Handwerkspräsident kritisiert Rente ab 63

„Uns gehen erfahrene Fachkräfte von der Fahne“

In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ erläutert Hans Peter Wollseifer, Präsident des ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks), die Nachteile der von der Bundesregierung eingeführten, abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren:

„Uns gehen viele gute, erfahrene Fachkräfte von der Fahne. Denn das Angebot, nach 45 Jahren abschlagsfrei schon mit 63 in Rente gehen zu können, ist für viele berauschend attraktiv.

Auch in meinem Betrieb nimmt das ein Fachmann an, den ich gerne noch mindestens zwei Jahre weiter beschäftigt hätte. Das belastet die Betriebe, denn in vielen Regionen finden wir ja jetzt schon kaum noch neue Fachkräfte.

Mit der Rente mit 63 werden per Gießkannenprinzip einfach ganze Jahrgänge beglückt, gesunde Mitarbeiter, die gut noch länger hätten arbeiten können.  

Auf die Rückfrage, es gäbe doch gerade im Handwerk körperlich anstrengende Berufe, daher die Frührente, antwortet H. P. Wollseifer:

„Das ist vor allem eine Regelung für Industriearbeiter und den öffentlichen Dienst. Wir haben im Handwerk Verständnis für alle Älteren, die körperlich nicht mehr können. Unsere Betriebe versuchen zunächst, diese Mitarbeiter dort, wo es geht, in weniger belastenden Tätigkeiten einzusetzen. Wenn es gar nicht mehr geht, gibt es die Erwerbsminderungsrente.“


Prima PLAKAT des Handwerksverbands

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mit Sitz in Berlin betreibt bereits seit Mai dieses Jahres u.a. mit diesem religiösen Motiv eine höchst erfreuliche Imagepflege fürs Handwerk auf den öffentlichen Plakatwänden vieler Großstädte.

Das Bild zeigt den Steinmetz Michael Schlig, der auf einem Gerüst am Kölner Dom „himmelhoch“ ein Kreuz begutachtet.

Handwerk_DomDas evangelikale Nachrichtenmagazin IDEA-Spektrum hat diese Werbung in seiner aktuellen Ausgabe zu Recht als „Bild der Woche“ gewürdigt.

Wir veröffentlichen das Plakat mit freundlicher Genehmigung des ZDH.