Queere Fanatiker verunglimpfen Dr. Berger und Dr. Weidel als schändliche „Homophobe“

„Titel der Schande“ für zwei konservative Homosexuelle

Die homosexuell-queere Aktivistengruppe „Enough is enough“ (= Genug ist genug) aus Berlin macht seit Jahren durch  – gelinde gesagt – ungewöhnliche Aktionen von sich reden. Das fanatische Team legt sich am liebsten mit Andersdenkenden im eigenen Lager an, also mit konservativen oder zumindest nicht-linken Lesben und Schwulen.

Denn eines ist mal klar im Reiche vieler „Berufs-Homos“ und im queer-gegenderten Funktionärskartell:

Meinungsfreiheit ist ein Luxus, der absolut nicht angesagt ist – und bei Zuwiderhandeln gibt es Prügel, zumindest verbale – oder eben einen jährlichen „Titel der Schande“.

In diesem Jahr „traf“ diese Würdigung der besonderen Art die beiden homosexuellen Querdenker Dr. David Berger und Dr. Alice Weidel (siehe Fotos).

Daß die AfD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag nicht zu den Lieblingen der linken Szene gehört, erstaunt wenig. Weder macht sich die lesbische Dame für die Homo-Ehe stark (das AfD-Parteiprogramm wendet sich ohnehin ausdrücklich dagegen) – noch gehört sie zu jenen fanatischen „Queeribans“, die ihren Genderwahn für das Gelbe vom Ei halten.

Auch der liberal-konservative Philosoph und Islamkritiker Dr. David Berger, der auf seinem Internetblog „Philosophia perennis“ mehrfach kritische Stimmen zur Homo-Ehe zu Wort kommen ließ, der zudem deutliche Stellungnahmen gegen linksextreme Umtriebe in Deutschland veröffentlicht und die Asylpolitik der Kanzlerin skeptisch unter die Lupe nimmt, paßt nicht in das simple, linksgrün gestrickte Weltbild von „Enough is enough“.

Daher will die Gruppe diesen beiden Persönlichkeiten den Unwürden-Titel „Miss und Mr. Homophobia“ verleihen.

Natürlich können die so „Geehrten“ damit nicht nur gut leben, sondern auch gut lachen  – schließlich ist man Kummer gewohnt  in den eigenen Homoreihen. Mit Dr. David Berger wurde übrigens zum ersten Mal ein Mann zu den Negativ-„Siegern“ der queeribanen Umfrage gekürt. 

Heute morgen gab die übereifrige Meute ihren Lesern online bekannt:

„Ihr habt sie gekürt: Die offen lesbische AfD-Politikerin und der offen schwulen Publizisten und Theologen sind die Gewinner*innen des „Titels der Schande“. An der finalen Abstimmung zum Titel nahmen 9339 Menschen teil. Mit 31,66% der abgegebenen Stimmen gewann David Berger haushoch.

Auf Alice Weidel entfielen immerhin noch 19,8% aller Stimmen. Mit 15,2% landete Vorjahressiegerin von Beverfoerde auf dem dritten Platz. 13,9% aller Stimmen bekam die Bundeskanzlerin, Beatrix von Storch noch 9,92% und Alexander Gauland 9,43% der abgegebenen Stimmen.“

Beatrix von Storch und Alexander Gauland gehören bekanntlich zum AfD-Vorstand (Schreck laß nach), Merkel zwar beileibe nicht, doch sie hat im Bundestag gegen die Homo-Ehe gestimmt (daß dies wohl nur aus wahltaktischen Gründen geschah, zumal sie zuvor der „Ehe für alle“ das Scheuentor aufmachte, steht auf einem anderen Blatt).

Freifrau Hedwig von Beverfoerde ist den Queeren schon lange ein Dorn im Auge, weil sie die erfolgreichen „Demos für alle“ gegen Frühsexualisierung und Gender-Lehrpläne organisiert.

Dr. Berger und Dr. Weidel sind den migrationsbeflissenen Linksauslegern natürlich auch deshalb nicht geheuer, weil sie vor den Gefahren des Islam und vor einer unkontrollierten Einwanderung warnen  – wobei bekannt und erwiesen ist, daß Homosexuelle in radikal-islamischen Ländern wie etwa dem Iran nicht nur nichts zu lachen haben, sondern am nächsten Baukran baumeln oder kurzerhand aus einem Hochhaus heruntergeworfen werden.

Daher müßte das homosexuelle Aktivisten-Spektrum schon im eigenen Interesse eine islamkritische Haltung einnehmen.

Doch die Herrschaften (und Frauschaften) können aufgrund ihrer grenzenlos linken Verblendung nicht einmal in eigener Sache bis fünf zählen, geschweige ihren wahren Gegner erkennen. Stattdessen erklären sie homosexuelle Persönlichkeiten, die im Unterschied zu ihnen noch logisch und selbständig denken können, zu schandbaren „Homophoben“   –  und das alles frei nach dem Motto: Der Meinungsfreiheit keine Chance!

Weitere Infos zu dieser geplanten „Preisverleihung“ im Blog von Dr. Berger:
https://philosophia-perennis.com/2017/10/31/david-berger-homophob/
https://philosophia-perennis.com/2017/10/31/berger-weidel/

 

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Warum die Sexualität des Menschen sittliche Normen und Werte benötigt

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Uns allen wurde erzählt, dass wir aus einer dunklen Zeit kommen, aus einer Zeit der sexuellen Unterdrückung, aus einer Zeit, in der finster drein blickende Hüter der Moral die ihnen hilflos ausgelieferten Menschen mit ihren rückständigen Ideen davon abhielten, sich selbst zu verwirklichen und ihre Sexualität frei auszuleben.
Wir haben eine Gesellschaft überwunden, in der man die Menschen davon abhielt, ihr Glück zu finden. 

Heute leben wir in dieser Welt der „Freiheit“, die man uns versprochen hat. Jeder einzelne von uns kann sich selbst umsehen. Er kann die Gesellschaft betrachten, die ihn umgibt und er kann sich selbst ein Urteil bilden. Und natürlich kann er auch sein eigenes Leben zur Betrachtung heranziehen.

Sind wir glücklich mit der Gesellschaft, in der wir leben? Sind wir glücklich mit dieser Freiheit, die uns versprochen und die geliefert wurde?

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er zu dieser Gesellschaft und ihren Werten steht.

Doch schauen wir uns dieses Narrativ von der „Sexuellen Befreiung“ etwas genauer an. Man sagt uns, eine freie Entfaltung der Sexualität wäre ein wichtiger Faktor dafür, im Leben glücklich zu sein.

Nun haben wir Menschen diese Tendenz, uns selbst und unsere Zeit als die Spitze des Fortschritts anzusehen. Oft betrachten wir die Gesellschaft, in der wir leben, als die bestmögliche und glauben, unsere Art zu leben sei die einzige, die überhaupt Sinn macht. Alles, was vor uns war, betrachten wir als notwendigen Entwicklungsschritt hin zu unserer heutigen und als fast perfekt empfundenen Welt, wenn nicht gar als Fehlentwicklung.

Aber wenn etwas mehr als tausend Jahre funktioniert hat, muss dann nicht irgend etwas daran richtig sein? Insbesondere dann, wenn wir unsere heutige Welt betrachten, die erst seit wenigen Jahrzehnten in dieser Form existiert und die gerade nicht unbedingt den Eindruck erweckt, als ob das noch lange so weiter gehen würde?

Warum aber lehren die Religionen eine „Sexualmoral“, eine Sache, die uns heute so seltsam aus der Zeit gefallen scheint? Und warum lehrt uns der Linksliberalismus das Gegenteil, welches man zusammenfassen könnte mit: „Alles ist erlaubt, so lange alle (direkt) Beteiligten es gut finden“?

Ich könnte jetzt etwas über stabile Familien und daraus erwachsende stabile Gesellschaften und über Geburtenraten schreiben. Genauso gut könnte ich Kinder und ihr Recht auf stabile Verhältnisse erwähnen. Ich könnte über Verantwortung schreiben, die man als Erwachsener übernehmen sollte und die wichtiger ist als individuelle Selbstverwirklichung um jeden Preis.

Kurz: Ich könnte darüber schreiben, dass Sexualität wichtige soziale Funktionen erfüllt und nicht nur bloße Triebbefriedigung ist. Und genau das ist der Kern der Sache.

„Du sollst Deine Sexualität kontrollieren  – und nicht sie dich“

Religion und Tradition wollen uns nicht „unterdrücken“. Sie sagen uns einfach nur:

Sexualität ist ein Trieb; sie kann gute und schlechte Dinge bewirken. Wir wollen, dass du lernst, sie zu beherrschen. Du sollst deine Sexualität kontrollieren und nicht sie dich.

Wir Menschen sind hin und her gerissen zwischen kurzfristigen und leicht verfügbaren Freuden und langfristigen Zielen. Und genauso sind wir auch hin und her gerissen zwischen unserer triebhaften und unserer höheren geistigen Natur.

Geben wir den kurzfristigen Freuden zu sehr nach, so zerstören wir das, was uns auf lange Sicht glücklich machen würde oder sorgen dafür, dass es gar nicht erst entstehen kann.

Und genau das ist es, was die Zerstörer des Westens mit ihrer Maxime „Alles ist ok, so lange alle Beteiligten einverstanden sind“ bezwecken.

Sie wollen uns auf dieses niedere Level herunterziehen. Sie wollen uns dazu verleiten, unserem ersten Impuls nachzugeben. Und sie haben eine Moral geschaffen, welche dieses Verhalten für richtig erklärt.

Sie soll uns das schlechte Gefühl nehmen, das uns beschleicht, wann immer wir unsere hohen und schwierigen Ziele aus den Augen verlieren und uns stattdessen in unseren niederen Instinkten und damit in der Gegenwart verlieren.

Erstveröffentlichung dieses Beitrags auf dieser Internetseite: https://neokonservativ.wordpress.com/


Prälat Imkamp kritisiert „vermerkelte“ Parteien

Von Felizitas Küble

Prälat Wilhelm Imkamp leitet seit Jahrzehnten die Wallfahrtsstätte Maria Vesperbild im Bistum Augsburg. In dem südbayerischen Pilgerort wird eine bodenständige, solide Marienverehrung gepflegt  –  also eine gediegene Frömmigkeit jenseits von Schwärmerei oder Wundersucht.

Direktor Imkamp (siehe Foto), der vor fünf Jahren vom Vatikan zum Apostolischen Protonotar ernannt wurde, geht zum Jahresende in den Ruhestand. 2013 wurde er zum ordentlichen Mitglied der päpstlichen Theologenakademie in Rom berufen. Der Geistliche gehört seit 2013 der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste an.

Er schreibt regelmäßig seine schlagfertigen Kolumnen in Tages- und Kirchenzeitungen, wobei er kein Blatt vor den Mund nimmt und bisweilen voll ins Schwarze trifft.

Auch in unserem CHRISTLICHEN FORUM haben wir seit Jahren mehrere Beiträge von ihm veröffentlicht.

Am 14. September erschien in der „Tagespost“ aus Würzburg ein aktueller Artikel Imkamps unter dem Titel „Katholiken vor der Wahl“. Darin heißt es:

„Gewissensfreiheit für Abgeordnete gibt es nur, wenn die oder der mehr oder weniger große Vorgesetzte es feierlich hervorholt, und das geschieht nur, wenn das Gewissensergebnis feststeht; das ist meistens der Fall, wenn ein moralischer Wert über Bord gehen soll.“

Damit spielt der Wallfahrtsdirektor wohl auf die kürzlich auf die Schnelle (auch mit Merkels Hilfe) durchgezogene Parlamensabstimmung zur „Ehe für alle“ an. 

Schon früher äußerte sich der Theologe skeptisch über eine wachsende „Entpersonalisierung des politischen Personals“:
„Politiker mit Ecken und Kanten sind selten  geworden“, beklagte er:Politiker müssen als Einzelpersönlichkeiten wahrgenommen werden und dürfen nicht in der Graugesichtigkeit einer politischen Klasse verschwimmen.“

Prälat Imkamp beschwert sich in seinem jüngsten Tagespost-Artikel zudem darüber, daß sittliche Zerfallserscheinungen bisweilen „von den Zeitgeist-Notaren in Karlsruhe abgesegnet“ werden, etwa als Abtreibung de facto zum Rechtsgut erklärt worden sei. Überdies erinnert er kritisch daran: „Soldaten dürfen Mörder genannt werden, Abtreibungsärzte nicht.“

Vor allem aber bemängelt der Geistliche eine zunehmende Arroganz sowie allzu geringe inhaltliche Unterschiede bei den etablierten, den „vermerkelten“ Parteien:

„Abtreibung, Homo-„Ehe“, Import von religiösen Konflikten, Schleichwege zur Euthanasie, vermerkelte Parteien, die sich fast nur noch durch die Gesichtsbehaarung ihres Spitzenpersonals unterscheiden, endlose Sonderzahlungen an die EU bilden die Grundlage für das Bewusstsein, moralische Großmacht zu sein.

Dieses neue, gemerkelte Selbstbewusstsein äußert sich in Belehrungen über Demokratie, Menschenrechte und unabhängige Justiz, ausgerechnet gegenüber Polen und Ungarn, gerne aber auch gegenüber dem amerikanischen oder russischen Präsidenten“.

Abschließend erinnert der Autor an die Aufrufe von Bischöfen in den USA, wonach Katholkiken die Befürworter von Abtreibung und/oder Homo-Ehe nicht wählen sollen.

Hier eine Auswahl der im CHRISTLICHEN FORUM veröffentlichten Beiträge von oder über Prälat Imkamp:
https://charismatismus.wordpress.com/2014/02/12/pralat-imkamp-erinnert-an-tapfere-geschiedene-die-auf-wiederheirat-verzichten/
https://charismatismus.wordpress.com/2013/03/27/wallfahrtsdirektor-imkamp-warnt-vor-personenkult-in-der-kirche-das-amt-ist-wichtiger-als-die-person/
https://charismatismus.wordpress.com/2011/10/31/pralat-wilhelm-imkamp-wir-brauchen-politiker-mit-ecken-und-kanten/


Der TOD ist das TOR zum LEBEN

Mit freundlicher Genehmigung des katholischen Priesters und Dogmatikers Prof. Dr. Joseph Schumacher aus Freiburg (siehe Foto) dokumentieren wir seine Traueransprache anläßlich der Beerdigung von Ingeborg Zech am 5. Juli 2017 in Bad Oeynhausen.

Die katholische Apothekerin, Bioethik-Expertin und Vortragsrednerin gehörte zu unserem Freundeskreis und war eine Leserin dieses CHRISTLICHEN FORUM.  –  Hier folgt die Predigt von Prof. Schumacher im vollen Wortlaut:

Mors porta vitae. Der Tod ist das Tor zum Leben.  –  Das hat die Verstorbene, die wir heute zu Grabe tragen, gelebt, freilich gegen den Zeitgeist.

Der Zeitgeist verweigert das Denken. Da werden Widersprüche aufgehoben und subjektive Meinungen werden da unumstößlich, während man gleichzeitig behauptet: Es gibt nichts Unumstößliches, es gibt nichts Bleibendes.

Wir verzichten auf das logische Denken, wenn wir behaupten, dass es nur diese eine Wirklichkeit gibt, in der wir leben.

Der griechische Philosoph Platon – er lebte im 5. und 4. vorchristlichen Jahrhundert – erklärt: Der Mensch kann Ewiges denken, also muss etwas Ewiges in ihm sein. Das aber ist die unsterbliche Geistseele, die nicht sterben kann.

Die Religionen der Menschheit sind ein lebendiger Beweis dafür, dass der Mensch in der Gestalt seiner Seele den Tod überdauert, ja, dass der Tod des Menschen gar gegen allen äußeren Anschein die Geburt für ein neues Leben ist.

Der Glaube an das Leben jenseits der Todesschwelle ist nicht erst das Ergebnis der alttestamentlichen und der neutestamentlichen Offenbarung. Immer schon hat die Ahnung von einem Leben jenseits der Todesschwelle das Leben der Menschen verklärt.  Das bezeugen nicht nur die  Religionen der Menschheit, davon reden auch nicht wenige Philo-sophen in der Geschichte der Menschheit. Unbewusst hat der Mensch schon immer damit gerechnet, dass der Tod nicht das Ende schlechthin ist.

Der Physiker Albert Einstein († 1955) erklärt nach dem Besuch eines Konzertes von Yehudi Menuhin († 1999): „Jetzt weiß ich, dass es die Transzendenz, dass es einen Gott im Himmel gibt“.

Nicht nur die Philosophie, auch die Kunst, vor allem auch die Musik, führt uns also zu jener Welt, die nicht der Vergänglichkeit unterworfen ist, die aber nichtsde-stoweniger eine Wirklichkeit ist.

Der Biologe  Joachim Illies († 1882) vergleicht das Sterben eines Menschen mit dem Geburtsvorgang und nennt den Tod den schmerzlichen Hinübergang des Menschen in eine neue Daseinsweise.

Er betont dabei, dass der Übergang in eine neue Daseinsweise immer schmerzlich, immer mit Schmerzen verbunden ist. Ihm, dem Biologen,  ist das schon vor mehr als drei Jahrzehnten zu einer existentiellen Erfahrung geworden.

Geboren werden wir in eine Welt der Geheimnisse, die Welt aber, in die wir hineinsterben, sie birgt weit größere Geheimnisse. Denn diese Welt ist sichtbar, jene aber ist un-sichtbar.

„Occido cum sole”, so lautet die Inschrift eines Grabsteins auf einem Friedhof in Genua: „Ich gehe unter gleich wie die Sonne”. Das ist ein schönes Bild für das Sterben. Denn die Sonne, die untergeht, verliert nicht ihre Existenz, sie wird vielmehr nur unsichtbar. So ist es, wenn ein Mensch stirbt.

Die Seele lebt weiter in jener unsichtbaren Welt, welche die Bedingung ist für die Existenz dieser unserer sichtbaren Welt ist, und wartet auf die Auferstehung der Toten, wie wir im Credo bekennen. So weit ist das Bild von der untergehenden Sonne auf den Tod des Menschen anwendbar, aber nur so weit.

Nicht anwendbar ist es auf den Tod des Menschen, wenn wir daran denken, dass jedem Abend und jeder Nacht wieder eine neuer Tag folgt, der in einem neuen Abend und in einer neuen Nacht seine Bestimmung hat. Anders ist das nämlich beim Sterben eines Menschen. Auch ihm folgt ein neuer Tag. Aber dieser unterscheidet sich wesentlich von dem zu En-de gegangenen. Denn dieser Tag kennt keinen Abend mehr. Er mündet in die Ewigkeit. 

Die Auffassung, dass der Tod das absolute Ende ist, diese Auffassung  ist eine zweifelhafte Errungenschaft erst unserer jüngsten Vergangenheit und unserer Gegenwart. Im-merhin gibt es heute für mehr als 50% unserer Zeitgenossen mitnichten ein Weiterleben nach dem Tod. Für so viele ist der Tod das definitive Ende. Von Dreien ist es vielleicht einer, der noch von dem Weiterleben nach dem Tod überzeugt ist.

Die einen sagen: Sterben heißt vergehen, und die anderen: Wir wissen nichts über den Tod und werden nie etwas erfahren über ihn – ignoramus et ignorabimus.

Die Vernunft hingegen sagt, und der christliche Glaube bestätigt es: Es folgt ein neues Leben. Denn nur das Sterbliche stirbt am Menschen. Der Mensch aber ist mehr als seine Leiblichkeit. In dieser seiner Leiblichkeit wohnt der Geist. Der aber kann nicht sterben, weil er immateriell ist. Diese Erkenntnis ist im Grunde die Geburtsstunde der Religion, die eigentlich zum Menschsein des Menschen gehört.

Was die Menschen immer gewusst haben, dass der Tod nicht das definitive Ende ist, dass es weitergeht, dass der Mensch eine unsterbliche Seele hat, das wird heute immer mehr zur Frage, obwohl wir diese Wirklichkeit schon mit unserem Denken erreichen können. Allein, das Vertrauen auf die Vernunft schwindet dahin.

Darüber klagt der Philosoph Jacques Maritain († 1973) mit eindrucksvollen Worten, über das schwindende Vertrauen auf die Vernunft, über die metaphysische Skepsis, die im Wachsen begriffen ist. Die metaphysische Skepsis wächst und breitet sich aus im Schatten unserer Gedankenlosigkeit und Oberflächlichkeit, im Schatten vor allem auch der gigantischen Manipulation der modernen Medien, wodurch wir auf das Vordergründige fixiert werden.

Bedenken wir noch ein Weiteres: Immer stirbt der Mensch allein, ganz allein, in letzter Einsamkeit. „On mourra seul” sagt der fromme Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal. Er starb im Jahre 1662.

Den Hinübergang in die Ewigkeit müssen will alle allein vollziehen. Kein Mensch kann uns da begleiten. Nur einer, der Gottmensch, er kann mit uns gehen. Denn er ist schon drüben, und dennoch ist er, gemäß seiner Verheißung, bei uns.

„Nur einer gibt Geleite“, so singen wir in dem Lied „Wir sind nur Gast auf Erden”. Er geht mit uns, und seine heiligen Engel begleiten uns, wenn wir uns ihm und ihnen anvertrauen.

Pilger sind wir und Fremdlinge in dieser Welt, unser Ziel ist die himmlische Heimat. Dass wir sie erreichen möchten, darauf muss unser Mühen und Kämpfen ausgerichtet sein. Der Tod ist die Bilanz des Lebens, dem Tod folgt das Gericht. Auch das wissen die Religionen der Menschheit allgemein.

In der Geheimen Offenbarung, dem letzten Buch des Neuen Testamentes lesen wir: „Selig sind die Toten, die im Herrn sterben“ (Apk 13,14) und im Alten Testament, im Buch des Predigers: „Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen (Pred 11,3).

Es gilt, dass wir in Treue und Gewissenhaftigkeit den Willen Gottes erfüllen, ein Leben lang. Gottes Gnade tritt in der Regel nicht an die Stelle unseres Bemühens. Die Gemeinschaft mit Christus muss in einem Leben des Gebetes und in der täglichen Nachfolge Christi geübt und eingeübt werden. In der Gemeinschaft mit Christus gehen wir nicht dem Dunkel, son-dern dem Licht entgegen, und zwar einem unbeschreiblichen Licht.

Wenn wir zu leben verstehen, ist der Tod nicht Ende, sondern Vollendung. Wir tun gut daran, diese Vollendung stets vor Augen zu haben. Gott erweist sich uns als ein treuer Gott, wenn wir ihm die Treue halten. Wenn wir nicht von ihm lassen in den Fährnissen des Lebens, wenn wir auf ihn vertrauen und sein Wort annehmen, dann erweist er sich uns als ein treuer Gott auch über die rätselhafte Schwelle des Todes hinaus.

Gott ist ein Gott der Lebenden, weil er das Leben schlechthin ist, weil alles Leben aus ihm hervorgeht. Er hat nie begonnen, immer ist er gewesen, und immer wird er sein.

Wir brauchen den Tod nicht zu fürchten, wenn wir wachsam sind, wenn wir beharrlich sind in der Treue, wenn wir die Zeit nutzen für die Ewigkeit, die Zeit, die kurz ist.

„Denke immer an das Ende und daran, dass die verlorene Zeit nicht wiederkehrt“, heißt es in der „Nachfolge Christi“ des Thomas von Kempen (1, 25, 11).

Demgemäß erinnert uns Bischof Johann Michael Sailer († 1832) daran, dass Todesgedanken fast immer unsere beste Philosophie und unsere treuesten Freunde sind, deshalb, weil sie uns die unangenehmste Wahrheit sagen. Angenehm wird sie, wenn wir wissen, dass dann dem Karfreitag das Osterfest folgt, wenn wir ihn, den Karfreitag, in der Gemeinschaft mit Christus bestanden haben.

Das Weizenkorn wird gemäß einem zentralen Jesus-Wort in die Erde gelegt, damit es dem Erntetag entgegenreift (Joh 12, 24). Amen.

Weitere Ansprachen, Artikel, Vorträge, Vorlesungen von Prof. Schumacher gibt es hier: http://www.theologie-heute.de/


AfD soll auf unseriöse Wahlplakate verzichten

Von Felizitas Küble

Die „Alternative für Deutschland“ ist eine relativ junge Partei  –  und wohl auch deshalb nicht frei von einer gewissen Unausgegorenheit, wovon auch die immer wieder aufflammenden Personalquerelen zeugen. Die Zukunft wird zeigen, ob die politische und parteiinterne Reife der AfD zunimmt.

Die Partei versteht sich als liberal-konservativ und patriotisch; sie verlangt eine „Willkommenskultur“ für Ungeborene und Neugeborene. Das ist ebenso positiv zu werten wie die Ablehnung der „Homo-Ehe“ und der Gender-Ideologie. Auch die Forderung nach einer Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht ist aus meiner Sicht begrüßenswert.

Gerade weil die AfD sich familienpolitisch wertkonservativ präsentiert, darf man erwarten, daß sich hieran auch ihre Wahlwerbung orientiert. Dies ist aber gewiß nicht der Fall bei dem folgendem Plakat:

Dort heißt es: „Burkas? Wir stehn auf Bikinis“ – Darunter (wie bei den meisten AfD-Postern): „Trau Dich, Deutschland.“ – Mag der „Gag“ samt Wortspiel auch zunächst witzig klingen: Das Riesenbild zeigt zwei halbnackte Mädels im Wasser, mit einem knappen Bikini mehr ausgezogen als angezogen – und von hinten fotografiert. (Wir drucken solche  Bilder grundsätzlich nicht ab –  wer will, kann es hier sehen: http://www.pi-news.net/afd-plakate-qual-der-wahl/)

Wohlgemerkt: Bikinis am Badestrand sind „an sich“ nicht das Problem, aber wenn sich eine bürgerlich-konservative Partei auf solch ein schwaches Niveau in Wort und Bild herabläßt, erweckt dies einen unsoliden und geradezu unglaubwürdigen Eindruck. Immerhin wird eine solche Wahlwerbung auf den Großflächen auch von kleinen Kindern gesehen.

Zudem besteht die Alternative zu Burkas (deren Verbot wir hier im CHRISTLICHEN FORUM mehrfach gefordert haben) durchaus nicht in fast hüllenloser Freizügigkeit, weil dies das andere Extrem zur muslimischen Verhüllung wäre. Es gibt da auch noch eine gesunde und gediegene Mitte!

Man sollte nicht einerseits das „christliche Abendland“ gegen den Islam beschwören und sich andererseits oberflächlich dem Zeitgeist anbiedern.

Noch befremdlicher wirkt auf uns ein weiteres AfD-Plakat:

Der Titel „Kinder! Machen! Spaß!“ ist zunächst positiv zu werten, allerdings zeigt der Zusammenhang sodann, daß es um das sexuelle „Kindermachen“ geht. Da es sich um ein Wortspiel handelt, könnte man noch darüber hinwegesehen. Immerhin steht in kleiner Schrift darüber: „Für familienfreundliche Politik!“ 

Aber das Foto auf diesem Poster zeigt rechts oben, wie sich ein junges Pärchen auf dem Boden wälzt (offenbar kurz vor dem „Kindermachen“?!), beide „oben ohne“, das Mädchen in superknappen „heißen Höschen“. Was hat dieser Jugendsex mit „Familienpolitik“ zu tun? Sollen etwa uneheliche Schwangerschaften gefördert werden? (Das flotte Pärchen wirkt beileibe nicht wie ein Ehepaar!)

(Wir drucken auch dieses Bild nicht ab –  wer will, kann es hier sehen: http://www.pi-news.net/afd-plakate-qual-der-wahl/)

Zumindest sprachlich und bildlich gewöhnungsbedürftig (siehe Foto) erscheint uns die AfD-Werbung „Neue Deutsche? – Machen wir selber!“ –  Grundsätzlich gut im Sinne von lebensbejahend, werden hier schon wieder Kinder „gemacht“. Der Nachwuchs ist aber kein „Machwerk“, sondern ein Kunstwerk des Ewigen. Wir sind Geschöpfe Gottes. Selbst Nichtchristen mit Niveau sprechen in der Regel nicht vom „Kinder machen“.  

Dazu sieht man eine junge Schwangere mit halbnacktem Bauch auf einer Blumenwiese liegend, das Gesicht ist nur zur Hälfte erkennbar. Auch dieses Plakat erscheint uns grenzwertig, aber wohl noch hinnehmbar, weshalb wir es hier abdrucken.

Denkbar unangebracht finden wir es allerdings, daß AfD-Sprecherin Dr. Frauke Petry in einem Großplakat mit ihrem zwei Monate alten Sohn abgebildet ist. Die Werbekampagne wurde zwar inzwischen gestoppt bzw. nicht weiterbetrieben, doch die Partei hätte von vornherein wissen müssen, daß Politiker ihre Kinder  – erst recht Neugeborene  – nicht für Wahlkampfzwecke vereinnahmen.

Das gilt erst recht in diesem Falle, hat Dr. Petry doch ihren Mann (einen evangelischen Pastor) mit vier Kindern verlassen; danach zog sie wie ein verliebtes junges Pärchen mit dem nordrhein-westfälischen AfD-Politiker Marcus Pretzel durch die Lande, wurde schwanger und hat ihn geheiratet; auch ihr neuer Partner lebt von seiner Frau und vier Kindern getrennt. Als wäre das nicht schon unerfreulich genug, wird die neue Partnerschaft und ihr „Ergebnis“ auch noch in die Bundestagswahlwerbung einbezogen.

Abgesehen also von der Stillosigkeit des plakativen Unterfangens: Was mögen wohl die Kinder der beiden Politiker aus erster Ehe empfinden, wenn sie das fünfte Kind ihrer Mutter bzw. ihres Vaters in Großaufnahme sehen? 

Die erwähnten Plakate sind innerhalb der AfD freilich mehr oder weniger umstritten; vor allem Prof. Dr. Jörg Meuthen gehört zu den Kritikern zumindest eines Teils der hier beanstandeten Poster.

Die Partei wäre gut beraten, auf derartige Zeitgeistmätzchen in Zukunft komplett zu verzichten.


Warum akzeptierte Kardinal Woelki eine unwürdige „Modenschau“ in der Kirche?

Dass unter dem Nachfolger des jüngst verstorbenen Kardinal Meisner ein anderer Wind im Erzbistum Köln weht, dürfte auch der letzte am kirchlichen Leben der Diözese interessierte Gläubige erkannt haben. 

Dieser „andere Wind“ in Gestalt von Kardinal Woelki zeigte sich z.B. in medienwirksam bekannten Ereignissen eines von ihm initiierten „bistumsweiten Geläutes“, einer politisch motivierten „Lichter-Aus-Aktion“, eines durch halb Europa transportierten und zur Verehrung vor dem „Kölner Dom“ ausgestellten Holzbootes an Fronleichnam und eines Roboters, der sich im altehrwürdigen Kölner Dom parallel zur Computerspielmesse „Gamescom“ im Laserlicht zum Rhythmus elektronischer Musik bewegen durfte.

Dazu kommt ein besonderes Event in der Kölner Kirche „St.Michael“: http://www.stgereon.de/st-michael-73.html

Wie in kirchlichen Hierarchien hoffentlich noch üblich (?), sollte vor wichtigen Entscheidungen der rechte Geist erbetet werden, damit sich der intensiv betriebene Aufwand nicht als geistige Eintagsfliege bzw. schlichte Huldigung an den Zeitgeist entpuppt.

So entschied man sich in Köln unter Einbindung erzbischöflicher Personalressourcen und der Akzeptanz seiner Eminenz, den Antrag des zuständigen Pfarrers Andreas Brocke von der Pfarrei St. Michael zu prüfen, der in seiner Kirche eine „Modenschau“ veranstalten wollte.

Nach Auskunft der „Abteilung Information und Öffentlichkeit“ vom Juli 2017 hatte Pfarrer Brocke sein Konzept zur geplanten Veranstaltung „umfassend“ zur Genehmigung vorgestellt.

Nachdem die privaten und öffentlich-rechtlichen Sender auf dem „Feld der figurbetonten Mode“ bereits mächtig um Quote buhlend konkurrieren, entschied sich das Erzbistum Köln, an diesem Wettlauf teilzunehmen und stimmte der „Modenschau“ für Mai 2017 zu.

Die Quelle zu der unwürdigen Klamottenshow im Gotteshaus (Beginn ab der 2. Minute) ist mit nachfolgenden Stichworten in einem bekannten Videoportal zu finden: „le bloc 2017 (Langfassung in 4K)“

Die Modenschau fand unter Begleitung eines „experimentellen Chores“ statt. Damit die zwischen den Kirchenbänken präsentierenden „Models“ nicht aus dem Takt kamen, spielte die zweckentfremdete Orgel u.a. „Das Model“ der Gruppe „Kraftwerk“. (Quelle: https://www.lebloc.de/le-bloc/modenschau/)

Da derartige Veranstaltungen bei Gläubigen zu Irritationen führen, entgegnet das Erzbistum Köln folgendes in einer Stellungnahme vom Juli 2017:

„Das mag auf den ersten Blick ungewöhnlich, ja vielleicht sogar irritierend erscheinen, schließlich handelt es sich bei einer Kirche ja um ein Gotteshaus. Doch es ist durchaus nicht unüblich Kirchen nicht nur für Gottesdienste, sondern gelegentlich auch für kulturelle Veranstaltungen – wie etwa Kunstausstellungen oder Konzerte – zu nutzen. In diesem Kontext  ist auch die Modenschau einzuordnen. Durch die Modenschau sollte deutlich werden, dass jeder Mensch von Gott anerkannt und geliebt ist, egal ob groß, klein, dünn oder kurvig und diese Botschaft wurde sehr gut deutlich. Zahlreiche Rückmeldungen  von Besucherinnen und Besucher haben dies unterstrichen.“

Hinter solchen Formulierungen, die wie scheinfrommes verbales Yoga wirken, fehlt nur noch ein abschließendes „Amen“ und die weltliche Bitte, dass der Letzte das Licht ausmachen möge.

So wird es zwangsläufig enden, wenn die Verantwortlichen auf diesem Weg weiter machen und sich derart verbiegen (lassen), dass sie ihren Kopf bald zwischen den Füssen tragen können, wenn sie nicht willens sind, solchem Unsinn die Stirn zu bieten, der sich hüftschwingend, bauchnabelfrei (Videoquelle 3:40 Min.) und ohne Ehrfurcht im geweihten Raum breit macht.

Wenn es sich weiterhin um ein „Gotteshaus“ handelt, steht die Frage im Raum, ob sich der „liebe Gott“ das Kleiderspektakel mit elektronischer Untermalung nebst Lasershow ebenfalls angesehen hätte. Im Evangelium ist eine andere Reaktionsweise Christi auf eine Zweckentfremdung des Tempels überliefert.

Diese Klamottenshow erscheint als weiterer fataler Schritt in Richtung nachkonziliare „Experimentierkirche“.

Somit muss auch ein Kardinal mit Widerspruch und erheblichen Bedenken leben. Da nützt es nichts, wenn er sich öffentlich darüber beschwert, dass ihm die „die ewigen Besserwisser und Bedenkenträger zum Hals raus hängen“. (Quelle: https://www.domradio.de/radio/sendungen/wort-des-bischofs/wort-des-bischofs-97)

Meine Freude am „Erlösungswerk des HERRN“ kann jedenfalls kein Bischof trüben, egal wie unverständlich seine Entscheidungen sein mögen   –  und widersprüchlich noch hinzu; siehe diese Klarstellungen aus dem Amtsblatt des Erzbistums Köln vom 1. Juni 2016:

Kirchengebäude sind Räume der Gottesbegegnung. Deshalb sind musikalische Veranstaltungen, die keinen geistlichen Charakter oder gottesdienstlichen Bezug haben, aus ihnen grundsätzlich fernzuhalten.

Musikalische Aufführungen können nur dann in einem Kirchengebäude stattfinden, wenn der Charakter der Werke die Aufführung in einer Kirche ratsam erscheinen lässt. Bei Unklarheiten kann das Erzbischöfliche Generalvikariat beratend unterstützen. Im Übrigen wird auf die Arbeitshilfe 194 der Deutschen Bischofskonferenz zur „Musik im Kirchenraum außerhalb der Liturgie“ und ggf. diözesane Richtlinien verwiesen.“ (Quelle: https://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/generalvikariat/amtsblatt/2016/2016-06-01-amtsblatt-erzbistum-koeln.pdf)

Der Autor dieses Artikels ist katholischer Familienvater aus dem Erzbistum Köln und unserer Redaktion persönlich bekannt

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz, Archiv


Fulda: Feierliches Jahresgedächtnis für Erzbischof Johannes Dyba am 23. Juli 2017

Von Gaby Kaudel

Nun ist es wieder soweit: Am Sonntag, dem 23. Juli 2017, gedenken wir unseres verehrten Erzbischofs Dr. Johannes Dyba zum 17. Mal im Dom zu Fulda. Um 10 Uhr beginnt das feierliche Pontifikalamt mit Bischof Algermissen.

Und wie an allen Gedächtnistagen reißen die Wunden des plötzlichen Todes unseres einstigen Fuldaer Oberhirten wieder auf. Manchmal erscheint es mir, als wäre es erst gestern geschehen  –  und doch sind viele Jahre vergangen.

Gerade in unserer Zeit, in der es derart turbulent zugeht, was das Aufweichen des Wortes Gottes betrifft  –  oder Fehlverhalten von Hirten, die unseren Herrn Jesus Christus verleugnen  –  gerade da fehlen solche Getreuen wie Erzbischof Johannes, der sich bis zum Ende vom Mainstream in Medien und Welt nicht beugen ließ.

Seine Begeisterung für Christus, sein Vorangehen und glaubensstarkes Vorbild  –  genau das bräuchten wir heute mehr denn je.

Offenbar von allen Seiten versucht man, praktizierende und konsequente Christen an den Rand zu drücken oder quasi mundtot zu machen. Der Zeitgeist  –  so Erzbischof Dyba – reibt sich bis zur Empörung an einer ganzen Reihe von Glaubensthemen.

Wie wahr hat er das formuliert und wie real sind so viele Dinge geschehen, die er vorausgesagt hat.

Damals konnten wir es kaum glauben – und jetzt stecken wir in einem Dilemma, daß man manchmal zerbrechen und verzweifeln könnte.

Ich wünsche allen Christen, daß wir gerade aus diesem Grund Dybas gedenken   –  und aus der Erinnerung heraus uns wieder anstecken lassen vom Feuer des Glaubens.

Das wollte der Erzbischof: daß sich der Glaube an Christus und seine Botschaft in uns verbreitet „wie ein afrikanisches Buschfeuer“.

Die letzten Worte des Erzbischofs sind ein bleibendes Vermächtnis an uns: ,,Das Bekenntnis unseres Glaubens wollen wir jetzt vom Domplatz zu Fulda emporschallen lassen, daß man es hört im Himmel und auf Erden: CREDO CREDO CREDO. Amen“