Pakistan: 14-jährige Christin Maira entführt, zwangsverheiratet und zum Islam gezwungen

In Pakistan ist erneut ein minderjähriges Mädchen entführt, zwangsverheiratet und zur Konversion zum Islam gezwungen worden. Es handelt sich um die 14-jährige Katholikin Maira Shahbaz (siehe Foto) aus Faisalabad.

Der Haupttäter, Muslim Mohamad Nakash, habe das Mädchen zur Frau genommen und gezwungen, ihren christlichen Glauben aufzugeben.
Laut Zeugenaussagen wurde das Mädchen am 28. April 2020 von drei Männern auf offener Straße in ein Auto gezogen. Beim Wegfahren hätten die Männer in die Luft geschossen.


In einem Schnellverfahren vor dem Magistratsgericht Faisalabad habe der Entführer Dokumente vorgelegt, die belegen sollten, dass er und das Mädchen bereits im vergangenen Oktober geheiratet hätten; zudem sei das Mädchen bereits 19 Jahre alt.

Am Tag der Verhandlung seien rund 150 Männer zum Gericht gekommen, um den Entführer zu unterstützen. Diese hätten auch Druck auf den Staatsanwalt ausgeübt.
Mairas Familie habe anhand von Urkunden, kirchlichen Dokumenten und Schulunterlagen zu beweisen versucht, dass Maira noch minderjährig sei. Das Gericht aber gab dem Entführer recht. Dieser ist bereits verheiratet und Vater zweier Kinder.

Nighat Shahbaz, die Mutter der Entführten, wurde nach der Tat mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert.

Die christliche Organisation Hoffnungszeichen hat einen Online-Appell initiiert, der an Präsident Arif Alvi von Pakistan gerichtet ist und die Freilassung von Maira Shahbaz fordert: https://www.hoffnungszeichen.de/engagieren/protestieren/pakistan-minderjaehrige-christin-entfuehrt

Quelle (Text / Foto) und weitere Infos hier: http://www.akm-online.info/


Pakistan: Kirche begrüßt staatl. Untersuchung islamischer Zwangsheiraten

Allgemein hat sich ihrem Eindruck nach im Pandemie-Jahr 2020 die Lage der Minderheiten in Pakistan verschlechtert.

Die Regierung in Islamabad will eine Koordinierungsstelle einrichten, um gegen islamische Zwangsheiraten vorzugehen. Die katholische Kirche in Pakistan begrüßt diesen Beschluss, da sie als religiöse Minderheit durch Zwangsheiraten oft in Bedrängnis gerät.

Nach Protesten der christlichen Kirchen in den vergangenen Monaten nach dem Fall von Arzoo Raja, einem 13-jährigen entführten Mädchen, das zur Heirat mit einem Muslim gezwungen wurde, und anderen ähnlichen Fällen, die in letzter Zeit Schlagzeilen machten, hat die Regierung die Einrichtung eines speziellen Zentrums angekündigt.

Es soll die Zwangsheiraten von Minderjährigen, die nicht-islamischen Minderheiten angehören, untersuchen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-12/pakistan-kirche-untersuchung-zwangsheiraten-islam-konversion.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Aktion gegen Kinderehen und Zwangsheirat

Bericht der CDU-Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel:

Am vergangenen Mittwoch war der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. „Terre de Femmes“ hat dazu bundesweit eine Aktion unter dem Motto „Mein Herz gehört mir – Gegen Zwangsverheiratung und Frühehen“ durchgeführt.

Mir war es wichtig, daran teilzunehmen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen und auf die schwerwiegenden Frauenrechtsverletzungen wie Zwangsehen aufmerksam zu machen. 2017 haben wir das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen verabschiedet.

Für Eheschließungen in Deutschland haben wir das Mindestalter zur Heirat – ohne Ausnahme – auf 18 Jahre festgelegt. Manche werden dennoch illegalerweise Opfer davon, darauf müssen wir aufmerksam machen.

Quelle (Text/Foto): http://sylvia-pantel.de/


Islamisches Patriarchat: „Flüchtlinge“ aus Syrien hielten Frau als Sklavin

Am Tag der Urteilverkündung kam Katbeh A. nicht mehr ins Gericht. Die 19-jährige Frau hat über Monate die Hölle auf Erden erlebt und drei Verhandlungstage darüber berichten müssen.

In den Monaten ihres persönlichen Alptraums war sie von Ahmad E., einem 48-jährigen syrischen Migranten, von Syrien nach Deutschland gebracht, anschließend an seinen Sohn Khaled E. (22) übergeben und von diesem als persönliche Sklavin gehalten worden.

Ein islamisches Patriarchat mitten in Deutschland. Zuerst berichtet hatte darüber die Onlineplattform „Onetz“ und die BILD. Die vorgetragenen Vorwürfe und Details zur Gräueltat der „Flüchtlinge“ klangen dabei wie in einem Horrorfilm.

Mehrmals soll die Frau vergewaltigt und schwer erniedrigt worden sein. Als sie dann einen Sohn gebar, brachte das Vater-Sohn-Gespann A. in ein Flüchtlingslager in die Türkei und wollte sie so von der Bildfläche verschwinden lassen. Doch die junge Frau wehrte sich.

Am gestrigen Montag sind die Menschenquäler dann wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung, Entziehung Minderjähriger, Nötigung und dem Einschleusen von Ausländern vom Landgericht Weiden in der Pfalz zu geringen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Der Haupttäter Khaled E. wurde sogar nur nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Das Martyrium von Katbeh A. begann, als sie der 48-jährige Ahmad E. in Syrien für die Zwangsheirat mit seinem Sohn auswählte. Über die Türkei, Griechenland und den Balkan wurde die Frau illegal nach Deutschland geschleust und in den Landkreis Neustadt an der Weinstraße gebracht, wo sie auf ihren auserwählten Ehemann traf.

Dieser sparte nicht mit körperlichen Attacken und sexuellen Übergreifen, da die Frau nicht seinen patriarchalischen Vorstellungen entsprach. Unter anderem schlug Khaled E. mit einem Kleiderbügel und einem Gürtel zu und zwang seine Ehefrau, ihm nach Auseinandersetzungen die Füße zu küssen. Hinzu vergewaltigte er seine Zwangs-Ehefrau mindestens viermal.

Birgit Hofmann, die Anwältin der Geschädigten, fasste zusammen, dass der Hauptangeklagte ein gestörtes Verhältnis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau hat.  Er trat das Recht der Frau regelmäßig mit Füßen und hat niemals über ein angemessenes Verhalten in seinem Aufenthaltsland Deutschland nachgedacht.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.sebastian-muenzenmaier.de/in-deutschland-syrische-fluechtlinge-hielten-frau-als-sklavin


Afghanistan: Eltern schützen ihre Mädchen durch Männerkleidung vor Zwangsheirat

Um ihre minderjährigen Töchter vor einer Zwangsheirat zu schützen müssen sie verhindern, dass man ihr Geschlecht erkennt. Diese Familien lassen sich auch nicht von finanziellen Angeboten und Gütern verleiten, die erwachsene Männer im Alter zwischen 40 und 70 anbieten, und kleiden die Mädchen deshalb in Männerkleidung. IGFM_Scharia

Diese Mädchen, die oft in ländlichen Gebieten leben, tragen einen kurzen Haarschnitt und ändern den Namen und so gelingt es ihnen in einer Gesellschaft, die sie als Ware betrachtet, unbeobachtet zu bleiben.

Vor kurzem führte das Institute of War and Peace Reporting (IWPR) eine Untersuchung unter Eltern und Ältestenräten in den Gemeinden der Provinzen Balkh, Faryab und Jawzan durch, aus denen hervorging, dass dort die meisten Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren verheiratet werden, obwohl eine Heirat in Afghanistan erst am 16 Jahren erlaubt ist.

Wie der Vertreter der Unabhängigen Menschenrechtskommission in Afghanistan, betont, “nehmen Zangsverheiratungen von Minderjährigen im Norden des Landes sogar zu”. In diesem Zusammenhang beklagt IWPR, dass “es den lokalen Behörden nach eigenen Angaben nicht gelingt, das Phänomen zu verhindern”.

Wie aus einem Bericht von Human Rights Watch hervorgeht, gibt es bei Minderjährigen oft große Risiken während der Schwangerschaft und bei der Entbindung. Die Weltgesundheitsorganisation dokumentiert, dass 460 von 100.000 Frauen in Afghanistan wegen Komplikationen bei der Geburt sterben.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Pakistan: Vergewaltigte Christin konnte vor ihrem muslimischen Entführer flüchten

Die pakistanische Christin Fouzia Sadiqe, eine Mutter von drei Kindern, wurde entführt, vergewaltigt und zum Islam zwangsbekehrt. Doch ihr gelang die Flucht aus den Händen ihres 55-jährigen muslimischen Entführers Muhammad Nazir, der sie aus Burj Mahalam in der Provinz Punjab verschleppt hatte. Fussmatte__

Zahlreiche Verwandte der Christen arbeiten auf den Feldern von Muhammad Nazir, weshalb die Familie leicht erpressbar war. 

“Ich wurde mehrmals vergewaltigt, bevor man mich zur Konversion zum Islam und zur Heirat zwang“, erläutert Fouzia im Gespräch mit dem christlichen Anwalt Sardar Mushtaq Gill: „Immer wieder drohte der Mann damit, dass er mich und meine Angehörigen töten würde, doch ich bin meinem Glauben an Christus treu geblieben: ich wusste, dass er mich erlösen würde“.

Zusammen mit Pastor Saleem K. Masih, Menschenrechtsaktivisten und Gill brachte die Christin nun eine Kampagne auf den Weg, die um Unterstützung für Opfer von Entführungen und Zwangs-Ehen bittet. Die LEAD und andere Nichtregierungsorganisationen fordern nun erneut umgehende Maßnahmen zum Schutz von religiösen Minderheiten.

Quelle: Fidesdienst – Foto: IGFM


Nigeria: Islamisten entführen und zwangsverheiraten christliche Schülerinnen

Die meisten der in Nigeria verschleppten christlichen Schülerinnen sind von ihren Entführern für umgerechnet zehn Euro „gekauft“ worden. Sie würden als Sexsklavinnen missbraucht, berichtet die Londoner Zeitung „The Times“. Fussmatte__

Am 14. April hatten Kämpfer der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram eine Realschule im Ort Chibok überfallen, einer christlichen Enklave im überwiegend muslimischen Bundesstaat Borno.

Die bewaffneten Männer verfrachteten rund 230 Schülerinnen im Alter zwischen 26 und 20 Jahren auf Lastwagen. Etwa 40 konnten unterwegs fliehen; die anderen wurden nach Angaben der Times über die Grenze nach Kamerun und in den Tschad gebracht.

Pogo Bitrus, ein Dorfältester aus Chibok, berichtet, dass die Christinnen für ein geringes „Ehegeld“ mit Männern der Gruppe Boko Haram zwangsverheiratet worden seien. Auf diese Weise zwingen radikale Muslime Christinnen zum Religionswechsel; denn als Ehefrau eines Muslimen nehmen sie automatisch dessen Glauben an.

Bitrus beschrieb herzzerreißende Szenen unter den Eltern der entführten Schülerinnen. Die Mütter weinten „Tag und Nacht“. Väter und Freunde hätten auch selbst nach den Vermissten gesucht, unter anderem im Wald Sambisa. Dorthin hatten sich die Boko-Haram-Kämpfer zuerst begeben. Den Verfolgern fehle es jedoch an Ausrüstung und Waffen, um die militanten Muslime angreifen oder bezwingen zu können.  

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/detail/menschenrechte/detail/nigeria-entfuehrte-schuelerinnen-als-sexsklavinnen-verkauft-27698.html

Foto: IGFM


PAKISTAN: siebenjähriges christliches Mädchen am Ostersonntag vergewaltigt

Am Ostersonntag wurde das siebenjährige christliche Mädchen Saira von einem muslimischen Mann, Mohammad Alam Fakhar, in einem Dorf im Verwaltungsbezirk Sialkot in der pakistanischen Provinz Punjab vergewaltigt. Scannen0001 (22)

Das  Kind, bei dem nach der Vergewaltigung starke Blutungen auftraten, wurde erst drei Tage später im Krankenhaus in Sialkot behandelt, als es sich bereits in einem kritischen Zustand befand.

Unterdessen übten Muslime Druck auf die Familie von Saira aus: sie sollten auf eine Anzeige gegen den Vergewaltiger verzichten. Doch die Eltern erstatteten am 22. April Anzeige gegen den Täter und zwei andere Personen. Bei einer von der Polizei angeordneten ärztlichen Untersuchung wurde die Vergewaltigung bestätigt.

Der Rechtsanwalt Sardar Mushtaq Gill von der pakistanischen Nichtregierungsorganisation “LEAD” vertritt die Familie und wird die notwendigen rechtlichen Schritte veranlassen: “Solche Fälle sind nicht selten: die Misshandlung von Frauen und Mädchen zeit, dass Minderheiten in Pakistan ständiger Angst und Verfolgung ausgesetzt sind. Viele Missbrauchsfälle werden nicht angezeigt”, so Gill.

Wie aus einem jüngst veröffentlichten Bericht hervorgeht, werden in Pakistan jedes Jahr rund 1000 junge Frauen aus christlichen und hinduistischen Gemeinden verschleppt, vergewaltigt und zur Ehe gezwungen. Der Bericht wurde von der “Bewegung für Solidarität und Frieden” erstellt, der zahlreiche Nichtregierungsorganisationen angehören, darunter die Justitia-et-Pax-Kommission der pakistanischen katholischen Bischöfe.

Quelle: Fidesdienst

Bild: Evita Gründler


PAKISTAN: Hunderte christliche Mädchen und Frauen wurden verschleppt und zu muslimischer Heirat gezwungen

MELDUNG der vatikanischen Nachrichtenagentur FIDES:

Ein 16jähriges Mädchen aus dem Distrikt Layyah (Punjab) wurde verschleppt und zur Bekehrung zum Islam sowie zu einer muslimischen Heirat gezwungen. Sie sollte einen wohlhabenden muslimischen Großgrundbesitzer heiraten.

Wie Beobachter dem vatikanischen Fidesdienst berichten, rief die Familie von Samariya in den vergangenen Tagen zu öffentlichen Protesten in Lahore, der Hauptstadt der Provinz Punjab auf, wo sie zusammen mit Vertretern der christlichen Glaubensgemeinschaft und Mitgliedern von Bürgerrechtsbewegungen von der Regierung der Provinz Gerechtigkeit forderten.  Fussmatte__

Wie die Organisation “Legal Evangelical Assistence and Development” (LEAD) mitteilt, die sich für den Schutz von Christen in Pakistan einsetzt, wurde Samariya auf dem Weg zur Schule entführt. Danach wurde sie zur Hochzeit mit einem wohlhabenden Muslim gezwungen, dem auch das Haus gehört, in dem die Familie des Mädchens lebt.

Die Familie erstattete Anzeige bei der Polizei des Distrikts. Der christliche Anwalt Sardar Mushtaq Gill, der sich für den Schutz der Familie einsetzt, appellierte unterdessen an den Regierungschef der Provinz Punjab, Shahbaz Sharif, und forderte die umgehende Rückkehr Samariyas zu ihren Angehörigen sowie ein strafrechtliches Vorgehen gegen die Entführer.

“Es gibt viele ähnliche Beispiele junger christlicher Frauen, die entführt und zum Islam bekehrt werden und dann zur Heirat mit reichen Muslimen gezwungen werden“, erläutert Gill: „Diese Mädchen werden oft als Sklaven gehalten und nach einiger Zeit wieder verstoßen, verkauft oder gar ermordet”.

Wie aus diversen Informationen hervorgeht, werden in Pakistan jedes Jahr zwischen 800 bis 1000 Mädchen und junge Frauen verschleppt und zwangsverheiratet. Der Hintergrund dieser Vorgänge ist das allgemeine Klima der Gewalt und der Einschüchterung gegenüber christlichen Minderheiten in Pakistan.

Gill berichtet in diesem Zusammenhang von einem solchen Fall: Am 29. Januar wurde die 48jährige Christin Salamatay Bibi, die in einer Ziegelei arbeitete, zusammen mit ihren Kindern von sechs Männern verprügelt und von den Eigentümern der Fabrik gefesselt. Grund sollen angebliche Schulden sein, welche die Familie der Frau bei deren Arbeitgeber hat.

Foto: IGFM


Wissenschaftliche Fakten zur Zwangsheirat im Islam

Wie steht es mit dem Vorwurf der Zwangsheirat im Islam?   –   Das Problem ist zweifellos vorhanden, doch dieses Thema ist nicht mit einem Satz zu klären, denn der Koran und verschiedene Überlieferungen sind teilweise mehrdeutig. Eine große Rolle spielt jedenfalls nicht selten der  – natürlich männliche  –  „Vormund“ seitens der Braut. 

Dr. Christine Schirrmacher ist Professorin für Islamkunde an der evang. Fakultät in Leuven/Belgien und wissenschaftliche Leiterin des „Instituts für Islamfragen“ der Dt. Evangelischen Allianz:  www.islaminstitut.de

Dieser folgende Text von Frau Dr. Schirrmacher, zu dem wir verlinken, befaßt sich fundiert mit diesem Thema Zwangsheirat.

Die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) hat ihn online veröffentlicht; es handelt sich um eine überarbeitete Fassung ihrer Probevorlesung vor dem Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der Bonner Universität am 11.7.2012: http://www.igfm.de/Die-Frage-der-Freiwilligkeit-der-islamischen-Eheschliessung.3481.0.html