Schäuble sieht Coronakrise als Politik-Chance

Nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) entstehen durch die Corona-Krise neue Möglichkeiten für die Politik. „Ich glaube, die Pandemie wird die Handlungsspielräume der Politik eher vergrößern“, sagte er im Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit.

Die derzeitige Situation werde eine „wirksamere Zäsur als 2008“ sein, betonte Schäuble mit Blick auf die damalige Finanzkrise. Zum ersten Mal sei zu spüren gewesen, was Globalisierung wirklich heiße.

Im vorigen August hatte Schäuble mit ähnlichen Aussagen bereits für Aufsehen gesorgt: „Die Corona-Krise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderung wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/schaeuble-handlungsspielraeume-politik-corona/


Das „1938-Projekt“ erinnert an eine Zäsur in der deutsch-jüdischen Geschichte

Wie kaum ein anderes Jahr markierte 1938 eine Zäsur in der deutsch-jüdischen Geschichte. Zur Erinnerung an die dramatischen Ereignisse vor 80 Jahren hat das Leo-Baeck-Institute New York|Berlin das „1938Projekt“ ins Leben gerufen.

Mithilfe eines bilingualen Online-Kalenders, einer Wanderausstellung, zahlreicher Begleitveranstaltungen und Konferenzen werden Einzelschicksale in den Vordergrund gestellt und das Vergangene in die Gegenwart gebracht.

Unter Verwendung von Dokumenten aus den Archiven des Instituts und zahlreicher Partnerinstitutionen werden unter 1938projekt.org insgesamt 365 persönliche Geschichten veröffentlichen werden – eine für jeden Tag im Jahr 1938. Täglich wird ein neuer Eintrag zum entsprechenden Datum freigeschaltet.

Jedes vorgestellte Dokument und Objekt schildert die privaten Eindrücke und Erlebnisse seines früheren Besitzers und rückt so die unzähligen persönlichen Schicksale in den Vordergrund, die sich hinter den nüchternen Zahlen verbergen.

In ihren privaten Aufzeichnungen werden Themen angesprochen, die auch heute nichts von ihrer Brisanz verloren haben: Sie berichten eindrücklich von erfolgreicher Akkulturation, errungenen Freiheiten und mühsam erlangten gesellschaftlichen Stellungen, aber auch von den verheerenden Folgen von Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung.

Eine Wanderausstellung stellt außerdem 12 dieser historischen Zeugnisse nochmals vor.

Quellen: Leo-Baeck-Institut, israelische Botschaft


Offenburg: Vortrag am 23. Juni über Breslau als europäische Kulturhauptstadt 2016

Einladung zur Vortragsveranstaltung  (Eintritt frei)

mit Dr. Roswitha Schieb, Literatur-  und Kunstwissenschaftlerin

Thema: Breslau – Europäische Kulturhauptstadt 2016  –   Die schlesische Metropole im Spannungsbogen zwischen deutscher und polnischer Stadtgeschichte

Kunsthistorische und literarische Betrachtungen cover_jeder_zw_berliner_klein

Seit dem Mittelalter zählte Breslau zu den bedeutensten deutschen Großstädten im Osten, zahlenmäßig noch vor Danzig und Königsberg. Etwa 600.000 Menschen lebten hier an dem Ufer der Oder.

Dominsel, Rathaus, Marktplatz und Jahrhunderthalle hatten und haben europaweit Bedeutung. Zahlreiche Gelehrte wurden an der Universität Breslau ausgebildet oder lehrten an ihr.

BILD: Buch von Frau Dr. Schieb über die schlesischen Spuren in Berlin

Das Kriegsende 1945 bedeutete für die Stadt eine Zäsur ohnegleichen: Nahezu die gesamte Stadtbevölkerung wurde vertrieben, zahlreiche Neusiedler aus Galizien und Zentralpolen kamen in die Stadt, die nun Wroclaw hieß.

Die wichtigsten historischen Gebäude wurden weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut  –  und so zählt die Universitätsstadt wieder zu den faszinierenden Zentren des Kontinents. Breslaus Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte ist ein bedeutender, der mit der Ausrufung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2016 die Aufmerksamkeit der Europäer auf diese Aspekte lenken soll.

Die niederschlesische Stadt trägt in diesem Jahr auch den Titel als UNESCO –Weltstadt des Buches.

WannDonnerstag, den 23. Juni 2016, 19.30 Uhr

Wo:  Balladins SUPERIOR Hotel (Hotel Palmergarten), Raum „Straßburg“, Okenstraße 15-17  in 77652 Offenburg

Info: Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) – Regionalgruppe 77 (Ortenau), Sommerau 24, 77815 Bühl