Beleg für schriftgetreue Überlieferung des AT über Jahrtausende hinweg

Vor über 45 Jahren fand man sie in Israel   –  genauer gesagt: in der Wüste Negev  –  die En-Gedi-Schriftrolle. Archäologen hielten sie für ein verkohltes Stück Holz, doch sie ist ein bedeutendes historisches Dokument. polskaweb

Ein Jahr arbeiteten Forscher daran, das gut 1500 Jahre alte Papyrus virtuell zu entpacken und lesbar zu machen. Mit großem Erfolg. (…)

Den Text von En-Gedi hält der jüdische Bibelforscher Emanuel Tov von der Hebräischen Universität Jerusalem für ein Bindeglied, ein Beispiel der Kontinuität zwischen dem uralten biblischen Text und der spätmittelalterlichen Überlieferung:

„Das ist ein klares Zeichen der Kontinuität. Der Text dieser Schriftrolle aus dem sechsten Jahrhundert ist identisch mit demjenigen auf Schriftrollen, die bis zur Erfindung der Druckerpresse genutzt wurden. Das kann kein Zufall sein.

Die Rolle von En-Gedi ist ein Beweis dafür, dass die mittelalterlichen Texte tiefe Wurzeln haben. Nichts hat sich über 2000 Jahre geändert.“

Näheres dazu im Bericht des Deutschlandfunks: http://www.deutschlandfunk.de/die-en-gedi-schriftrolle-rettung-vor-der-klippe-des.676.de.html?dram:article_id=366570


Bielefeld, 6. Mai: Lesung von Chaim Noll: „Kolja“ – Erzählungen aus Israel

Am kommenden Montag, den 6. Mai, veranstaltet die Bielefelder Stadtbücherei um 20 Uhr eine Lesung des deutsch-israelischen Schriftstellers Chaim Noll.  – Moderation: Stephanie von Thunen.

Mit ‚Kolja‘ (erschienen 2012) ist eine Sammlung von fast vierzig, meist kurzen Prosatexten entstanden, welche die heutige Gesellschaft Israels in ihrer Vielfältigkeit darstellen, originelle Begebenheiten und menschliche Schicksale authentisch beschreiben. IMG_0856

Der früher in der „DDR“ unter dem Namen Hans Noll engagierte Bürgerrechtler und politisch Verfolgte lebte danach in Westdeutschland und Rom; er wanderte 1995 nach Israel ein und lebt mit seiner Familie in der Wüste Negev.

Chaim Noll schreibt in deutscher Sprache; inhaltlich beziehen sich seine Erzählungen meist auf die Lebensverhältnisse im heutigen Israel; sie schildern den Alltag in den Städten und Siedlungen, den Kibbuzim; sie erzählen auch vom Krieg, jungen Soldaten und ultrareligiösen Elternhäusern.

Ort: Stadtbibliothek am Neumarkt, Literaturbühne im Erdgeschoß
Eintritt: 8 € / ermäßigt 5 € für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft, Karten an der Abendkasse