Schmid, spreche von einer „guten Wahl“ Roms mit engen Kontakten zum Vatikan.  borMedia0637701

Die Ernennung von Prof. Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto) setze aber auch ein Signal in Richtung Bischofskonferenz.

Schmid spricht von einer Richtungsentscheidung: „Es geht um die Grundfragen des Glaubens, die der Papst bei seinem Deutschlandbesuch thematisiert hat. Es geht nicht primär um Strukturen und institutionelle Fragen.

Er fügte hinzu: „Es ist die schnellste, an die ich mich erinnern kann.“

Spekulationen, wonach umstrittene Äußerungen von Diözesan-Administrator Wilhelm Gegenfurtner diese Angelegenheit beschleunigt haben, widersprach Schmid ausdrücklich nicht: „Ja, das habe ich mir auch gedacht. Irritationen aus jüngerer Zeit haben wohl die Entscheidung beschleunigt“, sagte er laut Mittelbayerischer Zeitung, ohne Gegenfurtners Namen zu nennen.

Diözesan-Administrator Dr. Gegenfurtner hatte vor zwei Wochen im Regensburger PresseClub öffentliche Sticheleien gegen Glaubenspräfekt Müller sowie Seitenhiebe gegen den Vatikan losgelassen  – und sich überdies auch theologisch weitgehend im Sinne des Modernismus geäußert.

Darüber hatte unser CHRISTLICHES FORUM bereits ausführlich berichtet:

https://charismatismus.wordpress.com/2012/11/25/der-regensburger-diozesan-administrator-stichelt-gegen-den-glaubensprafekten-muller/

Biographische Infos zum neuen Bischof siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2012/12/05/professor-rudolf-voderholzer-wird-neuer-bischof-von-regensburg/

Foto: Bischöfliches Ordinariat Regensburg


Der Regensburger Diözesan-Administrator stichelt gegen Glaubenspräfekt Müller

Dr. Gegenfurtners Aussagen beim Presseclub ließen „aufhorchen“

Am Donnerstag, den 22. November, tagte der Regensburger Presseclub mit Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner, der vom Domkapitel am 3. Juli 2012 zum Diözesan-Administrator gewählt wurde, also zum obersten Verwalter des Bistums, der in diesem Amt tätig ist, bis der Papst einen neuen Oberhirten von Regensburg ernennt.  0007

Dabei soll der Diözesan-Administrator  –  vereinfacht gesagt  –  nicht „gestalten“, sondern „verwalten“, also keine wesentlichen Änderungen vornehmen.

Die Wahl eines Bistumsverwalters wurde erforderlich, nachdem der Regensburger Bischof Dr. Gerhard L.  Müller von Papst Benedikt zum Präfekten der römischen Glaubenskongregation ernannt worden war.

Die Entscheidung des Domkapitels für Dr. Gegenfurtner erstaunte manche vor allem deshalb, weil er als eher liberaler Kirchenmann und insoweit als Gegner von Bischof Müller (siehe Foto)  gilt  –  und daher als Generalvikar vor einigen Jahren abtrat.   

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

Offenbar nutzt der 66-Jährige die jetzige Übergangszeit bzw. „bischofsfreie“ Phase, um ein paar Sticheleien in Richtung Erzbischof  Müller vom Stapel zu lassen.

Natürlich kann der Dompropst mit derlei Seitenhieben bei vielen Medienvertretern recht gut landen, weshalb seine Journalistenrunde vom vorigen Donnerstag in Presse, Funk und Fernsehen erwartungsgemäß positiv kommentiert wurde.

Mehrfach wurde Dr. Gegenfurtner hierbei auch als „Reserve-Bischof“ oder „Übergangsbischof“ bezeichnet.

Der Regensburger Presseclub selber titelte auf seiner Homepage wörtlich:

„Mehr als ein „Übergangsbischof“: Diözesanadministrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner“

(Link: http://www.presseclub-regensburg.de/?page_id=12)

Natürlich ist der Domprobst kein Bischof (geschweige gar „mehr“ als ein Übergangsbischof)  – er wurde nie zum Bischof geweiht, sondern er leitet als Diözesan-Administrator für eine begrenzte Zeit die Bistumsverwaltung.

Ähnlich ungenau wie der Presseclub titelte auch die Mittelbayerische Zeitung: „Klare Worte vom Übergangsbischof“

(Siehe hier: http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10008&pk=853054)

Sodann heißt es dort einleitend und andeutend:

„Im Trachtenjanker und ganz entspannt sitzt Dr. Wilhelm Gegenfurtner, der derzeitige Reservebischof von Regensburg, im Presseclub.  Nach dem Wechsel von Gerhard Ludwig Müller nach Rom ist Gegenfurtner vom Domkapitel zum Diözesanadministrator gewählt worden.

Man kann einen Zwischenraum gestalten und ein paar Akzente setzen, sagt Gegenfurtner über diese Aufgabe und lächelt vieldeutig. So wie noch oft an diesem Abend.“

„Nicht die Menschen müssen sich auf ihre Kirche einlassen…“

Außerdem berichtet die Zeitung über weitere Äußerungen des Bistumsverwalters:

„Nicht die Menschen müssen sich auf ihre Kirche einlassen, die Kirche muss sich auf die Menschen einlassen, so versteht Gegenfurtner den Glauben in der heutigen Zeit.“

Sollen sich die Menschen etwa nicht an Christus und seiner Kirche orientieren? Soll sich stattdessen die Kirche der Welt anpassen? 

Heißt es nicht ganz anders bei Paulus in Röm 12,2: „Paßt euch nicht dieser Welt an, sondern erneuert Eure Gesinnung und Euer Leben!“

Die Mittelbayerische Zeitung(-online) schreibt sodann:

„Der 66-jährige Geistliche liefert dafür im Laufe des Abends eine Reihe von Denkanstößen, die man in Teilen der Kirche als provokant betrachten dürfte. Frauen in Führungsfunktionen? Das ist ein Gebot der Stunde.“

Das Regensburger Wochenblatt berichtete ebenfalls von dieser Runde im „Presseclub“  (siehe hier: http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Der-Reserve-Bischof-bei-dem-der-Heilige-Geist-irrte;art1172,148159).

Das Blatt schreibt einleitend über Dr. Gegenfurtners Positionen:

„Offene Worte ließen aufhorchen“

„Heute spricht er das aus, was viele Menschen in Regensburg, ja in ganz Deutschland denken. Offene Worte, wie man sie im deutschen Klerus und in der Kirche insgesamt vermisst, ließen im Regensburger Presseclub aufhorchen.“

Auf die Journalistenfrage nach dem kirchlichen Arbeitsrecht bzw. einer Entlassung von geschieden-Wiederverheiraten erklärt der Diözesanadministator, daß er eine solche Maßnahme keineswegs mittrage.

Hierzu zitiert ihn das „Wochenblatt“ wie folgt:

„Ich habe als Studentenpfarrer vielfach erlebt, wie schwer es ist, eine Beziehung zu führen. Die Menschen versuchen es, scheitern manchmal – das kann man ihnen nicht vorwerfen“, sagt Gegenfurtner. Das Maß an Zustimmung im Saal ist groß.“

Den Beifall kann man sich leicht vorstellen. Offenbar unterscheidet der Bistumsverwalter jedoch nicht klar zwischen den (nur) Geschiedenen auf der einen und den geschieden-Wiederverheirateten auf der anderen Seite.

Das „Scheitern“ der Ehe bei Geschiedenen führt durchaus nicht zur Entlassung durch das kirchliche Arbeitsrecht, sondern vielmehr erst die Wiederverheiratung, weil dadurch das unauflösliche Eheband mißachtet wird, was biblisch eindeutig belegt ist.

Überdies ist die Ehe in der katholischen Kirche ein Sakrament und damit besonders geheiligt  – sie gehört sowohl zur Schöpfungsordnung Gottes wie auch zur Erlösungsordnung des HERRN, zumal die Ehe ein wirkmächtiges Sinnbild für die Liebe und Treue Christi zu seiner Kirche ist.

„Offene Spitze gegen Gerhard Ludwig Müller“

Zudem gab Dr. Gegenfurtner eim Presseclub zu verstehen, warum er unter Erzbischof Müller nicht Generalvikar blieb:

„Erstmals sagte er in der Öffentlichkeit, was der Grund für sein Ausscheiden aus diesem Amt war: „Eine Reform kann ich nur machen, wenn ich mit den Betroffenen in einen Dialog trete“, eröffnete Gegenfurtner eine offene Spitze gegen Gerhard Ludwig Müller, heute Präfekt der mächtigen Glaubenskongregation. Gegenfurtner spielte damit auf die Abschaffung des Diözesanrates an; Gerhard Ludwig hatte das Gremium per Dekret aufgelöst und durch zwei andere Gremien ersetzen lassen.“

Der Dompropst erwähnte anscheinend nicht, daß das damalige Vorgehen Bischof Müllers in Form und Inhalt kirchenrechtlich korrekt war, was damals vom Vatikan ausdrücklich bestätigt wurde.

Die Zeitung schreibt weiter: „Nicht diese Reform an sich hält Gegenfurtner für falsch, sondern das „Wie“:  „Er hat es angeordnet, das war das Schwierige.““

Wirklich? Was hätte Bischof Müller wohl sonst tun sollen?  – Wird nicht auch im Staat vieles „angeordnet“? Werden Steuerzahler etwa gefragt, wie hoch  –  oder besser gesagt: niedrig  –  sie sich ihre Abgabenlast wünschen?

Hätte der Diözesanrat vielleicht vorher gefragt werden sollen, ob er gleichsam seiner eigenen Selbstauflösung zustimmen möchte?

Immerhin bescheinigt Dr. Gegegenfurtner dem früheren Regensburger Oberhirten Gerhard L. Müller ein „heilsames Wirken“   – so etwa bei den „kirchlichen Schulen“, den bekannten Domspatzen usw…

Frauenweihe?  – „Theologische Debatte erst am Anfang“

Zum Thema „Priesterinnen“ positionierte sich der Diözesan-Administrator ebenfalls in einer Weise, die vielen Zeitgenossen angenehm in den Ohren klingt:

„Nicht direkt zur Ordination von Frauen wollte sich der Dompropst äußern, wohl aber dazu, was er von Frauen in kirchlichen Diensten hält: „Als Superior der Mallersdorfer Schwestern habe ich gelernt, wie viele Begabungen die Kirche nicht nützt!“  – Frauen als Priester, sagte Gegenfurtner, sei ein ganz anderes Thema. „Hier steht die theologische Debatte erst am Anfang.“

In Wirklichkeit ist die „theologische Debatte“ hierüber nicht etwa „erst am Anfang“, sondern seit 2000 Jahren zu Ende  –  und zwar mit Recht, denn aus der Heiligen Schrift und der apostolischen Überlieferung (Urkirche) läßt sich ein Ja zur Frauenweihe nicht begründen.

Die Bibel kennt keine Priesterinnen  –  bzw. nur in Form der Abgrenzung, nämlich gegenüber den heidnischen Priesterinnen des Altertums:

Im Alten Bund  – bei den Israeliten, dem Volke Gottes   – gab es zwar Prophetinnen (z.B. Hannah, Miriam) und Heldinnen bzw. Retterinnen (Esther, Judith), zudem ranghohe Richterinnen bzw. Volksführerinnen wie Deborah, aber keine einzige Priesterin. Daran hat sich im Neuen Bund nichts geändert – und das ist auch gut so.

Dr. Gegenfurtner äußerte sich beim Presseclub auch darüber, wie er sich den neuen Oberhirten von Regensburg vorstellt:

„Der Dompropst, der zusammen mit neun Mitbrüdern aus dem Domkapitel eine Liste mit Vorschlägen an die Bischofskongregation schickte, hat aber klare Vorstellungen von einem Kandidaten: „Ich hoffe, dass der Papst einen Bischof ernennt, der offen mit Menschen umgehen kann, der lange pastorale Erfahrungen hat und der die Zeichen der Zeit erkennt, um die Menschen zu erreichen“, beschrieb Gegenfurtner sein Bild von einem Bischof.“

Zudem berichtet die Zeitung:

„Moderator Gerhard Schiechel hatte sich ein nettes Spiel einfallen lassen. Gegenfurtner sollte auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten, welche Eigenschaften ihm wenig wichtig (1) oder sehr wichtig seien (10 Punkte)

Rückgrat vor Rom? „Zehn!“  –   Sinn für Karriere? „Eins!“   –  Kontinuität im Wirken von Gerhard Ludwig Müller? Gegenfurtner schmunzelt: „Diese Frage überspringen wir!“

Also die höchste Punktezahl für „Rückgrat“ vor Papst und Vatikan.

Um gegenüber Rom „Rückgrat“ zu zeigen, braucht es freilich heutzutage kein wirkliches Rückgrat. Vielmehr darf man sich des Beifalls der veröffentlichten Meinung sicher sein  –  wie sich bei diesem Presseclub-Termin sichtlich bewahrheitete.

Ist Papst Benedikt ein „Rückschritt“?  

Auf die Journalistenfrage, ob der gegenwärtige Papst ein „Rückschritt“ sei, heißt es im Wochenblatt:

„Gegenfurtner überlegt lange. „Ich habe es schon mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass Benedikt den Stab Pauls VI. abgelegt hat. Der sollte ja dafür stehen, dass der Papst den Armen nahe steht.“   –  Paul VI. hatte das Vatikanum weiter geführt und gleichzeitig die Tiara, die dreifache Papstkrone, abgelegt. „Da wird mancher Thron wieder hervorgeholt, der längst vergessen war“, sagt Gegenfurtner, sichtlich bedrückt. „Aber andererseits ist dieser Papst ein klarer Deuter des Konzils. Ich weiß es nicht. Ich kann das geschichtlich nicht einordnen.“

Wie immer der Dompropst das Pontifikat von Papst Benedikt „geschichtlich einordnet“ oder auch nicht  –  der Papst wird es möglicherweise auch „einordnen“, was der Bistumsverwalter der Journalistenrunde hier inhaltlich präsentiert hat  –  und möglicherweise noch in diesem Jahr einen neuen Oberhirten für die bayerische Diözese einsetzen.

Mitunter dauert die Ernennung eines neuen Bischofs ein Jahr oder gar länger.  In diesem Fall wäre es – wie ich meine  – zu wünschen, daß recht bald ein prinzipienfester  Hirte als Nachfolger von Bischof Müller ernannt wird, damit das Bistum Regensburg glasklar auf der Spur des Glaubens bleibt, statt auf dem Sand des Zeitgeistes auszurutschen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Fotos: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Regensburger Domspatzen nehmen 46 junge Sänger in den Chor auf

Bereits zum dritten Mal wurden die neuen Knabenstimmen des Regensburger Domchors in einem besonderen Gottesdienst in die Schar der Regensburger Domspatzen aufgenommen.

Im Rahmen des Ehemaligentreffens fand am Samstag im Dom St. Peter eine Wort-Gottes-Feierstatt, in deren Rahmen die Aufnahme vorgenommen wurde.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Zelebrant war Diözesanadministrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner, der zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates der Regenburger Domspatzen ist.

Insgesamt 46 Jungen in den Klassen 5a und 5b sind in diesem Schuljahr 2012/13 neu bei den Regensburger Domspatzen und gehören gegenwärtig den beiden Nachwuchschören an, die von Kathrin Giehl oder Karl-Heinz Liebl geleitet werden  –  oder sie besuchen die hausinterne Chor-Vorschule unter Leitung von Vroni Bertsch.

19 Jungen besuchen das Musikgymnasium als Internatsschüler und 26 als Tagesschüler. Ein Schüler hat den Status eines Stadtschülers.

Die Internatsschüler kommen aus ganz Bayern bzw. darüber hinaus, u.a. aus Frankfurt am Main, Trausnitz, Dingolfing, Bad Neustadt, Weiden oder Tutzing.

Die Tagesschüler leben bei ihren Eltern in Regensburg und Umgebung  –  und sie verbringen den Schultag mit Unterricht, Freizeit, Hausaufgabenbetreuung und Chorstunden im Gebäude an der Reichsstraße.

In seiner Predigt bezog sich Prälat Gegenfurtner auf die Tageslesung aus dem Buch Jesaia („Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein…“).

Diese Zeilen erinneren an einen Brauch, der noch heute in Israel praktiziert wird: dabei schreiben Menschen den Namen eines Freundes in die eigene Hand, um zu zeigen, dass dieser Freund bei ihnen ist und sie ihn in der eigenen Hand behüten. Dies, so der Dompropst, sei ein einzigartiges Sinnbild, was man alles mit den Händen tun könne: Andere beschützen und gut behandeln  –  oder auch zerdrücken.

Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg

An die jungen Domspatzen gerichtet betonte Dr. Gegenfurtner: „Bei Euch kommt es nun darauf an, dass ihr gut aufgehoben seid. Dass ihr aufeinander aufpasst, dass einer den anderen hält. Ihr gehört zusammen. Mit der Aufnahme in den Domspatzenchor gehört ihr nun zu einer wichtigen Gemeinschaft, die ihr pflegen sollt. Mit Kraft und Mut müsst ihr Euch daransetzen, dass sich der andere geborgen fühlt. Im Chor ist es wie beim Fußball: Nur die geschlossene Mannschaft kann ein Spiel gewinnen!“

Im Anschluss riefen die Chorleiter jeden einzelnen Sänger auf und Domkapellmeister Roland Büchner, Dompropst Dr. Gegenfurtner und Internatsdirektor Domvikar Rainer Schinko überreichten den jungen Sängern ihren persönlichen „Stimmband“, in welchem sich das jeweils aktuelle Notenmaterial befindet.

Eine Knabenstimme aus dem Konzertchor führte dann den neuen Sänger zu seinem Platz in der Liturgie, nämlich vor den silbernen Hochaltar des Domes.

Die Feier wurde gestaltet mit Gesängen von Knut Nystedt, Felix Mendelsssohn Bartholdy, Gregor Aichinger und Maurice Duruflé.

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Zahlreiche Feiern in Rom und Regensburg zur Heiligsprechung Anna Schäffers

Die Heiligsprechung der seligen Anna Schäffer findet am kommenden Sonntag in Rom statt. Auch im gesamten Bistum Regensburg wird am Wochenende  –  und darüber hinaus  –  die Heiligsprechung im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner wird sich mit einem eigenen Wort an die Gläubigen des Bistums wenden. Das Wort wird am Ende eines jeden Gottesdienstes am Sonntag, 21. Oktober, verlesen, um die Bedeutsamkeit dieses Ereignisses hervorzuheben.

Der Regensburger Pilgerschal zur Heiligsprechungsfeier

In den Pfarreien werden die Glocken an diesem Sonntag ab 12 Uhr eine Viertelstunde lang läuten. Die Feier der Heiligen Messe im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg, die traditionell um 12 Uhr beginnt, wird entsprechend später beginnen.

Bereits am Samstag, 20. Oktober 2012, feiert Subregens Anton Spreitzer in Mindelstetten die Vorabendmesse um 19 Uhr. Im Anschluß daran wird Weihbischof Reinhard Pappenberger den Reliquienschrein vor den Altar der neuen Pfarrkirche übertragen. Eine öffentliche Verehrung ist dabei  nicht vorgesehen.

Am Sonntag, den 21. Oktober 2012, wird die Kirche von Mindelstetten bereits um 7 Uhr geöffnet. Die Heilige Messe wird in Offendorf um 8 Uhr gefeiert. Ab 9.15 Uhr wird der Heiligsprechungsgottesdienst aus Rom bis um 12.25 Uhr auf Leinwand übertragen.

Anschließend besteht die Möglichkeit zur stillen Verehrung der Reliquien bis zum Pontifikalgottesdienst, den Weihbischof Reinhard Pappenberger ab 15 Uhr feiern wird. Nach dem Pontifikalamt werden die Reliquien an das Grab der heiligen Anna Schäffer in die alte Pfarrkirche übertragen.

Am darauffolgenden Sonntag, den 28. Oktober 2012, feiert Weihbischof Pappenberger im Hohen Dom zu Regensburg einen Pontifikalgottesdienst, um für die erfolgte Heiligsprechung zu danken.

An diesem Tag wird das Reliquiar mit Reliquien der heiligen Anna Schäffer um ca. 13.30 Uhr von einer Delegation aus Mindelstetten nach Regensburg gebracht. Im Rahmen des liturgischen Einzugs wird es feierlich in den Dom getragen und dort vor dem Altar auf einer Stele aufgestellt. Nach dem Gottesdienst wird ca. eine Stunde lang Zeit sein, um vor dem Schrein in Besinnung, Gebet und Gesang zu verweilen.

Nach dem Pontifikalamt verbleibt der Reliquienschrein bis Allerheiligen im Dom. In dieser Zeit soll an jedem Tag um 12 Uhr eine Anna-Schäffer-Statio stattfinden.

Ab dem 2. November 2012 können die Pfarreien des Bistums im Pfarrbüro Mindelstetten anzeigen, daß sie den Reliquienschrein zur Verehrung bei sich haben möchten. Diesen Pfarreien wird der Schrein zusammen mit einem Bild von Anna Schäffer, mit Gestaltungshilfen für Gottesdienste, Gruppenstunden und Religionsstunden und einer kurzen Lebensbeschreibung von Anna Schäffer Pfarreien zur Verehrung zur Verfügung gestellt.

Feierlichkeiten in Rom um die Heiligsprechung

Am Samstagabend, den 20. Oktober, organisiert die „Jugend 2000” in der  Kirche Santa Maria dell’Anima an der Piazza Navona in Rom, direkt hinter der Kirche Sant’Agnese, ein „Nightfever“.

Der Gebetsabend zur Vorbereitung am Vorabend der Heiligsprechung von Anna Schäffer findet von 21 bis 23 Uhr statt. In der Kirche gibt es Musik und Zeiten der Stille sowie die Möglichkeit zu Gebet und Beichte.

Auf der Piazza Navona wird auf die dann in wenigen Stunden anstehende Heiligsprechung aufmerksam gemacht. Außerdem wird zum Besuch des geistlich gestalteten Abends in die Kirche Santa Maria dell’Anima eingeladen.

Die Höhepunkte dieser Tage in Rom werden sein:

Das feierliche Pontifikalamt mit Erzbischof Dr. Gerhard L. Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, am Samstag, 20. Oktober, ab 18 Uhr in der Basilika St. Paul vor den Mauern;

die Heilige Messe mit Papst Benedikt XVI. ab 9.30 Uhr auf dem Petersplatz, in deren Verlauf die Heiligsprechung erfolgt;

sowie schließlich das Pontifikalamt mit Erzbischof Müller als Dankgottesdienst am Kathedra-Altar in St. Peter, am folgenden Montag, den 22. Oktober, ab 10 Uhr.

An den Gottesdiensten werden jeweils rund 2000 Gläubige aus dem Bistum Regensburg teilnehmen.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Regensburg: Das für heute geplante „Gebet am Kreuz“ auf dem Islinger Feld entfällt

Stattdessen Gottesdienstfeier in St. Franziskus in Burgweinting

Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse wird das heute stattfindende traditionelle „Gebet am Kreuz“ auf dem Islinger Feld in Regensburg in das Gotteshaus St. Franziskus in Burgweinting verlegt.

Diözesan-Administrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner feiert dort um 19 Uhr mit den Gläubigen einen Gottesdienst. Alle Regensburger sind zur Mitfeier recht herzlich eingeladen.

Pendelbus für alle Gläubigen!
Für die Hin- und Rückfahrt wird ein Pendelbus eingerichtet. Der Bus fährt um 18.30 Uhr von St. Anton über St. Albertus Magnus nach Burgweinting. Nach dem Gottesdienst fährt der Bus die gleiche Strecke zurück. Die Mitfahrt ist kostenlos.

Heute, am 12. September 2012, jährt sich zum sechsten Mal der historische Besuch von Papst Benedikt XVI. in Regensburg. Auf dem Islinger Feld feierte er mit hunderttausenden Gläubigen die Eucharistie. Daran erinnert noch heute das weit aufragende Kreuz.

Mit bestem Gruß
Jakob Schötz

stellvertretender Leiter / Pressesprecher
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