Ca. 3/4 der Priester finden den Zölibat hilfreich

Kürzlich ist wieder amtlich“ bestätigt worden, dass die meisten Priester mit ihrem Beruf, ihrer Berufung, im Vergleich zur Gesamtbevölkerung hoch zufrieden sind und mit großer Mehrheit den Zölibat nicht als Belastung empfinden, sondern im Gegenteil als hilfreich. Priesterweihe 2012 Dom St. Peter Foto: altrofoto.de

Das wurde in früheren Seelsorge-Studien auch schon bestätigt (siehe z.B. —> HIER !), jetzt aber auch durch eine groß angelegte Studie der Erzdiözese Wien. Die Priester sind zu 72 % der Ansicht, dass der Zölibat „hilfreich“ ist. —> HIER !

Geplagt werden manche Priester eher von anderen Problemen, nämlich von zu wenig Sport, von Übergewicht und vom Alkohol… —> HIER !

BILD: Priesterweihe durch Kardinal Müller in Regensburg

Wenn 25 % der Priester mit dem Zölibat unzufrieden sind, liegt das eher nicht am Zölibat, sondern an persönlichen Faktoren. Vielleicht wäre es für den einen oder anderen „Unzufriedenen“ mal ganz heilsam, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, wie es anderswo aussieht:

Etwa jeder zweite (!) Arbeitnehmer ist mit seinem Job unzufrieden, und wenn mehr als ein Drittel aller Ehen geschieden werden, muss man leider annehmen, dass mehr als die Hälfte aller Ehen nicht sonderlich glücklich sind.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2017/02/studie-der-erzdiozese-wien-mit.html

Foto: Bistum Regensburg


Studie in England: Religiöse Menschen sind glücklicher als die anderen

Christen in Großbritannien gehören im nationalen Vergleich zu den glücklichsten Menschen. Das ergab die jüngste Studie des Büros für nationale Statistik (Newport/Wales) zum Wohlbefinden der Bürger. Sie wurde am 2. Februar 2016 in London vorgestellt. P1020947 - Kopie

Mit durchschnittlich 7,47 von 10 möglichen Punkten bewerteten Christen konfessionsübergreifend ihr Leben sehr positiv. Glücklicher sind laut Studie nur die Hindus (7,57).

Auch Sikhs (7,45) und Buddhisten (7,41) sind zufriedener als der Durschnittsbrite (7,38). Unter Juden im Vereinigten Königreich liegt der Glücksindex bei 7,37, unter Muslimen bei 7,33. Nichtreligiöse kamen auf 7,22 Punkte.

Vom Alter her sind der Studie zufolge die 65- bis 79-Jährigen am glücklichsten, die 45- bis 59-Jährigen am unzufriedensten. Den Psychiater Paul McLaren überraschen die Ergebnisse nicht. Der persönliche Glaube habe für viele Menschen eine schützende Funktion, sagte er der Zeitung „The Telegraph“.

In der Vergangenheit hatten andere Untersuchungen bereits ähnliche Ergebnisse zutage gebracht und einen engen Zusammenhang zwischen der persönlichen Religiosität und der Lebenszufriedenheit nachgewiesen.

So ergab eine Studie des Austin-Instituts zur Erforschung von Familie und Kultur 2014, dass sich 45 Prozent derer, die jede Woche den Gottesdienst besuchen, als „sehr glücklich“ bezeichneten. Unter denen, die nie in die Kirche gehen, sagten das von sich nur 28 Prozent.

Für die aktuelle Studie wurden zwischen April 2012 und März 2015 knapp 305.000 Bürger befragt.

Quelle: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/grossbritannien-christen-gehoeren-zu-den-gluecklichsten-menschen-93572.html

 


Überaus große Zufriedenheit in Deutschland mit dem Arbeitsklima

Die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) hat am 1. März 2015 eine ausführliche grafische Statistik unter dem Titel „Wachstum und Wohlbefinden in Spätkapitalismus“ veröffentlicht. ahhgggbh

Dabei geht es in der ersten Tabelle um das verfügbare Jahreseinkommen in Deutschland, das von 1950 bis 2010 um 443% gestiegen ist. Das Durchschnittseinkommen beträgt heute 18.901 Euro jährlich.

Im gleichen Zeitraum (1950 bis 2010) sank die Arbeitszeit   – laut zweiter Tabelle  –  um 43,5%. So ganz schlecht scheint es den Arbeitnehmern im „Spätkapitalismus“ wirklich nicht zu gehen.

Das bestätigt auch die dritte Tabelle (siehe Abbildung):

Zwar ist die Zufriedenheit mit dem Einkommen (siehe letzte Zeile dort) nicht übermäßig hoch, doch immerhin beträgt sie Zwei-Drittel. Interessanterweise wird das Arbeitsklima hierzulande sehr gelobt: 60% sind damit sogar „sehr zufrieden“, weitere 32% sind „zufrieden“. Gerade mal 8% sind unzufrieden.

Es handelt sich um eine Befragung vom Herbst 2010 bei ca. 3000 Teilnehmern im Alter von 18 – 29 Jahren. Warum nur jüngere Arbeitnehmer befragt wurden, ist unklar. Es bleibt zu hoffen, daß auch bei den Älteren eine große Zufriedenheit vorherrscht.


FAMILIE ist weltweit Glücksfaktor Nr. 1

Reader’s Digest Eine weltweite Umfrage der Monatszeitschrift Reader’s Digest ergab, was Menschen wirklich glücklich macht.

Das Traumhaus, die Luxusreise oder das neue Auto können Menschen zwar momentan zufriedenstellen, aber nicht auf Dauer glücklich stimmen. Langfristige Zufriedenheit erreichen Familie, Glaube und Beruf.

In allen Ländern führt die Familie als Spitzenreiter die Zufriedenheitsliste an:

In Ungarn hätten sich 83 Prozent der Befragten für die Familie ausgesprochen, in Deutschland 70 Prozent. Unabhängig von Alter, Geschlecht und Familienstand sei die Familie mit Abstand am häufigsten genannt worden.

Für 32 Prozent der US-Amerikaner spiele der Glaube eine wichtige Rolle auf der Glücksskala. Von den befragten Deutschen hätten 13 Prozent dafür gestimmt, dass der Glaube für ihr Glück unverzichtbar sei. Nur für 8 Prozent der Tschechen und Slowenen sei der Glaube relevant.

Glück im Arbeitsleben fänden in Deutschland nur 8 Prozent, in Polen und Rumänien 12 Prozent. Ungarn und USA rangierten mit 3 Prozent hinten.

Befragt wurden 6800 Bürger in den Ländern Finnland, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Slowenien, Russland, Brasilien und in den USA.


Gallup-Studie: Israelo-Araber sind sehr zufrieden mit ihrer Situation

Nur vier Prozent der israelischen Bevölkerung sagen von sich, dass sie leiden. Dieser Wert entspricht dem der Amerikaner und ist um einen Prozentpunkt besser als in Deutschland.

Auch die Israelo-Araber bzw. Palästinenser in Israel leiden weniger als Araber in islamischen Ländern. 1426245_577880468934571_1029821405_n

Dies ergab eine neue Studie des führenden Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup. Das Institut mit Sitz in Washington ist mehreren Ländern vertreten.

In 143 Ländern wurden jeweils tausend Personen befragt. Die Befragten sollten ihre Lebenssituation einer der drei folgenden Kategorien zuordnen: Mein Leben floriert  –  Ich ringe ums Leben  –  Ich leide.

Die glücklichsten Menschen leben in Island, der Schweiz, Katar, Norwegen und Nigeria mit jeweils einem Anteil von nur einem Prozent leidender Menschen. In Kanada, Australien, Holland und Kuwait sind es zwei Prozent.

Überraschend ist, dass gemäß dem internationalen Elend-Index von Gallup nur 17 Prozent der Palästinenser in den Autonomiegebieten leiden. In Jordanien steht die Leidensquote bei 12 Prozent, ansonsten leiden die Menschen in den arabischen Ländern um Israel herum in weit größerem Maße als die Palästinenser im Hl. Land.

Quelle: http://www.israelheute.com

Foto: israelische Botschaft


Christen twittern positiver als Atheisten

US-Studie untersuchte zwei Millionen Tweets

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, daß die Einträge von Christen bei Twitter insgesamt deutlich positiver ausfallen als jene von Atheisten. Die Studie untersuchte dazu das Twitter-Verhalten beider Gruppen und analysierte fast zwei Millionen Einträge (Tweets).

Forscher der University of Illinois haben die Tweets von 16.000 Followern untersucht, die prominenten christlichen oder atheistischen Persönlichkeiten auf Twitter folgen. 0022

Sie analysierten den emotionalen Inhalt der Beiträge, die Wortwahl, die Häufigkeit der Wörter und inwiefern diese einen analytischen Ansatz hatten. Dabei bestand ein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Wörtern mit sozialer Interaktion und Wörtern, die positive Emotionen vermitteln.

Die Psychologie-Professorin Jesse Preston leitete die Studie mit den beiden Wissenschaftlern Ryan Ritter und Ivan Hernandez.  – Ritter schreibt dazu in der Studie: „Wenn religiöse Menschen wirklich glücklicher sind als nichtreligiöse Menschen, können uns bei der Analyse die Unterschiede im sozialen Rückhalt und im Denkmuster der entsprechenden Personen helfen.“  –  Prof. Preston ergänzt: „Atheisten haben eine analytischere Denkweise in ihren Beiträgen, was die Menschen im Extremfall auch unglücklicher machen kann.“

Sozialer Kitt stärker

Christliche Nutzer veröffentlichten auch mehr über ihre sozialen Bindungen in dem sozialen Netzwerk: „Allein die Tatsache, dass man Mitglied in einer religiösen Gruppe ist, verbindet Menschen miteinander. Es könnte dieser soziale Kitt sein, der die Menschen glücklicher macht“, vermutet Frau Prof. Preston.

Die aktuellen Ergebnisse deckten sich mit früheren Studien, die einen positiven Zusammenhang zwischen gläubigen Menschen und ihrer persönlichen Zufriedenheit feststellten. „Das Gute an Twitter ist, dass die Menschen über ihre Erlebnisse berichten, egal ob es ihnen gut oder schlecht geht. Für uns als Forscher bedeutet dies, dass wir gar nicht fragen müssen, wie sich die Menschen fühlen, weil sie es uns sowieso erzählen“, erklärt die Expertin.

Quelle: Medienmagazin PRO / http://www.jesus.ch/n.php?nid=240323


Markus Lanz und sein Erlebnis mit der zufriedenen „kleinen, alten Frau“, die in sich ruht

„Man muß halt nur ein bißchen gucken“

In einem Interview mit dem Kölner Domradio erzählt ZDF-Moderator Markus Lanz („Wetten daß“, „Lanz kocht“) einige Erfahrungen und Anekdoten aus seinem Leben. Der 44-jährige Südtiroler schildert dabei auch folgendes nachdenkliche Erlebnis:

„Ich komme gerade aus Wien von „Wetten dass…“  –  und da gab es einen Moment, der mir seitdem durch den Kopf geht:

Ich kam von einem Gespräch mit Depeche Mode, mit Dave Gahan, einer der größten Popstars der Welt. Wir gingen danach durch die Katakomben runter und liefen durch einen langen dunklen Flur  –  und am Ende dieses Flurs saß eine alte, kleine Frau.

Die Art und Weise, wie sie da saß, es war eine Putzfrau und   –  wie sie sich selber nannte  –  eine „Klofrau“, zeigte: sie erwartet jetzt gar nicht, dass man mal mit ihr redet, dass man sie anspricht, sie guckte gar nicht hoch. Sie war so vertieft in ihr Buch und wartete auf den nächsten „Einsatz“ und saß da ganz alleine.

Wir waren schon an ihr vorbei, dann bin ich wieder zurück, weil ich ihr Gesicht so faszinierend fand und hab sie gebeten, ein Foto von ihr zu machen. Das haben wir dann bleiben lassen, weil das Licht nicht gut war und so weiter.

Aber ich kam kurz mit ihr ins Gespräch  –  und es war total anrührend, mal zu hören, was sie so für ein Leben hat. Ich hab sie gefragt, wo sie herkommt. Sie erzählte, aus dem und dem Wiener Bezirk, sie war ursprünglich aus Niederösterreich  –  und man merkte, da ist jemand, der ist zufrieden mit dem, was er so hat.

Sie machte einen ganz gelassenen und glücklichen Eindruck und hat mir dann das Buch gezeigt, in dem sie gerade las  –  und sie ruhte in sich.

Und ich dachte: Mein Gott, wie viele von denen, die Du  im Laufe der ganzen Veranstaltung treffen wirst, ruhen überhaupt gar nicht in sich und sind so viel privilegierter als diese kleine, alte Frau, die da saß.

Das sind diese Momente, die man sich nicht nehmen lassen sollte. Das sind diese kleinen Dinge im Alltag, für die man immer noch einen Blick haben sollte  –  und wenn man den hat, dann tun sich plötzlich Dinge auf und Türen auf und Tore auf, die sonst für immer verschlossen sind. Man muss nur ein bißchen gucken.“