Britisches Gericht erklärt Verfügung zur Zwangsabtreibung für ungültig

Die britische Justiz hat das schriftliche Urteil veröffentlicht, mit dem ein Berufungsgericht die Entscheidung einer Betreuungsrichterin aufhob, die bei einer geistig behinderten Frau, die in der 22. Woche schwanger war, die Zwangsabtreibung ihres Kindes angeordnete hatte.

Wie es in dem Urteil heißt, habe die Betreuungsrichterin die Rechte der geistig behinderten Mutter nicht hinreichend berücksichtigt. Auch Menschen, die vor dem Gesetz als unmündig gelten, hätten Rechte und Freiheiten, die angemessen berücksichtig werden müssten.

„Die Wünsche und Gefühle, Überzeugungen und Werte von Menschen mit einer geistigen Behinderung sind für sie genauso wichtig wie für alle anderen, und vielleicht sogar wichtiger“, zitiert CNA die Vorsitzende Richterin.

Wie CNA weiter meldet, sei mit dem Urteil jedoch keine prinzipielle Missbilligung einer richterlichen Anordnung von Zwangsabtreibung verbunden. In der Urteilsbegründung werde vielmehr betont, dass Richter in gewissen Fällen auch eine Abtreibung anordnen könnten.

Quelle: ALFA-Newsletter


USA: Mediziner Gosnell wegen brutaler Spätabtreibungen, Zwangsabtreibungen und fahrlässiger Tötung einer Frau vor Gericht

Robyn Reid war 15 und im dritten Monat schwanger, als sie beschloss abzutreiben. Die Großmutter brachte das Mädchen zur Klinik von Kermit Gosnell im westlichen Philadelphia, einem ärmlichen Viertel der größten Stadt Pennsylvanias mit einer hauptsächlich schwarzen Bevölkerung.

Doch als Robyn das Gebäude betrat und einer Frau begegnete, die es gerade verließ, „benommen und offenkundig verstört“, änderte sie ihre Meinung. Sie wollte ihr Baby nun nicht mehr abtreiben lassen und sagte das auch Dr. Gosnell. Den kümmerte das jedoch nicht. baby

„Als ich ‚Nein‘ sagte, wurde der Doktor wütend, und am Ende zog er mir meine Kleider aus, schlug mich und meine Beine wurden in den Bügeln gefesselt“, beschreibt Robyn ihren Kampf mit dem Mediziner, der eine halbe Stunde dauerte und mit der erzwungenen Abtreibung im Gynäkologenstuhl endete.

Die brutalen Ereignisse ereigneten sich im Januar 1998, aber jetzt holt die Erinnerung die mittlerweile 30-jährige Robyn Reid wieder ein, weil Gosnell vor Gericht steht. Sieben Morde ersten Grades an Babys und eine fahrlässige Tötung an einer Frau, die eine Abtreibung vornehmen lassen wollte, werden ihm zur Last gelegt.

Die Vorgänge, die sich in der von der Polizei als „Haus des Horrors“ bezeichneten Klinik ereigneten, sind von unvorstellbarer Grausamkeit.

QUELLE und FORTSETZUNG des Berichts von Ansgar Graw hier in der Tageszeitung DIE WELT