„Vom Mutterleib an bist du mein Beschützer“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 71 (70),1-2.3.5-6.15.17:

HERR, ich suche Zuflucht bei dir.
Laß mich doch niemals scheitern!
Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit,
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort,
zu dem ich allzeit kommen darf.
Du hast mir versprochen zu helfen;
denn du bist mein Fels und meine Burg.

HERR, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht,
meine Hoffnung von Jugend auf.
Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich,
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer;
dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag;
denn ich kann sie nicht zählen.
Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf,
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.


Der Gerechte wird aus dem Glauben leben

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Brief an die Hebräer 10,32 ff:

Erinnert euch an die früheren Tage, als ihr nach eurer Erleuchtung
manch harten Leidenskampf bestanden habt:                                                                                       
                                                                                                                                                                                                                                                              Duccio
Ihr seid vor aller Welt beschimpft und gequält worden,
oder ihr seid mitbetroffen gewesen
vom Geschick derer, denen es so erging;
denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten
und auch den Raub eures Vermögens freudig hingenommen,
da ihr wußtet, daß ihr einen besseren Besitz habt, der euch bleibt.
 
Werft also eure Zuversicht nicht weg,
die großen Lohn mit sich bringt.
Was ihr braucht, ist Ausdauer,
damit ihr den Willen Gottes erfüllen könnt
und so das verheißene Gut erlangt.
Denn nur noch eine kurze Zeit, dann wird der kommen,
der kommen soll  –  und er bleibt nicht aus.
 
Der Gerechte aber wird aus dem Glauben leben;
doch wenn er zurückweicht, habe ich kein Gefallen an ihm.
Wir aber gehören nicht zu denen, die zurückweichen
und verloren gehen, sondern zu denen,
die glauben und so das Leben gewinnen.