AfD weist ehem. deutsche Zwangsarbeiter auf Entschädigungsleistung bis 31.12.2017 hin

Evtl. können auch Nachkommen bezugsberechtigt sein

Durch die Arbeit im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages konnten wir erst kürzlich in Erfahrung bringen, dass deutsche Zivilpersonen, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeit leisten mussten, mit einer einmaligen Anerkennungsleistung in Höhe von 2.500 € entschädigt werden können. 

Sollten Sie davon betroffen sein, bitten wir Sie darum, die Frist vom 31. Dezember 2017 zu nutzen. Bitte weisen Sie auch betroffene Familienangehörige oder Bekannte darauf hin.

Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 27. November 2015 werden Zwangsarbeiter, die kriegs- oder kriegsfolgenbedingt wegen ihrer deutschen Staats- oder Volksangehörigkeit zwischen dem 1. September 1939 und dem 1. April 1956 zu Zwangsarbeit verurteilt worden sind, mit einer einmaligen finanziellen Anerkennungsleistung in Höhe von 2.500 € entschädigt. 

Für den Erhalt der Anerkennungsleistung ist ein schriftlicher Antrag notwendig, der unter www.bva.bund.de/Zwangsarbeiter zu finden ist. Dieser Antrag muss bis spätestens 31. Dezember 2017 gerichtet werden an:

Bundesverwaltungsamt – Außenstelle Hamm, Uentroper Weg 2 in 59071 Hamm

Zu beachten ist: Ist die von der Zwangsarbeit betroffene Person nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 27. November 2015 verstorben, können auch der hinterbliebene Ehegatte oder ein hinterbliebenes Kind die Leistung beantragen.


CSU will Entschädigung für deutsche Zwangsarbeiter und einen Gedenktag für Vertriebene

Bayerischer Ministerpräsident Horst Seehofer unterstützt BdV-Präsidentin Erika Steinbach

Die CSU und der Bund der Vertriebenen (BdV) haben auf dem heutigen Sudetendeutschen Tag in Nürnberg eine zügige Einigung in puncto staatlicher Entschädigung  einstiger deutscher Zwangsarbeiter verlangt.

„Wir zahlen in Europa für alle, dann können wir auch für deutsche Zwangsarbeiter zahlen“, bekräftigte der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer am Pfingstsonntag in Nürnberg.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Präsidentin des BdV, Erika Steinbach, zeigte sich zuversichtlich, daß es zu einer Lösung komme: „Ich bin entschlossen, hier nicht nachzugeben. Das ist eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit“, erklärte die CDU-Parlamentarierin.

Seehofer kündigte an, das Entschädigungsthema beim nächsten Spitzentreffen der Parteivorsitzenden in Berlin einzubringen.

Dabei wolle er auch den schon länger vom BdV geforderten nationalen Gedenktag für Opfer von Flucht und Vertreibung ansprechen, kündigte der CSU-Vorsitzende vor tausenden Zuhörern der sudetendeutschen Landsmannschaft an.

„Ich werde beide Themen mit bayerischem Nachdruck in das Koalitionsgespräch einbringen. Mir liegt viel daran, dass Ankündigungen endlich Taten folgen“, betonte Seehofer:

Einen solchen Gedenktag brauchen wir nicht irgendwann, sondern jetzt.“

Quelle: FAZ-online