ISLAMische Merkmale: Dominanzdenken, Kritikresistenz, Schuldverweigerung, Opferrollen und Forderungsmentalität

Von Dr. Udo Hildenbrand       

Dominanzdenken, (Selbst-)Kritik-Resistenz, Schuldverweigerung und Schuldzuweisung, aber auch Opferrollen-Inszenierung und Forderungs-Mentalität sind in der Lehre des Koran verankert und prägen Mentalität und Bildung, Kultur und Geschichte der Muslime.

Diese Verhaltensweisen stehen grundlegend einer wirksamen Erneuerung der Religion Mohammeds im Weg und machen den Umgang mit der muslimischen Welt schwer, zum Teil auch unerträglich:

Das Streben nach Dominanz nicht nur über alle anderen Glaubensformen, sondern grundsätzlich über alle Nichtmuslime ist integraler Bestandteil des Islam.

Dieses Streben nach Dominanz ist heute bei uns verbunden mit der schrittweisen Durchdringung der staatlich-politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Normen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die für viele Muslime bleibend gültige Scharia, ein Rechtssystem, das Unterwerfung fordert und Rechtsverstöße mit Gewalt ahndet, ist für viele Muslime nur ausgesetzt, solange sie in der Minderheit sind.

Scharia und Gleichberechtigung sind unvereinbar

In vielen Ländern Afrikas und Asiens fordern bzw. befürworten die Muslime z. T. mit großer Mehrheit die Einführung der Scharia. Die Autorin Ayaan Hirsi Ali notiert zur Imkomparabilität von freiheitlich-demokratischer Rechtsordnung und Scharia:

„Bestimmte Wertvorstellungen schließen einander aus: Entweder man glaubt an gleiche Rechte für Männer und Frauen oder eben nicht. Scharia und Gleichberechtigung können nicht nebeneinander existieren.“

Deshalb ist bei uns durch gesetzgebende Maßnahmen, Regelungen und Vorgaben unter allen Umständen zu verhindern, dass sich z. B. Richter in ihrer Rechtsprechung am Scharia-Recht orientieren, und einen „Islam-Rabatt“ bzw. „Islam-Bonus“ einräumen.

Ebenso ist „wasserdicht“ zu klären, dass Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften keine Sonderrechte beanspruchen können, die der deutschen Gesetzgebung widersprechen, bzw. dass Muslime keine Möglichkeit haben, die Grundprinzipien unserer Verfassung im Sinne der Scharia umzudeuten. Durch rechtliche Maßnahmen muss zugleich wirksame Vorsorge getroffen werden, dass islamische Taqyya-Strategien (= Täuschungsstrategien) auch in dieser Frage letztlich keinen Erfolg haben werden.

Islam heißt bekanntlich keineswegs Frieden, sondern schlichtweg Unterwerfung. Letztlich geht es dabei um die Unterwerfung der Welt unter die Dominanz des Islam. Wer jedoch in der Haltung des Herrschens- im Sinne des auch gewalttätigen Beherrschenwollens seine Mitmenschen unterwirft, ist zwangsweise auch intolerant.

Geschichte des Islam belegt Intoleranz und Gewalt

So ist der Islam von seiner Natur aus und von seinem Namen her gekennzeichnet durch Intoleranz. 

Die 1400-jährige Geschichte des Islam belegen diese These. Wer sich demzufolge den Vorschriften und Gesetzen, auch den Brauchtumsformen des Islam unterwirft, hat sich der Intoleranz unterworfen und sich gleichzeitig der Selbstbestimmung in Freiheit erledigt, hat sich bereits selbst aufgegeben.

In diesem Kontext kann die Frage gestellt werden: Darf nicht jeder Mensch, jede Gruppierung subjektiv der Überzeugung sein, dass die eigene Ideologie oder Lebensphilosophie, der eigene Glaube der beste sei und deshalb weltweit verbreitet werden müsste, so wie es z. B. auch die Katholische Kirche tut?

Es ist richtig: Jeder kann für seine Überzeugung, für seinen Glauben werben und  missionieren. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, wird aber in diktatorischen Systemen jeglicher Couleur verhindert.

Niemals aber kann es legitim sein und niemand kann sich das Recht herausnehmen, mit Berufung auf irgendein höheres Wesen oder eine tiefere Einsicht die eigene Überzeugung Andersdenkenden/glaubenden mit irgendwelchen Formen psychischer oder physischer Gewalt aufzuzwingen.

Hier stichwortartig noch einige bekannte Beispiele für das koranentsprechende Überlegenheitsdenken, den Herrschaftsanspruch der Muslime (vgl. Sure 3,110), das  letztlich zur realitätsfernen optimalistischen Selbstsicht der Muslime und gleichzeitig immer auch zur Disqualifikation alles Nichtmuslimischem führt, verbunden mit selbstüberhöhendem und herablassendem Verhalten:

 „Allahu akbar“= Allah ist größer (als z. B. der Gott der Christen) bzw. Allah ist am größten − Muslimsein : das wahre Menschsein – Die menschliche Natur selbst ist muslimisch − Muslime: die beste aller Gemeinschaften – Muslimische Kultur: die beste aller Kulturen – Scharia über allen anderen Rechtssystemen – Der Islam die Lösung aller Probleme – Die Minarette höher als die Kirchtürme – Die Häuser der Muslime höher als die der Nichtmuslime.

Wie aber sieht die Wirklichkeit aus?

Zweifel, Kritik und Selbstkritik nicht möglich

Die islamischen Dominanz-, Unterwerfungs- und zugleich Überlegenheitsdoktrin gegenüber allem Nichtislamischen verhindert Hinterfragen und Zweifel, Kritik und Selbstkritik. Doch der Zweifel mit seinem kritischen Hinterfragen und Suchen, Prüfen, Überprüfen und Nachprüfen gehört zu einem menschenwürdigen Leben, entsprechend auch zum Glauben. 

Hinter dem (Selbst-)Zweifel steht die Erfahrung der Unsicherheit und Ungewissheit, zugleich die Sehnsucht nach Beweisen, Gewissheit und Sicherheit. Das Zweifeln und das Fragen führen zur Weiterentwicklung und zu Entdeckungen in allen Bereichen des Lebens. So ist das Zweifeln und Fragen auch eine unverzichtbare Erkenntnismethode im Bereich der Wissenschaft.

Im Islam jedoch gibt es für die Freiheit zum Zweifel im Bereich des Glaubens keinen Raum und Ort (vgl. Sure 49,15). „Man hat … kein Recht, überhaupt Fragen zu stellen. Kritische Fragen zu stellen bedeutet zu zweifeln. Und Zweifeln ist Gotteslästerung“ (Necla Kelec).

So darf an dem  von Allah „diktierten“ Koran nicht gerüttelt, nichts bezweifelt und so auch nichts historisch eingeordnet werden. Entsprechend trifft man bei Muslimen immer wieder auf Aussagen wie:

Muslime morden nicht − Es gab keinen Völkermord der Osmanen an den Armeniern − Der 9/11 2001 in New York war ein Komplott des „Weltjudentums“ bzw. ein Inside-Job der Amerikaner − Die IS wird von den „Zionisten“ gesteuert − Osama Bin Laden war ein CIA-Agent − Boko Haram sind keine „echten Muslime“ − Sämtliche Attentate von Madrid bis Brüssel haben nichts mit dem „wahren Islam“ zu tun −  Terror im Namen des Islams hat  mit dem Islamnichts zu tun.

Kriminalisierung der Kritiker: „Islamophobie“

Die Verhinderung von Islam-Kritik geschieht häufig durch den Versuch der Pathologisierung und Kriminalisierung der Kritiker mittels des Vorwurfes der „Islamophobie“. Geforderte strafrechtliche Maßnahmen erinnern dabei an den Versuch der Unterbindung von Kritik an der DDR und der Sowjetunion in der zweiten Hälfte des 20.  Jahrhunderts. Dazu zwei kritische Stimmen:

„Wer sich der islamischen Gewalt unterwirft und keine Kritik mehr übt, hat verloren. Wer sich aber zur Wehr setzt und Kritik Übel, wird zum Nazi erklärt und hat also auch verloren“ (Sabatina James, Autorin  – siehe Foto).

Ich hatte ja schon von der Forderung berichtet, antimuslimischen Rassismus zum Strafbestand zu erklären. Mir ist nicht geläufig, dass es einen Strafbestand für antichristlichen, antibuddhistischen Rassismus gibt. Was immer das auch sein mag, wir stehen hier einer ausgeprägten Kritikunfähigkeit gegenüber.“ (Heinz Buschkowsky, ehem. Berliner SPD-Bezirksbürgermeisters und Autor – siehe unten: Titel seines Buches.)

Fehlende Schulderkenntnisse und Schuldbekenntnisse bei gleichzeitiger Schuldzuweisung 

Die islamischen Dominanz-, Unterwerfungs- und zugleich Überlegenheitsdoktrin gegenüber allem, was nichtmuslimisch ist, verhindert auch eigene Schulderkenntnis sowie Schuldeingeständnis. Wer (in seiner eigenen Vorstellung) allem überlegen ist, kann sich natürlich auch in keine Schuld verstricken. Dementsprechend sind dem Islam Schuldbekenntnisse etwa zur eigenen blutigen Eroberungs- und Vertreibungsgeschichte fremd.

Unkultur der Schuldzuweisung

Während Muslime also ein Schuldeingeständnis für eigenes Vergehen in der Geschichte nicht kennen, versuchen sie, insbesondere von den „Ungläubigen und Kreuzzüglern“ Schuldbekenntnisse abzuverlangen. Sie pflegen dabei die Unkultur der Schuldzuweisung. Gegenüber etwa der katholischen Kirche fordern sie in der Sprache der katholischen Liturgie den „Meaculpismus“. Dabei werden sie gelegentlich auch noch von blauäugig-naiven christlichen Gruppierungen unterstützt.

In Gesprächen mit Muslimen wird das schuldhaft schwere Versagen der Christen in bestimmten historischen Situationen immer wieder mit drastischen Worten geschildert. Kommt dann aber die Rede auf die islamischen Gewalttaten und Eroberungskriege mit zig Millionen von Toten, lehnen muslimische Gesprächsteilnehmer gewöhnlich eine Diskussion darüber vehement ab oder leugnen oder bagatellisieren die jahrhundertelangen Kriege und Raubzüge ihrer Vorfahren im Glauben. So lautet die Devise der Islam-Vertreter und der „Islam-Versteher“ nicht nur bei den Talkshows: Alles abstreiten, die Schuld liegt bei den anderen.

Foto: TaskForce

Dabei lassen sie auch anklingen: Die abendländische Wertung islamischer Kriege sei falsch oder ungenau bzw. nicht vorurteilsfrei. Eine weitere Erörterung sei daher sinnlos und kontraproduktiv, andernfalls werde das Gespräch einfach abgebrochen. Diese Taktik findet leider auch bei „wohlmeinenden“ Nichtmuslimen allzu oft Akzeptanz und Zustimmung.

So ist Europa auch durch die Tatsache bedroht, dass der Mainstream-Islam offensichtlich keine Schuldgeständnis-Kultur entwickelt hat etwa auch hinsichtlich der jahrhundertelangen islamischen Diskriminierungs- und Verfolgungspraxis Andersgläubiger, hinsichtlich der grausamen Massaker, der Eroberungs- und Vertreibungskriege und des Sklavenhandels.

Der Islamologe Rainer Glagow stellt dazu fest:

Im Gegensatz zu den Bußübungen der politisch korrekten deutschen Öffentlichkeit und der Kirchen wurde die mitnichten gewaltfrei verlaufene Expansion des Islam auf Kosten der christlichen Ostprovinzen des Byzantinischen Reiches, der blühenden christlichen Gebiete Nordafrikas, des christlichen Spaniens bisher von keinem modernen Theologen oder Würdenträger des Islam bedauert oder auch nur als offensiv kriegerische Handlung anerkannt.“

Bei fehlender Schulderkenntnis aber kann die Vergangenheit leicht zur bedrohlichen Gegenwart und zur Zukunft werden. Denn wenn die grausamen Vorgänge in der Vergangenheit keine Schuld darstellen, ist ihre Realisierung auch im Heute und in der Zukunft schuldfrei und somit auch legitim.

Armenier-Genozid: Holocaust vor dem Holocaust

Paradebeispiele für das Leugnen und Verdrehen sind die verteufelten Kreuzzüge sowie der Armenier-Genozid. Das Abstreiten und Tabuisieren historischer Tatsachen wie die des Armenier-Genozids, dem „Holocaust vor dem Holocaust“ (Elie Wiesel), zählt seit nahezu einem Jahrhundert zur Staatsräson zunächst im Osmanischen Reich, dann in der Türkei.

Selbstanklage, Selbstkritik und Kritikfähigkeit sowie eigene Schulderkenntnis und die Fähigkeit zum Schuldbekenntnis stehen wohl außerhalb der muslimischen Denksysteme und ethischen Vorstellungen.

So ist auch die Erfahrung im Islam weithin fremd, dass Schulderkenntnis und Schuldeingeständnis auch reinigenden Charakter und für die Zukunft entscheidende Bedeutung hat. Erkannte und bekannte Schuld der Vergangenheit öffnet gemeinsame Wege in die Zukunft. Das Leugnen historischer Wahrheiten dagegen birgt die große Gefahr in sich, dass aus der Vergangenheit keine Lehren für die Gegenwart und Zukunft gezogen werden eine Erneuerung nur äußerst schwer bzw. überhaupt nicht möglich ist.

Wo hat man übrigens je davon gehört, dass die muslimische Welt von irgendeiner politischen oder kirchlichen Instanz aufgefordert wurde, ein offizielles Schuldbekenntnis abzulegen für alle Verbrechen, die im Namen des Islam je geschahen und heute geschehen?

Auseinandersetzung mit eigener Tätergeschichte

Dagegen wird vor, bei und nach jedem Gedenken an die 12- jährige Nazi-Vergangenheit Deutschlands mit ihren schrecklichen Folgen immer wieder und mit Recht die Notwendigkeit des Schuldeingeständnisses und des Schuldbekenntnisses betont und eingefordert.

Wo aber hat man je von einer muslimischen Schuldanerkennung, gar von einer Wiedergutmachung gehört angesichts der mehrfachen Millionenopfer der koranlegitimierten weltweiten Expansionen und Invasionen des Islam im Laufe langer Jahrhunderte, auch der von Muslimen zu verantwortenden immensen Opferzahlen unserer Zeit ?

Ja, es gibt diese allerdings folgenlose Forderung auch aus den Reihen der Islam-Kritiker. So fordert die Soziologin, Publizistin und profilierte Islamkritikerin Necla Kelek von den Muslimen die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Tätergeschichte. Dabei nimmt sie Bezug auf den Umgang der Deutschen mit ihrer erkannten und bekannten Schuld nach den Verbrechen des Dritten Reiches:

„Alle Deutschen haben sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzen müssen. Sie mussten sich der Schuldfrage stellen, mussten lernen, zu trauern und anzunehmen, was in ihrem Namen geschehen war. Anders wird es auch für Muslime nicht gehen. Sie müssen sich mit der Tätergeschichte des Islam auseinandersetzen, denn sie können nicht verleugnen, was gestern und heute im Namen des Islam geschieht“.

Opferrolle-Inszenierung und Forderungsmentalität

Auf die allseits bekannte und stets nervende Opferrolle-Inszenierung der Muslimverbände und die damit verbundene Forderungsmentalität sei hier nur kurz hingewiesen. Sie gehen nach dem Motto vor: „Muslime sind nie Täter, immer nur Opfer. Und wer Opfer ist, hat auch das Recht, unnachgiebig zu fordern“. Nach dem Motto „Haltet den Dieb“ schlüpfen sie allzu gerne in die Opferrolle, obwohl sie in Wirklichkeit oftmals Täter waren/sind.

Aus dieser Opferrollen-Inszenierung ergeben sich wiederum die von den Islamverbänden ständig und bedenkenlos gestellten Forderungen an die nichtmuslimische Mehrheitsgesellschaft. Dabei wird jedes Entgegenkommen von Muslimen als Sieg verstanden, aus dem sie wiederum neue Forderungen ableiten und zugleich ihr Anspruchsdenken erhöhen.

Zur Forderungsmentalität der Muslim-Verbände stellt die Schriftstellerin Monika Maron die Frage:

„Wie stellen es die muslimischen Verbände an, dass ihre absurdesten Forderungen die ganze Republik regelmäßig in Aufruhr versetzen, so dass man den Eindruck haben könnte, wir leben tatsächlich schon in einem halbislamischen Staat, dessen säkulare Verfassung unter den religiösen Forderungen der Muslime nach und nach begraben werden soll?“

Unser Autor Dr. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters

Weitere aufschlußreiche Zitate und Infos zum Islam finden Sie in dem Buch “Wortmeldungen zum Islam” (siehe Abbildung) von Dr. Udo Hildenbrand; es ist für 11,80 € portofrei über seine Adresse erhältlich: Dr. Udo Hildenbrand, Josef-Bäder-Weg 4 in 77815 Bühl. – Mail: udo.hildenbrand@gmx.de


 

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Kardinal Müllers Einwände zu Dubia-Kardinälen steigern die Verwirrung

Mathias von Gersdorff

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, kritisierte das Vorgehen der Kardinäle Burke, Brandmüller, Meisner und Cafarra bezüglich des Apostolischen Schreiben Amoris Laetitia von Papst Franzikus. gersdorff

[Zur Erinnerung: Diese vier Kardinäle haben einen Fragenkatalog mit sog. „dubia“ (Zweifel) an Papst Franziskus gesandt, in welchem um Präzisierungen zu bestimmten Aussagen im päpstlichem Schreiben gebeten wird. Insbesondere geht es um die Frage, ob unter bestimmten Voraussetzungen wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion empfangen dürfen. Nach traditioneller Kirchenlehre ist dies nicht möglich. Amoris Laetitia enthält Passagen zu dieser Problematik, die zu völlig konträren Auslegungen geführt haben. Nicht selten werden diese Passagen nach eigenem Geschmack ausgelegt. So sind nun liberale Bischöfe oder sogar Bischofskonferenzen der Auffassung, die früheren Einschränkungen zur Erteilung der Kommunion seien aufgehoben worden. Konservative behaupten, es hätte sich nichts geändert. Der normale Gläubige schaut verblüfft dieser Debatte zu, die zunehmend an Schärfe gewinnt.]

Nun hat sich Kardinal Müller in einem Internet-Fernsehinterview am 8. Januar 2017 zu diesem Thema geäußert und die Vorgehensweise der vier Kardinäle kritisiert, vor allem die Tatsache, dass sie ihre Anfrage an den Papst veröffentlicht haben. Zudem erklärte der Präfekt der Glaubenskongregation, Amoris Laetitia stelle keine Gefahr für den Glauben dar.

In der Tat hat Kardinal Müller seit der Veröffentlichung versucht, das Amoris-Laetitia–Problem dadurch zu lösen, dass er das päpstliche Schreiben im Sinne der Tradition auslegte. Insofern ist seine Haltung nicht ganz neu.

Dennoch wirft sein letztes Fernsehinterview Fragen auf: Bischof Gerhard Ludwig Müller Internet

Es ist schon bemerkenswert, dass Kardinal Müller den Rahmen eines Fernsehinterviews wählt, um seine Brüder im Kardinalskollegium zu kritisieren. Als Präfekt der Glaubenskongregation stehen ihm geeignetere Möglichkeiten zur Verfügung als ein 11-minütigen Interview, in welchem lediglich ca. drei Minuten dem Apostolischen Schreiben gewidmet waren.

Besitzt die Aussage im Fernsehinterview überhaupt eine relevante Autorität? Von einem Präfekten hätte man eine derart gewichtige Stellungnahme, die geradezu ein Erdbeben verursacht hat, entweder im „L´Osservatore Romano“ oder in einer Fachzeitschrift für Theologie erwartet.

Somit stellt sich eine weitere Frage: Kardinal Müller hatte nicht die Zeit, seine Kritik angemessen zu begründen. Ein derart kurzes Format lässt eine ausführliche Begründung, die der Bedeutung der Aussagen entspricht, gar nicht zu.

Doch das wäre wirklich angebracht. Es kann Kardinal Müller unmöglich entgangen sein, dass etliche Bischöfe und Bischofskonferenzen das Schreiben ganz anders als im Sinne der Tradition (und dessen eigener Auffassung) auslegen und die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene öffnen wollen. Das ist auch die klare Tendenz in Deutschland, dem Heimatland des Glaubenspräfekten.

Foto: Radio VatikanWenn er schon der Meinung war, die Autoren der „dubia“ kritisieren zu müssen, so wäre es angebracht gewesen, auch diejenigen zu kritisieren, die vorpreschen und Amoris Laetitia in Widerspruch zur Tradition auslegen, Kardinal Marx vorneweg.

Durch seine einseitige Kritik hat Kardinal Müller leider die Verwirrung rund um das päpstliche Schreiben gesteigert. Die normalen Gläubigen empfinden eine noch nie dagewesene Kakophonie in einer moraltheologischen Frage, die eigentlich schon seit Jahrhundert von vielen Päpsten, Theologen und Konzilien geklärt wurde.

Es macht sich der Eindruck breit, das Lehramt gelte nicht mehr bzw. sei nicht mehr ernst zu nehmen. Viele fragen sich: Wieso bestätigen der Papst und der zweite Mann im Vatikan, also der Präfekt der Glaubenskongregation, nicht die Lehre der Kirche in dieser wichtigen Frage, wo doch so viele Leute diese Lehre bestreiten?

Unser Autor Mathias von Gersdorff  aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und veröffentlicht seine aktuellen Berichte hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

HINWEIS: Kardinal Müller und Co. hatten vor der Veröffentlichung von AL viele Verbesserungsvorschläge an den Papst eingereicht, angeblich war es sogar eine „zwanzigseitige Liste mit Korrekturvorschlägen“.  Quelle: http://www.kath.net/news/58114

Fotos: M. v. G., Bistum Regensburg, Radio Vatikan


Will das Portal der Dt. Bischofskonferenz die katholische Lehre infragestellen?

Mathias von Gersdorff

Es vergeht kaum ein Tag, an dem das Informationsportal der Deutschen Bischofskonferenz  ‚Katholisch.de‚ keinen Beitrag veröffentlicht, der die kirchliche Lehre in irgendeinem Punkt angreift. 0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529

Am 17. September 2015 erscheint beispielsweise ein Kommentar zum Modethema „Homosexualität“ von Simon Linder, Student der Theologie in Tübingen. Nicht besonders originell ist die Kernaussage: Die katholische Kirche solle ihre Ansicht zur Homosexualität ändern.

Seit der Einberufung der vatikanischen Familiensynode (4. – 25. Oktober 2015) erscheinen solche Artikel in penetranter Häufigkeit.

Die Strategie von ‚Katholisch.de‘ (und wohl zumindest einem Teil der Dt. Bischofskonferenz) scheint folgende zu sein: Das Lehramt ist nicht die Gesamtheit der verbindlichen Aussagen, welche die kirchliche Autorität verkündet hat, sondern eher ein Stoff, über den man ohne Ende debattieren kann. Das Lehramt wird im Grunde zu einer Sammlung von Denkanstößen degradiert.

Wenn wiederholt und systematisch ein Portal der Dt. Bischofskonferenz wichtige und längst definierte Wahrheiten infrage stellt, vermittelt dies den Eindruck, das Lehramt sei weder verbindlich noch würde es die Wahrheit erläutern.

Ist die Kirche nur noch ein Debattierclub?

Auf diese Weise verliert das Kirchenvolk (zumindest die Leser von ‚Katholisch.de‘) zunehmend die Überzeugung, dass die kirchliche Autorität die Wahrheit des Evangeliums verkündet. Es entsteht der Eindruck, als seien das alles nur Meinungen und Theorien, die man annehmen oder auch ablehnen könne. Camberg-Peter-Paul-DSC_0342

Hinsichtlich Glaube und Moral dürfe der Katholik denken, was ihm beliebe; die kirchliche Hierarchie habe keine verbindliche Autorität und das Lehramt biete lediglich eine Richtschnur. In diesem Kontext ist die Kirche nicht viel mehr als ein Debattierclub.

Für diese Taktik oder Methode gibt es ein Wort: Dekonstruktion.

Durch die regelmäßige und immer radikalere Infragestellung katholischer Wahrheit will man wohl das Kirchenvolk in einen Dauerzustand des Zweifels versetzen; es soll so seine Gewissheiten über die Glaubens- und Sittenlehre überprüfen und selber infrage stellen. Ein Gläubiger, der sich auf diese Gehirnwäsche einlässt, weiß am Ende überhaupt nicht mehr, woran er glaubt. Schließlich tritt er aus der Kirche aus.

Jemand könnte nun einwenden, dass in Deutschland Meinungsfreiheit herrscht und auch ‚Katholisch.de‘ seine Meinungen frei veröffentlichen und verbreiten dürfe. Doch ‚Katholisch.de‘ betreibt diese Dekonstruktion mit dem Etikett „katholisch“ (und finanziert mit der Kirchensteuer), was nichts anderes als eine Irreführung ist.

Ehrlicherweise sollte das Portal den Namen ändern und klar sagen, was es beabsichtigt: Die Schleifung der katholischen Lehre!

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt und betreibt die Webseite „Kultur und Medien online“; aktuelle Kommentare schreibt er hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Ein ehem. Star der US-amerikanischen Homosexuellen-Bewegung steigt aus

Der Herausgeber von „Young Gay America“ findet zu Christus

Als ich neunzehn Jahre war, starb meine Mutter. Mein Vater starb, als ich dreizehn war. Schon früh in meinem Leben war ich verwirrt darüber, wer ich eigentlich war und welche Gefühle ich anderen gegenüber hatte.

Ich war verwirrt über mein „Verlangen“ und stellte fest, dass ich mich von anderen Jungen „angezogen“ fühlte. Mit vierzehn ordnete ich mich deshalb in die Kategorie „schwul“ ein. Mit zwanzig hatte ich mein Coming-Out und sagte allen in meiner Umgebung, dass ich schwul sei.  DSC07339

Mit 22 wurde ich Herausgeber der ersten Zeitschrift, die sich speziell an junge, homosexuelle Männer wandte. Die fotografischen Inhalte lagen an der Grenze zur Pornografie, doch ich stellte mir vor, die Zeitschrift für größere und bessere Dinge nutzen zu können.

Young Gay America, so hieß das Magazin, kam wirklich an. Sie sollte eine Lücke füllen, speziell für junge homosexuelle Amerikaner da sein und nicht so pornografisch sein. Young Gay America wurde ein großer Erfolg.

Homosexuell lebende Menschen reagierten erfreut auf die Zeitschrift. Sie wurde respektiert und anerkannt und mit Preisen und Ehren ausgezeichnet, darunter mit dem National Role Model Award der prominenten Homosexuellenorganisation Equality Forum. Die Zeitschrift genoss große Präsenz in vielen Medien bis hin zu einer Titelgeschichte im Time Magazine.

2004 war dann der Start für ein zugehöriges Magazin, das YGA Magazine. Es gab vor, eine „tugendhafte Gegenstimme“ zu den übrigen Publikationen für homosexuell empfindende Jugendliche zu sein. Ich sage „gab vor“, denn in Wirklichkeit war es ebenso zerstörerisch wie alles andere in diesem Bereich, nur nicht so offen pornografisch und deshalb mehr „respektiert“.

Mein Weg bis zur Umkehr dauerte 16 Jahre

Ich brauchte fast sechzehn Jahre, um herauszufinden, dass Homosexualität als solche nicht gerade das ist, was man „tugendhaft“ nennt. Es war aber schwierig für mich, in diesem Punkt Klarheit über meine Gefühle zu bekommen, da mein ganzes Leben so darin verstrickt war.

Wenn Homosexualität jungen Menschen nahegebracht wird, ist das an sich schon pornografisch. Es zerstört etwas in der empfindsamen Seele und verwirrt junge Menschen in ihrer sich entwickelnden Sexualität. Allerdings wurde mir das erst klar, als ich selbst schon dreißig Jahre war.

In einigen Städten Nordamerikas war die erste Ausgabe des YGA Magazine total ausverkauft. Von allen Seiten erhielt das Magazin unglaublich viel Unterstützung: von Schulen, Elterngruppen, Büchereien, staatlichen Institutionen – alle wollten es haben.

Es passte zum Zeitgeist der „Akzeptanz und Förderung“ von Homosexualität, und mich betrachtete man als einen ihrer geistigen Führer. So lud man mich 2005 ein, in einem angesehenen Forum der Kennedy School of Government an der Universität Harvard zu sprechen.
Nachdem ich das Video von meinem „Auftritt“ gesehen hatte, fragte ich mich ernsthaft, ob das richtig war, was ich mit meinem Leben und meinem Einfluss tat.

Da ich niemanden kannte, an den ich mich mit meinen Fragen und Zweifeln hätte wenden können, wandte ich mich an Gott. Ich entwickelte eine wachsende Beziehung zu Gott, nicht zuletzt aufgrund eines schweren Anfalls von Bauchkrämpfen  –  eine Folge von Verhaltensweisen von mir, die mir den Magen umdrehten.

Als ich ernsthaft darüber nachdachte und ernsthaft betete, wurde mir klar, dass die Homosexualität uns daran hindert, unser wahres Selbst in uns zu erkennen. Wir können die Wahrheit nicht erkennen, solange wir von der Homosexualität geblendet sind.

Quelle und FORTSETZUNG des Lebensberichts von Michael Glatze HIER: http://www.homosexualitaet-veraenderung.de/lebensberichte/michael-glatze-nicht-mehr-schwul

Gemälde: Evita Gründler