Münster: Artikel des Bistumsblatts vermittelt Zerrbilder über die klassische Liturgie

Von Felizitas Küble

Die Bistumszeitung von Münster mit dem Titel „Kirche und Leben“ (KuL) ist schon seit Jahrzehnten als – gelinde gesagt – „reformkatholisch“ bekannt.

Der linksgerichtete Trend hat in den letzten zehn Jahren noch zugenommen, was zur Folge hatte, daß viele konservative und auch „nur“ bürgerlich orientierte Leser das Blatt abbestellten – nicht wenige davon kennen wir persönlich.

So gesehen verwundert es wenig, daß sich diese amtliche Wochenzeitung von Bischof Dr. Felix Genn, der für seine teilweise liberalen Auffassungen bekannt ist, jetzt über die „alte Messe“ hermacht, also die überlieferte Liturgie unserer Kirche in ein schiefes Licht zu rücken versucht.

BILD: Pater Dr. Ripplinger (links) neben Kurien-Erzbischof Guido Pozzo nach einem Pontifikalamt in Billerbeck

Seit über 20 Jahren wird diese klassische lateinische Messe – amtlich bezeichnet als „außerordentliche Form des römischen Ritus“  –  in der passend im Nazarener-Stil ausgestalteten St.-Ägidii-Kirche in der Innenstadt von Münster gefeiert. Der Hauptzelebrant und zuständige Priester dieser Gottesdienstgemeinschaft ist Pater Dr. Chrysostomus Ripplinger (siehe Foto).

Den zum Teil irreführenden und insgesamt einseitigen Bericht der Kirchenzeitung unter dem Titel „Das Hochamt ist hier immer auf Latein“ verfaßte Jonas Mieves in der KuL vom 27. Januar – siehe KuL Artikel Jan 2019

Meine  Zuschrift wurde in der neuen Ausgabe vom 1.2.2019 nicht veröffentlicht. Das CHRISTLICHE FORUM dokumentiert ihn hier im vollen Wortlaut.

Kritik an einem tendenziösen Artikel von „Kirche und Leben“

Der Autor hat seinen Bericht über die „alte Messe“ in der St. Ägidii-Kirche in Münster durchgängig in einem etwas spöttischen Ton verfaßt, was ich an sich schon gewöhnungsbedürftig finde. Allerdings kommt erschwerend hinzu, dass der Verfasser außerdem einige einseitige bis unrichtige Behauptungen aufstellt bzw. Zitate vorstellt, die einer Richtigstellung bedürfen:

1. Die Behauptung, der Priester spreche während der „gesamten Messe nur einmal das Volk direkt und auf Deutsch an, das ist während der Predigt“, trifft nicht zu, da er auch das Evangelium in deutscher Sprache vorliest. Zusätzlich gibt es eine biblische Lesung auf deutsch, die ein Lektor vorträgt.

2. Der Autor schreibt, Guido Gunderloch „organisiert seit Jahren die lateinischen Gottesdienste in der Ägidii-Kirche“, wodurch der Eindruck entsteht, als sei dieser Laien-Zeremoniar eine Art Gemeindeleiter, zumal Pater Dr. Chrysostomus Ripplinger als Hauptzelebrant im ganzen Artikel mit keiner Zeile erwähnt wird. Außerdem gibt es weitere Gläubige, die ihren Teil zum Ablauf der überlieferten Messe beitragen, etwa der Organist oder die gregorianische Schola. Die Organisation ist daher eine Teamarbeit unter Leitung des Priesters und von daher ebenso wie der Gottesdienst selbst gleichsam ein „Gesamtkunstwerk“.

3. Die im Bericht zitierte Äußerung von Herrn Gunderloch, wonach der Priester im alten Ritus „als Person fast verschwindet“, weil er „Teil einer genau festgelegten Zeremonie“ sei, ist nur halbrichtig und insgesamt etwas irreführend. Zwar tritt der Geistliche in der klassischen Liturgie als „Privatperson“ kaum hervor, aber sehr wohl eindeutig als Leiter der „Zeremonie“, zumal er in persona Christi handelt, der das Haupt seiner Kirche ist. Somit ist der Priester nicht irgendein „Teil“ der Liturgie, sondern buchstäblich die „Haupt-Person“, die vor allem bei der hl. Wandlung an Christi Statt handelt.

4. Äußerst missverständlich klingt sodann die Behauptung, Papst Benedikt habe den „Zankapfel Alte Messe aus der Grauzone des Illegalen, Sektiererischen“ herauszuholen versucht. In Wirklichkeit war diese überlieferte Meßform nie verboten, was Papst Benedikt mehrfach klargestellt hat. Zudem gab es schon vor seinem Motu proprio die bischöflich genehmigten Indult-Messen, die bereits unter Papst Johannes Paul II. eingerichtet wurden und die auch in Münster vor 21 Jahren in St. Ägidii begonnen haben. Von einer – noch dazu illegalen   – „Grauzone“ kann daher keine Rede sein.

5. Als geradezu unverfroren empfinde ich die zustimmend zitierte Äußerung aus der Wochenzeitung „Die Zeit“, wonach die alte Messe wie ein „U-Boot“ wirke, „um altes, autoritäres Gedankengut in die Kirche der Neuzeit einzuschmuggeln“. Eine reichlich steile These ohne jeden Beleg, die mir fast wie eine Art Verschwörungstheorie von links erscheint.

Felizitas Küble, 48167 Münster

HINWEIS: Dieser Leserbrief wurde inzwischen – am 8.2. – in der KuL-Zeitung veröffentlicht.


Missionar Martin Lasarte aus Angola schreibt an die NYT über das Wirken kath. Priester

Der deutsche Missionar und Ordensgeistliche Herbert Douteil CSSp, mit dem unsere Redaktion seit Jahrzehnten verbunden ist, übersetzte den Offenen Brief des Salesianers Martín Lasarte an die New York Times (NYT) aus dem Portugiesischen.

Pater Lasarte wirkt als Missionar in Angola und beklagt sich in seinem Schreiben über das einseitige Bild bzw. Zerrbild, das viele Medien von der katholischen Priesterschaft präsentieren.

Wir zitieren die wesentlichen Abschnitte aus dieser Stellungnahme und danken Pater Douteil  – er wirkt als Missionar in Brasilien (siehe Foto) –  herzlich für seine Zusendung und Übersetzung:

Journalisten, verehrte Schwestern und Brüder:  
Ich bin ein einfacher katholischer Priester. Seit zwanzig Jahren lebe ich als Missionar in Angola. Ich sehe in vielen Massenmedien, besonders in Ihrer Zeitung, eine Vielzahl von Beiträgen zum Thema pädophile Priester…Man liest einige ausgeglichene Artikel, aber auch andere voll von Vorurteilen und sogar voller Hass.

Die Tatsache, dass Personen, die die Liebe Gottes offenbaren sollten, wie ein Dolch im Leben von Unschuldigen wirken, ruft bei mir unendlichen Schmerz hervor…Es müssen alle Mittel des Schutzes angewandt werden, und alle Vorsorge für die Würde von Kindern muss absoluten Vorrang haben.

Man muss aber doch fragen dürfen, warum es ein solch großes Unwissen hinsichtlich tausender und abertausender Priester gibt, die sich für Millionen von Kindern, für unendlich viele Jugendliche und für die am meisten Benachteiligten auf der ganzen Welt aufreiben!

Ich bin der Ansicht, dass unsere Massenmedien kein Interesse daran haben, z.B. die Nachricht weiterzugeben, dass ich im Jahre 2002 viele unterernährte Kinder durch Minengebiete von Cangumbe nach Lwena in Angola bringen musste, weil diese Aufgabe weder die Regierung kümmerte noch die NGOs dazu berechtigt waren.

Es interessiert Sie wohl auch nicht, dass wir in den letzten zehn Jahren mehr als 110.000 Kindern die Möglichkeit von Erziehung und Ausbildung gegeben haben.

In den Massenmedien fehlte auch die Tatsache, dass ich gemeinsam mit anderen Priestern bei der menschenbedrohenden Krise 15.000 Personen in Kriegsgebieten beistehen musste, weil weder von der Regierung noch von der UNO Lebensmittel kamen.

In den Medien steht keine Zeile davon, dass P. Roberto, ein 75-jähriger Priester, jede Nacht die Stadt Luanda durchstreift und sich um Straßenkinder kümmert oder sie zu einem Aufnahmehaus bringt und versucht, sie bei Benzinvergiftung zu entgiften.

Es gibt auch keine Nachricht darüber, dass mehr als 60.000 unter 400.000 Priestern und Ordensleuten ihre eigene Heimat und ihre Familie verlassen haben, um ihren Brüdern im Lepraheimen, in Hospitälern, in den Flüchtlingscamps, in den Einrichtungen zum Schutz von Kindern, die der Hexerei angeklagt sind, oder von AIDS-Waisen, in Schulen für die Allerärmsten, in den Ausbildungszentren, in den Hilfszentren für Aidskranke zu helfen.

Es ist auch keine Nachricht wert, dass mein Freund, Pater Marco Aurelio, während des Kriegs in Angola einige Jugendliche zu ihrer Rettung von Kalulo nach Dondo gebracht hat, er selbst aber auf dem Rückweg von Kugeln durchlöchert wurde.

Es kümmert niemand, dass viel mehr als zehn Missionare in Angola an einer einfachen Malaria gestorben sind, weil es an ärztlicher Basisversorgung fehlt, und dass andere von einer Mine zerrissen worden sind, als sie ihre Gläubigen besuchten.

Auf dem Friedhof von Kalulo finden wir die Gräber der ersten Priester, die hierher kamen –  und keiner von ihnen erreichte das 40. Lebensjahr!

Niemand berichtet davon, wenn er etwa einmal das Leben eines „normalen“ Priesters bei seinen Freuden und Schwierigkeiten begleiten würde, während dieser, ohne Lärm zu machen, sein eigenes Leben verbraucht, um der ihm anvertrauten Gemeinde zu Diensten zu sein.

Es stimmt: Wir sorgen uns nicht darum, Sensationsnachrichten zu verbreiten, aber wir sorgen uns schlicht und einfach darum, die Frohbotschaft zu verkünden, die still in der Osternacht begonnen hat.

Es ist wahr: Ein Baum macht mehr Lärm, wenn er zusammenbricht, als ein Urwald, der wächst.

Der Priester ist weder ein Held noch ein Neurotiker. Er ist ein einfacher Mensch, der mit seiner Menschenliebe versucht, Jesus zu folgen und seinen Brüdern zu dienen. In ihm gibt es wie in jedem Menschenwesen Erbärmlichkeiten, Armseligkeiten und Schwächen, aber es gibt in ihm auch Schönheit und Güte wie in jedem Geschöpf.

Wenn man sich aber wie besessen und wie ein Staatsanwalt bei einem einzigen Thema aufhält, wobei man den Blick auf das Gesamte verliert, dann schafft dies wirklich beleidigende Karikaturen des katholischen Priestertums  –  und genau deshalb fühle ich mich angegriffen.

Journalisten, suchen Sie die Wahrheit, das Gute und die Schönheit. All dies macht Sie in Ihrem Beruf ehrenwert.

In Christus,
Padre Martín Lasarte, SDB

Webseite des Übersetzers: https://www.herbertdouteil.de/


Hamburg: Zynisches Theaterstück „Marias Testament“ ist eine Verhöhnung Christi

Von Felizitas Küble

In den Hamburger Kammerspielen wurde bereits im Frühjahr – leider mit großem Erfolg und Zuschauerapplaus  –  das blasphemische Ein-Frau-Stück „Marias Testament“ uraufgeführt. Im Oktober soll das gotteslästerliche Machwerk eine Wiederauflage erleben und bis Februar des nächsten Jahres weitergespielt werden.

Ausdrücklich unterstützt wird die zynische Theateraufführung vom NDR und dem Hamburger Abendblatt – wen wunderts?

Es geht in dem Stück tatsächlich um Maria von Nazareth, doch sie wird komplett gegen den biblischen Strich gebürstet, hält alle Wunder ihres Sohnes  – der natürlich nur der biologische Sohn Josefs ist – für erfunden, ertrickst und gelogen, nicht einmal an das Jenseits glaubt dieses Zerrbild einer „Madonna“, dabei war der Glaube an das ewige Leben bei den Juden jener Zeit an der Tagesordnung.

Also nicht einmal eine gläubige Jüdin soll die Mutter des HERRN gewesen sein?

Es stehen einem die Haare zu Berge  – und dazu muß man nicht einmal Christ sein, selbst ein gläubiger Jude oder ein toleranter Agnostiker müßte sich wundern, wie verzerrt hier der Glaube und die Kultur einer israelitischen Frau dargestellt wird.

Die Selbstdarstellung der Hamburger Kammerspiele macht aus diesem Zerrbild auch gar kein  Geheimnis – dort heißt es:

Maria bestätigt den biblischen Sinn dieser Ereignisse keineswegs. Von Erlösung hält sie so wenig wie vom Glauben an die Wiederauferstehung. Sie hält nichts von den Lehren ihres Sohnes, auch nichts von der charismatischen Wirkung, die er zu Lebzeiten auf Menschen ausübte. Marias Testament ist eine mutige Kontrafaktur des Neuen Testaments.“

In unserer sowieso kaum noch christlich geprägten Welt ist es überhaupt nicht „mutig“, ein solches Stück auf die Bühne zu zaubern – das zeigt ja auch der Beifall, den das Theaterspiel bislang eingefahren hat.

Welche haarsträubende Inhalte dieses Ein-Frau-Theater sonst noch bietet, kann man in diesem Interview mit Regisseur Elmar Goerden nachlesen: https://hamburger-kammerspiele.de/wp-content/uploads/2017/12/Hamburger-Kammerspiele-Gespr%C3%A4ch-%C3%BCber-Marias-Testament.pdf

Der Autor von „Marias Testament“ ist der irische Publizist und Bühnenschriftsteller Colm Tóibín. Dazu heißt es auf der Kammerspiel-Seite, er nehme sich „die literarische Freiheit, eine Wahrheit zu erzählen, die sich auf der Rückseite der Bibel ereignet.“

Was heißt hier „Wahrheit“? Ein Roman (!) wurde zu ein Bühnenstück umgeschrieben und aufgeführt  – ohne jeden wissenschaftlichen oder auch nur seriösen Anspruch. Diese freche Verunehrung Mariens und  – noch schlimmer – die dreiste Verhöhnung Christi geschieht in einer Zeit, die gegenüber dem Islam gar nicht genug Toleranz und Akzeptanz anmahnen kann.

Würde das Leben Mohammeds (das übrigens von Sexismus und Gewalt geprägt ist) auch nur annähernd so negativ gezeichnet, würden Muslime auf die Barrikaden steigen, auch mit Bomben(-Drohungen) wäre zu rechnen. Wir erinnern z.B. an Salman Rushdis „Satanische Verse“ oder an die Empörungswelle nach einer  stillosen Satire von Rudi Carell über den iranischen Diktator Khomeini 1987. 

Gottlob sind Christen friedlich, aber sie sollten keineswegs feige sein, sondern entschieden gegen diese unverfrorene Attacke auf die biblisch bezeugte Wahrheit unseres Glaubens protestieren.

 


Spiritueller MISSBRAUCH durch Alan Ames und seinen „Hammersegen“

Von Felizitas Küble

Seit Jahrzehnten reist der australische Starprediger Alan Ames durch die Lande, auch durch die deutschen  –  und er „spendet“ bei seinen Veranstaltungen, die leider sogar öfter in katholischen Kirchen stattfinden, fleißig den „Hammersegen“  –  gemeint ist damit ein ohnmächtiges Rückwärtskippen in einer Art Trance, von Charismatikern als „Ruhen im Geist“ verherrlicht. (In den USA spricht man dabei passender von „Slain in the spirit“ = Erschlagenwerden im Geist.)

Im Laufe der letzten zwanzig Jahre haben sich bei mir reihenweise  Geschädigte gemeldet, die von Alan Ames, der indisch-deutschen Nonne Sr. Margarita Valappila (Haus St. Raphael in Bad Soden-Salmünster) oder anderen Schwarmgeistern „flachgelegt“ wurden  –  seien sie katholisch-charismatisch oder evangelisch-pfingstlerisch. Die belastenden Folgen für die Betroffenen halten teilweise jahrelang an.

BILD: In diesem Buch propagiert Ames den Hammersegen

Noch heute erhielt ich den Anruf einer Dame, die vor einigen Jahren diesen charismatischen Hammersegen bei einem Auftritt von Ames in Heroldsbach erhielt. Als sie dann wieder aufstand, fühlte sie sich wie „beschwipst“, das war aber noch das wenigste: Danach machten sich bei ihr nämlich keine wunderbaren „Geistesgaben“ bemerkbar, sondern zahlreiche seelische und sprituelle Probleme.

Leider ist sie nicht das einzige Opfer dieser irrgeistigen Praktik; allein in diesem Jahr haben sich wieder mehrere Betroffene bei mir gemeldet.

„Wundervolle Dinge: Die Leute fallen um…“

Daß Alan Ames die Gläubigen, die von ihm einen „Einzelsegen“ erhalten, reihenweise flachlegt, wurde in vielen Zeitungsberichten vermerkt, manchmal mit Erstaunen, selten in Sorge, oft leider sogar in naiver Zustimmung.

Ein Beispiel hierfür ist dieser Artikel aus der „erneuerungsbewegten“ kath. Szene: http://www.goodnews-wien.at/2014/09/hoppala-ist-denn-da-los-heilungsgebet-mit-alan-ames/

Darin heißt es über einen Auftritt von Alan Ames:

„Ein Abend voller wundervoller Dinge, die Leute fallen um, als sie von Alan Ames gesegnet wurden. Was ist da los?

Außenseiter mögen sich das fragen. Insider erfahren es. Gottes Geist ist lebendig, unberechenbar und wirkt auch heute. Und das mitten in der konservativen Katholischen Kirche.

Tja, da ist was los! Übrigens, die da am Boden liegen, ruhen im Geiste.

Niemand ist verletzt, im Gegenteil, all jene stehen erfrischt und oft geheilt bald wieder auf ihren Beinen.“

So wird den Gläubigen dieses irrgeistige Vorgehen schmackhaft gemacht und wie eine wertvolle Perle serviert, statt vor dieser Sumpfblüte, diesem Zerrbild des Glaubens zu warnen.

Wirkt der Heilige Geist etwa ohne oder gar gegen den Verstand und das menschliche Bewußtsein? Erleuchtet Gottes Geist nicht vielmehr unsere Erkenntnis und unsere Vernunft mit dem Licht des Glaubens?

GOTT ist ein Freund der menschlichen Freiheit

Die Gnade baut auf der Natur auf –  und Gott überwältigt sie nicht, er „wirft sie nicht um“, denn Gott ist ein Freund der menschlichen Freiheit, die ER selber uns verliehen hat.

Als Katholiken sind wir überzeugt, daß uns durch das Sakrament der Firmung die Sieben Gaben des Heiligen Geistes geschenkt werden, wobei wir diese Gnadengaben in unserem Leben fruchtbar machen sollen.

Zu den „7 Gaben“ gehören interessanterweise auch die Gabe des Verstandes und der Wissenschaft (Erkenntnis) sowie der Stärke und Weisheit.

BILD: Durch den Hammersegen flachgelegte Teilnehmer eines Charismatiker-Seminars auf den Philippinen

Soll man wirklich davon ausgehen, beim quasi-ohnmächtigem Umkippen seien Verstand, Weisheit, Stärke und Wissenschaft wirksam?

Es ist in zweitausend Jahren in keinem einzigen Fall bezeugt worden, daß bei einem Sakrament, das speziell den Heiligen Geist bzw. seine Gaben vermittelt (Taufe, Firmung, Priesterweihe) jemals ein Mensch „im Geist geruht“ hat.

Nun wissen wir aber im Glauben, daß bei der sakramentalen Begegnung mit Gott tatsächlich auch seine wirksame Gnaden verliehen werden. Freilich kommt es hierbei keineswegs zu charismatischen Manifestationen wie dem Toronto-Segen, „Heiligem Lachen“, „Heiligem Weinen“, Zungenreden, „Prophetengabe“ usw.

Unser Glaube beruht nicht in erster Linie auf dem Gefühl, schon gar nicht auf ekstatischen, außer Kontrolle geratenen Emotionen oder Trance-Erfahrungen ähnlich wie bei Zen oder Yoga, also gerade jenen fernöstlichen Praktiken, welche doch von Charismatikerseite so eifrig bekämpft werden (dabei sind die strukturellen und mentalen Ähnlichkeiten unübersehbar).

Auch und gerade der Heilige Geist ist ein Gott der Ordnung, Besonnenheit und Nüchternheit, der Apostel Paulus die damaligen Gemeinden in seinen Briefen häufig ermahnt.


FAZ-Polemik von Liane Bednarz bietet Zerrbild von Konservativen und „Rechtspopulisten“

Von Dennis Riehle

Hätte sich hinter dem Autor ein Mann verborgen, wäre ich davon ausgegangen, dass er in diesem Artikel seinen Testosteronspiegel abbauen wollte: Riehle, Dennis_5

Selten habe ich einen derartigen Rundumschlag voller Anschuldigungen, Pauschalisierungen und Panikmache gelesen   –  der Beitrag „Konservative Christen – Die Radikalen“ der Juristin Liane Bednarz vom 1. Februar 2016 in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/putin-orban-und-afd-rechte-christen-finden-politische-heimat-14043650.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2) hat es nicht nur in sich.

Er ist Ausdruck tiefgehenden Populismus‘  –  also dessen, was die selbsternannte Kennerin der Szene um AfD und die „Neue Rechte“ auch in einem weiteren Interview mit „t-online“ (http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_76857796/afd-breitet-sich-aus-haben-laengst-problem-mit-radikalen-christen-.html) eigentlich so umfassend leidenschaftlich zu kritisieren versuchte.

Mit Wertungen spart Bednarz nicht, im Gegenteil. Dabei ist sie in der Auswahl ihrer Attribute allerdings nicht sonderlich einfallsreich. Alles, was im Zweifel nicht in ihr Weltbild zu passen scheint, ist im Bedarfsfalle populistisch, radikal oder extrem.

Die Autorin pflegt selber ein Feindbild

Und dabei täuscht der Titel im FAZ-Beitrag darüber hinweg, dass ein Feindbild, welches Bednarz ihren auserwählten Gegnern anzulasten vermag, auch bei ihr existiert – allerdings ein anderes, als man es erwarten könnte: Denn nicht allein die „konservativen Christen“ sind es, die sich die Juristin vorknöpft. Auch die „säkularen und atheistischen Rechtspopulisten“ müssen herhalten – denn sie unterscheiden sich ja nicht zu den religiösen, wie Bednarz attestiert.

Wie eine Aufreihung liest sich auch die Liste der Persönlichkeiten, die die 1974 geborene Autorin im Sammelbecken verortet, das AfD und „Pegida“ die nötige Nahrung und geistliche Grundlage liefert: Facebook-Zitat-Stein

Anerkannte Journalisten finden sich in Bednarz‘ Repertoire der geistigen Brandstifter  –  ebenso wie eine Vielzahl an Medien, die die offenbare „Parallelwelt“ widerzuspiegeln scheinen, in der Evangelikale und Katholiken gleichermaßen leben. Von Kissler über Matussek bis Hahne, Kuby und Kelle – von „Idea“ zu „Medrum“ und „Junge Freiheit“.

Frau Bednarz versucht krampfhaft, Netzwerke offenzulegen, deren Skandalisierung mir bislang unverständlich geblieben ist. Denn dass weltanschauliche und religiöse Gruppierungen schon seit jeher mit der Politik in Verbindung stehen, ist nichts Neues. Lobbyismus nennt man das – und den gibt es auch in Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft. Man mag ihn für ein demokratisches System als störend brandmarken, dann aber bitte auch fair!

Denn Einflüsse gibt es überall und an allen Orten, zunächst ist das nichts Verwerfliches. Dass politische Strömungen auch Religionen und Weltanschauungen eine Stimme geben, ist dabei ebenso unaufgeregt zu respektieren wie die Tatsache, dass Bednarz mit ihren Ausführungen leider genau die Vorwürfe bestätigt, welche die „Kreise“ der Extremen und Radikalen offenbar zurecht erheben:

Auch Kritik an der Kanzlerin wird diffamiert

Meinungsfreiheit unerwünscht, so unterstellt sie den katholischen und evangelikalen Christen eine entsprechende Haltung, die Bednarz aber eigens vorzuleben anstrebt, wenn es um die Redefreiheit für die von ihr als Autoritäre eingestuften Islam-, Homosexuellen- und Feminismus-Feinde geht.

Da mäkelt sie an legitimer Kritik an der Bundeskanzlerin, hält wohl Gegenreden zum CDU-Innenpolitiker Bosbach für unzulässig und zeigt sich irritiert darüber, dass sich nicht alle in Deutschland der Abwertung von „Pegida“ anschließen möchten.

Doch wie steht es nun um diese armen Seelen, die Christen, die nach Ansicht von Bednarz auf „Abwege“ gelangten? Sie wisse es auch nicht, erkenne aber, dass AfD und Parteien in andere europäischen Ländern mithilfe dieses Rückhalts der radikalisierten Gläubigen wohl in die Parlamente einziehen dürften. Auch das wäre ein demokratischer Vorgang, Frau Bednarz – und vielleicht liegt es auch an Ihnen, dass dieser Aufwind zustande kam.

Denn wer in einem seitenlangen Artikel nicht mehr schafft, als für einen freiheitlichen Rechtsstaat gültige Selbstverständlichkeiten aufzuzeigen und sich damit abmüht, Aufmerksamkeit zu erhaschen und Lob der „Gutmenschen“ einzufahren, der wird es auch schwer haben, seine Thesen über eine „konzertierte“ Gegenbewegung innerhalb der deutschen Gesellschaft mit Belegen zu unterfüttern.

Nicht jeder laute Aufschrei ist es wert, auch gehört zu werden – weder beim“ ultrakonservativen Milieu“, aber eben auch nicht bei angeblichen „AfD“-Expert*innen…

Dennis Riehle, Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz

Webpräsenzen: www.Dennis-Riehle.de
www.dennis-riehle-blog.de
 

 


Linke Studie liefert Zerrbild über Deutschland und die AfD

EbertVon Peter Helmes

In einer Studie der linken “Friedrich-Ebert-Stiftung” wird die politische Mitte Deutschlands  –  die Mehrzahl aller Deutschen also  –  als latent rechts bis rechtsradikal denunziert (vor allem die AfD).

Diese Studie geistert momentan vor allem durch linke Medien und zeigt ein Deutschland, das es nicht gibt und das in krassem Widerspruch mit einer frischen, internationalen Studie (weltweite Umfrage) steht, die Deutschland als weltweit beliebtestes Land darstellt, ein Land, in dem Menschen aus allen 200 Ländern dieser Welt aufgenommen wurden.

Jenseits wissenschaftlicher Seriösität

Der Publizist Michael Mannheimer schreibt hierzu in seinem Kommentar u. a.:

„Na fein. Wenn Linke eine ihnen gefährlich werdende Partei in ihren Medien nicht totschreiben und im Fernsehen totdiskutieren können, dann geben sie  –  bei einer selbstverständlich ebenfalls linken Organisation  –  eine “Studie” in Auftrag, die genau zu dem Ergebnis kommt, das man dieser Partei zuvor attestiert hatte.

In der Folge können Linke diese Studie dann als scheinbar unabhängiges wissenschaftliches Ergebnis auf ihren diversen staatlichen und nichtstaatlichen Monopolsendern und -Rundfunkanstalten so lange verkaufen, bis auch der letzte Deutsche ihre Lügenbotschaft vernommen hat…

So ergab eine “Studie” der SPD (um nicht zu sagen: sehr linken Kreisen der SPD)-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung zum (gewünschten) Ergebnis, dass Deutschlands Mitte latent nach rechts orientiert ist. Und sie platziert deren derzeitige Speerspitze, die AfD, wie man vermuten durfte, nach ganz rechts. Hinter solchen als “wissenschaftlich” getarnten Studien steckt reine Ideologie.“

Quelle und Fortsetzung hier: https://conservo.wordpress.com/2014/11/21/linke-studie-in-linken-medien/


„Münstersche Zeitung“ desinformiert einseitig und bietet Zerrbild der Kreuze-Aktion

Von Felizitas Küble

Alle Jahre wieder fühlt sich die Münstersche Zeitung (MZ) offenbar dazu aufgerufen, die friedliche, betende und singende Schar der Lebensrechtler, die sich stets Mitte März zu einem Gebetszug in Münster zusammenfindet, durch rüde Wortwahl und unfaire Desinformation ins Zwielicht zu rücken und als „radikal“ zu verunglimpfen.  PICT0191

Die tatsächlichen Radikalen, nämlich linksextreme Chaoten, werden hingegen nicht mit derart herabsetzenden Begriffen definiert, sondern allenfalls sanft ermahnt.

Bereits im Vorjahr betätigte sich die MZ auf diese manipulative Art bzw. Abart: https://charismatismus.wordpress.com/2013/03/10/manipulation-pur-munstersche-zeitung-verunglimpft-friedliche-lebensrechtler-als-radikal-und-bezeichnet-krawall-als-bunten-protest/

Das FOTO zeigt Polizeibeamte, die den Gebetsmarsch vor ultralinken Randalen schützen

Schon der Titel des Artikels in der heutigen MZ-Montags-Ausgabe vom 24. März läßt tief blicken: „Provokation mit Madonna“  – wohlgemerkt: die christlichen Lebensrechtler werden sogleich als Provokateure diffamiert, weil sie ein  – wahrlich harmloses  – Mariengemälde mit sich trugen:

Das Bild der Jungfrau von Guadalupe (siehe Foto), einem Wallfahrtsort in Mexiko, zu dem dort seit Jahrhunderten Millionen Einheimische pilgern. Was an diesem Madonnenbild „provokativ“ sein soll, wird weiter das Geheimnis der „Münsterschen Zeitung“ bleiben.

FOTO: Ist dieses Marienbild „provokativ“?PICT0189

Auch beim Untertitel bleibt die MZ ihrer Desinformationslinie treu: „Kreuz-Zügler und deren Gegner lieferten sich Scharmützel in der Innenstadt.“

Tatsache ist, polizeilich bestätigt, daß allein seitens der Abtreibungsbefürworter gegen das Vermummungsverbot verstoßen und Übergriffe gegen Demonstranten, Passanten und Journalisten (!) erfolgten, was zu mehreren Strafanzeigen durch die Polizei führte.

Die Zeitung hingegen erweckt mit ihren beiden Überschriften den irreführenden Eindruck, als hätten erstens die friedlichen Lebensrechtler „provokativ“ gehandelt  –  und als seien zweitens beide Seiten quasi aufeinander losgegangen, obwohl die Krawalle ausschließlich von linken Chaoten ausgingen.

Auch der einleitende Satz des Artikels paßt ins gängige (Zerr-)Bild der MZ: „Auf der einen Seite die radikalen Abtreibungsgegner, auf der anderen Seite die Gegendemo: die Polizei verrichtete Schwerstarbeit, um die beiden Gruppierungen voneinander zu trennen.“  –  Sodann ist vom „lautstarken Aufeinandertreffen“ die Rede, das viele Einkaufsbummler „irritiert“ habe.

Erneut wird somit die tatsächliche Situation nicht nur einseitig, sondern direkt falsch dargestellt. PICT0133

Unklar ist auch, wie die MZ zu ihrer schlicht unsinnigen Behauptung gelangt, die Lebensrechtlerseite habe „drastische Fotos“ vorgezeigt: es gab in Wahrheit kein einziges Abtreibungsbild, sondern lediglich durchaus ansprechende Fotos, wie man sie in jedem Biologiebuch finden könnte: sie zeigen die Entwicklung des ungeborenen Babys im Mutterleib.

FOTO: Handelt es sich hier um „drastische Bilder“, wie die MZ behauptet?

Weiteren Unfug liefert die Zeitung mit ihrem lächerlichen Satz, die Abtreibungsgegner hätten am Denkmal des Kardinal von Galen „gläserne Kindersärge“ niedergelegt: es handelte sich um einen einzigen kleinen Kindersarg aus weißem Holz, der durchaus nicht gläsern war.

Im Verlauf des weiteren Berichts ist erneut davon die Rede, der Gebetszug habe es mit seinem „Auftreten“ verstanden, „zu provozieren“. Hält die MZ christliche Gebete und Gesänge etwa für „provokativ“?

Ist das JA zum Lebensrecht „menschenverachtend“?

Erst später läßt sich MZ-Autor Nils Dietrich dazu herab, die rechtswidrigen Störungen und Pöbeleien der linken Protest-Szene zu erwähnen. Typisch freilich der Schlußsatz des Beitrags, in dem die Sprecherin des „Gegenbündnisses“ das letzte Wort erhält mit ihrer dreisten Äußerung, ihre Aktion habe ein „entschlossenes Zeichen gegen menschenverachtende Ideologien“ gesetzt.

Das friedliche Eintreten für das Lebensrecht eines jeden Menschen, ob geboren oder ungeboren, gesund oder behindert, ist also „menschenverachtend“?

Von ähnlicher „Logik“ samt linker Brille ist auch der Kommentar des MZ-Chefredakteurs Stefan Bergmann geprägt:

Mit dem Kurz-Titel „Disqualifiziert“ meint der Autor nicht etwa die Randalierer, sondern  –  aber sicher doch  –  die betende Schar der Lebensrechtler.

Als vermeintlichen Grund dafür wird vorgeschoben, daß deren Organisator Wolfgang Hering (der in der MZ unrichtig als „Klaus“ Hering bezeichnet wird) einen Zusammenhang zwischen Abtreibung und NS-Euthanasie herstellte (womit er grundsätzlich durchaus recht hat, denn die getöteten Kinder im Mutterleib sind schließlich keine „Opfer zweiter Klasse“).

Nachdem der Herr Chefredakteur die Lebensrechtlerseite (die er abfällig als „die 1000-Kreuzer“ benennt) schon allein durch seine Wortwahl ins Zwielicht zu rücken versucht, rafft er sich abschließend zu einem sanfter Hinweis hinsichtlich der ultralinken Störer auf: diese sollten doch mal „ihr Verhältnis zum Rechtsstaat überprüfen“, denn der Zweck heilige nicht die Mittel.

Diese Bemerkung ist immerhin der einzige kleine Lichtblick in diesem unfairen Zerrbild, das die MZ von jenen Vorgängen am vergangenen Samstag zeichnet.

Fotos: Felizitas Küble