Kirche in der Krise: Warum die Ärgernisse?

Die folgende Stellungnahme zur Mißbrauchskrise stammt von Pater Franz Schmidberger, dem Regens des traditionsorientierten Priesterseminars der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Zaitzkofen (Bistum Regensburg). Wir dokumentieren die nachdenkenswerte Erklärung im vollen Wortlaut: 

Seit ungefähr 15 Jahren erschüttern regelmäßig Berichte in den Massenmedien über Missbrauchsfälle von Priestern und Ordensleuten sowie deren Vertuschung durch Bischöfe und Kardinäle die Kirche. Um das Jahr 2005 stand der Klerus in den USA im Kreuzfeuer, zwei Jahre später sah sich die Kirche in Irland entsprechenden Angriffen ausgesetzt.

2010 war es Deutschland, jetzt gelten die Angriffe wiederum der Kirche in den USA und in Irland.

Solche Missbrauchsfälle sind schmerzliche und beschämende Tatsachen, und jeder Fall ist ein Fall zu viel, ein Verbrechen an Kindern, Jugendlichen oder Untergebenen. Oft sind die Opfer für ihr ganzes Leben geschädigt, ja, es ist sogar der eine oder andere Suizid zu beklagen.

Christus selbst hat solche schlimme Taten vorausgesagt: „Wehe der Welt um der Ärgernisse willen! Es müssen zwar Ärgernisse kommen; doch wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis kommt!“ (Mt 18,7)

Unmittelbar davor spricht er insbesondere das Kindern angetane Unrecht an: „Wer einem diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde“ (Mt 18,5).

Warum müssen Ärgernisse kommen? Weil des Menschen Herz vom Sündenfall unserer Stammeltern an zum Bösen geneigt ist, und die Diener in der Kirche sind davon nicht ausgenommen, auch sie sind Söhne Adams.

Denken wir daran: Der HERR selbst hatte einen Verräter unter den 12 Aposteln, und Petrus verleugnete ihn in schändlicher Weise dreimal in der Leidensnacht.

Indes sind wir über die Häufung solcher Vorkommnisse in den letzten 50 Jahren im Klerus nicht allzu sehr erstaunt; hat doch das II. Vatikanische Konzil in seinem uferlosen Heilsoptimismus einen deutlichen Aufruf zu Buße, Aszese und Bekehrung versäumt.

So sehr Missbrauchsfälle unter dem Klerus zu verurteilen sind, so darf aber auch nicht vergessen werden, dass solche Taten in den Familien und Jugendvereinen sehr viel häufiger vorkommen. Man denke an die Odenwald-Schule bei Heppenheim in Südhessen, die lange Zeit als die Vorzeigeschule der Linken galt, bis vor ungefähr 10 Jahren ungeheuerliche sittliche Verfehlungen an dieser Einrichtung bekannt wurden, so dass sie schließlich schießen musste. Freilich spricht davon heute niemand mehr.

Der jetzige Skandal:

Seit längerer Zeit war das sündhafte Verhalten des früheren Kardinal-Erzbischofs von Washington/USA, Theodore Edgar McCarrick, bekannt. 2006 trat er als residierender Bischof der Diözese aus  Altersgründen zurück, Papst Benedikt XVI. belegte ihn in der Folge mit verschiedenen Strafen:

Er musste das Seminar verlassen, wo er sich des sündhaften Umgangs mit Seminaristen und Priestern schuldig gemacht hatte, jegliches öffentliche Auftreten war ihm verboten, insbesondere zu predigen und Vorträge zu halten. Stattdessen sollte er zurückgezogen leben und Buße tun. Sein Nachfolger wurde Donald William Kardinal Wuerl.

Näheres über den Fall erfahren wir von dem heute 77-jährigen italienischen Erzbischof Viganò, der bis 2011 im Vatikan tätig war und dann als Nuntius in die USA entsandt wurde. Sehr bald wurde er mit den dortigen Missbrauchsfällen konfrontiert und unterrichte Kardinal Wuerl über die Taten seines Vorgängers, der ihm versicherte, er wisse darüber Bescheid.

Papst Benedikt XVI. hatte nun noch vor seinem Rücktritt für Juni 2013 ein Treffen mit allen Nuntien in Rom ins Auge gefasst. Papst Franziskus, der am 13. März 2013 den päpstlichen Stuhl bestieg, hielt an diesem Treffen fest. Es kam tags darauf ein Treffen zwischen dem neuen Papst und Erzbischof Viganò, wobei der Heilige Vater über die Untaten McCarricks informiert wurde. Trotzdem ernannte er ihn zum Leiter der China-Delegation des Vatikans und betraute ihn mit einer offiziellen Reise nach Zentralafrika.

Die von Benedikt XVI. ergriffenen Strafmaßnahmen waren offensichtlich außer Kraft gesetzt. Außerdem hatte McCarrick einen großen Einfluss bei den Bischofsernennungen in den USA, insbesondere bei der Besetzung des Stuhles von Chicago. Es wurden Kandidaten erwählt, welche die Homolobbys mit viel Nachsicht behandelten.

Im Juni dieses Jahres wurden nun weitere Missbrauchsfälle von McCarrick bekannt, worauf dieser, jetzt 88 Jahre alt, seinen Rücktritt aus dem Kardinalskollegium anbot. Dieser Rücktritt wurde von Rom sofort angenommen.

Am 22. August schrieb Erzbischof Viganò ein 11 Seiten umfassendes Memorandum, in dem er dem Papst selbst, dann aber auch die früheren Kardinalstaatssekretäre Sodano und Bertone sowie den jetzigen Kardinalstaatssekretär Paroli der Mitwisserschaft bezichtigt und allen den Rücktritt nahelegt. Besonders involviert in dieses Decken von Missetätern scheint auch Kardinal Maradiaga aus Honduras zu sein, einer der vertrautesten Freunde des Papstes.

So ergeben sich jetzt zwei Fronten: Die eher konservativen Kräfte in der Kirche, insbesondere Bischöfe und Kardinäle, geben Erzbischof Viganò in seiner Veröffentlichung recht, weil die Eiterbeule aufgeschnitten werden musste. Der linksliberale Flügel bezichtigt Viganò der Rachsucht und des klerikalen Neides, weil er ab 2011 nicht mehr jene Karriere gemacht hat, die er hätte erwarten können oder erwartet hat.

Freilich geht es nicht um die Motive von Erzbischof Viganò bei der Veröffentlichung seines Dokumentes, sondern allein um die Frage, ob seine Enthüllungen der Wahrheit entsprechen oder nicht.

Der frühere Pressesprecher des Vatikans, der Jesuitenpater Lombardi, behauptet, in diesem Bericht sei Wahres mit Falschem vermischt, ohne jedoch die falschen Punkte konkret aufzulisten. Auch die amerikanischen Bischöfe sind gespalten; einer von ihnen fordert gar die Stornierung der Jugendsynode, die im nächsten Monat Oktober in Rom stattfinden soll, weil die Kirche jegliche Glaubwürdigkeit verloren habe.

Folgerung:

  1. Für die Massenmedien sind die Missbrauchsfälle im Klerus der willkommene Anlass, auf die Kirche einzudreschen und sie vor der Welt zu diskreditieren. Verantwortungslose Kleriker haben den Feinden des geheimnisvollen Leibes Christi selber die Waffen geliefert.
  2. Nicht jeder Bischof, der nicht sofort gegen Missbrauchsfälle eingeschritten ist, hat sich von vorneweg schuldig gemacht. Es galt, eine genaue Untersuchung zu führen, gab es doch auch Anklagen, die sich im nachhinein als falsch und verleumderisch erwiesen haben. Ein Priester, dem solches widerfahren ist, ist für den Rest seines Lebens in seinem Ruf geschädigt, sein seelsorgerliches Wirken ist praktisch zunichte gemacht. 
  3. Nicht selten sind jene, die den Klerus unter Generalverdacht stellen, Freunde der Homolobbys und -seilschaften. In 80% der Missbrauchsfälle mit Kindern handelt es sich um Knaben. Hieraus wird sichtbar, dass Homosexualität und Pädophilie aus demselben Übel erwachsen: Der Sünde des Fleisches, die allein die Gnade Jesu Christi überwinden kann. Und weil der Gebetsgeist und auch das Aufsuchen des Beichtsakramentes im Klerus seit 50 Jahren auf einen Tiefstpunkt gesunken ist, deshalb verwundern uns die sittlichen Verirrungen nicht allzu sehr.
  1. Wir lassen uns in unserm Glauben an die Kirche, die eine, heilige, katholische und apostolische, nicht irre machen, weil Autoritätsträger in ihr ihr Angesicht beschmutzen und ihr Ansehen herabsetzen. Die Kirche ist eine göttliche Stiftung, sie ist die unbefleckte Braut des geschlachteten Lammes  –  mögen die Menschen in ihrem Schoß noch sehr Sünder sein. Kirchenaustritt ist sicher nicht die richtige Lösung.
  2. In dieser tragischen und beschämenden Lage der Kirche braucht diese vor allem das Gebet ihrer Söhne und Töchter. Wir dürfen nicht vom Krankenbett unserer schwer darniederliegenden Mutter fliehen, sondern müssen sie in Liebe und Hingabe pflegen. Vor allem sind Priesteramtskandidaten mit gleichgeschlechtlichen Neigungen unbedingt abzuweisen. Ein Kreuzzug der Buße und Sühne wäre von höchster Stelle aus auszurufen, damit die Kirche ihre Glaubwürdigkeit in der Welt wiedergewinnt.

Quelle: http://civitas-institut.online/?p=205


Vatikan erklärt die Priesterweihen der Piusbruderschaft am 2.7. für „unbedenklich“

Zwischen dem Vatikan und der traditionsorientierten Priesterbruderschaft St. Pius X. deutet sich eine weitere Annäherung an. RadioVatikan

Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer teilte am 22. Juni 2016 in einer Presse-Erklärung mit, daß er jede Initiative zur Wiederannäherung getrennter Gruppierungen an die katholische Kirche und somit zur Wiedergewinnung der sichtbaren Einheit der Kirche begrüße.

Weiter erklärte er, daß die bevorstehenden Priesterweihen der Piusbruderschaft, die am 2. Juli 2016 in Zaitzkofen stattfindet, zum gegenwärtigen Zeitpunkt als „unbedenklich“ einzustufen seien. Dies habe der Sekretär der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, Erzbischof Pozzo, mitgeteilt.

Diese Priesterweihen würden aber nicht anerkannt, sondern lediglich toleriert und straffrei hingenommen, erläuterte der Regensburger Oberhirte.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung


Ursachen und Hintergründe für den Massenzustrom nach Mitteleuropa

Das Priesterseminar der traditionsorientierten Priesterbruderschaft St. Pius X. in Zaitzkofen äußert sich in einer Stellungnahme zu der Frage, ob die „gegenwärtige Masseninvasion nach Mitteleuropa“ nur ein Zufall sei.  – Die Antwort des Regens, Pater Franz Schmidberger, lautet: „Wir glauben es nicht.“ –  Er gehe vielmehr davon aus, so der Seminarleiter, daß dieser Vorgang „mehr oder minder offenkundigen Gründe“ habe; er nennt hierbei folgende vier Aspekte:  foto-dcubillas-www_freimages_com_

„1. Der westliche Liberalismus hat in Europa ein geistiges Vakuum geschaffen. Ein Vakuum bleibt aber nie als solches bestehen, es zieht außerhalb Liegendes an. So zieht der religiöse und moralische Verfall jene Völker an, die, wenn auch einem falschen und gefährlichen Glauben verpflichtet, diesen doch bis in die letzte Konsequenz leben, wie dies eben beim Islam der Fall ist.

2. An der Mittelmeerküste zwischen Genua und Nizza liegt die Geburtsrate pro Frau bei 0,6 Kindern, im gegenüberliegenden Marokko und Algerien bei 6 Kindern. In den Ländern Mitteleuropas insgesamt ist es nicht viel besser, so in Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien. Dabei sind in den entsprechenden statistischen Erhebungen die kinderreichen Einwandererfamilien aus Algerien in Frankreich und aus der Türkei in Deutschland schon mit eingerechnet.

3. Es gibt Kräfte, die an einer systematischen Zerstörung der letzten Reste des christlichen Erbes in Europa arbeiten. Was ist leichter, als durch einen solchen Zustrom von vor allem jungen islamischen Männern das Christentum auszuhebeln? (…) Saudi-Arabien bietet der Bundesrepublik Deutschland keine Flüchtlingshilfe an, wohl aber den Bau von 250 Moscheen. Menschen, die inmitten dieses Chaos zu Besonnenheit aufrufen, wie der ungarische Präsident Orban, werden als Rechtsradikale verschrien.

4. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, dass es diese nämlichen antichristlichen Kräfte sind, die Bürgerkriege im Irak und in Syrien entfesselt haben, welche jetzt einen Teil der heutigen Asylanten in die Flucht getrieben haben. Wer hat vor einigen Jahren den sogenannten „arabischen Frühling“ inszeniert? Wer hat den Irak unter Saddam Hussein mit dem Vorwand angegriffen, er besitze Massenvernichtungsmittel, was sich in der Folge als Lüge entpuppte? Als dieser Tage Russland in der UNO die Resolution einbrachte, die IS als terroristische Gruppe einzustufen, scheiterte der Antrag am Widerstand Obamas.“

Außerdem heißt es in der erwähnten Stellungnahme weiter:

„Werfen wir kurz einen Blick auf die Folgen dieser Masseninvasion. Kurzfristig stehen die Asylanten, meist junge Männer, da ohne Arbeit, ohne Kenntnis unserer Sprache, ohne das geringste Interesse an einer Integration. Schwere soziale Unruhen kann man für die nahe Zukunft sich an der Hand abzählen.

Längerfristig gesehen werden die angestammten Europäer sich in ein neues Europa mit der Scharia integrieren müssen. Frau Aydan Özoguz (*31.5.1967 in Hamburg, deutsche Politikerin, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages, seit Dezember 2011 stellv. Bundesvorsitzende der SPD, seit Dezember 2014 Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration) sagt unverblümt, dass die Europäer sich in Zukunft täglich ihre Rechte erstreiten müssen.“

HINWEIS auf islamkritische Äußerungen des moslemischen Schriftstellers Kermani, der in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/friedenspreis-fuer-kermani-europa-muss-den-massenmord-vor-seiner-haustuer-beenden-13862016.html


Informelles Treffen zwischen dem Vatikan und der traditionellen Piusbruderschaft

Stellungnahme der Priesterbruderschaft St. Pius X.:

Am 5. Dezember 2014 traf sich Kardinal Walter Brandmüller (siehe Foto), em. Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften, mit Bischof Bernard Fellay, dem Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X., im Internationalen Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen. 8-cardinal-Brandmuller-199x300

Dieses Treffen war ein Folgetreffen der Gespräche vom 23. September 2014 in Rom, bei dem beide Seite vereinbart hatten, die Lehrgespräche „in einem größeren und weniger formellen Rahmen als die der vorangegangenen Sitzungen“ weiter zu verfolgen.

Das Ziel dieser Treffen ist es, den kirchlichen Autoritäten die Priesterbruderschaft und die Werke der Tradition bewusster zu machen und gleichzeitig, um ihnen die ernsthaften Einwände und Divergenzpunkte darzulegen, die sich aus dem Zweiten Vatikanischen Konzils und seine Reformen ergeben.

Dazu sind zwei weitere Treffen in den kommenden Monaten geplant, das eine im Seminar Heiliger Pfarrer von Ars in Flavigny (Frankreich) und das andere im Seminar St. Thomas Aquinas in Winona (USA).

Quelle (Text/Foto): http://pius.info/