ZAR: Schwester Ines Sancho enthauptet und zerstückelt – Satanisten als Täter?

Die Gegend, in der die spanisch-stämmige Schwester Inés Nieves Sancho am 20. Mai enthauptet und in Stücke geschnitten wurde, war „relativ ruhig“. Das sagte Weihbischof Jesús Ruiz Molina von Bangassou in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) der Presse.

Ruiz schließt nicht aus, dass die 77-jährige Schwester ein Opfer satanischer Riten wurde, „die in der Region häufig vorkommen“. Einheimische vermuten, dass der Mord Teil eines Menschenopfers war, um Glück bei der Suche nach Diamanten zu haben. Organe von Weißen gelten dabei als besonders „effektiv“.

Die Verbrecher drangen nachts ins Zimmer von Schwester Inés ein, zerrten sie aus dem Bett und führten sie in ihre Näherei. Dort wurde sie erstochen.

Die aus Spanien stammende Ordensfrau gehörte zur französischen Gemeinschaft der Töchter Jesu von Massak. Sie war 27 Jahre lang in Afrika, wo sie jungen Mädchen das Nähen beibrachte.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.gloria.tv/article/TYSR37789PCu2wB1aA33DR2pN


Zentralafrika: Bischof Nongo von Bossangoa beklagt sich über UNO-Blauhelme

Bischof Nongo Aziagbia von Bossangoa in der Zentralafrikanischen Republik schreibt in einer Erklärung über die Massaker an Christen durch muslimische Terroristen in den letzten Monaten u.a. Folgendes:

„Priester werden getötet, Kirchen in Brand gesteckt und geschändet…. Diese Handlungen könnten als ein Weg betrachtet werden, den die zahllosen Feinde des Friedens beschreiten, um uns in den religiösen Konflikt zu drängen.“

Er bezieht sich auf einen Bericht, der mehrere Vorfälle dokumentiert, zu denen es in seiner Diözese im Oktober und November gekommen war.

Der Bischof berichtet von Anschlägen, für die UN-Friedenssoldaten mitverantwortlich seien, indem sie die ehem. Seleka-Milizionäre geschützt haben, als diese Flüchtlingslager und kirchliche Einrichtungen, aber auch Privathäuser von Christen angriffen.

Bischof Nongo drückte seine Enttäuschung darüber aus, daß die Massaker von den UN-Blauhelmen nicht verhindert wurden, und beklagt die humanitäre Notlage, die Verschlechterung der Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sowie die zunehmende Verunsicherung und Misshandlung von Zivilisten.

Der bereits eingeschlagene Weg der Versöhnung, bedauert der katholische Oberhirte abschließend, sei jetzt gefährdet.

Quelle: Fidesdienst


Wegen Massakern in Zentralafrika wollen Bischöfe einen „Tag der Trauer“ einführen

„Das Menschenleben ist heilig und unantastbar. Jeder Vertreter der staatlichen Gewalt, jede staatliche Organisation hat die oberste Pflicht, es zu respektieren und zu schützen.“  – Mit Berufung auf den ersten Artikel der Verfassung der Zentralafrikanischen Republik fordern die katholischen Bischöfe in einem am 24. November veröffentlichten Dokument die Beendigung der Gewalt, mit der das Land seit 2012 größtenteils durch radikal-islamische Gruppen terrorisiert wird.

In diesem Zusammenhang prangern die Oberhirten die blutigen Massaker in Bangui, Bambari, Batangafo und Alindao an und laden Vertreter aus Politik und Verwaltung, Diplomaten und Vertreter nationaler und internationaler Institutionen sowie Medien und Bürger zu einer Pressekonferenz in die erzbischöfliche Residenz in Bangui ein, „damit die Wahrheit über die inakzeptablen und verheerenden Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung ans Tageslicht gebracht wird“.

Nach den letzten Massenmorden, insbesondere dem jüngsten Anschlag gegen Christen am 15. November in Alindao, bei dem etwa fünfzig Zivilisten ihr Leben verloren haben, bitten die Bischöfe die Gläubigen und Menschen mit guten Willens darum, „den Feiern am 1. Dezember (Nationalfeiertag Zentralafrikas) im Zeichen der Trauer fernzubleiben“, während am Sonntag, dem 2. Dezember, in allen Diözesen ein „Tag der Trauer und des Gebetes „zum Gedenken an die Opfer stattfinden soll.

Die Kollekte bei den Sonntags-Gottesdiensten ist für die Überlebenden der Massaker bestimmt.

Quelle: Fidesdienst


Islamischer Massenmord gegen Christen in Zentralafrika: UNO-Blauhelme untätig

Am 15. November geschah in der Zentralafrikanischen Republik ein Terror-Anschlag – meist ausländischer  – islamischer Söldner der UPS (Unité pour la Paix und Centrafrique) unter Leitung von General Ali Darassa. Bei dem Massaker wurden 40 Menschen ermordet, darunter der Generalvikar der Diözese Alinda, Prälat Blaise Mada und Pfarrer Celestine N. Mingala. 

Erzbischof Juan Jose Aguirre Muños von Bangassou erklärt: „Die Mitglieder der UPC kommen hauptsächlich aus Nachbarländern wie Niger. Die aus der Seleka hervorgegangenen UPC sind im Westen von Alindao seit 5 Jahren aktiv. Die katholische Mission liegt im Osten, wo sich das Lager für nicht-muslimische Flüchtlinge befindet, in dem ca. 26.000 Menschen untergebracht sind.“

„Der Anschlag war verheerend“, so der Erzbischof weiter:

Die Männer von Ali Darassa haben das Flüchtlingslager angegriffen, geplündert, in Brand gesetzt und Frauen und Kinder getötet; Sie brannten die Kathedrale nieder, wo sie die beiden Priester töteten.

Unmittelbar danach plünderten junge Muslime die erzbischöfliche Residenz, das Priesterhaus und die Büros der Caritas. Ich habe Fotos gesehen. Von diesen Einrichtungen sind nur die gekalkten Wände übrig“.

Kath. Bischof und drei Priester bleiben in Gefahrenzone

Inzwischen wurde das Personal der in Alindao tätigen NGOs (Nichtregierungs-Organisationen) mit einem Sonderflug evakuiert: „Alle außer Bischof Cyr-Nestor Alindao und drei Priestern, die in der Nähe der Bevölkerung bleiben wollten, sind gegangen“, betont Erzbischof Aguirre.

Der Erzbischof bestätigt, dass die Blauhelme der MINUSCA nicht eingegriffen haben, um die christlichen Zivilisten vor den islamischen Terroristen zu schützen: „Die MINUSCA-Soldaten aus Mauretanien zogen sich in ihre Basis zurück“, beklagt er und erläutert:

„Man sollte beachten, dass die Einsatzregeln bestimmter Kontingente wie Mauretanien, Ägypten und Pakistan mit der UNO abgestimmt wurden, so dass sie auf bewaffnete Übergriffe nur dann reagieren, wenn sie selber direkt angegriffen werden. In Alindao waren die Blauhelme also völlig nutzlos“.

Der Oberhirte fährt fort: „Andere Kontingente wie das von Ruanda haben Regeln für den Einsatz, auf deren Grundlage sie zur Verteidigung der Bevölkerung eingreifen, wenn es zu einem Anschlag kommt.“

Zentralafrika als Tor zur Ausbreitung des radikalen Islam

Erzbischof Aguirre betont außerdem, „sich nicht darauf zu beschränken, diese Massaker anzuprangern. Wir müssen dem, was in Zentralafrika passiert, auf den Grund gehen. Gruppen wie die UPC bestehen aus ausländischen Söldnern, die seit fünf Jahren Teile unseres Territoriums besetzen.“

Der Kirchenmann erläutert, daß es hierbei letztlich um die „Verbreitung des radikalen Islam“ geht:

„Die Söldner werden von einigen Golfstaaten bezahlt und von einigen benachbarten afrikanischen Staaten angeführt. Sie kommen aus dem Tschad über Birao mit Waffen, die aus den USA nach Saudi-Arabien verkauft wurden. Sie wollen Zentralafrika teilen, indem sie Hass zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen schüren.

Auf diese Weise können sie sich des Reichtums Zentralafrikas bemächtigen und Gold, Diamanten und Vieh plündern. Vor allem aber wollen einige ausländische und nichtafrikanische Länder Zentralafrika als Tor für die Einreise in die Demokratische Republik Kongo und den Rest des Kontinents nutzen, um den radikalen Islam zu verbreiten. Dies ist die Strategie, die sich hinter dem Massaker von Alindao verbirgt.“

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Zentralfrik. Republik: Massaker in Aliando – UNO-Blauhelme greifen nicht ein

„Nach dem, was ich weiß, haben die Blauhelme der UN- Mission in der Zentralafrikanischen Republik die Bevölkerung nicht vor den Rebellen geschützt, die den Anschlag in Alindao begangen haben. Bei der Ankunft der Kämpfer sollen sie sich in ihre Basis zurückgezogen und die Bevölkerung ihrem Schicksal überlassen haben“, erklärt der aus der Zentralafrikanischen Republik stammende Priester Amos Boubas.

Am 15. November griffen die Rebellen der „Unité pour la Paix en Centrafrique“ (UPS) unter dem Leitung von General Ali Darassa die Kathedrale von Alindao im Süden des Landes und das nahe gelegene Flüchtlingslager an.

„Nachdem sie die Kathedrale geplündert und niedergebrannt hatten, zogen die Rebellen weiter in das Flüchtlingslager, wo sie mindestens 42 Menschen ermordeten. Unter den Opfern sind auch der Generalvikar der Diözese Alindao, Prälat Blaise Mada, der gestern beerdigt wurde, und ein anderer Priester, Pfarrer Celestine Ngoumbango aus Mingala, dessen Leiche erst heute gefunden wurde“, so Pfarrer Boubas. Der Geistliche erklärt weiter:

„Die beiden Priester wurden durch Schüsse getötet, die während des Angriffs die bischöfliche Residenz, abgefeuert wurden, wo sie zusammen mit anderen Leuten Zuflucht gesucht hatten. Bischof Cyr-Nestor Yapaupa von Alindao kümmert sich derzeit um die Evakuierung der Überlebenden und deren Unterbringung in der Hauptstadt Bangui.“

Quelle: Fidesdienst

 


ZAR: AI-Bericht über „Zwangsbekehrungen“ von Muslimen zweifelhaft

Verwunderung über Bericht von „Amnesty International“

Drei führende Geistliche aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) – ein Muslim und zwei Christen – sind am 19. August am Genfer Sitz der Vereinten Nationen mit dem Sergio-Vieira-de-Mello-Preis ausgezeichnet worden. Sie hatten sich angesichts der Gewaltexzesse in ihrem Land zusammengeschlossen, um für ein friedliches Miteinander von Christen und Muslimen einzutreten und Wege zur Versöhnung zu ebnen. 76aa47d054

Ihr Beispiel sowie einige der jüngeren Entwicklungen in dem Land am Äquator geben Anlass zur Hoffnung für die gebeutelte Bevölkerung.

Sicherheitslage deutlich verbessert

Reverend Nicolas Guérékoyamé-Gbangou (Präsident der Evangelischen Allianz in der ZAR), Monsignore Dieudonné Nzapalainga (Katholischer Erzbischof von Bangui) und Imam Omar Kobine Layama (Präsident des Islamischen Rates der ZAR) gaben gegenüber World Watch Monitor an, die Sicherheitslage in der ZAR habe sich deutlich verbessert, obwohl es in einigen Gebieten weiterhin zu gewaltsamen Übergriffen komme. Insgesamt würden sich die Verhältnisse im Land aber normalisieren.

Überrascht zeigten sich die drei Geistlichen über einen Ende Juli von Amnesty International veröffentlichten Bericht über die ZAR. Darin werden Zwangsbekehrungen von Muslimen angeprangert und beklagt, zahlreiche Muslime würden seit der Rückkehr in ihre Dörfer in den westlichen Landesteilen am Ausüben ihrer Religion gehindert.

Zweifelhafter AI-Bericht dient nicht der Verständigung

Alle drei Religionsvertreter, auch der muslimische, äußerten ihre Sorge, dass derartige Berichte ihre Bemühungen um Versöhnung unterminieren könnten. Sie seien von den Autoren des Berichtes nicht befragt worden.  305fe9127f

„Wir erleben zurzeit, dass die Bevölkerung sich wieder vermischt. In Bangui und anderen Orten sind Muslime nicht länger gezwungen, in Ghettos zu leben, wie es während der Krise zum Teil der Fall war. Sie können ungehindert ihren Geschäften nachgehen“, kommentierte Imam Layama den Bericht.

Bischof Dieudonné Nzapalainga ergänzte: „Ich möchte daran erinnern, dass ich auf dem Höhepunkt der Krise Imam Layama Zuflucht bei mir gewährt habe. Tausende Muslime sind in Kirchen aufgenommen worden, und selbst in PK5 wurden in einigen Moscheen Christen versteckt. Wenn Extremisten Gewalttaten begehen, distanzieren wir uns davon. Glaubensfreiheit ist eine Realität in der ZAR.“

Hintergrund: Im Dezember 2012 hatten zunächst islamistische Seleka-Rebellen weite Teile der ZAR erobert und dabei das Land mit brutaler Gewalt und Plünderungen überzogen. Häufig kam es zu gezielten Übergriffen gegen Christen, Kirchen und Pastoren. Als Gegenbewegung formierten sich die oft fälschlich als „christlich“ bezeichneten Anti-Balaka, die gezielt gegen Muslime kämpften. Open Doors organisierte mehrere Versöhnungskonferenzen, führt weiterhin Schulungsprojekte durch und steht den zahlreichen traumatisierten Opfern der Übergriffe durch Trauma-Seminare bei.

Quelle: Hilfsorganisation „Open Doors“


Afrika: Anti-Balaka-Milizen drohen kath. Erzbischof von Bangui mit dem Tod

In seiner Eigenschaft als Präsident des Zentralafrikanischen Caritasverbandes leitete der katholische Erzbischof Dieudonné Nzapalainga von Bangui eine Mission zu den Einwohnern des Dorfes Gbangou, deren Häuser (insgesamt 275) bei einem Übergriff der Anti-Balaka-Milizen am 21. September vergangenen Jahres in Brand gesteckt wurden.  305fe9127f

Im Interview mit einheimischen Medien berichtete Erzbischof Nzapalainga von “Menschen, die wie Tiere leben und hilflos in den Wäldern umherirren”:

“Niemand hilft diese Menschen, man lässt sie einfach sterben”, klagt der Erzbischof, der um Hilfe für die Einwohner von Gbangou und anderer Dörfer entlang der Verbindungsstraße von Damara nach Bouca bittet. Im Rahmen einer Hilfsaktion verteilte die Delegation Lebensmittel, Medikamente und Kleidung.

Auf dem Weg dorthin drohte ein Anführer der Anti-Balaka-Milizen dem Erzbischof mit dem Tod, als dieser versuchte, ein gestohlenes Motorrad der Caritas wieder zu bekommen.

“In den Augen dieses Mannes habe ich gleichsam viele zentralafrikanische Jugendliche gesehen, die vom Weg abkommen”, so der Erzbischof in einem Kommentar zu dem Vorfall: “Diese Jugendlichen brauchen Erziehung und Bildung”.

Der Erzbischof appellierte in diesem Sinn auch an die Anti-Balaka-Milizen mit der Bitte um das Niederlegen der Waffen und das Mitwirken am Wiederaufbau des Landes.

Quelle: Fidesdienst – Foto: HMK