Regensburger Bischof Dr. Voderholzer gegen weitere Aushöhlung des Sonntags

Bistum befürwortet „Allianz für den Sonntag“

Der Sonntag als prinzipiell arbeitsfreier und auch handelsfreier Tag sehe sich immer wieder den Begehrlichkeiten von Industrie und Handel ausgesetzt, betonte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer bei der heutigen Eröffnung der Wolfgangswoche in der Basilika St. Emmeram in Regensburg.

Die neueste Forderung laute, nicht nur vier, sondern zehn verkaufsoffene Sonntage zu genehmigen. „Ich weise diesen erneuten Anschlag auf den Sonntag zurück. Eine weitere Aushöhlung des Sonntags kann nicht mehr hingenommen werden“, so der Regensburger Oberhirte (siehe Foto).

Es gebe schon genügend Menschen, die am Sonntag arbeiten. In der Gastronomie, im Nahverkehr, auch in der Kirche. Gerade als überindividuelle Institution ermögliche der Sonntag, als gemeinsamer Feiertag viele gemeinschaftsstiftende Aktivitäten. Deshalb sei der Sonntag auch als Kulturgut höchsten Ranges, als soziale Einrichtung, äußerst schützenswert gegenüber allen ökonomischen Verrechnungs- und Vereinnahmungsversuchen, betont Bischof Voderholzer.

„Gerne verbünde ich mich bei diesem Anliegen auch mit nicht-kirchlichen Organisationen und Institutionen zur ‚Allianz für den Sonntag‘, die den arbeitsfreien Sonntag auch aus rein menschlichen Gründen verteidigen und schützen“, hebt der Bischof hervor.

Der Glaube, der vor allem am Sonntag gefeiert werde, müsse ausstrahlen in die Woche hinein und das tägliche Leben bestimmen. Dort wo der Sonntag vernachlässigt werde, wo die gottesdienstliche Versammlung ausfalle, verdorre der Glaube, verkümmere die Hoffnung und erlahme schließlich auch die Liebe.

Info zur WOLFGANGSWOCHE im Bistum Regensburg:

Der hl. Bischof Wolfgang ist († 31.10.994) der 13. Oberhirte der Diözese Regensburg und der erste Bistumspatron. Zur Eröffnung der Wolfganswoche wird der Schrein mit den Gebeinen des hl. Bischof Wolfgang in einer Prozession aus der Wolfgangskrypta in die Basilika übertragen.

Anlässlich der Heiligsprechung von Bischof Wolfgang im Jahre 1052 durch Papst Leo IX. fanden seine Gebeine in der damals neu errichteten Krypta unter der Basilika St. Emmeram eine neue Heimat. Bis zum 24. Juni werden heuer täglich Gottesdienste zu Ehren des Bistumspatrons gefeiert. Höhepunkt bildet die Priesterweihe im Dom St. Peter (Beginn 8:30 Uhr) am letzten Tag der Wolfgangswoche.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg

 


Regensburg: Bischof Rudolf Voderholzer weiht am 25. Juni sieben Männer zu Priestern

Erstmals Live-Streaming aus dem Regensburger Dom

Am Samstag, dem 25. Juni 2016, spendet Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Rahmen eines Pontifikalamtes im Regensburger Dom sieben Männern das Sakrament der Priesterweihe. Die Feier ist der Höhepunkt der Wolfgangswoche. Bernhard, Pastötter Handauflegung

Beginn des feierlichen Gottesdienstes ist um 8.30 Uhr. Alle Gläubigen sind recht herzlich zur Mitfeier eingeladen.

Erstmals bietet das Bistum Regensburg für alle Menschen, denen es aus gesundheitlichen oder organisatorischen Gründen nicht möglich ist, in den Dom zu kommen, ein Live‐Streaming der Priesterweihe an.

Auf der Homepage des Bistums Regensburg unter http://www.bistum‐regensburg.de kann die Übertragung aufgerufen werden. Direkt im oberen Bereich der Startseite ist der Hinweis „Live‐Stream Priesterweihe“ zu finden. Dahinter verbirgt sich in der Rubrik „Mediathek“ ein Video‐Player mit dem Live‐Streaming.

Kurz vor 8:30 Uhr startet die Live‐Übertragung aus der Kathedrale St. Peter.

FOTO: Bischof Voderholzers sakramentale Handauflegung bei einer Priesterweihe

Die Weihekandidaten in diesem Jahr sind:
Eigendorf Ulrich, Heimatpfarrei Herz‐Jesu, Teublitz
Fenk Daniel, Heimatpfarrei St. Jakobus, Hahnbach
Fischer Thomas, Heimatpfarrei St. Ulrich, Dieterskirchen
Rein Florian, Heimatpfarrei St. Martin, Engstingen (Reutlingen)
Treittinger Hans‐Jürgen, Heimatpfarrei Herz Jesu, Regensburg
Treittinger Peter, Heimatpfarrei Herz Jesu, Regensburg
Weindler Florian, Heimatpfarrei Maria Geburt, Nittenau

Quelle (Text/Foto): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Regensburg: Termine der Wolfgangswoche

Vom kommenden Sonntag, den 21. Juni, bis zum folgenden Samstag, den 27. Juni, findet in Regensburg die traditionelle und bewährte Wolfgangswoche statt.

Höhepunkt wird die Priesterweihe am Samstag im Dom St. Peter sein. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto) wird in diesem Rahmen drei jungen Männern das Sakrament der Priesterweihe spenden.  borMedia1840101

Am Sonntag führt der Regensburger Bischof die Gebetswoche mit der Feier eines Pontifikalamts in der Basilika St. Emmeram fort. Beginn des feierlichen Gottesdienstes ist um 10 Uhr.

Tags darauf, am Montag, den 22. Juni, ist Pontifikalamt mit den Priestern und Diakonen in St. Emmeram. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr. Am Abend, 19.30 Uhr, ist Eucharistiefeier mit den Kolpingsfamilien (Präses Stefan Wissel).

Am Folgetag, dem Dienstag, zelebriert Weihbischof Reinhard Pappenberger die hl. Messe mit der Gebetsgemeinschaft für Berufe der Kirche (10 Uhr). Es folgt im Anschluss die Begegnung im Kolpinghaus.

Dompropst Dr. W. Gegenfurtner feiert die Messe mit den Senioren ab 14.30 Uhr – mit sich anschließender Begegnung im Diözesanzentrum Obermünster (DZO). Pater Dr. Jakob Seitz schließlich feiert Gottesdienst mit den Mitgliedern des KDFB.

Der Mittwoch ist geprägt von den Eucharistiefeiern mit den Religionslehrern, Gemeinde- und Pastoralreferenten. ????????????????????????????????????????????Zelebrans ist – es gibt auch hier eine Begegnung im Pfarrgarten – Domkapitular Johann Neumüller. Um 18 Uhr feiert Bischof Voderholzer ein Pontifikalamt in Anwesenheit der Ordensleute sowie der Mitglieder der Geistlichen Gemeinschaften.  

Der Donnerstag, 25. Juni, sodann ist den Mitarbeitern des Bischöflichen Ordinariats Regensburg gewidmet – nach der Pontifikalmesse kommt es auch in diesem Falle zu einer Begegnung der Mitarbeiter mit dem Bischof, ebenfalls im benachbarten Pfarrgarten.

Um 16.30 Uhr feiert Domvikar Harald Scharf den Wortgottesdienst mit Kindern, die in diesem Rahmen einzeln gesegnet werden. Die Eucharistie mit den Männer- und Vätergemeinschaften ist um 19 Uhr. Das Taizé-Gebet mit Kreisjugendseelsorger Udo Klösel beendet den Tag in geistlicher Hinsicht ab 21.30 Uhr.

Den Mitarbeitern der Caritas ist der Freitagvormittag gewidmet. Am Abend ist ab 19 Uhr der Gottesdienst mit der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) sowie mit den ausländischen Mitbürgern. In diesem Falle ist Msgr. Thomas Schmid der Zelebrant.

Nach dem Pontifikalgottesdienst mit Priesterweihe, Samstag ab 8.30 Uhr, ist am Nachmittag, ab 15 Uhr, die Dankandacht der Neupriester mit der Spendung des Primizsegens sowie mit der Reponierung des Wolfgangsschreins in der Krypta von St. Emmeram. Weihbischof Dr. Josef Graf wird in diesem Falle zelebrieren.

Das komplette Programm: http://www.bistum-regensburg.de/fileadmin/redakteur/PDF/Wolfgangswoche_Programm.pdf

Quelle: Bistum Regensburg
 


Regensburg: Bischof Rudolf Voderholzer eröffnet Wolfgangswoche und appelliert an die EKD: „Kehrt bitte auf den Boden der Heiligen Schrift zurück!“

Abkehr vom christlichen Eheverständnis beklagt

Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer sieht in der Orientierungsschrift der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland)  zu Fragen von Ehe und Familie einen Kurswechsel und eine Abkehr von der biblischen Sicht von Mann und Frau.

In einer Predigt zum Auftakt der Wolfgangswoche in der Regensburger Sankt-Emmerams-Kirche am vergangenen Sonntag (siehe Foto) bittet er die „evangelischen Mitchristen“: 05 emmeram

„Kehrt bitte auf den Boden der Heiligen Schrift zurück. Welchen Sinn soll Ökumene haben, wenn das gemeinsame Fundament der Heiligen Schrift nicht mehr ernst genommen wird?“

Die Heilige Schrift ernst nehmen, das bedeute, sie von Christus her zu verstehen und auszugehen von seinem Wort, seinen Taten und seiner göttlichen Sendung.

Wer die Heilige Schrift interessensgebundenen oder gefälligen Zielen unterwerfe, der könne aus ihr alles Mögliche herauslesen. Eine Nähe zu Gott und eine Gemeinschaft in der Nachfolge Christi wachse auf diese Weise nicht.

Bischof Voderholzer erklärt:

„Wie können wir ein gemeinsames Zeugnis für die zukunftsweisende Kraft des Glaubens auf dem Katholikentag in Regensburg geben, wenn wir uns in grundlegenden Fragen nicht mehr auf das gerade in diesem Fall eindeutige Zeugnis einer von Christus her verstandenen Bibel berufen? Mann und Frau sind füreinander geschaffen, auf dass sie in unverbrüchlicher Treue miteinander leben und glücklich werden.“

Die Weisung der Bibel gipfele in den Worten Jesu: „Was Gott verbunden habe, das darf der Mensch nicht trennen.“

Die Christen hätten von Anfang an diese Weisung Christi klar verstanden, so der Regensburger Oberhirte. Schon ein Johannes der Täufer an der Schwelle zum Neuen Testament oder ein Thomas Morus im 16. Jahrhundert waren bereit, für das biblische Ehe-Ideal mit ihrem Leben zu bezahlen.

„Es geht um die Schöpfungsordnung Gottes!“

Bischof Voderholzer erläutert: „Es geht hier auch nicht um ein paar moralische Fragen. Es geht um die Schöpfungsordnung, um die Einsicht: In der gegenseitigen Anziehung von Mann und Frau, in der Bezogenheit von Frau und Mann aufeinander hat der Schöpfer die Zukunft Menschheit, die Zukunft von Gesellschaft und Kirche gelegt. Damit wird niemandem eine Lebensweise vorgeschrieben. Aber es wird die besondere Schutzwürdigkeit von Ehe und Familie als Keimzelle der Gesellschaft und als Ort der Zukunftsfähigkeit der Menschheit herausgestellt.“

Der tiefste Grund für das katholische Verständnis von der Ehe sei das Wirken Jesu selbst, der sich als Bräutigam seines Volkes Israel vorstellt. Die Verbindung von Mann und Frau im Glaubensraum der Kirche sei Darstellung der Beziehung Christi und seiner Kirche und darum ein heiliges Zeichen, das den Eheleuten auch die Gnade Christi schenke, dem hohen Anspruch einer Liebesbeziehung gerecht zu werden.

Der Regensburger Oberhirte stellt klar:

„Das ist ein hoher Anspruch, aber auch ein großes Glück und eine große Befreiung. Wir verkennen nicht, dass man an diesem hohen Ideal auch scheitern kann. Und unsere pastorale Sorge gilt insbesondere auch denen, die daran gescheitert sind. Aber müssen wir nicht auch von der Gnade sprechen und sie hochhalten, die darin besteht, dass es ungezählte Beispiele der gelungenen Verwirklichung dieses Ideals gibt? Erst vorigen Sonntag durften wir mit 650 Ehepaaren im Regensburger Dom deren Jubiläen feiern.“

Quelle:
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