Meine Erfahrungen bei der „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ in Warstein

Von „Laienbeichte“ bis Zungenreden war alles dabei

Als ich mich noch in meiner charismatischen Phase befand  – sie dauerte von 1996 bis 2002  – bin ich einmal pro Monat zur katholischen „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ nach Warstein gefahren. Viele Besucher kamen jeden Samstag, was ich aber meiner Familie nicht zumuten wollte.

In Warstein gab es eine Niederlassung dieser „neuen geistlichen Gemeinschaft“ in einem klosterähnlichen alten Gebäude. Die Kommunität bestand aus ehelosen Brüdern und Schwestern sowie aus Familien. (Der Vatikan hat später dieses „gemischte“ Gemeinschaftsleben verboten, nachdem führende Personen des Werkes sich des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht hatten.)

Zu den Treffen am frühen Samstagabend kamen meistens ungefähr 50 bis 60 Personen in die Hauskapelle. Es begann mit Lobpreisliedern, die vor allem junge Leute anziehen, zumal diese Musik starke Elemente von Pop und Rock enthält. Ich weiß aus Erfahrung und auch durch Beobachtung bei anderen Gläubigen, dass der Lobpreis so eine Art „Türöffner“ ist, ein geschicktes Lockmittel für das Hineinwachsen in die charismatische Szene. Er kommt nicht nur bei Gottesdiensten und Festivals zum Einsatz, sondern auch ständig bei Wallfahrten  – und das teils schon morgens kurz nach 6 Uhr.

Außerdem erlebten wir in Warstein regelmäßig Zungenreden und Zungensingen, weniger von den Besuchern, vor allem von den führenden Mitgliedern der Seligpreisungen. Einerseits konnte ich mit diesem unverständlichen Lallen (das auch keiner ausgelegt oder erklärt hat) nichts anfangen, fand es aber als neue Erfahrung doch interessant, wobei ich selber diese damals begehrenswerte „Geistesgabe“ nie erhielt (was mir im nachhinein nur recht ist). Nach der Feier gab es manchmal noch Tänze aus Israel für Interessierte.

Die Predigten, die ich dort hörte, zeigten viel Gefühl, waren aber theologisch nicht gerade gehaltvoll. Es wurde zudem viel von Medjugorje und den „Marienerscheinungen“ geredet und geschwärmt, Wallfahrten nach dorthin organisiert, wobei ich zweimal selber dabei war (mich aber inzwischen davon völlig entfernt habe und die „Botschaften“ für banal bis irrig halte).

Bei den Seligpreisungen wurde der jeweilige Hausleiter als „Hirte“ bezeichnet. In Warstein war es ein verheirateter Diakon namens Karl.

Dieser gab vor, Einsprechungen von oben zu erhalten, ein „Wort der Erkenntnis“ für die Situation einzelner Gläubiger. Während der Lobpreis-Andachten sagte er z.B.: „Jemand mit Rückenschmerzen ist jetzt geheilt“ oder „Unter uns ist gerade jemand von seiner Drogensucht frei geworden“ usw. Man wußte zwar nicht, ob es stimmte (weil sich keine Leute meldeten), glaubte aber wohl „irgendwie“ daran.

Zu den Treffen kamen deutlich mehr Frauen als Männer, die Altersgruppen waren jedoch gemischt. Das Leitungsteam der Lobpreisfeier war teils ledig, teils verheiratet.

Was ich im nachhinein auch skeptisch sehe, sind die „Problemgespräche“, fast so etwas wie eine Laienbeichte, die dort regelmäßig stattfand.

Es wurde gesagt, auch als Christen hätten wir ja so unsere Sorgen und Schwierigkeiten und das Bedürfnis, uns auszusprechen und Fürbitte durch Glaubensgeschwister zu erhalten, die Trost und Segen spenden.

Das lief so ab, daß man nach vorne kam, dort standen acht Mitglieder der Seligpreisungen parat. Zwei von denen umringten dann einen Besucher beim Seelsorgsgespräch, sie nahmen ihn oft in den Arm. Wenn vier Gäste damit fertig waren, kamen die  nächsten vier an die Reihe usw.

Fast alle Teilnehmer gingen nach vorne, auch ich machte dabei mit. Im nachhinein denke ich mir, dass zwei Gründe ausschlaggebend waren: Erstens fast so etwas wie eine Gruppendynamik, ein indirekter Sog durch die anderen, man wollte „dazugehören“, sich gemeinschaftsfähig und offenherzig zeigen, sich nicht ausgrenzen, kein „Spielverderber“ sein.

Zweitens war das Angebot des Fürbittgebetes verlockend, auch die Chance, einige Sorgen „loswerden“ zu können, vielleicht auch familiäre Schwierigkeiten und Konflikte aller Art auszusprechen. Das konnte psychologisch entlastend wirken. Zudem suchte man gerade bei solchen Problemen „Trost“ durch diese Gemeinschaft, auch eine Bestätigung, auf dem richtigen (charismatischen) Weg zu sein, zumal wenn man damit zuhause auf wenig Gegenliebe stieß.

Ich sehe heute im Rückblick zwei Kehrseiten dieser Problemgespräche: Auch wenn es dort zusätzlich die Möglichkeit gab, das Bußsakrament zu empfangen, so war diese „Laienbeichte“ doch ganz klar der einfachere Weg. Ich denke, daß viele dann die Beichte – zumindest die Andachtsbeichte   – vernachlässigt haben, auch weil sie sich sagten: Es wurde ja von diesen „Ordensleuten“ oder dem Diakon für mich gebetet, sie gaben mir ihren Segen etc.

Zu dieser schleichenden Verdrängung der Beichte kam eine weitere „Grauzone“:

Die Seligpreisungs-Gemeinschaft erhielt durch diese Gespräche einen Einblick in das Seelenleben der Neulinge oder sonstiger Teilnehmer; sie konnten also leicht „sortieren“, wer wohl dauerhaft zu ihnen passen könnte oder nicht, wie die psychische, gesundheitliche und familiäre Situation des Betreffenden aussieht, der sich in diesem Gebetsgespräch geöffnet hat. Ich selber hatte nach einiger Zeit dort in Warstein ein bestimmtes verblüffendes Erlebnis, das mir eine solche Vermutung nahelegt.

Trotz  jahrelangem Verbleib in der charismatischen Bewegung kam allmählich ein leiser Zweifel bei mir auf. Ich koppelte mich schrittweise ab und suchte zunehmend den Kontakt zu traditionelleren, konservativen Gruppen, lernte auch die „alte Messe“ schätzen und bemerkte, daß die Vorträge und Predigten in diesem Milieu mehr Hand und Fuß hatten, die Priester oder sonstige führende Leute viel nüchterner waren.

Als ich im Jahre 2003 mit meinem dritten Kind schwanger wurde, verstärkte sich diese Entwicklung bei mir noch mehr. Ich war jetzt voll in der „Alltagsrealität“ angekommen, zudem waren weite Fahrten nach Warstein schon praktisch kaum noch möglich. Mit den weltfremden Halleluja-Sprüchen und dieser euphorischen Stimmung konnte ich nicht mehr viel anfangen. Ich wollte von der „Wolke“ runter und wieder auf dem Boden des wirklichen Lebens ankommen.

Deshalb bin ich aus der charismatischen Bewegung komplett ausgestiegen. Zwei Dinge waren dabei für mich entscheidend: Ich hatte auch in meiner „Schwärmerzeit“ meinen Restverstand und eine gewisse Bodenständigkeit noch behalten, was sich dann immer stärker bemerkbar machte. Es ist entscheidend, dass man den Verstand nie ganz ausschaltet. Zudem hörte ich auch auf kritische Stimmen in meiner Familie und meinem Freundeskreis, zumindest ließ  ich sie ein bißchen an mich heran und dachte darüber nach.

In den charismatischen Gruppen ist zwar viel und ständig von „Heilung“ die Rede – aber meine eigene Heilung erlebte ich, weil mir die befreiende Wirkung eines „nüchternen“ Glaubens klar geworden ist, der dem Gefühl auch sein Recht gibt, aber mehr Vernunft und Besonnenheit walten läßt. Gerade dies habe ich als wirkliche Befreiung aus der vorherigen „Achterbahn der Gefühle“ erfahren!

Unsere Autorin ist katholische Familienmutter und lebt im Münsterland; sie ist unserer Redaktion seit über 15 Jahren persönlich bekannt

WEITERFÜHRENDER ARTIKEL zum Thema „Laienbeichte“ hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/01/29/religioeser-missbrauch-durch-die-laienbeichte/


Gospel-Forum in Stuttgart weiter zerstritten

Von Felizitas Küble

Wie die evangelische Nachrichtenagentur aktuell berichtet, hält die seit Monaten bestehende Leitungskrise im charismatischen Gospel-Forum weiter an.

Deren Leiter Peter Wenz – so beklagen führende Mitglieder der Stuttgarter Mega-Gemeinde  –  erweise sich nach wie vor als nicht kritikfähig und selbstherrlich. Statt mit Sachargumenten reagiere er mit Drohungen auf Beschwerden.

Hauptpastor Peter Wenz kommt aus der protestantischen Pfingstbewegung. Unter seiner Regie hat sich die einstmalige „Biblische Glaubens-Gemeinde“ in Gospel-Forum umbenannt und  – rein äußerlich gesehen – erfolgreich fortentwickelt, was auch mit dem emotionalen Stil, seinen anschaulichen Predigten und den rhytmischen Lobpreisliedern in seinen Gottesdiensten zu tun hat, die vor allem junge Leute anziehen. 

Wie im charismatischen Spektrum üblich, stehen Erlebnisse von „Heilung und Befreiung“ im Mittelpunkt der Gemeinde. Dazu kommen die außerordentlichen Charismen, die dem Heiligen Geist und seinem Wirken zugeschrieben werden, darunter z.B. Zungenrede, Ruhen im Geist (Rückwärtskippen in Trance) oder „prophetische Gaben“. Solche erfahrungsorientierten Frömmigkeitsformen sind vor allem für Neulinge im Glauben oft faszinierend, zumal sie die religiöse Neugier ansprechen, aber moralisch nicht viel abverlangen.

Manche suchen auch eine „unfehlbare“ geistliche Führung, die ihnen dort geboten wird. Gerhard Wissmann gehörte einst zum Kreis um Pastor Wenz. In „BGG-Notizen eines Leiters 1993“ erwähnt Wissmann folgende Aussage aus dessen Predigt: „Was von mir gesagt wird, kommt direkt vom Heiligen Geist und ist deshalb nicht angreifbar bzw. darf keiner weiteren Prüfung unterzogen werden; etwaige Kritik ist Rebellion gegen Gott.“

Das Pfingstlertum ist von weiteren „Kinderkrankheiten“ geprägt, die ihr gleichsam in die Wiege gelegt wurden und die  immer stärker ausufern. Dazu gehört die Erwartungshaltung, als „vollmächtiger“ Christ  die außergewöhnlichen „Geistesgaben“ zu erhalten, das Sprachengebet zu pflegen, Heilungen zu bewirken usw. Durch die Sehnsucht bis hin zur Sucht nach „Zeichen und Wundern“ entsteht ein starker seelischer Druck, im Falle des Nicht-Gelingens auch Ängste und Glaubenszweifel.

Dies gilt erst recht für die in diesen Kreisen häufig anzutreffende Dämonen-Fixiertheit und vorschnelle „Diagnose“ von Besessenheit oder „okkulter Belastung“ bei Gemeindemitgliedern, die skeptisch sind oder früher in die Esoterik verstrickt waren.

Weitere Infos zum Gospel-Forum hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/11/26/stuttgart-charismatisches-gospel-forum-aktuell/

 


Irrungen und Wirrungen des charismatischen Exorzisten Padre José Fortea

Von Felizitas Küble

In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl schwarmgeistiger „Teufelsaustreiber“ auch im katholischen Bereich enorm angestiegen.

Diese im sogenannten „Befreiungsdienst“ tätigen Personen suchen bisweilen gerne den Weg in die Öffentlichkeit, zumindest berichten sie auf Vorträgen oder in Büchern ausführlich über ihre „Erfahrungen“ und Erfolge. Ein derartiges Gebaren ist in diesem hochsensiblen Bereich zumindest unseriös.
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Sofern es sich um katholische Priester handelt, fallen diese mitunter dadurch aus dem Rahmen des „kirchlich Normalen“ und Gebotenen, weil sie den Exorzismus ohne Genehmigung des (für sie) zuständigen Bischofs durchführen (obwohl Eigenmächtigkeiten auf diesem heiklen Gebiet kirchlich seit Jahrhunderten mit Recht verboten sind).

Manche schwarmgeistigen Gläubigen gehen naiverweise davon aus, daß ein „erfolgreicher“ Exorzist automatisch ein sehr „begnadeter“ Mensch sein müsse, sonst könnte er keine Teufel wirksam austreiben. Dies ist jedoch ein verhängnisvoller Irrlaube.

Erinnern wir uns daran, daß Christus seinen „Zwölfen“ die Vollmacht des Exorzismus verliehen hat, die sie dann auch ausgeübt haben, also auch der Apostel Judas  – trotzdem hat dieser unseren Erlöser verraten: Duccio

Mk 3,13-19: Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben. Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus, Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des Jakobus, dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.“

Wir wollen nun beispielhaft die Auslassungen eines charismatischen „Exorzisten“ etwas näher betrachten, nämlich jene des spanischen Geistlichen José Antonio Fortea, von dem auf dem traditionalistischen Webportal „Gloria-TV“ ein Interview ausgestahlt und auf deutsch übersetzt wird: http://www.gloria.tv/?media=213218

„Padre Fortea“, wie er dort genannt wird, stellt sich selber trotz seiner charismatischen Ausrichtung ausdrücklich als „traditioneller Priester, sehr traditionell“ vor. Er fügt hinzu: „Ich hatte bei Opus Dei in der Universität in Navarra (Spanien) studiert.“ 

Schon in seinem ersten Priesterjahr habe er „die Charismatiker entdeckt“.  Schon bald habe er überraschend die „Gabe“ der Zungenrede erhalten, die er danach täglich praktizierte.

Der katholische Geistliche fährt fort:

„Jahre später, als ich mein erstes Gebet mit einem Besessenen verrichtete, dachte ich mir, ich werde jetzt in der Zungensprache beten, sehen wir, was passiert, das Resultat war beeindruckend! Ich verstand nicht, was ich sagte, aber der Dämon, ja er verstand! Und da bemerkte ich, ich habe eine Macht über ihn.“

Beachten wir: Der zungenredende Priester wußte gar nicht, was er sprach  –  stellt aber befriedigt fest, daß der „Dämon“ ihn verstanden habe. Über die Zwielichtigkeit dieses Phänomens scheint sich der Geistliche nicht im klaren zu sein.

Zudem hat Christus sich mit dem Teufel nicht unterhalten, weder in einer „normalen“ Sprache noch etwa in Zungenrede (die Christus ohnehin nicht praktiziert hat!), sondern unser HERR gebietet den Dämonen kurz und bündig: „Schweig!“  –  ER läßt sich auf keinerlei Gespräch mit ihnen ein, auch nicht auf einen noch so kurzen Wortwechsel.pic_526a50cce0863

Noch bedenklicher erscheint es, daß dieser Charismatiker-Priester mit sichtlicher Genugtuung bemerkt und feststellt: „Ich habe eine Macht über ihn“ (den Teufel).

Das Evangelium berichteten in Lukas 10,17 – 20, daß die 72 Jünger Christi von ihrem Exorzismus-Dienst zurückkehren und ihm „voll Freude“ berichten: „HERR, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen.“ 

Christus erwidert ihnen jedoch: Freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind.“

Immerhin haben die Jünger Christi den Teufel ausgetrieben, indem Sie dabei Christi Namen aussprachen. Hingegen hat der spanische Priester in seiner Zungenrede, wie er selber einräumt, gar nicht gewußt, was er sprach, meint aber, der  Kellergeist hätte ihn sehr wohl „verstanden“.  Das mag in gewisser Hinsicht freilich durchaus zutreffen  –  doch soll man eine „Verstehensebene“ mit der Hölle wirklich für angebracht halten?

Sodann verkündet der charismatische „Befreiungsdienstler“:

„Der Heilige Geist hat das Recht, fremdartige Dinge zu tun, Dinge zu tun, die nicht in unserem Plan sind, denn die Charismatische Erneuerung ist von Gott.“

Der Heilige Geist mit seinen Sieben Gaben ist vor allem auch ein Geist des Verstandes und der Erkenntnis  – und seine Wirkungen können zwar „über“ der Vernunft stehen; sie sind aber nicht gegen die Vernunft oder gegen die gute Ordnung gerichtet. Daran erinnert auch der hl. Paulus die schwarmgeistig-anfällige Gemeinde zu Korinth immer wieder.slider3-640x360

Mehrfach betont jener spanische Priester sodann, niemand dürfe die Charismatische Bewegung kritisieren, denn sie „stammt von Gott“; er fügt hinzu: „Seltsamerweise führt der Heilige Geist diese Bewegung sowohl bei den Protestanten als auch bei den Katholiken ein.“  

Oho, nicht nur das: Viele typisch charismatischen Phänomene (Zungenreden, Ekstasen, Visionen, Rückwärtsfallen) gibt es auch in fremden Religionen, im Heidentum, in den animistischen Naturreligionen, in fernöstlichen Kulten, im okkulten Spiritismus usw. –  Es erfordert schon sehr viel Fantasie, all dies dem Heiligen Geist zuschreiben zu wollen.

Es sei „sehr leicht“ und „sehr einfach“, den Heiligen Geist „anzurufen“, schildert der Geistliche weiter seine Erfahrungen: „Und dann komme ER auch“.

Ja, eine solche Anrufung ist sicher „sehr leicht und einfach“,  doch erinnern wir uns hierbei der mahnenden Worte Christi (Mt 7,21 ff):

“Nicht jeder, der HERR, HERR zu mir sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters erfüllt.
Viele werden an jenem Tage zu mir sagen:
HERR, HERR, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunderwerke getan?  
Und dann werde ich ihnen sagen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!”

Dieses Warnung der Heiligen Schrift sollte uns auch in der Debatte über Exorzismus und Charismatik zu denken geben. Auch und gerade im täuschenden Gewand der „Frömmigkeit“ kann uns die Versuchung treffen, wie schon der hl. Apostel Paulus betonte:

„Der Teufel verstellt sich als Engel des Lichtes  –  kein Wunder, daß auch seine Knechte als Diener der Gerechtigkeit auftreten“ (2 Kor 11,14).