Gebote nicht nur aufzählen, sondern einhalten!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 50 (49),1.8.16bc-17.20-21.

Gott, der HERR, spricht, ER ruft der Erde zu
vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang.
Nicht wegen deiner Opfer rüg‘ ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.

„Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.

Von deinem Bruder redest du schändlich,
auf den Sohn deiner Mutter häufst du Verleumdung.
Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.


Wer rechtschaffen lebt, erfährt Gottes Heil

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 50 (49),8-9.16bc-17.21.23.

Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an
noch Böcke aus deinen Hürden.
 

„Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.
 

Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeig‘ ich mein Heil.


GOTT sprach: „Meinst du, ich bin wie du?“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 50 (49), 8-9 ff.

Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an
noch Böcke aus deinen Hürden.
.
Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.
.
Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeig‘ ich mein Heil.
.

Zum Opfern gehört die brüderliche Liebe

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 50 (49),1.8.16bc-17.20-21.

Der HERR spricht, ER ruft der Erde zu
vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang:
Nicht wegen deiner Opfer rüg‘ ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
.
„Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.
.
Von deinem Bruder redest du schändlich,
auf den Sohn deiner Mutter häufst du Verleumdung.
Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.

Ein Opfer des Lobes: „Wer rechtschaffen lebt, dem zeige ich mein Heil“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 50 (49),8-9.16bc-17.21.23.

Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an
noch Böcke aus deinen Hürden.

Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.

Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeig‘ ich mein Heil.

 


Wer rechtschaffen lebt und Gottes Gebote hält, ehrt den Ewigen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 50 (49),8-9.16bc-17.21.23.

Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an
noch Böcke aus deinen Hürden.

„Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.

Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeig‘ ich mein Heil.“

 


Aus Psalm 50: „Wer rechtschaffen lebt, dem zeige ich mein Heil.“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 50 (49),8-9.16b-17.21.23.

Nicht wegen deiner Opfer rüg‘ ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an
noch Böcke aus deinen Hürden.

Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhaßt,
meine Worte wirfst du hinter dich.

Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeige ich mein Heil.


Macht die erschlafften Hände wieder stark!

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Hebräer 12,5-7.11-13:

Und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des HERRN, verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.
Denn wen der HERR liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den ER gern hat.  header_buch
Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick keine Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.
Darum macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest  –  und ebnet die Wege für eure Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern geheilt werden.


Strebt nach der Heiligung, ohne die keiner den HERRN sehen wird

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Brief an die Hebräer 12,4-7.11-15:

Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden,
und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet:
„Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn,
verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.“                                                    Apollinaris-DSC_0408-2-4 - Kopie
Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er;
er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.
 
Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet.
Gott behandelt euch wie Söhne.
Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick
keine Freude zu bringen, sondern Schmerz;
später aber schenkt sie denen,
die durch diese Schule gegangen sind,
als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.
 
Darum macht die erschlafften Hände wieder stark
und die wankenden Knie wieder fest,
und ebnet die Wege für eure Füße,
damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern geheilt werden.
 
Strebt voll Eifer nach Frieden mit allen und nach der Heiligung,
ohne die keiner den HERRN sehen wird.
Seht zu, daß niemand die Gnade Gottes verscherzt,
daß keine bittere Wurzel wächst und Schaden stiftet und durch sie alle vergiftet werden,
 

Gedicht von Dietrich Bonhoeffer: STATIONEN auf dem WEG zur FREIHEIT

Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer ist ein bekanntes Opfer der NS-Diktatur. Er hat in seinen Schriften auch manches Gedankengut aufgenommen, das dem katholischen Glauben nahesteht.

So äußerte er sich zB. in seinem Buch „Gemeinsames Leben“ positiv über den Wert der persönlichen Beichte. Er verstand auch recht gut den Sinn des Ordenslebens. Bonhoeffer betonte zudem die Bedeutung der göttlichen Gebote für unser Leben (das irdische und das ewige).

Zugleich warnte er im Zusammenhang mit der protestantischen Rechtfertigungslehre („Allein die Gnade, allein der Glaube“) vor der Verkündigung einer „billigen Gnade“, denn das Erlösungswerk ist Christus „teuer“ zu stehen gekommen, kostete es ihn doch sein menschliches Leben, das er unter großen Leiden als vollkommenes Opfer hingab für das Heil der Welt.

Daher darf kirchliche Lehre die Gnade Christi nicht zum Schleuderpreis „anbieten“, sondern muß neben dem Zuspruch auch auf den Anspruch Gottes hinweisen.  Dies zu betonen war für den Theologen  Bonhoeffer sehr wichtig.

Von ihm stammt überdies ein  –  leider weitgehend unbekanntes  –  Gedicht mit dem Titel „Stationen auf dem Weg zur Freiheit“.  Selbst in Bonhoeffer-Biographien wird es mitunter verschwiegen oder nur verkürzt wiedergegeben.

Das erstaunt wenig, denn diese Verse passen kaum zum heutigen Zeitgeist, heißt es doch darin schon in der ersten Strophe: „Niemand erfährt das Geheimnis der Freiheit  –  es sei denn durch Zucht.“

Scheinbar „veraltete“ Tugenden wie Zucht, Selbstbeherrschung, Disziplin etc.   –  das ist doch so ziemlich das Letzte, was ein „moderner“ Zeitgenosse  hören will.

Die zweite Strophe erwähnt dann die Gebote Gottes –  auch dies ist nicht nach dem Geschmack allzu weltlich denkender Leute gebastelt.  Dabei bringt Bonhoeffer die Gebote des Ewigen sehr richtig in Zusammenhang mit der wahren, der inneren, der gottgeschenkten Freiheit.

Das vollständige Bonhoeffer-Gedicht in vier Strophen folgt hier:

STATIONEN auf dem WEG zur FREIHEIT

ZUCHT.
Ziehst Du aus,
die Freiheit zu suchen,
so lerne vor allem
Zucht der Sinne
und Deiner Seele,
daß die Begierden
und Deine Glieder
Dich nicht bald hierhin,
bald dorthin führen.
Keusch sei Dein Geist
und Dein Leib,
gänzlich Dir selbst
unterworfen
und gehorsam,
das Ziel zu suchen,
das ihm gesetzt ist.
Niemand erfährt
das Geheimnis der Freiheit,
es sei denn durch Zucht.
 
TAT.
Nicht das Beliebige,
sondern das Rechte
tun und wagen,
nicht im Möglichen schweben,
das Wirkliche tapfer ergreifen,
nicht in der Flucht der Gedanken,
allein in der Tat
ist die Freiheit.
Tritt aus ängstlichem Zögern heraus
in den Sturm des Geschehens,
nur von Gottes Gebot
und Deinem Glauben getragen
und die Freiheit
wird Deinen Geist
jauchzend umfangen.
 
LEIDEN.
Wunderbare Verwandlung.
Die starken tätigen Hände
sind Dir gebunden.
Ohnmächtig einsam
siehst Du das Ende
Deiner Tat.
Doch atmest Du auf
und legst das Rechte
still und getrost
in stärkere Hände
und gibst Dich zufrieden.
Nur einen Augenblick
berührtest Du selig
die Freiheit,
dann übergabst Du sie
GOTT, damit ER sie
herrlich vollende.
 
TOD.
Komm nun,
höchstes Fest
auf dem Weg
zur ewigen Freiheit.
Tod, leg nieder
beschwerliche Ketten und Mauern
unseres vergänglichen Leibes
und unserer verblendeten Seele,
daß wir endlich erblicken,
was hier uns zu sehen
mißgönnt ist.
 
FREIHEIT.
Dich suchten wir lange
in Zucht und in Tat
und in Leiden.
Sterbend erkennen wir nun
im Angesicht Gottes
dich selbst.
 
Dietrich Bonhoeffer
 
Verfaßt am 21. Juli 1944, einen Tag nach dem mißglückten Attentat auf Hitler