Ewig denkt der HERR an seinen Bund

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 105 (104), 4 ff.

Fragt nach dem HERRN und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!
Denkt an die Wunder, die ER vollbracht hat,
an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.

Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die ER erwählt hat.
ER, der Ewige, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.

Ewig denkt ER an seinen Bund,
an das Wort, das ER gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den ER mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den ER Isaak geschworen hat.

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Leuchtende Madonnenstatue in Medjugorje?

Von Felizitas Küble

Die wundersüchtige Dreistigkeit im kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort Medjugorje (Bosnien-Herzegowina) wirkt schon einzigartig. 

Als Beispiel mag die sensationelle Geschichte um eine angebliche „Leucht-Madonna“ gelten, die vor allem von der Hauptseherin Vicka  – in deren Elternhaus jene Statue sich befand – durch etliche Interviews verbreitet wurde.

Obwohl jenes Mirakel vom Oktober 2013 längst wissenschaftlich als Betrug widerlegt wurde, hindert dies das offizielle Medjugorje-Portal nicht daran, sie bis heute weiter wie ein echtes Wunder zu präsentieren – man lese und staune: https://www.medjugorje.de/medjugorje/phaenomene/leuchtende-statue/

Dort heißt es wörtlich:

„In Medjugorje berichteten am 23. September 2013 Augenzeugen über ein Leuchten einer Muttergottes Statue im Elternhaus der Seherin Vicka Ivankovic-Mijatovic…Immer mehr Interessierte fanden sich ein, um mit eigenen Augen zu sehen, was sie über das Geschehen erfahren haben.

Schon bald konnte das „Rätsel“ um die wundersame Statue gelüftet werden, wie unser CHRISTLICHES FORUM damals bereits Anfang November 2013 berichtete:

„Im September 2013 stellte sich heraus, dass eine im Dunklen leuchtende Marienstatue aus dem Besitz der Seherin Vicka Ivanković-Mijatović mit Leuchtfarbe bestrichen worden war. Der kroatische Chemiker Pavle Močilac identifizierte die Substanz als Farbe auf der Grundlage von Strontiumaluminat. In den Tagen zuvor hatte das vermeintliche Wunder mehr als 15.000 Gläubige angezogen.“   (Quelle: https://charismatismus.wordpress.com/2013/11/08/medjugorje-wunder-statue-erweist-sich-als-dreister-schwindel/)

Übrigens sind die monatlichen Medjugorje-Erscheinungen an die Visonärin Mirjana angesichts der Corona-Krise kürzlich abrupt beendeet worden – angeblich von der Madonna selbst. – Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2020/03/19/hat-die-madonna-jetzt-angst-vor-corona/

 


Medjugorje: Seher/innen sind religiös nicht reif und psychologisch unausgeglichen

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In „IlSegnoDiGiona.com“ wurden Details aus einem 30-seitigen Bericht über Medjugorje bekannt, der 2010 von der vatikanischen Untersuchungskommission des Bischofs Camillo Ruini von Rom für die Glaubenskongregation erstellt wurde.
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In der von vielen Kroaten bewohnten Pfarrei Medjugorje in Bosnien-Herzegowina soll es seit Sommer 1981 bereits weit über 40.000 (!) Marienerscheinungen gegeben haben.
Alle bisherigen Ortsbischöfe von Mostar – der zuständigen Diözese – äußerten sich öffentlich gegen die Echtheit der Phänomene und kritisierten zahlreiche Lügen der Seher sowie die theologische Unausgegorenheit vieler „Botschaften“.
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Während die beiden Bischöfe Zanic und Peric davon ausgehen, daß auch die ersten Erscheinungen vom Juni und Juli 1981 un-echt sind, gibt sich der Ruini-Bericht hier leichtgläubiger, wenn er meint, die ersten sieben Stelldicheins der „Madonna“ seien glaubwürdig – aber wohlgemerkt: nur diese ersten sieben!
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Kritisch sieht die Ruini-Kommission dem Bericht zufolge jedoch die „wiederholte Banalität“ in den Botschaften von Medjugorje. Tatsächlich sind diese angeblichen „Offenbarungen“ des Himmels bestenfalls theologisch nichtssagend, überflüssig – und nicht selten inhaltlich irreführend.
 
Außerdem vermißt die Untersuchungskomission tatsächliche Wunder wie z.B. wissenschaftlich anerkannte Heilungen (wie es diese seit langem in Lourdes gibt, wo sie von einem internationalen Ärzte-Kommitee seriös und kritisch untersucht werden).
 
Skeptisch äußert sich der Ruini-Bericht demnach auch über die finanziellen Interessen der Seher/innen von Medjugorje, die zudem „religiös nicht reif und in einigen Fällen psychologisch unausgeglichen“ seien.
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Quelle für die Zitate (ungarisch): https://gloria.tv/post/4b1uWW627jg6AHPyko4pEoVS1

Sievernicher Wunderkreis: Vom Rosenduft und dem „Jesulein“ in der Hostie

Von Felizitas Küble

Um die Jahrtausendwende und noch ein paar weitere Jahre erregten die Erscheinungen von Sievernich bei Düren in frommen Kreisen viel Aufsehen, es wurden Bücher und Broschüren über die „Botschaften“ der angeblichen Himmelsmutter veröffentlicht. Der kleine Ort im Bistum Aachen wurde zum „magischen“ Anziehungspunkt von Gläubigen, Leichtgläubigen und Abergläubischen.

Die junge Seherin und Ehefrau Manuela Strack erklärte damals, die Madonna habe sich ihr als „Maria, die Makellose“ bezeugt. Pünktlich erschien sie in Sievernich stets am ersten Montag im Monat und gab „große Botschaften“ zum Besten, die allerdings im Jahre 2002 aufhörten.

BILD: Eines der vielen Sievernicher Empfehlungsbücher

Dennoch gingen die Erscheinungen bis Anfang 2005 weiter, wenngleich nur noch mit „kleine Botschaften“ für Manuela Strack und ihren Umkreis. Das genügte freilich, um die „Blaue Gebetsoase“ der Visionärin weiter am Leben zu erhalten.

Interessanterweise wurde die Erscheinungs-Maria mehrfach durch den Erzengel Gabriel vertreten:
Das wurde „notwendig“, weil die Gottesmutter damit beschäftigt war, ihre Seherin auf Reisen zu begleiten, z.B. nach Rom, wo Manuela angeblich Papst Johannes Paul II. in einer Audienz in „versiegelter“ Form ihre „drei Schlüsselgeheimnisse“ überreichte. (Der Nachahmungs-Trick mit den „drei Geheimnissen von Fatima“ ist unverkennbar.) Diese Privatwallfahrt nach Rom wurde als „Auftrag der Himmelskönigin“ (miß)verstanden und die ganze Sache mächtig aufgebauscht.

Zeitweise ist Ortspfarrer Heribert Kleemann der Beichtvater Manuelas gewesen; er war der Seherin anfangs gewogen, später wurde er kritischer und starb tragischerweise durch einen Unfalltod.
Auch Dr. Johannes Bündgens  – der spätere Weihbischof von Aachen  – war als Seelenführer der Seherin eingesetzt.
Dieser hohe Geistliche ist derzeit mit massiven Finanzvorwürfen konfrontiert, die aber nicht Gegenstand dieses Artikels sind (siehe hier: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/aachener-weihbischof-buendgens-muss-vor-gericht/).

Hier geht es vielmehr darum, den speziellen „Wundern“ von Sievernich näher auf den Zahn zu fühlen.

Dabei fällt auf, daß in den Jubelberichten der Fangemeinde über die wundersamen Geschehnisse dort in der Pfarrkirche vor allem zwei Phänomene besonders hervorstechen: Ein besonderer „Rosenduft“ und das kleine „Christkind“ in der hl. Hostie oder direkt davor.

Wir finden die „Zeugnisse“ daüber dutzendfach auf dieser Seite: https://maria-die-makellose.de/zeugnisse.html

ROSENDUFT:

Ein „besonderer Duft“  – meist wird er als Rosenduft beschrieben – spielt häufig im Umfeld von fragwürdigen Vorkommnissen eine große Rolle, z.B. bei den – kirchlich nicht anerkannten – Erscheinungen von Heroldsbach, Schio, von Medjugorje und vor allem von Montichiari (Rosa Mystica).

Auch unter den Sievernich-Anhängern, die hier ihr „Zeugnis“ von Sonderlerebnissen geben, befinden sich Fans von Heroldsbach, Schio und Medjugorje. Damit schließt sich wieder einmal der Wunderkreis.

Anscheinend stellt sich keiner dieser Duftnoten-Verkünder die naheliegende Frage, welchen theologischen SINN denn ein solches Phänomen haben könnte. Oder hat der Allmächtige es etwa nötig, mit einer „Duftnote“ auf sich aufmerksam zu machen? Spielt er auf dem Klavier der „Sinnlichkeit“? Warum gibt es den „Rosenduft“ kein einziges Mal als Wunderzeichen in der Heiligen Schrift?

JESUSKIND in der HOSTIE:

Bei den „Zeugnissen“ der Sievernich-Bewegten geht es allerdings meist um die Wahrnehmung eines Kleinkindes (oft einige Monate bis 1 Jahr alt), das sich in oder vor der Hostie im Tabernakel befindet und von vielen Betenden wahrgenommen wird – interessanterweise aber nicht von allen. Spielt also die Erwartungshaltung der jeweiligen Personen eine Rolle? Die (Sehn-)Sucht nach etwas Außergewöhnlichem? Ein schwacher Glaube, der nach „Zeichen“ sucht?

Wie dem auch sei, eines steht fest:

Christus ist nicht als Säugling im Altarsakrament zugegen, sondern so, wie er im Himmel lebt und wirkt – folglich als der Gekreuzigte und Auferstandene, als Gottmensch in seiner verklärten Leiblichkeit und Herrlichkeit. So lehrt  und verkündet es seit jeher die Kirche.

Weder „Seherin“ Manuela – die ebenfalls von diesen Jesuskind-Visionen in der Hostie berichtet – noch die anderen Schaulustigen machen sich klar, wie theologisch sinnlos, ja sinnwidrig ihre diesbezüglichen Erlebnisse sind, mögen sie davon auch noch so sehr entzückt sein.

Wenn Christus, der Erlöser und HERR aller Zeiten, als Kleinkind buchstäblich verniedlicht wird, ist dies im Zusammenhang mit seiner Realpräsenz im Altarsakrament eine religiöse Irreführung im „Gewand“ eines frommen Kitsches.

HIER unser ausführlicher Artikel über die Vorgänge von Sievernich aus dem Jahr 2013: https://charismatismus.wordpress.com/2013/07/20/gab-es-in-sievernich-botschaften-des-himmels-an-die-seherin-manuela/

 


HERR, erfreue Deinen Knecht, denn ich erhebe meine Seele zu Dir!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 86 (85),3-4.5-6.9-10.

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o HERR!
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
HERR, erfreue deinen Knecht;
denn ich erhebe meine Seele zu dir.
 

HERR, du bist gütig und bereit zu verzeihen,
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
Vernimm mein Beten,
achte auf mein lautes Flehen!

Alle Völker kommen und beten dich an,
sie geben, HERR, deinem Namen die Ehre.
Denn du bist groß und tust Wunder;
du allein bist Gott.


Ewig denkt der HERR an seinen Bund!

Liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 105(104),4-5.6-7.8-9.

Fragt nach dem HERRN und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!
Denkt an die Wunder, die ER getan hat,
an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.
.
Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die ER erwählt hat.
Der HERR ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.
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Ewig denkt ER an seinen Bund,
an das Wort, das ER gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den ER mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den ER Isaak geschworen hat.


GOTT bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 111 (110),1-2.4-5.9.10c.

Den HERRN will ich preisen von ganzem Herzen
im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde.
Groß sind die Werke des HERRN,
kostbar allen, die sich an ihnen freuen.
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ER hat ein Gedächtnis seiner Wunder gestiftet,
der HERR ist gnädig und barmherzig.
ER gibt denen Speise, die ihn fürchten,
an seinen Bund denkt ER auf ewig.
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ER gewährte seinem Volk Erlösung
und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.
Furchtgebietend ist sein Name und heilig,
sein Ruhm hat Bestand für immer.